• Vorstellungstermin Absagen wegen Kindkrank

    Huhu Ich bin zweifache Mutter allerdings alleinerziehend. Meine Kinder sind 2 und 4 Jahre alt. Heute hätte ich ein Vorstellungsgespräch gehabt. Aber mein kleiner hatte 39,5 heute früh gehabt. Musste ich es absagen um zum Kinderarzt gehen.😭 Da ich auch keine andere Betreuungsmöglichkeit habe. Die Großeltern arbeiten beide noch. Nun gut ich habe rechtzeitig…
  • 55 Antworten
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    Bei vielen Behandlungen spielt aber in der Tat die Einwilligung der Eltern eine Rolle, da kann weder ein Kleinkind allein noch irgendein Fremder sein OK geben.

    Ja, genau das wollte ich wissen. Eigentlich gibt man doch zu jeder Behandlung erstmal sein OK, wenn auch möglicherweise stillschweigend. Das dürfen doch eigentlich bei Minderjährigen nur die gesetzlichen Vertreter.


    Das in der Realität auch mal andere Personen einspringen, ist auch für mich nichts Abwegiges.


    Notfälle und unterlassene Hilfeleistung ist auch mir bewusst, dass das andere Sachlagen sind.

    Zitat

    Du hast aber explizit auf versicherungsrechtliche Gründe verwiesen, nicht auf vertretungsrechtliche.

    Ja, aber geht das nicht miteinander einher?


    Jemand, der dazu nicht befugt ist, trifft die Entscheidung zu einer Behandlung für das Kind. Jetzt treten gesundheitliche Probleme auf durch die Behandlung. Nebenwirkungen kann ja auch ein Arzt nicht ausschließen. Dadurch wird beispielsweise eine Weiterbehandlung notwendig. Und dann kommt halt raus, dass die Zustimmung zur ursprünglichen Behandlung sonstwer gegeben hat. Zahlt die eigene Krankenkasse dann die Weiterbehandlung?

    Oder es entstehen Schadensersatzansprüche. Das traue ich manchen Eltern tatsächlich zu. Vielleicht werden die aber auch gegenüber dem Arzt geltend gemacht. Und der hat dann aber die Zustimmung zur Behandlung vorliegen. Nur eben nicht von den Erziehungsberechtigten. Der Arzt wird ja versichert sein und derjenige, der mit dem Kind beim Arzt war über beispielsweise Haftpflicht auch. Könnte es da vielleicht Probleme geben?

    Und die Krankenkasse hat ja auch eine Behandlung bezahlt für die unter Umständen keine rechtsgültige Einverständniserklärung vorlag. Ich meine es entscheidet ja grundsätzlich ein Arzt, was medizinisch notwendig ist und was nicht. Die Entscheidung, ob es durchgeführt wird, liegt aber beim Patienten oder eben dessen gesetzlichen Vertretern.


    Mir ist bewusst, dass das alles konstruierte Fälle sind. Es interessiert mich einfach. Ich wollte da jetzt keine große Diskussion anstoßen. Hätte ja sein können, dass jemand dazu was Genaueres weiß.

    Jepp, da gibts Überschneidungen.
    Im Normalfall (Kind hat Fieber, Arzt schaut mal, gibt paar Tipps und vielleicht ein Medikament gegen XY) kommt das alles in der Praxis nicht groß zum Tragen. Das sind dann ja eher Kleinigkeiten und bei größeren Angelegenheiten schickt man als Eltern ja seltenst den Babysitter oder sonstwen zum Arzt, sondern ist eh persönlich dabei.

    Wenn es aber zum Streitfall kommt und es keine elterliche Einwilligung gab, gibts auch Probleme mit der Abrechnung über die KK.

    BeataM schrieb:

    Du hast aber explizit auf versicherungsrechtliche Gründe verwiesen, nicht auf vertretungsrechtliche.

    ... und vertragsrechtliche.

    Nun ja, selbst wenn Eltern das Kind nicht begleiten können, alle sind doch heute zumindest tel. erreichbar. Da kann sich der Arzt doch auch vorher mit den Eltern iV setzen oder muss es halt verschieben. Über einen Notfall entscheidet der Arzt eh, wenn das Eingreifen sofort erforderlich wird. Und das kann er auch - denke ich - jederzeit begründen.


    Und wer damit Probleme hat, muss sich mit den Kindern eben selbst auf den Weg machen.

    Habe nicht alles gelesen, aber einen VSG wegen Kinderkrankheit ausfallen zu lassen, zeigt der AG, dass die Betreuung nicht sicher ist.

    Meine Kinder sind nicht auf meinem Lebenslauf, aber ich sag im Gespräch, dass ich welche habe.


    Erste Frage ist dann Betreuung (steht verheiratet auf meinem LL). Es kommt sehr positiv rüber, dass meine jüngster 15 ist. Braucht ja keine Betreuung und ich bin flexibel (auch wichtig). D. H. Ich kann jederzeit Überstunden oder kurzfristig Dienste übernehmen. Das wollen sie auch sehen.


