Verändern oder ausharren

    Momentan treibt mich die Frage um, ob ich beruflich alles ändern soll oder besser nicht. Vor 5 Jahren habe ich gänzlich anderen Branche neu begonnen, komplett anderst wie bisher. Gründe waren, sicherer Job und Gehalt. Dieses Jahr bekam ich die Chance intern zu wechseln, dadurch habe ich größtenteils bessere Arbeitszeiten und finanziell besser dran.


    Allerdings merke ich immer mehr, das ist einfach alles nicht meins. Geht schon los, das ich Dienstkleidung tragen muss und mir das immer mehr graust ;-) Diensteinteilung, Urlaubsplanung und solche Bereiche sind meine Hauptaufgaben täglich. Da ich aus einem nicht Bürojob komme, musste ich mich da richtig rein knien um das zu Beherrschen. Es wird aber meins, klar freut es mich wenn ich zu Dienstschluss alles unter Dach und Fach hab, aber ich kann nicht sagen, ich hab Spassn meiner Arbeit.


    So da sagt man dann, wechseln ist die Lösung. Ich werde nächstes Jahr 55, da stellt sich mir eher die Frage, wurschtel ich jetzt noch ein wenig vor mich hin, vielleicht mit reduzierter Stundenzahl oder nochmal eine Veränderung.


    Bin auf euren Input gespannt

  • 18 Antworten

    Du musst noch mehr als 10 Jahre arbeiten. Willst du das wirklich in diesem Job?


    Was sind die Alternativen? Körperlich wird es nicht besser......


    Guck doch, ob es Stellenangebote gibt, auf die du dich bewirbst. Wenn dann etwas Neues dabei rauskommt, gut.


    Andererseits kann dir niemand sagen, wie es dann in einem Job aussieht. Vielleicht kommst du vom Regen in die Traufe.


    Oder du arrangierst dich mit deinem jetzigen Job und suchst gezielt nach Vorteilen, die er dir bietet, damit du zufriedener bist.

    Wenn Du auf das Geld nicht angewiesen bist, weil Du z.B. einen Partner hast, der genug verdient,


    dann würde ich an Deiner Stelle einen Job suchen, der mir mehr spass macht.


    Ansonsten wäre ich mit 55 vorsichtig. Es kommt dann darauf an, wie riskierfreudig Du bist.


    Ich kenne niemand, der mit seinem Job wirklich rundum glücklich ist.


    Meine Freunde und Bekannte gleichen das in ihrer Freizeit mit diversen Hobbys aus.


    Einen Rat kann Dir niemand wirklich geben. Du musst entscheiden.

    Also ich möchte auf jeden Fall geldtechnisch auf eigenen Füßen stehen. Mein Partner ist da zwar entspannt was das an geht, mir jedoch ist es wichtig, nicht das Gefühl zu haben abhängig zu sein.


    Mit dem Hobbythema ist das so ne Sache, da ich keine regelmäßigen Arbeitszeiten habe, bleiben fast nur Dinge bei denen ich selber die Zeit bestimme.


    Und ja, es ist womöglich ein falscher Gedanke, zu meinen der Job müsste u 100% passen.

    Zitat

    Da ich aus einem nicht Bürojob komme, musste ich mich da richtig rein knien um das zu Beherrschen. Es wird aber meins, klar freut es mich wenn ich zu Dienstschluss alles unter Dach und Fach hab, aber ich kann nicht sagen, ich hab Spassn meiner Arbeit.

    Da du selber schreibst, dass du dich ja jetzt nach und nach in den neuen Arbeitsbereich eingearbeitet hast, könntest du mindestens noch zB. 6 Monate auszuharren. In dieser Zeit kannst du sehen, ob du dich nicht doch mit Arbeitskleidung und den neuen Aufgaben besser anfreunden kannst. Vieleicht kommt mit der Zeit Routine rein und alles fällt dir leichter.


    Empfindest du dann deine jetzige Arbeit, aus welchen Gründen auch immer, immer noch zu belastend für dich, solltest du dich entweder auf deine alte Stelle zurückbewerben, oder dir eine andere Stelle suchen. Bis zur Rente ist noch eine lange Zeit.


