Wasserbett oder nicht?

    Guten Morgen Zusammen,


    ich bräuchte mal wieder Anregungen von euch.


    Es geht darum, dass wir unbedingt ein größeres Bett brauchen. Im Moment schlafen wir noch auf einer Matratze mit 140x200 cm Größe. In den letzten Monaten lagen wir auch entgegengesetzt im Bett, damit etwas mehr Platz vorhanden ist. Ich normal im Bett, mein Freund dafür anders herum, mit dem Kopf zum Fußende.


    Aber das reicht einfach nicht.


    Mein Freund hat in den letzten 14 Monaten 2 Bandscheiben-Op's hinter sich gebracht, er ist jetzt 46.


    Ich, 30 fange auch so langsam an, was den Rücken angeht.... Tue ich nichts sportliches, dann merke ich es einfach.


    Jetzt ist die Überlegung da:


    Sollen wir uns ein Wasserbett zulegen?


    Preislich dürfte das nicht viel ausmachen, da wir so oder so etwas ordentliches kaufen wollten.


    Nur bei dem Matratzenüberfluss stellt sich die Frage, ob man überhaupt was gescheites findet, oder ob ein Wasserbett nicht gleich sinniger ist?


    Wir haben uns auch schon kundig diesbezüglich gemacht. Wenn, dann würden wir 2 Kammern wollen, mit dem Flex-System. Natürlich in 180cm-Breite.....


    Aber nun zu den eigentlichen Fragen:


    Hilft es wirklich bei Rückenprobleme?


    Wie sieht's denn mit etwas mehr Bewegung im Bett aus, wenn wir Sex haben?


    Ich stelle mir vor, dass diese Polsterrahmen, worin die Matratzen liegen, vielleicht stören könnten?


    Oder auch so, wenn ich mich mal während dem Schlaf rumwälze, "spürt" man es negativ, wenn man dann auf einmal nicht mehr auf Wasser liegt statt auf dem Rahmen?


    Auch unsere 2 Katzendamen werden wahrscheinlich dann in Zukunft aus dem Schlafzimmer verbannt werden müssen? Die wetzen Ihre Krallen ja leider nicht nur im dafür vorgesehenen Teppich.


    Und.... ....gibt es etwas, was ich völlig vergessen habe? Worauf ihr mich noch hinweisen wollt? ;-D


    Danke schon mal!!

  • 28 Antworten

    Hallo Horrorvibe,


    wir standen Mitte des Jahres vor der gleichen Entscheidung. Unsere alten Matratzen waren einfach nix mehr und mein Mann und mich plagten ebenfalls Schmerzen und Verspannungen im Rückenbereich.


    Wir haben uns für das Wasserbett entschieden!


    Ich finde es am Wichtigsten, sich in einem Fachgeschäft beraten zu lassen! Dort könnt ihr die verschiedenen Beruhigungsgrade etc. testen und euch auch zu allen weiteren Fragen beraten lassen.


    Wir haben auch ein System mit zwei Kammern. Der Softsiderahmen indem sich die Kerne befinden misst ca. 10 cm breite. Das ist zu berücksichtigen bei der Auswahl der allgemeinen Größe des Wasserbettes. 1,80 Breite ist dann letztendliche Liegefläche 1,60. Wir haben uns deswegen für ein 2,00 x 2,20m Bett entschieden.


    An ein Wasserbett muss man sich gewöhnen. Bei uns hat das bestimmt zwei Wochen gedauert. Manchmal müssen auch noch feine "Justierungen" vorgenommen werden, bis man die für sich perfekte Wassermenge etc. gefunden hat.


    Unsere Verspannungen haben deutlich nachgelassen und mein Problem mit eingeschlafenen Armen und Händen in der Nacht existiert seit dem Wasserbett nicht mehr!


    Sex ist auch in einem Wasserbett kein Problem ;-D . Der Rahmen stört da überhaupt nicht...


    Wie gesagt, geht am Besten in ein Fachgeschäft!

    Du solltest beachten, ob deine (Miet?)Wohnung/dein haus dafür überhaupt geeignet ist.


    So ein Wasserbett ist nämlich sehr sehr schwer.


    Ansonsten weiß ich nix, denn ich hab kein Wasserbett.

    ;-D Das witzige ist ja, und ich habs völlig vergessen zu erwähnen:


    Wir waren am Samstag in einem Wasserbettengeschäft. Ich wollte mich einfach mal reinlegen. Weil laut Internet hatten wir schon rausgefunden, dass es keine Matratzenhärte gibt in dem Sinn, sondern nur eben diese Beruhigungsgrade. :) Interessant. Aber auch logisch, wasser wird ja nicht automatisch härter, nur weil vielleicht mehr in einer Matratze drin ist.


