• Vorstellungstermin Absagen wegen Kindkrank

    Huhu Ich bin zweifache Mutter allerdings alleinerziehend. Meine Kinder sind 2 und 4 Jahre alt. Heute hätte ich ein Vorstellungsgespräch gehabt. Aber mein kleiner hatte 39,5 heute früh gehabt. Musste ich es absagen um zum Kinderarzt gehen.😭 Da ich auch keine andere Betreuungsmöglichkeit habe. Die Großeltern arbeiten beide noch. Nun gut ich habe rechtzeitig…
  • 55 Antworten

    Ich führe viele Einstellungsgespräche und es kommt öfter vor als man denkt, dass Bewerber den Termin absagen oder verschieben. Wenn jemand anruft und den Termin verschieben möchte, weil man selber oder das Kind krank ist würde ich das noch nicht negativ sehen und denjenigen als Bewerber ausschließen. Anders sieht es aus, wenn jemand den bereits ausgemachten Termin verschieben möchte, weil er zu dem Zeitpunkt nun plötzlich in Urlaub fahren möchte oder Tickets für irgendwas bekommen hat oder auch wenn bei der Absage nicht direkt nach einem neuen Termin gefragt wird.


    Ein Nogo ist es, wenn der Bewerber einen Termin hat und sich erst ganz kurzfristig vorher (also der Termin ist um 15 Uhr und er meldet sich erst ganz kurz vorher z.B. um 14 Uhr) oder gar erst direkt zum Zeitpunkt seines Termin meldet (meistens ist es dann angeblich wegen einem Autounfall - in den meisten Fällen aber glatt gelogen, das hört man an der stimme des Bewerbers und wenn im Hintergrund z.B. gerade die Kinder nach einem rufen oder die Simpsons im Fernsehen laufen). Das geht gar nicht und ich frage mich immer warum sie sich denn nicht vorher melden, sondern warten bis eigentlich der Gesprächstermin wäre und er weiß dass alle bereits auf ihn warten? Sowas kommt leider immer mal wieder vor und die meisten Bewerber sind dann sogar noch erstaunt, wenn sie keinen zweiten Termin bekommen...

    Die „Notlügen“ kommen vielleicht, weil eben sich eben jeder zusammenspannt, dass der potentielle AG einen nicht mehr will, wenn man wegen Kindern verschiebt. Liest man hier ja auch, dass man dann lieber flunkern soll... 8-(

    Der AG meines Mannes nimmt gerne Eltern. Die sind der Meinung, dass sich Mitarbeitende langfristiger binden und die Zeit des Ausfalls wegen Krankheit der Kinder hält sich über die Dauer in Grenzen ;-). Die höhere Fluktuation ist eher bei den jungen, ungebundenen.

    Naja Arbeitnehmer mit Kinder und Alleinerziehend macht noch mal einen Unterschied.


    Ganz ehrlich, wenn gestern jemand geeignetes dabei war, werden sie nicht auf dich warten. Anrufen würde ich trotzdem, da es ja sein kann , dass es keinen gab ,,der in Frage kommt.


    Braucht man denn eine Qualfikation , Erfahrungen für den Job?

    Puh, alleinerziehend, zwei kleine Kinder, keine andere Betreuungsmöglichkeit.

    Ich sag mal so, wenn du eine Top-Qualifikation hast in einem Feld wo es eh Bewerbermangel gibt - ja dann hast du eine Chance.

    Ansonsten würde ich - bin auch Mutter - eher einen anderen Arbeitnehmer einstellen.

    Das ist nicht böse oder hart gemeint, aber du solltest dringend schauen dass du dir alternative Betreuungsmöglichkeiten suchst.

    So kann sich doch jeder potentielle Ag ausmalen dass du schonmal 10-20 Kinder-krank Tage fehlst, zudem eigene Krankheitstage und Urlaub - da bist du locker mal 30% der Arbeitszeit nicht da.

    Ich hätte tatsächlich die Großeltern gefragt sie nicht einspringen können - aus einem festen Job raus kann man dich mal später anfangen, halben Tag frei nehmen o.ä.

