Umgang mit Kollegin

    Hallo.

    Ich habe ein kleines Problem...versuche es mal kurz zu schildern.

    Anfang des Jahres bin ich mit einer weiteren neuen Kollegin zusammen in einer Firma angefangen... gleiche bestimmte Aufgabenbereiche, gleiche Std.zahl, gleiches Alter usw.

    Verstehen uns "eigentlich" ganz gut.


    Ein Unterschied gibt es: Sie hat in diesem Aufgaben Bereich schon in der vorherigen Firma gearbeitet, ich aber nicht... Vorkenntnisse fehlten mir, dies sprach ich von vornherein offen an.


    Lerne auch gerne dazu. Alllerdings ist Fortbildung erst im November möglich, wenn überhaupt (wegen corona).

    Einarbeitung lief aufgrund wochenwechselnde Bereiche nicht wirklich.

    Einmal schaute ich bei ihr für 30 min zu, dann musste ich alleine ran.

    Ich habe mich von Anfang an reingehängt, mein Bestes gegeben, so gemacht wie ich dachte es wäre richtig. Sehr ausführlich bearbeitete ich alles, brauchte natürlich am Anfang länger pro Aufgabe.

    Und nun zum Problem:

    Dann gabs eine Auseinandersetzung weil sie viel mehr erledigt hatte wie ich... erzählte mir dann wie sie es macht, aber auch das war längst nicht alles richtig ( vom Chef gesagt bekommen).

    Naja... nun sehe ich es von ihrer Seite zum Machtkampf ausarten. Sie schreibt seit Wochen die Anzahl mit, um zu sehen wer mehr gemacht hat. Lässt über eine andere Kollegin ausrichten, ich müsste Nacharbeiten, hätte weniger wie sie. Kontrolliert auch wohl regelmäßig meine Arbeit um mir dann Notizen mit Vorhaltungen zu schreiben.

    ich bin langsam echt sauer, hätte sie nun am liebsten kontaktiert. Sie hat aber gerade eine ziemlich schlechte Zeit im Privaten und ganz andere Probleme. Ich wollte Rücksicht nehmen.

    Doch belastet es mich gerade ungemein und ich würde ihr halt freundlich und direkt sagen, das ich das so nicht ok finde. Ich habe nur keine Ahnung wie.

    Privat möchte ich sie momentan nicht belästigen, auf Arbeit wäre es zwischen Tür und Angel. Wie soll ich es am besten angehen?

  • 8 Antworten
    Alias 973659 schrieb:

    Kontrolliert auch wohl regelmäßig meine Arbeit um mir dann Notizen mit Vorhaltungen zu schreiben.

    ich bin langsam echt sauer, hätte sie nun am liebsten kontaktiert. Sie hat aber gerade eine ziemlich schlechte Zeit im Privaten und ganz andere Probleme. Ich wollte Rücksicht nehmen.

    Dann nimm halt keine Rücksicht. Und sie Dir Notizen hinterlässt, hinterlasse Du ihr auch welche.

    ICH würde ihr sagen :" Du bist hier nicht der Chef,so lange der Chef zufrieden ist, ist für mich alles okay."

    Oder du wirfst die Notizen ungelesen weg und wenn sie fragt, dann machst du einen auf unschuldig.

    Boah, ich hasse ja Leute die immer meinen sie machen mehr als die anderen.

    Oft sind es Leute, die jetzt keinen besonderen Beruf erlernt haben.

    Wenn sie so gestrickt ist, wird das nicht von alleine aufhören.


    Da musst du ihr eine klare Ansage machen - ja auf Arbeit, da gehört es hin.


    Sag ihr, du hast mich nicht zu kontrollieren und wenn du mehr schaffst, schön für dich. Ich gebe hier mein bestes und möchte nicht mit dir in einen Wettkampf treten.

    Alias 973659 schrieb:

    Lässt über eine andere Kollegin ausrichten, ich müsste Nacharbeiten,

    das geht gar nicht !!!

    Wenn du es nicht bald ansprichst wird es sich ausweiten.


    Und der anderen Kollegin, die es ausrichtet würde ich auch gleich sagen, sie soll sich bitte raushalten.

    Kalinkana schrieb:

    Und sie Dir Notizen hinterlässt, hinterlasse Du ihr auch welche.

    das ist Zickenkrieg - ich rate davon dringend ab .

    aus Erfahrung: solchen Leuten muss man sofort und ziemlich direkt sagen, dass es so nicht geht. Sonst nehmen die sich zu wichtig

    Wieso "meldest" du das nicht deinem Chef?!


    Alias 973659 schrieb:

    auf Arbeit wäre es zwischen Tür und Angel

    Wieso das? Dann muss man sich Zeit für ein Gespräch zu dritt nehmen.

    Ich würde mich erstmal beim unmittelbaren Vorgesetzten erkundigen, ob der/die mit deiner Arbeit zufrieden ist (ohne zu sagen, warum).

    Wenn du die Bestätigung vom Vorgesetzten hast, dass deine Arbeit OK/gut ist, dann kannst du emotional schon mal einen Gang zurückschalten, denn dann weißt du, dass an den "Unterstellungen " nichts dran ist.


