@ Joranna

    Zitat

    Jo,klar...immer und Ausnahmslos...Tellerrand?Hallo??


    Das immer das Thema Erziehung aufkommt wenn einem sonst nichts mehr einfällt

    Ich schrieb "auch viel" und nicht "ausschließlich". Du scheinst eine sehr selektive Wahrnehmung zu haben, wenn jemand nicht deiner Meinung ist. :=o

    Zitat

    Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die Arbeitsmarktzahlen vom August neu ausgewertet. Das Ergebnis: Die Zahl arbeitsloser Menschen mit Hochschul- oder Fachhochschulreife ist in den letzten zwölf Monaten um ein Viertel (24,4 Prozent) gestiegen!


    In absoluten Zahlen heißt das: 480 000 Arbeitslose haben Hochschulreife. Das sind nur noch knapp 30 000 weniger als Arbeitslose ohne einen Schulabschluss!

    es gibt aber wesentlich mehr menschen mit abi als menschen komplett ohne schulabschluss!


    eben weil die größe der bezugspopulation eine rolle spielt sind absolute zahlen hier vollkommen irrelevant, was man angeben müsste ist die arbeitslosenquote jeweils unter denen mit abi und denen ohne schulabschluss.


    ein weiterer verzerrender effekt ist die dauer der arbeitslosigkeit: nur wer vorher überhaupt arbeit hatte kann in krisenzeiten wie dieser tage entlassen werden und damit zu einem anstieg der arbeitslosenquote in seiner bildungsschicht beitragen. es dürfte selbsterklärend sein, dass der anteil der langzeitarbeitslosen umso höher ist je niedriger die bildung.


    zusammenfassend kann mans so sagen:


    - kein abschluss, hauptschule, schlechter oder mässiger realschulabschluss -> kannste komplett vergessen, falls man damit überhaupt was findet mit einiger sicherheit nur in schlecht bezahlten berufen


    - schlechtes abi -> da studiert man am besten was das keinen NC hat, ansonsten auch zum vergessen


    - guter realschulabschluss oder gutes abi -> hat zugang zu den anspruchsvolleren und attraktiveren ausbildungen


    - durchschnittliches bis sehr gutes abi -> zugang zu auch studienfächern mit NC, je nach fach und abinote


    es sollte jedem was auffallen: selbst mit einem schlechten abi hat man noch möglichkeiten, während man mit allen anderen schulabschlüssen ziemlich aufgeschmissen ist, falls sie nicht sehr gut sind.

    Zitat

    Du scheinst eine sehr selektive Wahrnehmung zu haben, wenn jemand nicht deiner Meinung ist. :=o

    Nö,nur das Thema Erziehung empfand ich in diesem Zusammenhang etwas fehl am Platz ...


    Oder findest du jeder der nicht auf das Gymnasium geht wurde schlecht erzogen?Wäre ja die Schlussfolgerung deiner Aussage ;-)

    Auch die Empfehlungen der Lehrer würde ich nicht immer so ganz ernst nehmen.


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    Mein erster Freund - ein absolut genialer Mensch (also genial jetzt im Sinne des vermutlich höchsten IQs der mir je untergekommen ist) - hat damals nur eine Realschulempfehlung bekommen; sein Arbeitsverhalten wäre fürs Gym ungeeignet.


    Gut, seine Schullaufbahn lief nicht ganz wie geplant:


    1 Klasse übersprungen, in der 12. die Schule abgebrochen und durch extrem gute Leistungen mit knapp 17 die Professoren an der Uni überzeugt, dass sie ihn die Klausuren usw. ohne Abitur mitschreiben lassen (und das halt dann offiziell gewertet wird, sobald er das Abi hat). Mit 18 extern das Abitur gemacht.