    Also alles in Bewegung gesetzt um da aufschlagen zu können. Aber gut, ist zu spät.

    Bleib da dran, ich vermute aber dass die eher einen anderen Bewerber bevorzugen werden.

    Ich denke auch , du hättest dringend hingehen müssen - mache das das nächste mal und beim Arbeitgeber unproblematisch tun - Kinder , ja kein Problem , können auch von anderen Personen betreut werden. Wenn sich dann nach der Einstellung etwaas ändert ist es eben so. Wenn unsere Gesellschaft so ist, dass alleinstehende Mütter schlecht eingestellt werden, muss man vielleicht manchmal etwas etwas rosiger darstellen , als es ist.


    Wenn du gleich als Problembär bezüglich deiner Kinder rüberkommst, hast du schelchte Quancen . Und ja das ist gemein, aber das ist nun mal die Realität.

    Anscheinend kam sie für den Job in Frage, obwohl sie alleinerziehend ist und 2 kleine Kinder hat (vorausgesetzt sie hat im Lebenslauf angegeben, dass sie ledig ist und 2 Kinder hat). Wenn man als AG die Befürchtung hat, dass der Bewerber oft wegen den Kindern fehlt, dann lade ich eine Alleinerziehende mit Kindern doch gar nicht erst ein...


    Bei der Bewerberauswahl ist zumindest mir bzw. dem Unternehmen in dem ich arbeite nicht am Wichtigsten, ob jemand Kinder hat oder nicht. Als erstes wird geschaut wie sich die Bewerbung optisch und inhaltlich allgemein gestaltet, wie die Qualifikation des Einzelnen ist, ob darüber hinaus vielleicht sogar Zusatzqualifikationen bestehen und ob die sonstigen Voraussetzungen für den Job passen (z.B. auch Arbeitszeitvorstellung). Wegen Kindern und weil man alleinerziehend ist wird niemand aussortiert, denn es gibt genug Alleinerziehende die Job und Kinder trotzdem sehr gut unter einen Hut kriegen und es gibt genug ledige, ungebundene Leute, die es nicht schaffen z.B. täglich zwischen 6:00 und 9:30 Uhr am Arbeitsplatz zu erscheinen und darüber hinaus auch noch oft krank sind.


    Aber zugegebenermaßen: in einem kleinen Unternehmen würde der Punkt "Kinder" bestimmt mehr ins Gewicht fallen.

    Mag sein, dass Unternehmen nichts gegen Bewerber mit Kindern haben. Aber Alleinerziehende mit Kindern sind schon mal problematischer. Wenn sich dann schon vor Einstellung herauskristallisiert, dass eine Betreuung im Krankheitsfall nicht gewährleistet ist, dann würde ich als Arbeitgeber leider auch einen anderen ähnlich qualifizierten Bewerber bevorzugen.

    Versuch unbedingt sofort einen neuen Termin auszumachen. Vielleicht hast du Glück und bekommst noch eine Chance. Und wenn wieder mal sowas ist, würde ich auf jeden Fall versuchen irgendeine Betreuung zu organisieren (Nachbarn, Freunde, Familie) oder ggf. doch sagen, dass man selbst krank ist.

    Zitat

    Bei der Bewerberauswahl ist zumindest mir bzw. dem Unternehmen in dem ich arbeite nicht am Wichtigsten, ob jemand Kinder hat oder nicht. Als erstes wird geschaut wie sich die Bewerbung optisch und inhaltlich allgemein gestaltet, wie die Qualifikation des Einzelnen ist, ob darüber hinaus vielleicht sogar Zusatzqualifikationen bestehen und ob die sonstigen Voraussetzungen für den Job passen (z.B. auch Arbeitszeitvorstellung). Wegen Kindern und weil man alleinerziehend ist wird niemand aussortiert, denn es gibt genug Alleinerziehende die Job und Kinder trotzdem sehr gut unter einen Hut kriegen und es gibt genug ledige, ungebundene Leute, die es nicht schaffen z.B. täglich zwischen 6:00 und 9:30 Uhr am Arbeitsplatz zu erscheinen und darüber hinaus auch noch oft krank sind.