    Und dann würde ich erhobenen Hauptes die Kollegin direkt auf ihr Verhalten ansprechen und ihr sagen, dass es gut wäre, wenn sie sich ausschließlich um ihre Arbeit kümmert und nicht noch um deine bzw sie ihre Energie besser in ihre Arbeit steckt.


    Zickenterror ist wirklich was Nervendes%:|


    Kannst du ihr sonst irgendwie aus dem Weg gehen?

    Steht irgendwie im Raum, dass du deinen Arbeitsplatz wieder verlieren könntest oder möchte man euch beide dauerhaft behalten?


    Hast du einen befristeten Vertrag? Probezeit ist ja auch bald vorbei.


    Ich würde mich da nicht beeindrucken lassen. Solange dein Chef nichts bemängelt, ist meines Erachtens alles ok. Der wusste bei deiner Einstellung auch, dass du keine Vorkenntnisse hast. Ergo konnte er auch nicht von Anfang an die gleiche Leistung erwarten. Das du keine Fortbildung machen konntest bisher, ist auch nicht deine Schuld. Wenn keine vernünftige Einarbeitung erfolgt und du dich trotzdem reingefuchst hast, spricht das eher für dich. Dass das am Anfang länger dauert und das Fehler passieren, ist dabei normal. Wenn massenweise und/oder gravierende Fehler dabei gewesen wären, hätte man dich wahrscheinlich schon wieder entlassen.


    Du bist auch nur deinem Chef gegenüber weisungsgebunden. Die Kollegin hat überhaupt nichts anzuweisen. Wenn sie meint, dass du weniger machst als sie und sie stört das, dann soll sie sich beim Chef beschweren. Das sie mehr schafft, weil sie Vorkenntnisse hat ist völlig normal. Wenn sie meint, sich damit brüsten zu müssen, dann soll sie ihre Arbeit aber auch fehlerfrei erledigen. Laut deiner Beschreibung ist das nicht der Fall. Gleichzeitig hat sie aber noch genug Zeit deine Arbeitsleistung zu dokumentieren, dich zu kontrollieren und dir Notizen zukommen zu lassen. Soll sie erstmal ihre Arbeit fehlerfrei erledigen.


    Kurzum, ich würde gar nichts sagen. Ich würde meine Arbeit machen. Wenn der Chef etwas zu bemängeln hat, dann das ändern. Die Kollegin beim Chef "anschwärzen", wirft nur ein schlechtes Licht auf dich. Und meiner Erfahrung nach sehen solche Menschen ihr eigenes Verhalten im direkten Gespräch auch nicht ein.


    Ich würde ihre "Schikanen" einfach ignorieren. Notizen entgegen nehmen, lesen und wegwerfen (zur Kenntnis genommen). Am besten vor ihren Augen oder wenn sie nachfragt, sagen: "Ja, hab ich gelesen". Wenn sich die andere Kollegin instrumentalisieren lässt, ist das ihr Problem. Anhören, was sie zu sagen hat und mit der eigenen Arbeit weitermachen. Vielleicht ist es dieser anderen Kollegin dann irgendwann zu dämlich und sie spielt von allein nicht mehr den Übermittler.

    Halte dir vor Augen, dass du dich selber reingefuchst hast. Sie macht noch mit Vorkenntnissen Fehler. Soll sie mal den Ball schön flach halten.

    Und wenn sie meint, deine Aufgaben dokumentieren und kontrollieren zu müssen, dann soll sie halt. Wenn der Chef weiß, dass sie selbst Fehler macht, ist die Chance recht groß, dass er dieser "Kontrolltätigkeit" wenig Beachtung schenkt. Wenn sie weiterhin Fehler macht und stattdessen Zeit damit verbringt dich zu kontrollieren, während du immer besser und fehlerfreier wirst, steht im schlechtesten (oder für dich besten) Fall ihr Arbeitsplatz auf der Kippe und nicht deiner.

    Ich würde hier jedenfalls nichts unternehmen ala "wie du mir so ich dir" und ich würde ihr auch keine Ansage machen. Wenn das wirklich Schikane ihrerseits ist, gießt du da nur Öl ins Feuer, wenn du ihr bestätigst, dass es dich nervt.

    Ich bin da ganz bei Plüschbiest. Meistens sind das Leute, die nichts besonderes gelernt haben und selber irgendwie unzufrieden sind.

    Selbst wenn es von alleine nicht aufhört. Miss dem Ganzen nicht so eine große Bedeutung bei und ärgere dich nicht. Ignoriere es. Zickenkrieg - am Ende noch mit Chef involviert - führt zu gar nichts. Wenn du weißt, was du selber wert bist, sollte es kein Problem sein, das zu signalisieren, ohne direkt in die Konfrontation zu gehen und ungewollten Streit vom Zaun zu brechen. Du weißt vielleicht auch nicht, wie sie zu den anderen Kollegen und zum Chef steht. Am Ende bist du der Leidtragende, weil andere zu ihr halten.