    Ich gebe jedoch dein Alter zu bedenken. Sich selbst mit 55 aus einer sicheren Stelle zu wegzubewerben, kann böse enden. Was ist, wenn du bei einer neuen Stelle in der Probezeit gekündigt wirst? ":/

    Zitat

    Ich gebe jedoch dein Alter zu bedenken. Sich selbst mit 55 aus einer sicheren Stelle zu wegzubewerben, kann böse enden. Was ist, wenn du bei einer neuen Stelle in der Probezeit gekündigt wirst?


    (Bambiene)

    Das ist ein Punkt, den ich SO deutlich nicht hervorheben wollte.


    Schon ab 45 Jahren wird die Luft auf dem Arbeitsmarkt deutlich dünner. :-(

    Zitat

    da stellt sich mir eher die Frage, wurschtel ich jetzt noch ein wenig vor mich hin, vielleicht mit reduzierter Stundenzahl oder nochmal eine Veränderung.

    Eine Entscheidung wird dir natürlich keiner abnehmen können. Ich will dir auch den Mut nicht nehmen und 10 Jahre hin oder her, aber sind in Deiner Branche Veränderungen tatsächlich noch realistisch?


    Ich bin etwas älter als Du und kenne deine Gedanken nur zu gut, denn mein Arbeitsumfeld ist derzeit absolut besch… Noch mal Durchstarten, ja das hört sich in der Theorie ganz toll an. Einstellung "älterer" Arbeitnehmer heißt zumindest hier in Deutschland eindeutig Arbeitnehmer bis höchstens 50 und selbst das ist absolut risikobehaftet.


    Eigentlich liebe ich meine Tätigkeit und ich fühle mich auch nicht zu alt für neue Herausforderungen und Projekte. Aber ich suche nicht mehr, weil das in meinem Bereich einfach chancenlos ist. Mein Job ist

    wenigstens sicher. Ich kann es mir nicht leisten, ohne dazustehen.


    Und weil es nun mal so ist, wie es ist, habe ich Altersteilzeit beantragt.??wurde dank völlig fahlgeleiteter Personalpolitik –wie nicht anders zu erwarten- abgelehnt??


    Wenn Du nicht auf das Geld schauen musst, wäre das für dich eine Option?


    Unsere Kinder sind aus dem Haus, so dass wir (von der Betreuung meiner dementen Mutter abgesehen) mehr Freizeit als früher haben. Wir haben unsere Interessenschwerpunkte ganz eindeutig vom Beruf weg in Richtung Hobbys und längere Reisen verlagert. Diesen Schritt muss man ja sowieso früher oder später tun.

    Zitat

    Ich gebe jedoch dein Alter zu bedenken. Sich selbst mit 55 aus einer sicheren Stelle zu wegzubewerben, kann böse enden. Was ist, wenn du bei einer neuen Stelle in der Probezeit gekündigt wirst?

    Das ging mir beim lesen deines Beitrags auch durch den Kopf.

    Zitat

    Und weil es nun mal so ist, wie es ist, habe ich Altersteilzeit beantragt

    Das wäre vielleicht eine Möglichkeit. Könntest du mal nachfragen, vorausgesetzt das es für dich auch infrage kommt.

    Zitat

    Vielleicht kommst du vom Regen in die Traufe.

    Das könnte leider auch passieren.


    Ich habe dieses Jahr auch gewechselt. Mir gefällt meine Arbeit ganz gut, ist aber auch nicht alles so wie ich's gerne hätte und mache eben Abstriche.

    Wenn du im Job ständig im Stress bist und dich unwohl fühlst, kann das auch krank machen - wenn der Leidensdruck zu hoch ist, solltest du dich lieber nach etwas neuem umsehen. Am besten aber nicht gleich kündigen, sondern in Ruhe nach Stellen suchen. Vielleicht gibt es ja eine Chance für eine andere Position innerhalb der Firma.