    Habe ich das mit meiner Aussage so dargestellt? Die TE hat bereits vor dem ersten Gespräch wegen den Kindern absagen müssen. Das ist Pech, erweckt aber in der Realität den Eindruck dass das nun häufig der Fall sein könnte.

    Und gerade ein erster Eindruck ist nun mal sehr wichtig.

    Ob Kinder da sind oder nicht ist mir bei Bewerbern auch völlig wurscht, wichtig ist aber schon dass im Notfall auch mal eine anderweitige Betreuung möglich ist. Sonst besteht eben die sehr hohe Wahrscheinlichkeit dass da eine fest geplante Kraft immer wieder ausfällt.

    Das kann egal sein, etwa wenn die Stelle eh nur so ein "Nice-to-have" ist. Ich wüsste aber nicht bei den heutigen Fixkosteneinsparungen wer noch solche Stellen ausschreibt. Vielleicht eine Behörde...

    Zitat

    Die „Notlügen“ kommen vielleicht, weil eben sich eben jeder zusammenspannt, dass der potentielle AG einen nicht mehr will, wenn man wegen Kindern verschiebt. Liest man hier ja auch, dass man dann lieber flunkern soll... 8-(

    Das kann man nur falsch machen.


    Meines Erachtens sollte man das situationsabhängig sehen. Weiß ich, dass ich auch künftig keine Betreuungsalternative fürs Kind habe, dann bringt flunkern nichts.


    Flunkern entsteht doch, wenn man keinen plausiblen Grund hat. Der Arbeitgeber, der hinter einem plausiblen Grund ein Problem wittert, stellt einen wahrscheinlich eh nicht ein. Und wer eingestellt ist, kann auch wieder rausfliegen.


    Und wie viele Bewerbungsmappen sind an der einen oder anderen Stelle aufgehübscht. Man möchte ja auch erstmal eingeladen werden.

    wintersonne 01 schrieb:

    Ich denke auch , du hättest dringend hingehen müssen - mache das das nächste mal und beim Arbeitgeber unproblematisch tun - Kinder , ja kein Problem , können auch von anderen Personen betreut werden

    Du hast schon gelesen, dass das Kind krank war/ist und Fieber hat? Am besten dann zu Hause versauern lassen und damit eine Kindeswohlgefährdung in Kauf nehmen? Ich glaub echt es hakt!


    Wenn jemand alleinerziehend ist, dann war das bestimmt zu der Zeit als die Kinder kamen nicht so gewollt. Es gäbe dann eben noch den Vater, der sich kümmern könnte, aber der eben hier offenbar nicht zur Verfügung steht.

    Wo sind diese Väter eigentlich immer alle? Poppen geht, aber kümmern nicht?

    Es gibt durchaus gute Gründe warum jemand ein Vorstellungsgespräch leider verschieben muss, obwohl er/sie großes Interesse an dem Job hat und durchaus verlässlich ist. Dass das Kind krank ist sehe ich als einen solchen Grund, da man gerade in der jetzigen Zeit mit der Pandemie nicht gerade schnell jemanden findet, der das kranke Kind betreut bzw. man es vielleicht auch nicht gerade dann zu den (vielleicht gesundheitlich angeschlagenen?) Großeltern o.ä. geben möchte.


    Das hat nichts mit "nice-to-have"-Stellen zu tun und ich glaube auch eine Behörde kann es sich heutzutage nicht leisten ins Unermessliche zu wachsen, ganz nach dem Motto: einer arbeitet und 4 schauen zu.

    Zitat

    Du hast schon gelesen, dass das Kind krank war/ist und Fieber hat? Am besten dann zu Hause versauern lassen und damit eine Kindeswohlgefährdung in Kauf nehmen? Ich glaub echt es hakt!

    Jetzt mal ruhig bleiben. War davon irgendwo die Rede? Natürlich kann man Kleinkinder nicht alleine lassen. Die Realität sieht aber auch so aus, dass Arbeitgeber keine Mitarbeiter wollen wo schon bei Einstellung klar ist dass sie sehr wahrscheinlich ständig fehlen werden.

