Vorteile von Teilzeit in Elternzeit

    Hallo zusammen,


    ich bin aktuell schwanger mit Kind Nr. 2 und bin nun am Überlegen wie ich die nächste Elternzeit gestalte.

    Wir wollen gerne noch zeitnah ein 3. Kind bekommen, dazwischen möchte ich jedoch nach einem Jahr Elterngeldbezug wieder Teilzeit arbeiten.


    Jetzt hätte ich die Option bei meinem AG die Stunden befristet zu reduzieren, sodass ich nach Ablauf der Befristung ohne Zustimmung des AG wieder Vollzeit arbeiten könnte. Die Befristung sollte nicht zu „kurz“ angesetzt sein, da der Antrag jedes Mal wieder mitbestimmt werden muss.


    Die andere Variante wäre, länger Elternzeit zu nehmen und dann nach einem Jahr Teilzeit in Elternzeit zu arbeiten. So wie ich das verstanden habe, wäre der Vorteil hier, dass ich im Falle einer neuen Schwangerschaft die Elternzeit mit Teilzeitarbeit mit Beginn des Mutterschutzes ohne Zustimmung beenden kann und dann im Mutterschutz volles Mutterschaftsgeld erhalte. Bei Option Nr. 1 gäbe es nur das anteilige Mutterschaftsgeld. Da ich mit 30 h wieder anfangen möchte, kämen beide Optionen für mich in Frage.


    Habe ich das richtig mit dem vorzeitigen Beenden der Elternzeit verstanden? ":/

  • 4 Antworten

    An deiner Stelle würde ich Teilzeit in der Elternzeit arbeiten. In dem Fall kannst du die Elternzeit dann beenden, wenn du wegen eurem 3. Kind in Mutterschutz gehst und hättest damit 2 Monate lang das "volle" Mutterschaftsgeld und nicht nur das Anteilige. Das wirkt sich auch auf die Höhe des Elterngeldes beim 3. Kind aus, da dafür ja immer das Gehalt/Einkommen der 12 Monaten vor der Geburt des Kindes herangezogen wird - da hättest du dann zumindest 2 Monate wo du mehr Geld erhalten hast und würdest dementsprechend mehr Elterngeld erhalten.


    Außerdem weiß man nie, ob die Rückkehr zur Vollzeit wirklich immer so problemlos abläuft. Aktuell scheint es bei dir kein Problem zu sein, aber innerhalb der nächsten 1, 2 oder 3 Jahre kann sich sowas ganz schnell ändern, z.B. wenn die wirtschaftliche Situation einer Firma sich verändert werden viele Personalabteilungen nicht mehr so großzügig sein. Da würde ich dann schon auf Nummer sicher gehen und Teilzeit in der Elternzeit machen - da kannst du sicher sein, dass du auch wirklich wieder Vollzeit arbeiten kannst wenn du das dann irgendwann möchtest. Und wenn nicht, kannst du nach der Elternzeit ja trotzdem ganz normale Teilzeit beantragen.


    Wenn du in der freien Wirtschaft arbeitest, hast du während der Elternzeit außerdem noch Kündigungsschutz - das wäre auch ein Grund, der für die Teilzeit in der Elternzeit sprechen würde.

    Achso, was du vielleicht noch wissen solltest: bei einer normalen Teilzeit darfst du ja trotzdem Überstunden machen soviele du möchtest. Bei Teilzeit in der Elternzeit DARFST du aber nicht über die durchschnittlich wöchentlich 30 Stunden pro Monat kommen!

    GC1165 schrieb:

    Achso, was du vielleicht noch wissen solltest: bei einer normalen Teilzeit darfst du ja trotzdem Überstunden machen soviele du möchtest. Bei Teilzeit in der Elternzeit DARFST du aber nicht über die durchschnittlich wöchentlich 30 Stunden pro Monat kommen!

    Das wusste ich nicht. Danke für den Hinweis!

    Platypus schrieb:
    GC1165 schrieb:

    Achso, was du vielleicht noch wissen solltest: bei einer normalen Teilzeit darfst du ja trotzdem Überstunden machen soviele du möchtest. Bei Teilzeit in der Elternzeit DARFST du aber nicht über die durchschnittlich wöchentlich 30 Stunden pro Monat kommen!

    Das wusste ich nicht. Danke für den Hinweis!

    Gern geschehen. Unterm Strich würde ich dir aber trotzdem zu Teilzeit in der Elternzeit raten. Und dass man da keine Überstunden machen darf (bzw. musst sie ja innerhalb eines Monats dann wieder abgebaut haben um nicht über die wöchentlich 30 Stunden zu kommen) ist ja auch nicht unbedingt von Nachteil. Die Elternzeit ist ja da, dass man sich um den Nachwuchs kümmern kann und mit dieser Regelung soll sichergestellt werden, dass Beschäftigte bei Teilzeit während der Elternzeit auch tatsächlich noch genug Zeit für ihre Kinder haben und nicht vom AG zu Überstunden "genötigt" werden können.