    Hajo...., wir sind dann am Samstag in den Laden reingestiefelt, nur um erst mal das liegen an sich auszuprobieren (wir kennen auch niemanden, der ein Wasserbett hat, dass wir das einfach vom Liegegefühl hätten ausprobieren können).


    Aber zum ausgiebigen testen kamen wir nicht, weil wir nicht in Ruhe gelassen worden sind vom Verkäufer..... (Das gewohnte Geplänkel fand auch statt: "Grüß Gott kann ich Ihnen weiterhelfen?!" - "Nein Danke, erst mal nicht. Wir wollen nur ausprobieren wie sich ein Wasserbett anfühlt")


    Ich kam dazu, genau 1 Bett auszuprobieren (das mit der geringsten Beruhigung, also ohne Vlies). Und dann ging das Gequassel los...... %-|


    Naja, ich wird heute oder morgen in Ruhe in ein anderes Geschäft gehen und es für mich mal ausprobieren. :)


    Okay, also von der Breite wird es dann knapp, unser Schlafzimmer hat nur 2,50m breite..... :=o


    Also ich wird das nochmal ausprobieren und mich da durch ein paar Wasserbetten wälzen.


    MiMaMaus, habt ihr denn an den Stromkosten große Unterschiede feststellen müssen?


    Auch nochmal eine Grundsätzliche Frage: Wenn ich nachts alleine im Bett schlafe, dann rutsch ich in die Mitte, ich liege genau auf dem Balken, der die Lattenroste hält und finde das in der Seitenlage sehr sehr angenehm..... Also richtig hart ist weitaus besser als weich. Ist das nicht ein Ausschlusskriterium für ein Wasserbett?

    Unbedingt probeliegen. Wir hatten das mal überlegt und meine Frau hat ein Probeliegen gemacht und nach 5 Minuten beschlossen, dass sie nicht bereit ist, sich daran zu gewöhnen ;-D .

    Zitat

    Wie sieht's denn mit etwas mehr Bewegung im Bett aus, wenn wir Sex haben?

    Gerade dafür ist ein Wasserbett ideal, wenn es im Rhythmus bleibt o:)


    Aber ich bin Wälzer, wenn ich schlafe, da stört es eher ein bisschen.

    Zitat

    Auch unsere 2 Katzendamen werden wahrscheinlich dann in Zukunft aus dem Schlafzimmer verbannt werden müssen?

    Könnte sonst peinlich werden.


    Was man der Form halber noch erwähnen sollte sind der Stromverbrauch durch die Vorheizung und dass ein Wasserbett bei Wohngebäude- und Hausratversicherung je nach Gesellschaft als Sonderrisiko angegeben wird und ihr sonst im Schadenfall möglicherweise keine Leistung erhaltet. Gerade wegen der Wohngebäudeversicherung (Leitungswasserschäden an der Gebäudesubstanz und festen Böden) läuft das über den Vermieter, wenn ihr kein Eigentum habt.

    Bei Rückenproblemen empfehle ich, eventuelles Übergewicht abzubauen. Wirkt Wunder. Es kann auch helfen, das, was man aus irgendwelchen Gründen dauernd mit sich herumschleppt, gewichtsmäßig zu reduzieren.


    Wasserbett hilft aber auch. Bei dauernden Rückenproblemen würde ich auch dazu raten.


    Beruhigung ist völlig über, das brauchen nur Wasserbett-Anfänger, aber eben auch nur aus Sorge, sie kämen damit sonst nicht klar.


    Beruhigung ist total lästig bei einem eventuellen Umzug und bei allem anderen, wo das Wasserbett doch mal abgebaut werden muss (zB Renovierung). Kostet allenfalls Geld und stört nur.Man kriegt die Matratze (Wasserblase) dann halt nicht vernünftig entleert, sie bleibt sehr schwer, die Beruhigung bleibt auch nicht da, wo sie sein soll... Das ist Käse. Gewöhnungsbedürftig ist ein Wasserbett eh, und wenn man sich dran gewöhnt hat, braucht man die Beruhigung nicht.


    Sex im Wasserbett ist auch gewöhnungsbedürftig. Rhythmische Bewegungen in einem Takt, der nicht dem Takt des Wassers entspricht, gehen gar nicht. Man kann nicht gegen das Wasser und seine Frequenz "arbeiten", das haut total nicht hin und geht gnadenlos baden.


