@ Portland

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    Natürlich ist ein Mensch bzw. eine Familie, welche von der Allgemeinheit finanziert wird (warum auch immer) und somit abhängig ist,

    Jeder steckt in irgendeiner Art von Abhängigkeitsverhältnis, nicht nur Hartz IV Empfänger.

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    selbst nichts in die Gemeinschaftskasse das schwächste Glied einer Gesellschaft.

    Nur, weil jemand kein Geld verdient ist er gleich das schwächste Glied der Gesellschaft? Interessante Theorie. Teile ich jedoch nicht.

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    Bitte sachlich bleiben. :-)

    Bin ich irgendwo unsachlich geworden? ":/

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    Wodurch sollte meine "vorgegaukelte" Sicherheit denn ins Wanken geraten?


    Ich sehe da wirklich kein Szenario außer solche Katastrophen wie Krieg, Enteignung durch ein diktatorisches Regime o.ä.

    Ich bin auch Beamtin, seit 35 Jahren, und bin natürlich sehr froh darüber und auch glücklich in meinem Beruf.


    Aber nie, niemals käme es mir in den Sinn, mein Schicksal mit solchen Sprüchen herauszufordern.

    Meine Mutter hat jahrelang Hartz IV bezogen, gemeinsam mit ihrem Mann (mein Stiefvater).


    Sie war selbstständig und hat sogar recht gut verdient. Durch einen Fehler musste sie dann in Insolvenz gehen. Ihr Auftraggeber konnte plötzlich nicht zahlen und sie hatte sich nicht genügend abgesichert. Sie machte Schulden. Kurz nach meiner Geburt erkrankte sie auch noch an Krebs und hatte ja auch noch ein Baby zu versorgen. Zu der Zeit war sie mit meinem Vater zusammen und er hielt sie über Wasser.


    Sie trennte sich dann von meinem Vater und hat wieder versucht sich selbstständig zu machen. So wirklich geklappt hat das nie. Die Schulden häuften sich. Sie leistete einen Offenbarungseid.


    Dann lernte sie meinen Stiefvater kennen und sie heirateten. Mein Stiefvater war in ähnlicher Situation wie meine Mutter. Beide machten sich zusammen selbstständig (Gaststätte). Das hielten sie auch, aber die Gaststätte hat nie so viel abgeworfen, dass es gereicht hätte und sie bezogen zusätzlich noch Hartz IV. Mir hat es als Kind jedoch an nichts gefehlt. (Nichts materiellem, vielleicht etwas Aufmerksamkeit, weil meine Mutter viel arbeiten musste, aber da bin ich ihr nicht böse).


    Naja, irgendwann gomg da sich nichts mehr und sie zog mit ihrem Stiefvater ins Ausland.


    Mittlerweile lebt sie in Südamerika und sie leben von der Rente meines Stiefvaters (~ 800€).

    Als Student hat man unter Umständen weniger Geld zu Verfügung als ein H4ler und kann auch ganz nett leben. Natürlich gibt es den riesigen Unterschied, dass der Zustand für den Studenten eher vorübergehend ist und dass er durchs Studium beschäftigt ist sowie Kontakte herstellt.


    Dies könnte aber auch der H4ler so oder so ähnlich hinbekommen, wenn er die entsprechende Anstrengung vollbringt. Allerdings wird sich der durchschnittliche Student und H4ler in bestimmten Punkten unterscheiden, so dass eher weniger H4ler ein (kulturell und sozial) erfülltes Leben führen.

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    Als Student hat man unter Umständen weniger Geld zu Verfügung als ein H4ler und kann auch ganz nett leben.

    Das wollte ich gerade schreiben als ich hier vom "alleruntersten Rand der Gesellschaft", Perspektivlosigkeit, absolutes Existenzminimum und schwächstes Glied der Gesellschaft gelesen habe.


    Komische Fragenstellung bzw. Intention um so merkwürdige Fragen zu stellen ":/

    Portland,


    wie ich dir schon schrieb, wenn dich das Thema Hartz 4 so interessiert, dann geh doch ehrenamtlich dort arbeiten wo du mit Hartz 4 Empfänger in Kontakt kommst.


    Die können dir dann aus ihrem Leben berichten Da hast du Einzelschicksale genug.


    Oder ist ehrenamtliche Arbeit unter deiner Würde?

    _parvati_

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    Jeder steckt in irgendeiner Art von Abhängigkeitsverhältnis, nicht nur Hartz IV Empfänger.

    Das geistert mir auch die ganze Zeit durch den Kopf.


    Ich würde zwar nicht sagen "Jeder" (es sei denn, man zählt ein Arbeitsverhältnis dazu, dann ok) - aber wenn ich mal überlege wie viele Fäden wir alleine hier haben, in denen Abhängigkeitssituationen ohne Ende geschildert werden....


    Da sind dann z.B. Frauen, die mit Männern (die Geschlechter sind auch umzukehren) nur deshalb zusammenbleiben um eben kein HartzIV beziehen zu müssen. Aber noch nicht mal nur deswegen, es gibt auch genug, die sich nicht trennen auch ohne, dass dies ihnen "drohen würde". Aber gehupft wie gesprungen - deren Leben geht den Bach runter durch diese Abhängigkeit. Sie werden von Tag zu Tag unglücklicher. Weil sie nicht nur ein Amt auf einer Sachebene, sondern hier einen anderen Menschen auf einer emotionalen Ebene zufriedenstellen müssen, bzw. sich anpassen müssen.


    Das Amt verbringt nicht jeden Tag ungefähr 8 Stunden mit mir, schläft nicht mit mir in einem Bett usw....


    Ich will jetzt (bitte) nicht darüber diskutieren, bzw. eine diesbezügliche Diskussion anregen, dass ein solches Verhalten ja "früher normal war" oder es "lobenswert ist, dass diese Frauen den Staat nicht belasten wollen".


    Ich will nur zu bedenken geben, dass diese anderen Abhängigkeiten ebenso belastend sind, ebenso zu psychischen Erkrankungen führen können, ergo: nicht unbedingt besser sind als eben ein HartzIV-Status.

    Schön geschrieben... :|N ; hast du das aufgezählt, damit sich ein Hartz-4-Empfänger gleich noch einmal schlechter fühlen soll, wenn ihm bewusst wird, das er sich das alles nicht leisten kann?


    Ich finde den Faden einfach nur peinlich und hätte nicht gedacht, dass sich so viele User offenbaren. Wobei, peinlich finde ich es für Portland und nicht für diejenigen, die Hartz-4 beziehen. Das kann einen wirklich schneller treffen als man denkt.


    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass es bei diesem Faden nur darum geht, dass andere Leute sehen sollen, wie gut es der TE geht. Ich glaube nicht, dass echtes Interesse am Schicksal von Hartz-4-Empfängern besteht.

    Zitat

    auch in meinem beamten-kollegenkreis habe ich zwei fälle erlebt, die wegen einer mischung aus zu optimistischer entscheidung, dämlichkeit und pech abgerutscht sind ins bodenlose - zugegebenermaßen nicht schuldlos, aber nun auch nicht mit ansage.

    Dann dürften das wohl jeweils Leute sein, die nicht nur unerhebliche Straftaten begangen haben.