• Welche Nähmaschine als Anfänger?

    Hallo zusammen! Ich würde gerne mit dem Nähen anfangen und würde mir dafür auch gerne eine eigene Nähmaschine zulegen. Ich bin recht blutige Anfängerin. Ich habe in der Vergangenheit nur Vorhänge gekürzt, Kissenbezüge oder mal eine Windeltasche genäht. Dafür habe ich die Nähmaschine meiner Mutter verwendet (ist eine normale Nähmaschine). Perspektivisch…
  • 84 Antworten
    Zitat

    Das ist wirklich das Letzte. So viel Arbeitsschritte und das Ergebnis sieht einfach nicht gut aus.

    Naja, mit ein bisschen Übung sind die Knopflöcher so auch gut und zu gebrauchen. Aber mir ist das schlicht zu aufwändig. Immer an der Maschine umstellen, Stoff drehen, vorher Knopflochgröße auf dem Kleidungsstück genau ausmessen. Und alle Knopflöcher genau gleich bekommt man so doch auch nicht hin. Das ist schon komfortabler mit Knopf in den Fuß einspannen und Loch in einem Rutsch nähen.

    Zitat

    Spezial Overlockstich, habe damit heute ein Shirt zusammen genäht. Das Nähen dauert damit länger als mit einer Overlock, als Ersatz aber einwandfrei.

    :)z Obwohl es nervt, dass man die überstehenden Kanten dann noch per Hand abschneiden muss, wenn man nicht gleich knappkantig nähen konnte. Das macht die Overlock ja gleich mit.

    Zitat

    Ich mag den 3fach Stich gerne für die hintere Hosennaht. Geht nie wieder auf, nie wieder Nähte die aufplatzen.

    Und wehe man hat den aus Versehen erwischt, wenn man eine normale Naht nähen will. Und dann muss man das wieder auftrennen. :-/

    Zitat

    Mich stört an der Overlock das einfädeln. Dabei sehe ich nichts. Ich nehme eine Taschentampe damit ich das hintere Häkchen sehe, Stirnlampe vielleicht? Eine Briefmarkenpinzette um das Garn in die Nadeln zu bekommen. Dann probiert man , die Maschine läuft und zack ist alles verwuschelt. Das nervt!

    Wie kann denn da was verwurschteln?

    Bei mir ist da so ein "Einfädelbild" in der Maschine mit farbigen Punkten, wo jeder Faden hinkommt. Die farbigen Punkte sind auch noch mal auf den einzelnen Bauteilen der Maschine. Und da ist auch dargestellt, wo der Faden auf der Maschine hinkommt. Das ist auch in der Bedienungsanleitung genau beschrieben.

    An meiner jetzigen Overlock ist für das hintere Häckchen ein kleiner Hebel. Wenn man den drückt, kommt das Häckchen nach vorn geschnipst und man kann prima einfädeln. Das nennt sich Einfädelhilfe und ist echt praktisch.

    Pinzette war im Lieferumfang enthalten.

    Das ist wirklich das Letzte. So viel Arbeitsschritte und das Ergebnis sieht einfach nicht gut aus.

    Naja, mit ein bisschen Übung sind die Knopflöcher so auch gut und zu gebrauchen. Aber mir ist das schlicht zu aufwändig. Immer an der Maschine umstellen, Stoff drehen, vorher Knopflochgröße auf dem Kleidungsstück genau ausmessen. Und alle Knopflöcher genau gleich bekommt man so doch auch nicht hin.


    Bei einzelnen Knopflöchern mag das gehen, aber nicht wenn man ein Kleid mit 16 oder mehr Knopflöchern machen will. Meistens nähe ich Kleider.

    Zitat

    Also ich weiß gar nicht, ob ich direkt eine Overlock bräuchte.. Eventuell reicht auch eine andere Maschine mit Obertransport und entsprechendem Füßchen, mit der ich Jersey und Co. gut verarbeiten kann? Denn ich möchte schon auch Kleidung fürs Baby machen, da kommt Jersey einfach gut.