    Das wird erstmal schief gehen, diese Erfahrung werden ihr machen, am besten lauthals drüber lachen, aber euer Trieb wird euch dazu bringen, zu erforschen, wie es eben doch geht. Ihr werdet es herausfinden, euch auch daran gewöhnen und dann irgendwann gar nicht mehr bewusst wahrnehmen, was im Wasserbett anders läuft. Der Sex ist dann nicht besser, aber auch nicht schlechter als in einem normalen Bett.


    Wenn euch 1,40 nun so gar nicht reichen, dass er sogar falschrum schläft, dann würde ich mich nicht mit 1,80 m begnügen, sondern zu 2 m Breite greifen. Wir schlafen in einem umgebauten ehemaligen Matratzen-Bett, also Hardside. Bei einem neu anzuschaffenden Bett macht softside sicher mehr Sinn, aber den Softside-Rand würde ich nicht zur Schlaffläche dazuzählen. Also einen 1,98-m-Mann würde ich nicht in ein 2 m langes Bett stecken, wenn in den 2 m noch der Softside-Rand enthalten ist, das fände ich zu kurz.


    Ich würde unbedingt zwei Kammern mit jeweils eigener Heizung empfehlen. Das kann sich nämlich als individuell sehr verschieden herausstellen, was man für eine Temperatur braucht.


    Was sich durch das Wasserbett total ändert, ist das "Wälzverhalten" im Schlaf. In einem normalen Bett muss man sich während der Nacht immer mal wieder anders hinlegen. Im Wasserbett ist das so über, dass man irgendwann einschläft und viele Stunden später in genau derselben Haltung aufwacht. Umdrehen ist auch nicht ganz so einfach im Wasserbett, wenn man sich nicht einfach nur rollen will (womit man sich ja ein gutes Stück seitwärts bewegt).


    Nervig ist das, wenn man dann im Urlaub oder so doch mal wieder ein normales Bett hat, dann muss man nämlich wieder ans Umdrehen denken. Da muss man sich dann bewusst zu zwingen, nur ist das mit dem Bewusstsein im Schlaf halt so ne leicht problematische Sache...


    Ohne das im Detail beschreiben oder begründen zu können, halte ich die totale Bewegungslosigkeit im Schlaf auch eher für ungesund und würde empfehlen, die Position im Schlaf doch gelegentlich mal zu ändern.


    Ob Katzen ein Wasserbett kaputt kriegen können, da habe ich meine Zweifel. Aber ich weiß es nicht, habe keine Katzen. Würde eh keine Tiere in meinem Bett dulden.

    Zitat

    MiMaMaus, habt ihr denn an den Stromkosten große Unterschiede feststellen müssen?

    Wir haben das Bett ja auch erst seit Juni ;-D ...bisher hab ich also dahingehend nichts festgestellt.

    Zitat

    Beruhigung ist völlig über, das brauchen nur Wasserbett-Anfänger, aber eben auch nur aus Sorge, sie kämen damit sonst nicht klar.

    Ich finde, das ist Geschmacksache und absolut individuell. Mein Mann mag dieses Nachschwingen beispielsweise nicht und hat somit ein Vlies mehr drin. Muss man halt testen. Aber ja, die reine Tragkraft gibt es nur über das Wasser.


    Klar, bei einem Umzug ist das lästig...aber ich persönlich würde mein Bett eh nur von einem Fachmann ab und wieder aufbauen lassen.

    Zitat

    Aber nun zu den eigentlichen Fragen:


    Hilft es wirklich bei Rückenprobleme?

    Ein Nachbar von mir hat das Bett wieder abgeschafft. Er hatte sich mehr davon versprochen. Hinzu kam, dass er den Wartungsvertrag mit dem Lieferanten nicht weiterführen wollte.


    Ich habe eine Bandscheiben-OP hinter mir. Die beste Hilfe leistete nicht eine Matratze. Natürlich probierte ich so einige aus. Hilfreicher war Spezialgymnastik, die ich bis heute regelmäßig mache. Im Prinzip sind das Übungen, die die Rumpfmuskulatur stärken.