    Heute hat er grade seine Mathematik-Diplomarbeit fertig, in einem Themengebiet, was wohl nur eine einstellige Zahl von Menschen in Deutschland versteht :)


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    Auch bei mir hat die Lehrerin meine Unordnung und mein Arbeitsverhalten kritisiert - sie wisse nicht, ob sie mich (trotz eines angemessenen Notenschnitts) fürs Gym empfehlen solle... Wie ich vorhin schon schrieb, ich bin aufs Gym, habe die 6. Klasse übersprungen und letztendlich mit 17 Abi gemacht.


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    Das sind jetzt natürlich Extremfälle, es zeigt nur, dass auf die Empfehlung der Lehrer auch nicht unbedingt immer geachtet werden muss.


    Falls er auf dem Gym tatsächlich überfordert ist, kannst du ihn immernoch auf die Realschule schicken. Eine grundsätzliche Überforderung merkt man meistens ja relativ schnell.


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    Dazu möchte ich noch sagen: Meine Schwester hatte in der Pubertät (8. Klasse) eine ganz heftige "ich bin zu doof dafür, ich will auf die Realschule, usw." Phase. Sie ist in dem Jahr dann auch durchgefallen. Meine Eltern haben sie NICHT auf die Real geschickt.


    Heute geht sie in die 12. Klasse, hat in jedem Fach Punktzahlen im 2stelligen Bereich, und schreibt regelmäßig Klausuren die zu den besten der Klasse gehören. Sie ist heilfroh, dass meine Eltern sie damals nicht auf die Real gelassen haben, sie möchte nämlich studieren.


    Und wie gesagt - vom Gym runter, auf die Real, ist einfach. Von der Real aufs Gym, oder auf anderem Weg das Abi nachholen geht zwar (natürlich) ist aber a) deutlich mühsamer, und mit mehr Arbeit verbunden und b) wird ein FOS Abi (da gibts inzwischen tatsächlich auch ein "richtiges" Abi, nicht nur eine Fachhochschulreife) von vielen immernoch nicht so ganz ernst genommen, und wird im Zweifelsfall eher ein Nachteil im Vgl. zum herkömmlichen Abitur sein.


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    Daher nochmal mein Schlussatz: Versuch es. Schick deinen Sohn aufs Gym. Falls er es tatsächlich nicht packt, kannst du ihn immernoch auf die Realschule schicken.

    ich hab damals selbst entscheiden dürfen, und bei uns heisst das gymnasium oder Hauptschule...und was soll ich sagen ich bin in die HS gegangen und hatte überall gute noten (1. Leistungsgruppe) und habs zu mehr gebracht als so manche schülerin die aufs gym MUSSTE

    Heute gabs den Notenzwischenstand Mathe 2 HSU 2 Deutsch 3 2,33 also.............naja wir warten einfach die nexten wochen ab und dann rede ich nochmal mit dem lehrer was er meint sozialverhalten und lernverhalten hat er jeweils eine 2.

    ne also wir nicht, die übertrittszeugnisse gibt es erst im mai und mit dem zeugniss meldet man sich an den schulen an.Jetzt geht noch gar nichts bei uns, ist ja nur ein Notenzwischenstand den wir bekommen haben.

    Ich weiß nicht aus welchem Bundesland du bist. Du schreibst ziemlich am Anfang, in der 5. Klasse 3 x Nachmittagsunterricht. Mein Sohn geht aufs G8 ( 9. Klasse). In der 5.Klasse hatte er alle 14 Tage einmal Nachmittagsunterricht.


    Mein Sohn machte den Probeunterricht. Klasse 1-4 ging er auf die Montessorischule ( da gibts es keine Noten, darum der Probeunterricht). Es war seine Entscheidung, er wollte unbedingt aufs Gymnasium. Als Mutter denkt man oft sicher anders. Ich fands zum Anfang auch ganz schön viel. (Ist jetzt immer noch so). Mein Sohn siehts eigentlich ziemlich gelassen.


    Ich denke auch, du solltest dein Kind größtenteils die Entscheidung treffen lassen.


    Tschau*:)