    Das geht schon, mit der normalen Nähmaschine. Erfahrungsgemäß ist eben der Weg zur Overlock dann nicht weit. Und du wirst fürs Kind viel Jersey nähen, fürchte ich. Wenn ich allein an die vielen süßen Stoffe denke. x:) Du hast ja nun selber gemerkt, wie schnell man angefixt ist. ;-D

    Da fällt mir ein: Ich möchte nicht auf einen Freiarm verzichten. Weder bei der normalen Nähmaschine noch bei der Overlock. Wenn man etwas rund geschlossenes nähen möchte (Ärmel, Hosenbein) dann ist das echt praktisch. Das geht theoretisch auch ohne, aber mir ist das zu viel Gewurschtel.

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    Ach ja, ich habe jetzt schon auch mit W6 geliebäugelt. Die W6 N 5000 beispielsweise lacht mich an.. mit unter 500 € auch noch okay, finde ich. Aber ich bin mir so unsicher 8-(

    Das wird nicht besser. Ich habe über W6 über die Jahre eigentlich auch nur gutes gehört. Ich denke, da kannst du nichts falsch machen. Die kann auch echt viel.

    Zur Not hast du 1 Monat Widerrufsrecht.

    Diesbezüglich (falls du dich weiter umschauen willst) kann ich naehpark.de empfehlen. Da kannst du die Maschine 60 Tage testen. Der Kundenservice dort ist super. Die haben mir damals bei der Auswahl der Overlock ganz toll per Mail weitergeholfen. Ich hätte da auch anrufen können. Ich hätte das schon eher geschrieben, war aber davon ausgegangen, dass du im Handel vor Ort kaufen willst.

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    Bei einzelnen Knopflöchern mag das gehen, aber nicht wenn man ein Kleid mit 16 oder mehr Knopflöchern machen will. Meistens nähe ich Kleider.

    :)z

    Ich habe eingangs ja schon viel geschrieben, was eine Nähmaschine können sollte, wenn man Jersey nähen will. Und eine Overlock ist immer nur eine (bei Jersey sehr viel genutzte) Ergänzung, sie ersetzt nicht die normale Nähmaschine.


    Um verschiedene Füße muss man sich bei der Anschaffung einer neuen Nähmaschine erstmal keine Gedanken machen, die vier bis fünf meistgenutzten sind immer dabei.


    Zum Thema Freiarm: Für die Beine und Ärmel von Babysachen sind die meistens noch zu groß und man muss sich anders behelfen, geht aber auch.


    Worauf ich nicht verzichten will bei einer Nähmaschine: verstellbarer Nähfußdruck, Obertransport, automatisches Knopfloch, eine quer liegende Spule mit einer durchsichtigen Abdeckung, dass man sehen kann, wenn der Unterfaden zur Neige geht. Zierstiche benutze ich so gut wie gar nicht, obwohl die Maschine ganz viele hat, aber was sehr schön ist, gerade wenn aus dem Baby dann ein Kindergartenkind wird, ist ein Nähalphabet, da kann man dann den Namen des Kindes aufnähen.


    Was ich gerne hätte, was meine nicht hat: Kniehebel, um den Nähfuß heben und senken zu können, ohne die Hände vom Nähstück zu nehmen, und ein automatischer Fadenabschneider.


    Wofür eine Overlock noch ganz toll ist, ist automatisches Einkräuseln mit dem Differentialtransport. Gerade wenn das Kind, was man benähen möchte, ein Mädchen ist, da kann man dann ganz tolle Rüschenborten an Kleidersäume und Ärmel zaubern und Stufenröcke und so.

    D.oris L. schrieb:

    Mich stört an der Overlock das einfädeln. Dabei sehe ich nichts. Ich nehme eine Taschentampe damit ich das hintere Häkchen sehe, Stirnlampe vielleicht? Eine Briefmarkenpinzette um das Garn in die Nadeln zu bekommen. Dann probiert man , die Maschine läuft und zack ist alles verwuschelt. Das nervt!

    Da lob ich mir die Babylock. Total überflüssig, weil man ja nicht ständig neu einfädeln muss, aber ein nice to have: die automatische Einfädelhilfe mit Luftdruck. Sowas von dekadent, aber vornehm geht die Welt zugrunde.


