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    Kinder machen einen ärmer, das ist ungerecht,

    Das ist nicht ungerecht sondern Tatsache. Ich werde in wenigen Tagen mein erstes Kind zur Welt bringen und habe mich von der Illusion verabschiedet, dass das nicht u.a. mit Nachteilen verbunden ist: weniger Geld, Karriereeinbruch (zumindest kurzfristiger), Verpflichtungen, etc.


    Wenn ich diese Illusion habe, darf ich keine Kinder in die Welt setzen.

    Zitat

    Es ist aber möglich, dass der Mann Deiner Bekannten einen Taschengeldanspruch an seine gut verdienende Ehefrau hat – dann wird dieses Taschengeld natürlich mit einbezogen.

    So genau bin ich da nicht informiert, aber es ist in der Tat wohl so dass der Mann für das Pflegegeld aufkommen muss. Das kann er ja jetzt durch die Hochzeit da er duch die gut verdienende Ehefrau "abgesichert" ist.


    Allerdings fehlt das Geld dann am Ende des Monats trotzdem, egal wer von beiden dafür aufkommt.

    @ SilentMax

    Du gehst in deinen Antworten überhaupt nicht auf die Problematik ein, dass Bedürftige vom Staat an einen Dritten verwiesen werden, der keinerlei Unterhaltspflichten hat.

    Zitat

    Der Gesetzgeber fordert also Partnerschaftliche Solidarität und zwar "vor" sozialstaatlicher Hilfe.

    Der Staat kann nicht fordern wofür es keine rechtliche Grundlage gibt.


    Ob dem Steuerzahler mit dem aufwendigen Kontroll- und Gängelsystem ein finanzieller Gefallen getan wird ist auch die Frage. Der ganze Apparat kostet jede Menge Geld, Sozialgerichte mussten neue (teure) Richterstellen schaffen um der Klagewelle Herr zu werden.

    OneOnly


    Die Tatsache ist ja nicht weniger ungerecht ;-D , sie ist halt so. Mich ärgert es aber enorm wenn einem unterstellt wird nun nicht mehr arbeiten zu brauchen weil man drei Kinder hat, dies habe ich echt öfter gehört. Da kann man doch nur nen Vogel zeigen, oder?


    Bei manchen ist das eben noch nicht angekommen.

    Zitrone86

    Meine Eltern (59 und 63) haben dasselbe "Problem". Meine Oma mütterlicherseits ist inzwischen 92 Jahre alt und lebt seit zwei Jahren in einem Pflegeheim, davor hat sie Zeit ihres Lebens alleine gelebt (verheiratet war sie nie) und hat nicht viel Rente bekommen, nur ein paar Hundert Euro. Ihr Konto wird von meiner Mutter verwaltet und das wenige Ersparte ist schon längst aufgebraucht... seit meine Oma eine Pflegestufe hat, kostet das Heim fast 2000€ im Monat.


    Meine Eltern haben Sozialhilfe beantragt, für "solche Fälle" ist die ja eigentlich da, aber nein: es geht jetzt erstmal an das komplette Ersparte meiner Eltern. Sie mussten sich völlig ausziehen, also alles offenlegen, was sie in den letzten 40 Jahren angespart haben und das ist so einiges. Allerdings ist das ihre eigene Altersvorsorge, damit meine Schwester und ich nicht irgendwann den selben Fall haben (dass wir unsere Eltern "aushalten" müssen).


    Auch ein Anwalt hat nicht viel gebracht, meine Eltern dürfen jetzt 52000€ zahlen und ich möchte damit nur sagen, dass auch die Rente meines Vaters (und sogar ihre beiden privaten Altersvorsorgen) mit einberechnet wird, da sie verheiratet sind - das meiste Geld hat nämlich ER rangeschafft in den letzten Jahren, meine Mama war 25 Jahre lang Hausfrau und wären sie nicht verheiratet, würde die Sozialhilfe greifen.


    Aber so ist das nun mal, ob gerecht oder nicht, sei mal dahingestellt.

    Hasimuff86


    Das ist echt Hammer :-( . Das ist unmöglich, ich meine die Politik suggeriert doch immer wir sollen fürs Alter sorgen. Meine Güte, ich weiß ja das man selbst später sein Hab und Gut veräußern muß um im Heim zu leben (wenn man muß :-(), aber das die Kinder an ihre Altersvorsorge müssen :|N , einfach unfassbar traurig sowas.

    Zum Thema Elternunterhalt:


    Wir wurden vor Jahren vom Sozialamt wegen meiner Schwiegermutter geprüft...Ich bin nicht direkt haftbar, aber entweder muss ich mich trotzdem offenlegen mit meinen Einkommensverhältnissen oder es wird alternativ davon ausgegangen, dass ich als Partner die Hälfte der Lebenshaltungskosten trage/tragen kann....


    In dem Fall kann das durchaus sein: Mann verdient zu wenig, heiratet "reich", seine Lebenshaltungskosten sinken (jedenfalls auf dem Papier), also bleibt jetzt Geld zur Unterhaltszahlung....


    Wir mussten damals nur nichts zahlen, weil ich gerade mit dem frisch geborenen Kind zu Hause war und kein Einkommen hatte zu dem Zeitpunkt....

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    Sie mussten sich völlig ausziehen, also alles offenlegen, was sie in den letzten 40 Jahren angespart haben und das ist so einiges.

    Ja genau, den Schritt haben die beiden auch schon hinter sich gebracht. Mit anfang 30 hat man jetzt idR noch nicht so viel gespart, aber trotzdem waren das sehr Tränenreiche Wochen nach der Hochzeit laut meiner Bekannten. :-/

    und noch einen wichtigen vorteil habt ihr vergessen, wenn man sich unverheiratet trennt, hat man keine scheidungskosten, keinen nach ehelichen unterhalt etc. ]:D


    es hat also so vieles vor- und nachteile. jeder hat das recht zu heiraten, aber keine pflicht. wenn der vater des kindes kein/kaum geld hat, dann würde auch noch weiterhin bafög, wohngeld und auch kindergeld für die mutter gezahlt werden. das ist hier aber nicht der fall und somit auch völlig gerecht.


    bei unverheiratet, zusammenlebenden ohne kinder hat der staat die möglichkeit geschaffen, dass man die bedarfsgemeinschaft widerlegen kann. die sozialgerichtsbarkeit ist kostenlos. anwaltszwang besteht nicht. wir haben bei uns am lsg viele solcher klagen anhängig und diese sind weder völlig unmöglich noch wirklich kostenintensiv.

    Manchmal lohnt sich die Rechtsberatung beim Anwalt. Das Amt, mit dem ich eigentlich nichts zu tun hatte trat mir auch zu Nahe und wollte alles mögliche von meinem Mann.


    Die hauen dir irgendwelche Dinge vorm Kopf (schriftlich) %:| .


    Also wir haben uns gewehrt, und so weiter. Hier darf man ja nicht zuviel schreiben, nur einblick über das Vermögen haben die nicht gekriegt. Vermögen, das liest sich so als hätte er welches :-/ ]:D .

    Eigentlich hat man aber ein recht großes Schonvermögen für die eigene Altersvorsorge, hier mal eine Beispielrechnung: http://erbrecht-abc.info/altersvorsorge-elternunterhalt-schonvermoegen/

    Zitat

    Jahreseinkommen von 40.000,- € und 30 Berufsjahre ergibt ein Schonvermögen von gerundet 60.000,- €.

    Die selbstbewohnte Immobilie muss auch nicht verkauft werden.