Welche Angaben zu Operationen (Arbeitsmedizinische Untersuchung)

    Hi,


    mir steht eine arbeitsmedizinische Untersuchung bevor und ich habe bereits dazu einen Fragebogen erhalten. Es ist eine Art Anamnesebogen, nicht sehr ausführlich, in dem u. a. etwa 15 körperliche und geistige Einschränkungen oder Erkrankungen abgefragt werden.


    Ein weiteres Feld lautet "Operationen". Welche Art von Operationen wird denn damit gemeint sein?


    Ich hatte als Kleinkind ne Vorhautverengung, die operativ behandelt wurde und vor Jahren mal eine kleine Operation wegen eines eingewachsenen Zehennagels. Andere Operationen hatte ich nicht.


    Muss/Sollte ich das denn auch auf dem Fragebogen angeben? ":/ Denn irgendwie ist mir das ein bisschen unangenehm, und wenn es nicht nötig ist, dann kann ich mir das ja auch ersparen.

  • 12 Antworten

    Solche alten Sachen würde ich da nicht angeben.


    Steht da nicht sowieso drauf, dass die Angaben freiwillig sind? Ich hab morgen eine Untersuchung, aber mein Fragebogen ging nur über den Bildschirmarbeitsplatz. Da sind die Angaben freiwillig und ich meine, das war bei den anderen sonst auch.

    Also ich glaub man MUSS nix angeben was älter als 4 jahre ist.


    Allerdings hab ich zBsp trotzdem meine Sprunggelenks-OP angegeben, da ich da ein künstliches Band bekommen hab und falls nochmal was ist, hab ich halt nix verschwiegen.


    Die Vorhaut OP würde ich nicht erwähnen.


    Den Zehnagel nur wenn es kürzlich war.


    Beides schränkt dich ja in keiner Weise ein...

    das mit der vorhaut würde ich angeben, da es ja heute noch erkennbar ist...


    oder wurdest du damals nicht beschnitten?


    dann würd ichs nicht angeben.

    Danke für die Antworten :)


    Ob die Angaben freiwillig oder verpflichtend sind, dazu steht leider nichts auf dem Blatt. :-|


    Ja, beschnitten wurde ich schon, aber ich hatte danach keinerlei Probleme mehr damit. Und ich denke auch nicht, dass es da, neben den üblichen blöden Spätfolgen einer Beschneidung, jemals noch zu kritischen Problemen kommen wird.


    Die Sache mit dem Zehennagel könnte tatsächlich schon um die 4 Jahre her sein. Ich denke, dies werde ich trotzdem angeben, da es dabei doch noch zu (geringfügigen) Einschränkungen kommen könnte, sollte diese Stelle mal wieder Lust haben, sich spontan zu entzünden, nur diesmal viel heftiger. ]:D

    Ich würde alle bekannten Operationen angeben. Erwartest du denn Nachteile? Eher wenn man wissentlich was verschweigt


    Schreib einfach "Phimose" und "Emmert-Plastik".

    Ich fülle auf so einem Fragebogen überhaupt nur das aus, was mit der jeweiligen Arbeitsmedizinischen Untersuchung im Zusammenhang steht - also bei der G37 (Bildschirmtauglichkeit) z.B. nur das, was mit Sehen oder bestenfalls noch das, was mit der eigentlichen Tätigkeit zu tun hat.


    Alles andere geht den Betriebsarzt nichts an, sondern nur dem eigenen Hausarzt.

    Zu entscheiden, was du angibst oder nicht, obliegt nicht dir. Der Fragebogen dient für den Arzt als Vorinformation. Fragen des Arztes sind warheitsgemäß zu beantworten. Fragt er nach Operationen, musst du auch wahrheitsgemäß anworten. Über die Relevanz, was wichtig ist und was nicht, muss der Arzt entscheiden.


    Es steht jedem frei zu "schummeln", aber dann bist du für eventuelle Folgen verantwortlich, etwa im Rahmen eines Arbeitsunfalles oder einer Berufskrankheit.


    Was spricht dagegen, kleinere Operationen wie eine Phimosen-Operation oder ein anderer Eingriff zu erwähnen?


    Der Betriebsarzt unterliegt wie jeder andere Arzt der Schweigepflicht.

    Zitat

    Der Betriebsarzt unterliegt wie jeder andere Arzt der Schweigepflicht.

    Nun ich habe da der bei der regelmäßigen G37, bei dem der Arzt für den Arbeitgeber mal so ganz nebenbei denn Gesundheitszustand der Angestellten mit dokumentieren wollte, schon andere Erfahrungen gemacht.


    Solange wie meine Arbeit nicht ursächlich für eine Erkrankung ist, meine Arbeitsleistung nicht gefährdet und ich nach längerer Krankheit nicht wieder eingegliedert werden muss (und selbst dann), gehen meine Befindlichkeiten den Arbeitgeber nichts an.


    Ein Betriebsarzt ist nicht der Arzt des Vertrauens.

    Zitat

    Ich fülle auf so einem Fragebogen überhaupt nur das aus, was mit der jeweiligen Arbeitsmedizinischen Untersuchung im Zusammenhang steht - also bei der G37 (Bildschirmtauglichkeit) z.B. nur das, was mit Sehen oder bestenfalls noch das, was mit der eigentlichen Tätigkeit zu tun hat.

    Bei der Bildschirmtauglichkeit spielt doch nicht nur das Sehen eine Rolle?! Ein Karpaltunnelsyndrom könnte ebenso wie ein Bandscheibenvorfall interessant sein, da der AG dir ggf dann entsprechende Hilfsmittel ( anderer Bürostuhl, andere Tastatur) zur Verfügung stellen muss. Oder guckst du tatsächlich nur auf einen Bildschirm und kannst frei wählen, dabei zu sitzen, zu stehen und zu liegen und mußt keinerlei Tastatur bedienen?

    Zitat

    gehen meine Befindlichkeiten den Arbeitgeber nichts an.


    Ein Betriebsarzt ist nicht der Arzt des Vertrauens.

    Wieso gehst du dann zum Betriebsarzt? Lass doch die Untersuchung einfach bleiben!


    Ich habe jahrelang die Einladung zur Untersuchung ignoriert, und nichts ist passiert. Geht man aber hin, darf man nicht schummeln.

    Zitat

    Bei der Bildschirmtauglichkeit spielt doch nicht nur das Sehen eine Rolle?! ... da der AG dir ggf dann entsprechende Hilfsmittel ( anderer Bürostuhl, andere Tastatur)

    Nun das zählt für mich ja noch zu "was mit der eigentlichen Tätigkeit zu tun hat".


    Aberbei uns Angestellten reicht seine Führsorgepflicht sowieso nicht so weit, dass man überhaupt an Hilfsmittel kommt. Meine Arbeitsplatzbrille habe ich auch vollständig selbst bezahlt.

    Zitat

    Geht man aber hin, darf man nicht schummeln.

    Ich habe ja nicht geschummelt, sondern den Bogen nicht ausgefüllt und das auch begründet. Inzwischen geht sowieso niemand mehr von uns hin. Wozu auch, siehe oben.

    Zitat

    Aberbei uns Angestellten reicht seine Führsorgepflicht sowieso nicht so weit, dass man überhaupt an Hilfsmittel kommt

    das ist ja bitter! Bei uns funktioniert das noch besser. Brillen sind aber tatsächlich ein Problem, da man sie eben auch privat nutzen kann. Ok, unsere personalisierten OP-Lupenbrillen sind da etwas anderes, aber damit geht ja auch niemand freiwillig vor die Tür ;-)