    Das mag unfair und doof sein, aber entweder man stellt sich dieser Realität oder braucht sich halt nicht wundern wenn man keinen Job bekommt.

    Bei guten Mitarbeitern die Vollgas geben und toll arbeiten drückt ein jeder doch auch viel eher mal ein Auge zu, bei Bewerbern die man nicht kennt und denen man nur "vor den Kopf" gucken kann ist es halt deutlich schwieriger.

    Und da entscheidet eben häufig neben fachlicher Qualifikation auch so ein Faktor.

    Dumm gelaufen in diesem Fall. Die TE kann jetzt nur weiterhin starkes Interesse bekunden und hoffen das da nochmal ein Termin möglich ist.

    Zitat

    Es gibt durchaus gute Gründe warum jemand ein Vorstellungsgespräch leider verschieben muss, obwohl er/sie großes Interesse an dem Job hat und durchaus verlässlich ist.

    Das mag ja alles sein. Daneben steht aber der Fakt das die TE alleinerziehend mit zwei Kindern ist und dahingehend - Betreuungssituation- mit Sicherheit eh schon kritisch beäugt wird. Und für manch einen AG wird dieses Gefühl durch die Absage des Gespräches nun noch bestätigt.

    Ganz ehrlich, mir ist es doch wurscht, aber es ist ja nu auch ein Fakt dass es Alleinerziehende auf dem Arbeitsmarkt eh schon schwer haben. Da kann man jetzt schimpfen und wettern und alles negieren, aber das ist nun mal so.

    Das passiert dir ja sogar als Frau im gebärfähigen Alter. Da wirst du auch von nicht wenigen gefragt wie so deine Pläne sind (da muss man natürlich nicht wahrheitsmäßig antworten)

    Zitat

    Bei guten Mitarbeitern die Vollgas geben und toll arbeiten drückt ein jeder doch auch viel eher mal ein Auge zu, bei Bewerbern die man nicht kennt und denen man nur "vor den Kopf" gucken kann ist es halt deutlich schwieriger.

    Eben und das ist auch das Problem beim "Flunkern". Wie soll man das einschätzen? Es hängt von der Erwartungshaltung des Gesprächspartners ab, was da bei ihm ankommt.

    Ein Personaler, der genug Auswahl an Bewerbern hat, muss sich eben auch nicht auf Abenteuer einlassen. Umgekehrt wird ein Bewerber vielleicht auch mal flunkern, weil er es sich mit der Bewerbung beim Unternehmen anders überlegt hat. Das ist so für sich betrachtet auch kein Beinbruch, aber nicht jeder möchte sein Gegenüber eventuell vor den Kopf stoßen. Nicht jedes Flunkern ist böse gemeint und nicht jede Wahrheit wird einfach als Grund akzeptiert.

    Es kann niemand Gedanken lesen und das ist das Dilemma. Was kommt bei meinem Gegenüber an? Und da hat man eben Glück, dass es passt und man bekommt den Job oder Pech und muss weitersuchen.

    Maerad schrieb:

    Du hast schon gelesen, dass das Kind krank war/ist und Fieber hat? Am besten dann zu Hause versauern lassen und damit eine Kindeswohlgefährdung in Kauf nehmen? Ich glaub echt es hakt!

    Was hast du denn für ein Problem? Kinder können plötzlich krank werden, das ist ja nun keine Neuigkeit. Aber warum soll denn da unbedingt die Mutter Zuhause bleiben? Vorallem geht es hier um ein VG, wo sie vielleicht 2 Stunden weg ist. Als Alleinerziehende sollte sie umso mehr für solche Notfälle vorsorgen. Und selbst dann hätte sie immer noch die Situation erklären und um ein Verschieben des Termins bitten können.


    Sie hat aber nur abgesagt und sitzt nun neben dem Telefon und wartet, dass der AG anruft (!) und nach einem anderen Termin fragt. 8-(