    Ich hatte viele Jahre ein Wasserbett und ich LIEBE Wasserbetten. x:)


    ABER:


    zu 2. drin schlafen ist auch bei getrennten Kammern für die leichtere Person ganz furchtbar. Denn durch das verdrängte Wasser der schwereren Person "wölbt" sich die Matratze an den Seiten und drückt auch mit Zwischensteg auf die daneben liegende Matratze, was zur Folge hat, dass diese sich nicht so ausdehnen kann wie sie es eigentlich tun sollte, wenn man drauf liegt. Für mich war das der Hauptgrund, weshalb ich mein Wasserbett nach vielen Jahren abgeschafft habe. Zu weit konnte ich niemals wirklich komfortabel drin schlafen, ich bin dann immer komplett an den äusseren Rand gerutscht, damit ich nicht auf dem "Berg" meine Schlafgenossen liege musste. Bin aber auch recht empfindlich im Rücken. Der schwereren Person ist das egal - die verdrängt ihr Wasser ja einfach ;-D


    Des Weiteren musst Du Stromkosten um die 10€/Monat einkalkulieren und Dich damit abfinden, dass das WB möglicheweise häufig entlüftet werden muss. Je nachdem, wo man wohnt und wie die Wasserqualität ist kann es trotz Conditionier & Co passieren, dass schon beim Befüllen des Wasserkerns sauerstoffbildende Bakterien mit eingebracht werden - und dann hat man viel "Freude", weil man jede Woche das Bett entlüften muss. Oder man stört sich nicht am Geglucker, dann muss man sich nur Abstriche beim Liegekomfort machen, der unter Luft im Kern deutlich leidet.


    Mir ging das alles irgendwann ziemlich auf die Nerven. Weiterer Nachteil ist: Möchte man beispielsweise die Wand streichen, muss man ums Bett herum malen. Man kann das nicht mal eben hin- und her schieben ;-)


    Wäre sicher, dass ich mein Leben lang alleine schlafe - ich würde wieder ein WB nehmen. Trotz der nervigen Entlüftung. Aber da ich eigentlich irgendwann auch mal zu 2. schlafen möchte, habe ich mich für ein Boxspring entschieden. Das WB hat mir von der Schlafqualität allerdings deutlich besser gefallen, vor allem im Winter - weil immer schön warm x:)

    Leute,


    danke für eure Tipps und Anregungen! Ihr habt mir damit auf jeden Fall helfen können.


    Heute um 16.30Uhr steht ein Termin an, um Wasserbetten auszuprobieren.


    Wir waren nämlich am Samstag in einem anderen Laden und es war sehr angenehm dort. Wir durften schauen und vergleichen, es wurde immer nur ganz kurz zwischen gefragt, ob wir Hilfe bräuchten und wurden dann aber auch gleich wieder in Ruhe gelassen. So wie es sein sollte.


    Auf jeden Fall kamen wir dann doch nochmal mit dem Verkäufer ins Gespräch und so kam es, dass wir auf heute einen Termin ausgemacht haben.


    Die haben dort im Moment wohl einige Wasserbetten stehen, die reduziert raus sollen..... Das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Und ein weiterer Vorteil: Der Händler wäre direkt vor Ort. Wenn was ist, dann wäre gleich jemand da.


    Bei einem Online-Wasserbettenkauf wäre mir das doch zu heikel gewesen.


    Phu, noch liegen wir in dem engen blöden Bett.... ....aber ich hab schon mehrfach geträumt, in einem Wasserbett zu liegen. Hihi. Es wird Zeit!


    Ich bin aufgeregt und freu mich.

    Sapient,


    ein Aspekt, worauf uns auch niemand brachte... ....und worauf man kaum beim recherchieren im Netz stößt..... Eine Sache, die man schon wissenw ollte, wenn man vom Gewicht schon arg weit auseinander liegt.


    ABER: Wir haben in etwa die gleiche Größe und in etwa das gleiche Gewicht. :)

    Hallo! Wie schon Comran schreibt, muss ein Wasserbett extra versichert werden. Und ja, es ist manchmal undicht. Nichts für jemanden, der schon an die Stromkosten denkt. Mir erscheint der Sprung von einem zu kleinen 1,40 Meter-Bett gleich auf ein Wasserbett nicht begründet. Ein 1,80 Meter Bett (500,-) mit gutem Lattenrost (2x100,-) und guter Matratze (2x250,-) erscheint mir persönlich für den Rücken ausreichend, bzw.gut - jedenfalls scheidet es dann als Ursache für Rückenschmerzen aus. Man braucht keine 25 cm dicke Matratze, die selbst im Sitzen keine 5 cm einsinkt.

    Eine gute Kollegin von mir hatte mehrere ein Wasserbett. Sie hat es unterdessen wieder entsorgt.


    Wie wäre es mit einem Luftbett? (Ich meine nicht die Dinger die auf dem Wasser schwimmen)