    Mein Rat wäre es, erstmal Betreuung 100% sichern und dann bewerben.

    Wenn man alleinerziehend ist und uns und Opa auch noch arbeiten kdbn man die Betreuung halt nicht 100pro sichern und zudem sind Kinder auch manchmal so krank, dass sie nur zu Mama wollen bzw. Ich nicht in aller Ruhe auf die Arbeit könnte

    Zitat

    Jepp, da gibts Überschneidungen.

    Im Normalfall (Kind hat Fieber, Arzt schaut mal, gibt paar Tipps und vielleicht ein Medikament gegen XY) kommt das alles in der Praxis nicht groß zum Tragen. Das sind dann ja eher Kleinigkeiten und bei größeren Angelegenheiten schickt man als Eltern ja seltenst den Babysitter oder sonstwen zum Arzt, sondern ist eh persönlich dabei.



    Wenn es aber zum Streitfall kommt und es keine elterliche Einwilligung gab, gibts auch Probleme mit der Abrechnung über die KK.

    Wobei ich auch bei den Kleinigkeiten vorsichtig wäre. Es sind auch schon Reaktionen auf scheinbar "harmlose" Medikamente vorgekommen. Selbst erlebt.

    Aber meine Frage ist ja nun beantwortet, vielen Dank.

    Zitat

    Nun ja, selbst wenn Eltern das Kind nicht begleiten können, alle sind doch heute zumindest tel. erreichbar. Da kann sich der Arzt doch auch vorher mit den Eltern iV setzen oder muss es halt verschieben. Über einen Notfall entscheidet der Arzt eh, wenn das Eingreifen sofort erforderlich wird. Und das kann er auch - denke ich - jederzeit begründen.


    Und wer damit Probleme hat, muss sich mit den Kindern eben selbst auf den Weg machen.

    Daher die Frage. Vielleicht hat die TE ja ein Problem damit und ihr ist das zu heiß.


    Da bleibt nämlich auch wieder die Frage, ob das telefonische Einverständnis der Eltern ausreicht.

    Und wird die Behandlung verschoben, müssen die Eltern am Ende doch selbst mit ihrem Kind zum Arzt. Und wer weiß, was man dafür wieder sausen lassen muss was wichtig sein könnte.

    Notfall ist aus ärztlicher Sicht eh was anderes. Da gehe ich aber auch davon aus, dass die Eltern dann bei der Info darüber alles stehen und liegen lassen und zu ihrem Kind eilen.

    Und in unserem Land halte ich alles für möglich. Da musst du auch noch eine Unterschrift leisten, wenn du noch bei Bewusstsein bist, aber den Kopf schon unter dem Arm hast.

    melb1985 schrieb:

    Da musst du auch noch eine Unterschrift leisten, wenn du noch bei Bewusstsein bist, aber den Kopf schon unter dem Arm hast.

    Ja, das kann vorkommen.

    Aber mal ganz ehrlich, iwann hat oder sollte doch jede(r) einen Ablauf für sich gefunden haben (wenn man wie im Fall der TE, die sich wohl nicht melden wird), alleinerziehend ist und eine Arbeit aufnehmen möchte.

    Das ist für niemanden einfach, egal ob alt, krank, körperlich eingeschränkt oder sonstwie gebeutelt.


    In Ausnahmefällen muss man sich eben mehr auf die Hinterbeine stellen und evtl. anders planen, handeln als im Normalfall. Das erfordert Disziplin und Selbstbewusstsein. Beides muss man sich oder müssen sich viele erkämpfen, erarbeiten.

    Und wer meint das wird schon, ohne Eventualitäten mal für sich durchgespielt zu haben, geht damit baden, wenn es darauf ankommt.


    Im Falle der TE vermute ich mal, dass sie sich vorher darüber keine Gedanken gemacht hat, wo oder wie denn die Versorgung der Kinder gesichert ist. Mit meinen Fragen habe ich erstmal angetestet. Kommt nix auf die vielen Antworten und hier gestellten Fragen, kann ich mir meinen Teil denken, nur wozu?


    Auf Jammerei stehe ich nicht und Unterstützung kann man nur geben, wenn auch Angebote fruchten, wenn erkennbar ist das man aus der Situation heraus möchte und jeden vernünftigen Rat in die Tat umsetzt, auch wenn so manches positives Ergebnis auf sich warten lässt.


    Nur sorgen muss/sollte man immer für sich selbst und in einem vernünftigen Gespräch sind viele bereit, Abstriche zu machen oder sich auf besondere Situationen ohne wenn und aber einzustellen.


    Deshalb kann ich den hier durchgespielten Szenarien nicht unbedingt etwas abgewinnen. Sind für mich zuviel wenns und abers.


    Verantwortung für sich und die Kinder übernehmen, klare Regeln erstellen, sich und andere vorher informieren, was man im Falle eines Falles tun kann oder nicht usw. usf.


    Wenn man das für sich klar bekommt und auch so rüber bringt, erübrigen sich doch die anderen Gedankengänge, oder?


    Von extremen Ausnahmen mal abgesehen.