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    Urlaubswünsche wenn man gerade erst angefangen hat ?

    Hallo!

    In vielen Firmen ist es üblich, Urlaub zu den klassischen Urlaubszeiten (z.B. Hochsommer oder Weihnachten) relativ früh "anzumelden",d.h. sich vormerken zu lassen. 6-7 Monate Vorlaufzeit sind da keine Seltenheit.
    Nun ist es so,dass man in vielen Firmen schief angesehen wird, wenn man das Stichwort Urlaub auch nur in Erwägung zieht, wenn man noch nicht lange in der Firma ist. Wie handhabt ihr das, wenn ihr einen langfristigen Urlaubswunsch habt, aber es nicht so nach "Hat gerade erst angefangen und will schon wieder frei machen" aussehen soll ????

  • 20 Antworten

    Hallo, ich habe das bisher ganz konservativ gehandhabt: die ersten Monate kein Urlaub genommen.


    Aber ich habe gemerkt, dass bei uns in der Firma das eher locker gesehen wird. Hauptsache das Büro ist besetzt. Die Kollegen mit Kinder nehmen sich in den Ferien Urlaub, die anderen Kollegen ausserhalb.

    Daß man in der Probezeit keinen Urlaub nehmen sollte, handhabe ich ja auch so. Es ging mir eher drum, schon frühzeitig Urlaub für die Zeit nach der Probezeit zu reservieren, da er eben in die Weihnachtszeit fallen würde, die ja viele Leute für die Nutzung von Brückentagen usw mit nehmen.

    Ich habe immer gewartet, bis jemand auf mich zukam. Das dauerte nie lang, weil das Thema alle gern besprechen wollten, auch mitten im Jahr. Die Chefs haben sich rausgehalten, hauptsache das Büro war ausreichend besetzt. Ich persönlich würde immer abwarten, außer mit kleinen Kindern und zeitnahen Ferien oder solche Sachen.

    Meine Erfahrung ist: Vorsichtig ganz allgemein anfragen, wie es denn gehandhabt wird. So nach dem Motto "Ich habe mitbekommen, dass i.d.R. die Planung an Zeitpunkt X erfolgt. Wie handhaben Sie es mit neuen Mitarbeitern?". Das zeigt, dass man sich auch dort informiert/eingearbeitet hat und verhandlungsbereit ist.

    Ich kenne teilweise Planungen, die im Oktober für das Folgejahr abgeschlossen sein müssen. Da hat man als Neuling echte Probleme. Bei mir führte es mal dazu, dass ich erst Probezeit hatte (= kein Urlaub). Dann Weihnachten = dünne Personaldecke und alle Kollegen hatten schon eingetragen. Es zog sich mit meinem Urlaub dann so, dass ich im Folgejahr 9 Wochen nehmen musste (Resturlaub alt und neuer Urlaub). Mein Chef und meine Kollegen waren not amused, aber es war halt die Folge der unflexiblen Planung. Bei Vertragsänderung wurde es dann etwas besser gehandhabt.


    Aber man kann wirklich Pech haben, wenn so langfristig geplant wird und man selber noch Urlaubssperre hat. Aber gerade bei diesen langen Planungszeiträumen ist es legitim, die eigenen Optionen freundlich zu erfragen, wenn man nicht direkt die Forderungsliste vorlegt.

    Ich habe einen Kollegen gefragt, wie das so gemacht wird. Mein Problem ist nicht die Probezeit, sondern, dass man erst nach 6 Monaten Anspruch hat. Das ist bei mir dann ab 01.12. somit werde ich dann scheinbar den gesamten Dezember zu Hause bleiben, da ich dieses Jahr noch keinen Urlaub bei anderen Arbeitgebern genommen hatte. :-D


    Also frag die Kollegen, die kennen auch den Chef und wissen, wie und wann du am besten nachfragen kannst.

    JessSlytherin schrieb:

    Mein Problem ist nicht die Probezeit, sondern, dass man erst nach 6 Monaten Anspruch hat

    Nein du hast Anspruch auf den monatsanteiligen Urlaub... D.h. mindestens zwei Tage pro Monat darfst du auch in der Probezeit nehmen

    captn schrieb:
    JessSlytherin schrieb:

    Mein Problem ist nicht die Probezeit, sondern, dass man erst nach 6 Monaten Anspruch hat

    Nein du hast Anspruch auf den monatsanteiligen Urlaub... D.h. mindestens zwei Tage pro Monat darfst du auch in der Probezeit nehmen

    Tatsache. :-D Grad nachgeschlagen. :)^

    Wie gesagt, die 6 Wochen Probezeit sind kein Thema, aber ich wollte schon vor Dezember ein paar Tage nehmen und sicher nicht den ganzen Dezember unnütz zu Hause sitzen. Wieder was gelernt.


