• Welche Nähmaschine als Anfänger?

    Hallo zusammen! Ich würde gerne mit dem Nähen anfangen und würde mir dafür auch gerne eine eigene Nähmaschine zulegen. Ich bin recht blutige Anfängerin. Ich habe in der Vergangenheit nur Vorhänge gekürzt, Kissenbezüge oder mal eine Windeltasche genäht. Dafür habe ich die Nähmaschine meiner Mutter verwendet (ist eine normale Nähmaschine). Perspektivisch…
  • 84 Antworten
    Zitat

    Meine Mutter hat eine Discounter-Singer.

    Singer war vor ewigen Zeiten mal pleite und ist aufgekauft worden. Seitdem werden die Dinger in China produziert.

    Als meine Singer-Overlock kaputt war, wollte ich erst eine Reparaturversuch wagen. Beide Nähmaschinenmechaniker aus erreichbarer Nähe, haben dankend abgewunken. "Singer repariere ich nicht."

    Zitat

    Ich frage mich nur, ob ich mit so einer alten Maschine ohne jegliche andere Funktionen als Gerade und Zickzack vernünftig ausprobieren kann?

    Schau doch mal, ob du in einer Nähe einen Nähmaschinenmechaniker hast oder ein Geschäft für Nähmaschinen, die auch reparieren. Und dann lass die Maschine durchchecken und überholen. Möglicherweise hast du ein altes Teil, dass du so heute nicht wieder bekommst.

    Wir hatten vor Anschaffung der beiden Nähmaschinen eine große Schranknähmaschine. Die nähte auch nur gerade aus, dafür aber alles, was man ihr unters Füßchen legte.

    Langfristig ist natürlich nur geradeaus nicht ausreichend. Jersey braucht halt wenigstens Zickzack, am besten aber doch eine Overlock. Und bei Kleidung muss man vielleicht auch mal Knopflöcher nähen.

    Trotzdem würde ich der alten eine Chance geben.


    Die Geschwindigkeit mit dem Fußpedal zu dosieren, lernt man mit der Zeit.

    Auto fahren geht auch nicht von heute auf morgen.

    Hallo! Als Mann, der nur wenig näht und dann nach Bundeswehrmanier (Hauptsache es hält), sage ich nur, dass meine Nähmaschine unter 100,- gekostet hat, heute gibt es sie für unter 90,- Alles andere sollte man nur mit einer Ausbildung z.B. an der VHS wagen. Für ein Kleid oder Strampler brauchst Du auch Schnittmuster usw usw.

    onodisep schrieb:

    Alles andere sollte man nur mit einer Ausbildung z.B. an der VHS wagen. Für ein Kleid oder Strampler brauchst Du auch Schnittmuster usw usw.

    Äh, warum? Nähen ist kein Hexenwerk, VHS habe ich dafür bisher nicht gebraucht.

    Schnittmuster sind doch auch überhaupt kein Problem, dass Netz ist voll von guten Freebooks oder SM für einen geringen Betrag.

    onodisep schrieb:

    Hallo! Als Mann, der nur wenig näht und dann nach Bundeswehrmanier (Hauptsache es hält), sage ich nur, dass meine Nähmaschine unter 100,- gekostet hat, heute gibt es sie für unter 90,- Alles andere sollte man nur mit einer Ausbildung z.B. an der VHS wagen. Für ein Kleid oder Strampler brauchst Du auch Schnittmuster usw usw.

    Ausbildung? Niedlich. Ich will mich ja nicht mit meinen Erzeugnissen selbstständig machen ;-D

    Learning bei Doing geht auch. So habe ich mir das Häkeln auch schon beigebracht. Wenn man mal nicht weiterkommt: Das passende YouTube Video ist schnell gefunden.


    Und ich habe ja schon diverse Sachen genäht. Als Kind sogar mit richtiger Hingabe, nur ist das alles schon eine Weile her und die Feinmotorik bisschen eingerostet. Die technischen Feinheiten (Fadenspannung, Stichart, etc.) kann man sich bestimmt auch im Netz/über YouTube einlesen.

    Zitat

    Hallo! Als Mann, der nur wenig näht und dann nach Bundeswehrmanier (Hauptsache es hält), sage ich nur, dass meine Nähmaschine unter 100,- gekostet hat, heute gibt es sie für unter 90,- Alles andere sollte man nur mit einer Ausbildung z.B. an der VHS wagen. Für ein Kleid oder Strampler brauchst Du auch Schnittmuster usw usw.

    Wenn du wüsstest was Frau so alles näht. So ganz ohne Ausbildung.

    Zitat

    Und ich hab mich auch ohne Schneide-Ausbildung nebenbei selbstständig gemacht ;-D

    Darf ich mal fragen, was du machst?