    Alternativ könntest du schauen, was genau dir in der aktuellen Stelle die meisten Probleme bereitet. Vielleicht hilft dir ja eine Fortbildung, damit du bestimmte Dinge besser beherrschst, um den Job angenehmer zu machen.

    Der Weg wird wohl schon der sein, den vorhandenen Job so zu optimieren, das es soweit als möglich passt. Ich bin ja auch ganz happy, bei der innerbetrieblichen Ausschreibung das Rennen gemacht zu haben und mir war auch klar das ich mich da reinknien muss.


    Jetzt kommt da ab und zu das Gefühl , ob ich das auch packe. Womöglich auch deshalb, die Veränderungswünsche.


    Ein fester "Hobbytermin" in der Woche und längerfristig Teilzeit werden wie ihr auch vorschlagt, helfen

    @ Berta

    Schau, du machst diesen neuen, für dich ungewohnten Job noch nicht lange. Und dass du nun im Bürobereich so gar keine Erfahrung hast, macht es dir jetzt umso schwerer. Das kann sich jedoch nach einer gewissen Zeit ändern.

    Zitat

    wird wohl schon der sein, den vorhandenen Job so zu optimieren, das es soweit als möglich passt.

    :)^ @:)


    Das ist die richtige Einstellung. du wirst mit jedem Tag dazulernen und irgendwann wird die Arbeit Routine.


    Alles Gute *:) @:)

    Danke für die aufbauenden Worte, heute habe ich auch wieder gemerkt, das ich oft einen Tick Zugang für mein Verständnis brauche, um ein Vorgang zu erfassen. Liegt dann meist daran, das ich zB. Namen nicht gleich zu ordnen kann, da mir der entsprechende Kollege nicht so wirklich bekannt ist.


    Das wird natürlich besser mit der Zeit, aber es nervt mich, da ich da wohl mit mir zu ungeduldig bin

    An deiner Ungeduld kannst du arbeiten.


    Ausatmen und konzentriert und genau weitermachen. Nicht zuviel Kaffee trinken. ;-)


    Am Anfang ist das Tempo zweitrangig, wichtig ist, dass du RICHTIG arbeitest. Dass du verstehst, was du machst und die Übersicht behältst. Dass du lernst wichtige und dringliche Arbeitsabläufe voneinander zu unterscheiden und entsprechend abzuarbeiten. Mit der Zeit erarbeitest du dir dein System, wirst schneller und sicherer und dann kommt möglicherweise auch der Spaß an deiner neuen Arbeit.


    Arbeitest du allein im Büro, oder schaut dir jemand auf die Finger? Kannst du dir was abgucken?


    Und mit der Zeit lernst du die Leute besser kennen.


    Mach dich nicht verrückt und gib dein Bestes. @:) :)*

    Das Tempo ist leider ganz und gar nicht zweitrangig, drum hängt mir das Ganze ja so nach. Ich weis nie, wie eine Schicht sich entwickelt. Ich sitze vor mehreren Monitoren und wenn das Telefon klingelt, muss ich quasi meist handelten. Da müssen ganz schnell Entscheidungen gefällt werden und Abläufe angestoßen werden.


    Da fällt mir noch die Routine, ich hab zwar das Stadium : Auch, du Sch....... was mach ich denn jetzt, meist ;-))hinter mir gelassen, trotzdem läuft das noch nicht wie geschmiert.


    Ich habe einen Ausbilder bei mir und noch 5-6 Kollegen,die von meiner Arbeit abhängig sind,mit mir im Raum. ABER, himmelsherrgottzeiten, ich will das schon hinkriegen, weil ich auch merke kneifen, will ich nun doch nicht 😀

    Zitat

    ABER, himmelsherrgottzeiten, ich will das schon hinkriegen, weil ich auch merke kneifen, will ich nun doch nicht ;-D

    das klingt doch gut ;-)


    ich hatte beim lesen nämlich eher den eindruck, dass dir der job schon irgendwie ganz gut taugt, du aber gerade in eienm stadium bist, wo man endlich ein wenig zeit hat, angst vor der eigenen courage zu bekommen ;-)