    Dann wred ich mal nach der Probezeit meinen Chef fragen. Das wäre dann auch mein Tipp für Werni.

    captn schrieb:

    Nein du hast Anspruch auf den monatsanteiligen Urlaub... D.h. mindestens zwei Tage pro Monat darfst du auch in der Probezeit nehmen

    Ernsthaft? Habe ich so nie erlebt und mein Partner auch nicht. Ich kenne es, dass der Urlaubsanspruch (wenn man nicht ein volles Jahr im Unternehmen ist) halt auch in Form eines Teilanspruchs entstehen kann.

    Aber ich durfte bspw. NIE in der Probezeit Urlaub nehmen. Pro Monat sind zwar 2,5 Tage Anspruch entstanden, aber genommen werden durften die erst nach Ablauf der Probezeit. Was bei mir in einem Fall mit Jobbeginn 1.7. und 6 Monaten Probezeit dazu geführt hat, dass ich die 3 aufgelaufenen Wochen dann im Folgejahr zu den üblichen 6 Wochen nehmen musste. 9 Wochen Urlaub waren eine feine Sache - aber v.a. für mich.

    Ist aber gesetzlich so geregelt... Ich durfte bei meinem letzten Job zB in der Probezeit meinen ganzen Jahresurlaub schon nehmen... Wird teilweise also auch ganz locker gehandelt. Das einzige was ich etwas unfair finde, ist wenn ältere Kollegen bevorzugt werden, zB an Weihnachten oder so

    In wichtigen Gründen kann der AG den Urlaub aber auch Ablehnen, auch das ist gesetzlich geregelt.

    Praktisch bringt das aber alles nicht viel, wenn man sich möglichst vorsichtig verhalten will, um die Probezeit zu überstehen. Da kann man dann natürlich auf Gesetze pochen, kommt aber nicht sooo gut an:=o

    Mein AG kennt keine Urlaubssperre und rechnet auch nicht damit, jemanden in der Probezeit zu kündigen. Es wird eher gefordert, dass der Urlaub schon früh möglichst sinnvoll geplant wird (um die existierenden Urlaube herum), weil eine Übertragung ins Folgejahr unter Todesstrafe steht. Ich hab zB mit 2 Wochen Urlaub über Ostern angefangen (im Bewerbungsgespräch schon angesprochen :_D) und dann im Spätsommer nochmal 2 Wochen, alles noch in der Probezeit.

    Nailouga schrieb:

    weil eine Übertragung ins Folgejahr unter Todesstrafe steht.

    ...Ausnahmen gibts nur bei Krankheit! ;-DDa bekommt man dann eine Galgenfrist "Bald möglichst und komform mit betrieblichen Belangen" Ich kenn das Spielchen genauso. Urlaub muss bis Silvester genommen sein, sonst kriegt mein Chef Ärger und wenn mein Chef Ärger kriegt, krieg ich Ärger.

    Die drohende Todesstrafe bei Übertragung ins Folgejahr kenne ich. War lustig mit meinem Urlaubsverbot wg. Probezeit und dann gleich der dicke Brocken, der genommen werden musste. Tja.

    Bei uns (große Uniklinik) wurde es damals begründet mit Rücklagen, die der AG für nicht genommen Urlaub bilden müsste (wg. Auszahlung o.ä.) - und das wäre zu viel Geld bei der großen Mitarbeiterzahl gewesen.


    Bzgl. Bevorzugung:

    Mein Partner erfüllt mit 2 Kollegen eine best. Tätigkeit, für die es sonst niemanden gibt (nur kurze Vertretungen) und wo Dinge nicht liegenbleiben dürfen. Es gilt im Unternehmen die Regel, dass Mitarbeiter mit schulpflichtigen Kindern Vorrang haben in allen Schulferien. Grundsätzlich richtig, aber: ALLE wesentlichen Feiertage (Ostern, Pfingsten, Weihnachten) liegen IMMER in Ferien. Und das bedeutet, dass mein Partner (Schichtdienst in festem Rhythmus) sowohl letztes als auch dieses Jahr nicht EIN Mal an Feiertagen komplett frei haben wird. Er will ja gar nicht die Ferien, aber eben mal mit der Familie feiern. Ghet nicht, wenn man max. einen von 2-3 Tagen frei hat. Wenn überhaupt.