    Also, ich habe einige VHS-Nähkurse besucht, weil meine Mutter gar nichts an der Nähmaschine kann und wir das damals auch nicht in der Schule hatten. Und das war vor Internet-Zeiten, also für die grundlegende Handhabung der Maschine und wie man Stoffe zusammennäht und so war das schon ein Vorteil. Aber ganz ehrlich, richtig Nähen gelernt, dass ich auch verstanden habe, was ich warum in welcher Reihenfolge mache und Tricks und Kniffe, das habe ich mir selber in den letzten Jahren per YouTube beigebracht.


    W6 hat einen Firmensitz in Deutschland, lässt aber auch in Asien produzieren.


    Ich glaube, die einzigen Nähmaschinen, die nicht in Asien gebaut werden, sind die ganz hochpreisigen Bernina-Modelle.

    Ich fand Youtube-Videos schon immer blöd, habe also nie welche geschaut. Ich hab die Anleitung meiner Maschine gelesen und einfach losgelegt. Klappt wunderbar und das auch ganz ohne Ausbildung oder irgendwelche Kurse. Und selbst für eine Selbständigkeit braucht man keine Ausbildung. Ich zum Beispiel habe einfach keine Lust drauf, für andere zu nähen und verkaufe deswegen nix - rein qualitativ könnte ich es aber durchaus;-D

    Ich nähe textile Produkte für Mensch und Tier, allerdings vorrangig für Tiere. Dabei geht es mir vor allem um nachhaltige, kreative Produkte (ohne Plastik, ohne dabei "Müll", sprich Verschnitt, zu produzieren). Da ich in diesem Monat aber auch eine neue 75% Stelle angetreten habe und das Mundschutzthema nebenbei viel Zeit an der Maschine zockt, liegt mein Gewerbe gerade etwas brach.

    melb1985

    Danke, im Zweifel ist es sicher nicht verkehrt, mal jemanden drauf schauen zu lassen. Ich glaube aber, Maschinchen und ich freunden uns gerade ein wenig mehr an ;-D


    Hatte nicht viel Zeit heute Abend, habe diese aber genutzt um mit einem Mundschutz anzufangen (hatte noch einen alten Bettbezug, den ich dafür gut verwursten kann). Bis jetzt klappt es sogar ganz gut. Ich glaube, einfach anzufangen war schon ganz gut. Mit der Übung wird es sicher besser und ich bekomme auch einfach mehr Feingefühl.


    Das einzige, was mich etwas stört, ist dass das Pedal quasi kein Pedal ist, sondern so ein "Knopf", den man mit dem Fuß drückt. Dadurch finde ich es schwieriger zu kontrollieren.


    Mal als Frage zwischendurch - woran kann es denn häufig liegen, wenn der Oberfaden häufig reißt? Falsche Spannung eingestellt? Google spuckt so viele Fehlerquellen aus, aber vielleicht kennt ihr Erfahrenen ja die häufigeren X-\ Der Fadenspanner ist bei der Maschine außen und der Oberfaden wird beim Einfädeln drum herum gewickelt, ich habe irgendwie das Gefühl, dass er oft im Fadenspanner "klemmt". Wenn man ihn dann nicht lockert und wieder vernünftig wickelt, dann reißt es glaube ich ":/ Kann das sein bzw. wieso klemmt der Faden? Die Spannung noch niedriger stellen ist doof, dann wird die Naht nicht mehr vernünftig.

    Meistens ist der Faden schuld. Versuch es mit Gütermann-Garn, das ist wirklich hochwertig und stabil. Ackermann geht auch ganz gut. Wenco ist das billigste teure Zeug, das man kaufen kann. Irgendwann findet man ein Garn, das gut läuft. Und mit der Fadenspannung muss man wirklich etwas spielen. Sowohl Unter- als Oberfadenspannung. Sollte das Stichbild unsauber sein, wäre eine neue, zum Stoff passende, Nadel angesagt. Achja - neu einfädeln möchte ich noch grundsätzlich empfehlen, wenn die Maschine mal zickt. Das behebt die meisten kleinen Probleme mit wenigen Handgriffen.

    Du kannst mal mit einem etwas stabileren Faden oder Zahnseide oder so mal den Fadenspanner durchzuppeln. Manchmal ist da Dreck drin und so könntest du den wieder freibekommen. Vielleicht hilft das schon. Ansonsten kann natürlich auch die Fadenspannung schlicht falsch sein, die Nadel doof oder halt das Garn verkehrt (wobei ich das Problem noch nie hatte, meine Maschinen haben bisher ziemlich unkompliziert auch billiges Garn akzeptiert).