    Aber die Mehrheit hat's schon gesagt. Eine gute Nähmaschine und später als Ergänzung eine Overlock. (und dann ne Cover, so war's bei mir 😉)

    Ja, ich habe auch eine Babylock, und ich liebe dieses Luftdruckeinfädeln. War zwar fast ein Monatsgehalt, aber ich fädel doch schon relativ viel um, allein, wenn ich eine andere Farbe will.

    Also eine Overlock kann natürlich keine Zierstiche, die kann nur geradeaus. Zwar mal mit zwei oder mit drei Nadeln und so, aber mehr ist nicht.


    Gute Dinge an der Nähmaschine (ich habe die besagte 5000N seit einigen Jahren und bin damit total zufrieden): Einfädelhilfe, große Stichauswahl, Obertransportfuß, automatisches Verriegeln, man kann ohne Fußpedal nähen (nutze ich nicht zum Nähen, aber man kann damit super den Unterfaden auffädeln), man kann alles am Display einstellen, sie näht Knopflöcher passend zum Knopf, Knöpfe kann sie annähen. Wer es mag, kann noch eine Stickeinheit ergänzen und dann auch sticken mit dem Teil.


    Ovi habe ich inzwischen auch von Babylock und das Einfädeln ist wirklich super x:) fand ich allerdings an der Gritzner 788 auch ganz ok, die W6 zum Beispiel ist viel blöder zum Einfädeln.

    Zitat

    Aber die Mehrheit hat's schon gesagt. Eine gute Nähmaschine und später als Ergänzung eine Overlock. (und dann ne Cover, so war's bei mir 😉)

    Oder direkt eine Kombimaschine Overlock/Cover. Aber da scheiden sich auch wieder die Geschmäcker dran. X-\

    Ich habe gerade ganz bewusst eine Coverstitch gekauft - ich hab keine Lust auf Umbauen und kenn mich, ich werde es nicht tun;-D deswegen also eine reine Cover. Bei der Stickmaschine hab ich damals auch eine reine Stickmaschine gekauft und keine, die noch nähen kann...

    Ach, Stickmaschine.

    Ich brauche keine Stickmaschine, ich brauche keine Stickmaschine, ich brauche keine Stickmaschine. Ommmm....

    Nee, wirklich nicht. Habe zwei Jungs, da mache ich automatisch weniger Getüddel.

    Hallo! Ich habe das so gepostet, weil mir klar war, dass hier wieder nur die teuersten Spitzenmodelle empfohlen werden, ohne Rücksicht darauf, dass der Laie die gar nicht nützen kann.

    Wenn die TE schon Gardinen umgenäht hat, dann ist das schon ganz gut. Einen Umstieg von 0 auf 100 kann ich trotzdem nicht empfehlen, sondern man muss sich langsam hoch arbeiten, sonst hat man viel Schwund. Mal etwas weiter nähen, oder einen Nahtriss flicken.

    Zitat

    Ich habe das so gepostet, weil mir klar war, dass hier wieder nur die teuersten Spitzenmodelle empfohlen werden, ohne Rücksicht darauf, dass der Laie die gar nicht nützen kann.

    Verstehe ich nicht. Was für teure Spitzenmodelle sind denn hier empfohlen worden. Die TE hat einen Preisrahmen bis 1000 Euro angegeben und der eine ist für ausreizen, der andere sagt, es geht auch preiswerter und der dritte meint da ist auch noch ne Overlock mit drin.

    Es gibt deutlich teurere Nähmaschinen.

    Und auch wenn du es dir nicht vorstellen kannst, es gibt Leute, die nähen, overlocken, coverstitchen und sticken. Manche haben auch noch einen Plotter. Und die nutzen das alles.

    Wenn dir nähen nach Bundeswehrmanier ausreicht, dann ist das deine Sache. Und da tut es die Discountermaschine. Das die ordentlich und zuverlässig über Jahre oder Jahrzehnte mehrere Lagen Jeans auf einmal näht, wage ich allerdings zu bezweifeln. Das was die meisten Hobbynäher machen, geht über flicken und Gardinen nähen weit hinaus.