Da gibt es nichts zu überlegen: die Chance solltest Du wahr nehmen. Ich habe bereits 2 mal den Arbeitgeber gewechselt, weil ich nur so voran kam. Und beide Male habe ich es mir schwer getan. Doch im Nachhinein war das sehr richtig. Denke an Dich. Jemand anderes an Deiner Stelle hätte die Chance auch nicht verpasst.

    Vermutlich habt ihr recht. Nach Ende meines befristeten Vertrags kommen alle zurück und ihr normales Leben geht weiter und ich? ich bin dann raus und schnell vergessen und jemand anderes hat die unbefristete Stelle bekommen. Ich tue solche Dinge einfach nicht gern, weil ich zu loyal und pflichtbewußt bin aber in dem Fall wäre es wohl dumm nicht zuzugreifen.

    Ich rate auch zu dem unbefristeten Angebot, weil es insgesamt besser für dich klingt.


    Eine Anmerkung habe ich aber: wie weit entfernt ist denn die andere Abteilung thematisch und/oder räumlich? Das könnte ggfs. schwierig werden, wenn du die alten Kollegen ständig auf dem Flur triffst oder schlimmer noch, auf eine Zusammenarbeit angewiesen bist. Dann solltest du die nächsten Schritte gut planen.

    Zitat

    Vielleicht kannst du es so hinkriegen, dass du die unbefristete Stelle erst antritt, wenn die befristete ausgelaufen ist?

    Wenn ich so ein Angebot bekommen habe würde ich keinesfalls selber solche Deals anleiern.


    Greif zu, solange das Angebot steht. Das hast du erst sicher, wenn der Vertrag unterschrieben ist, und das würde ich an deiner Stelle durch nichts auch nur um 1 Tag verzögern. Womöglich legt dir dein Zögern jemand noch falsch aus, da man beim besten Willen nicht auf die Idee kommt, ein befristet Beschäftigter könnte aus Loyalität auf eine passende unbefristete Stelle verzichten.


    Im Übrigen ist es für einen Arbeitgeber, der befristete Verträge vergibt, völlig normal, dass der Betreffende sich nach was Festem umsieht. Hier ist es ja sogar dieselbe Firma, also sie verlieren jemanden, den sie offenbar gut finden, ja nicht mal.

    Der Bewerbungsprozess läuft ganz normal ab, es werden Gespräche geführt. So kann ich in Ruhe überlegen. Es wird alles absolut vertraulich behandelt, auch wenn ich letzter Sekunde abspringe. Vielleicht ist auch jemand anderes besser geeignet, man weiß ja nie, wer sich so bewirbt. Allerdings werde ich vermutlich sehr gute Chancen haben Die Stelle wird so oder so auch noch extern ausgeschrieben werden. Das verschafft mir erstmal Zeit zum Nachenken.

    Naja anscheinend muss der Bewerbungsprozess in dem Fall eingehalten werden, ich wusste vorher auch nicht dass trotzdem auch noch andere Kandidaten angehört werden. Mich stört es aber überhaupt nicht, ich kann ich jetzt gelassener an die Sache herangehen. Und wenn mir die Entscheidung abgenommen wird, dann ist es so. Und wenn es klappt, dann sehe ich weiter.

    Man hatte noch weitere Kandidaten eingeladen, die Entscheidung wurde sich nicht leicht gemacht, ich habe eigentlich nicht emrh daran geglaubt, aber am Ende hat man sich doch für mich entschieden :-)


    Der Vertrag wird hoffentlich nächste Woche da sein.


    Nun steht das Gespräch mit meinem Chef an. Ist es klüger sich zunächst unter Augen zu unterhalten oder den neuen Chef direkt mit ins Gespräch einzubinden (das hatte er vorgeschlagen)?

    Sortiere mal ganz sachlich: du arbeitest um Geld zu verdienen und in ZUkunft auch nicht immer unsicher zu sein, was werden soll (wenn Arbeit Spaß macht, man sich gebraucht fühlt...um so besser).....immer nur befristete Verträge, da kann man schnell mal ohne was dastehen und jünger wird man auch nicht.


    Dass du ein schlechtes Gewissen hast, das ist nicht notwendigund auch verkehrt, dein Arbeitgeber hat auch kein schlechtes Gewissen dich nicht festanzustellen in dieser Abteilung oder dir zumindest eine Perspektive für danach anzubieten. ER "benutzt" dich als Arbeitskraft, du löst ihm das Vertretungsproblem...alles Emotionale hat da eigentlich nichts zu suchen ;-)

    Zitat

    Ist es klüger sich zunächst unter Augen zu unterhalten oder den neuen Chef direkt mit ins Gespräch einzubinden (das hatte er vorgeschlagen)?

    ich würde den neuen Chef mit einbeziehen, da bleibt das ganze dann schön auf der Sachebene ;-)