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    Umschulung wgen Corona

    Hallo zusammen*:),

    ich bin momentan Verkäufer im non-food-Einzelhandel. Durch die Pandemie bin auch ich momentan in Kurz-Arbeit.


    Der erste Lock-Down im letzten Frühjahr hat mit dazu beigetragen, dass mein Unternehmen mehrere zig Filialen schließen musste, wegen Milliarden Umsatzverlustes.


    Nun durchlaufen wir ja gerade Lock-Down 2.0 und Gerüchten zufolge ist nicht ausgeschlossen, dass dieser noch über den Januar hinaus läuft.


    Daher mache ich mir jetzt natürlich ein paar Gedanken, wie es weiterlaufen könnte..

    Ich könnte mir für mich eine Umschulung vorstellen, bei einem Beratungsgespräch im letzten Jahr vom Februar (vor Corona), hieß es, dass es dem Einzelhandel gut geht, ich auch nicht berufsunfähig bin, und mir deshalb keine Umschulung finaziert würde.


    Jetzt aber hat sich die Situation bekannterweise im Arbeitsleben komplett verändert.

    Nach einem heutigen ersten Telefongespräch, könnte eine Umschulung quasi doch möglich sein.


    Meine Fragen: Hat da einer von euch schon Erfahrung gemacht? Welche berufliche Richtung könnte man einschlagen, die vom Lockdown nicht so betroffen ist.?


    Für die meisten Jobs, die auf indeed oder stepstone angeboten werden, braucht man natürlich fachliche Kenntnisse, die ich ja dann nicht habe.....

  • 4 Antworten
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    Wenn müsstest Du einen Antrag bei deinem RV-Träger stellen.


    Eine Umschulung kommt aber nur dann in Frage, wenn med. Gründe vorliegen. Nur weil ein AG Pleite geht, erhält man keine Umschulung.

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    Hallo,


    ich wurde mit 22 Jahren erst arbeits- und anschließend auch berufsunfähig. Insgesamt hat es 1 Jahr gedauert bis ich meine Umschulung beginnen konnte. Das fing damit an, dass ich von Behörde zu Behörde geschickt wurde - Krankenkasse, deutsche Rentenversicherung und Arbeitsagentur. Die deutsche Rentenversicherung ist in aller Regel erst zuständig, wenn man bereits 15 Jahre lang in diese eingezahlt hat, wobei es hier auch Ausnahmen gibt. Die Krankenkasse ist eher für die medizinische Rehabilitation zuständig und möchte die Arbeitsfähigkeit wiederherstellen. Die Arbeitsagentur ist für die berufliche Rehabilitation, die sogenannte Teilhabe am Arbeitsleben, zuständig. Dies war bei mir der Fall. Die Arbeitsagentur hat ein sozialmedizinisches Gutachten anfertigen lassen und ich musste sowohl einen psychologischen Test als auch einen über die allgemeinen Fertigkeiten (Sprache, logisches Denken, usw.) absolvieren. Ich musste auch angeben, welchen Beruf ich gerne ausüben möchte. Je nach Fertigkeiten und Ergebnissen wird dann über die Bewilligung entschieden. Alles in allem ein langatmiger Prozess.


    Das ganze nur als Beispiel, welche Hürden auf dich zukommen können.

    Die Arbeitsagentur ist übrigens nicht erst bei Arbeitslosigkeit zuständig, sondern bereits wenn diese droht (bei mir z. B. durch die sich anbahnende Berufsunfähigkeit).


    Um zu der Frage zurück zu kommen. Als zukunftsträchtige Branchen kommen zum Beispiel der Gesundheitssektor als auch die Consulting oder IT-Branche in Frage.

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    Fizzlypuzzly schrieb:

    Eine Umschulung kommt aber nur dann in Frage, wenn med. Gründe vorliegen. Nur weil ein AG Pleite geht, erhält man keine Umschulung.

    Na doch, über die Arbeitsagentur.

    ZuvielDenker35 schrieb:

    Daher mache ich mir jetzt natürlich ein paar Gedanken, wie es weiterlaufen könnte..

    Ich könnte mir für mich eine Umschulung vorstellen, bei einem Beratungsgespräch im letzten Jahr vom Februar (vor Corona), hieß es, dass es dem Einzelhandel gut geht, ich auch nicht berufsunfähig bin, und mir deshalb keine Umschulung finaziert würde.

    Du bist jetzt in Kurzarbeit. Rechnest Du mit der Kündigung?


    Wenn ja, dann melde dich sobald Du diese erhalten hast, beim Arbeitsamt als arbeitssuchend. Man ist da eigentlich sehr schnell dabei, die Leute in Maßnahmen (auch längerfristige) zu stecken. Ist u.a. gut für deren Statistik.


    Ich würde auch an die Gesundheitsbranche oder Richtung Logistik denken .