    Werni75 schrieb:

    Nun ist es so,dass man in vielen Firmen schief angesehen wird, wenn man das Stichwort Urlaub auch nur in Erwägung zieht, wenn man noch nicht lange in der Firma ist.

    Echt? Eine vernünftige Urlaubsplanung ist doch verdammt wichtig.


    Meiner Meinung nach kann niemand etwas falsch machen, wenn das Thema zügig angegangen wird. Wenn du da schon so vorsichtig bist, wirst du auch sicher nicht zu den Leuten gehören, die ein derartiges Gespräch mit "Anspruch!!!!11elf" beginnen und enden.

    Naja, in der Probezeit das Thema "Urlaub" anzusprechen würde ich persönlich eher vermeiden. Es heißt ja nicht umsonst Probezeit - eventuell wird man ja nicht übernommen bzw. vielleicht will man den Job dann selber auch gar nicht mehr (kenne beide Fälle von Bekannten)?! Wenn man aber schon einen Großteil der Probezeit hinter sich hat, gute Rückmeldungen von Kollegen und Chefs hat und somit davon ausgehen kann dass man im Unternehmen bleibt, dann kann man das Thema "Urlaub in beliebten Zeiträumen" sicherlich mal beim Vorgesetzten ansprechen. Aber wenn man gerade mal 4 Wochen im Unternehmen ist und dann schon Urlaubsansprüche für den Sommer oder Weihnachten geltend machen möchte, dann würde ich ihn schon bitten erst einmal noch ein bisschen abzuwarten...

    Marla_Bond schrieb:

    Naja, in der Probezeit das Thema "Urlaub" anzusprechen würde ich persönlich eher vermeiden.

    Warum? Ernsthaft ich verstehe es nicht. Urlaub muss doch geplant sein - da geht es ja auch nicht nur um den Arbeitnehmer, sondern auch um den Arbeitgeber.


    Wie ich es gehasst habe, wenn Leute ihren Urlaub nicht planen wollten. :-|

    Ich würde vorsichtig bei Kollegen nachfragen, wie es bei Euch mit Urlaub über die Feiertage und allgemein mit der Jahresurlaubsplanung gehandhabt wird - evtl. sind alle Urlaubsmöglichkeiten im Dezember ohnehin schon "vergeben", und Du hast sowieso keine Chance mehr, weil eine Mindestbesetzung erwartet wird. Dann hast Du im ersten Jahr halt Pech gehabt.

    Es wird in den Firmen halt sehr unterschiedlich gehandhabt, wann man seinen Urlaub anmelden und fix machen muss. Manche machen da (notgedrungen) eine echte Wissenschaft draus, um kinderlose Mitarbeiter und Mitarbeiter mit Kindern und Mitarbeiter mit Partnern, die Lehrer sind, und Mitarbeiter mit Partnern, die feste Betriebsferien haben, mit der Mindestbesetzung im Büro unter einen Hut zu bekommen. Wenn das bei Euch alles schon im November 2017 gelaufen ist, hast Du dieses Jahr einfach schlechte Karten. In manchen Firmen oder Abteilungen reicht es aber auch, wenn man sich untereinander abspricht, und es ist nicht im Vorjahr schon alles verplant. Vielleicht habt Ihr da noch Luft im Dezember (was allerdings eher unwahrscheinlich ist ;-)).

    Ach ja - falls es Dir aus irgendwelchen Gründen sehr wichtig ist, z.B. über Weihnachten Urlaub zu nehmen, solltest Du die auch nennen (z.B. wenn Deine Eltern sehr weit weg wohnen und Du sie sonst nicht besuchen kannst, oder ähnliches). Dann solltest Du aber auch im Gegenzug anbieten, zu anderen bevorzugten Urlaubszeiten (z.B. Brückentage im Mai) Zugeständnisse zu machen. Einfach nur zu sagen "über Weihnachten gibt es so viele Feier- bzw. Brückentage und da hätte ich gerne frei" kommt als Neuling in der Firma sicher nicht so gut, wenn es ohnehin schwierig ist, die Urlaubswünsche unter einen Hut zu bekommen.