Wer zahlt in diesem Falle den Anwalt?

    Fall: Streitwert ist eine Nebenkostenabrechnung von knapp 60 Euro. Vermieter haben statt 1 Person 2 in die Berechnung genommen, weil mein Sohn alle 2 Wochen am Wochenende oder auch in den Ferien für eine Woche (dies ist einmal in den Sommerferien und einmal in den Herbstferien vorgekommen letztes Jahr) bei mir ist.

    Die Rechnung musste erstmal beim hiesigen Jobcenter geprüft werden, was ich meiner Vermieterin persönlich mitgeteilt hatte und dass sich die Zahlung dadurch etwas verzögern könnte. Frist für die Überweisung war der 31.12.2019. Vor ein paar Tagen war das Geld dann auf meinem Konto und ich teilte gestern dem Mann der Vermieterin persönlich mit, dass ich ein Schreiben in ihren Briefkasten geworfen habe, in dem steht, dass ich die NK-Nachzahlung mit der Miete für Februar zusammen in einem Abwasch überweisen werde. Zustimmung seinerseits. Dann finde ich heute in meiner Post einen Brief vom Anwalt. Allein diese Tatsache hatte mich sehr irritiert, weil wir ja gerade mal Mitte Januar haben und auch von der Vermieterin kein Schreiben/Mahnung mehr kam und wir das ja ohnehin persönlich besprochen hatten. Der Anwalt allerdings verlangt nun von mir noch 85 Euro, da ich die Rechnung für seine Inanspruchnahme zahlen müsste. Weiß jemand, ob das rechtens ist? Es gibt da so einen Spruch, den ich mal in dem Zusammenhang gehört habe: wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen.

    Aber gilt das auch in meinem Fall?

  • 471 Antworten
    Plüschbiest schrieb:

    Sorry, blicke nicht ganz durch.

    Den Anwalt hatte deine Vermieterin beauftragt?

    Ja, statt mich erstmal schriftlich anzumahnen, ist sie sofort nach 2 Wochen zum Anwalt gegangen. Der Verzug ist durch die Prüfung beim Jobcenter entstanden, was ich ihr früh genug mitgeteilt habe. Und dass sie etwas Geduld haben sollen. Und das ist nun dabei herausgekommen. Ich werde den Brief des Anwalts auch beim Jobcenter vorlegen, weil ich das gar nicht zahlen könnte.

    Hier gibt es über die Tafel einmal alle paar Wochen eine anwaltliche Beratung die kostenlos ist. Guck doch mal, ob es bei dir ähnliches gibt.

    Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit vom Amtsgericht einen Beratungsgutschein zu bekommen. Der würde dich 15 Euro kosten.

    Plüschbiest schrieb:

    Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit vom Amtsgericht einen Beratungsgutschein zu bekommen. Der würde dich 15 Euro kosten.

    Ich weiß, danke.

    Ich verstehe die Vermieterin einfach nicht. Es gibt doch schon genug Probleme zwischen uns. Mobbing, Lügen usw. Sie macht es immer schlimmer. Ich habe schon beim Jobcenter vorgesprochen. Ich bin nervlich und körperlich völlig am Ende und es bleibt wohl nur ein Auzug. Schon wieder Stress. Denn genau den sollte ich dringend vermeiden.

    Schade, dass man einfach zum Anwalt gehen kann nach schon 14 Tagen, ohne vorher noch mal eine Mahnung zu schicken. In dem Brief stehen auch noch andere merkwürdige Dinge und Lügen. Traurig.

    Möchte deine Vermieterin dich loswerden?

    Wenn die Miete vom Jobcenter übernommen wird ist die ja nicht sehr hoch.

    Bei einer Neuvermietung würde die Miete ja sicher erhöht werden.

    Ich kann mir nicht vorstellen dass Du das zahlen musst.


    Wenn man es drauf ankommen lässt und vor Gericht landet, ist wohl sicher auch die Verhältnismässigkeit relevant - für 60 EUR überhaupt einen Anwalt beauftragen (der teurer wird als der Streitwert).


    Dazu kommt dass es gerade mal zwei Wochen sind.


    Also, die ist wohl bissi gaga, die Gute.

    Alias 970826 schrieb:
    Plüschbiest schrieb:

    Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit vom Amtsgericht einen Beratungsgutschein zu bekommen. Der würde dich 15 Euro kosten.

    Ich weiß, danke.

    Ich verstehe die Vermieterin einfach nicht. Es gibt doch schon genug Probleme zwischen uns. Mobbing, Lügen usw. Sie macht es immer schlimmer. Ich habe schon beim Jobcenter vorgesprochen. Ich bin nervlich und körperlich völlig am Ende und es bleibt wohl nur ein Auzug. Schon wieder Stress. Denn genau den sollte ich dringend vermeiden.

    Schade, dass man einfach zum Anwalt gehen kann nach schon 14 Tagen, ohne vorher noch mal eine Mahnung zu schicken. In dem Brief stehen auch noch andere merkwürdige Dinge und Lügen. Traurig.

    Ja eben, GERADE deswegen halst die dir das noch auf. Die will dir ja anscheinend nichts Gutes. Ich kenne das auch so in dem Stil. Ich wünsche Dir Kraft, Durchhaltevermögen und Sieg. Das andere haben meine Vorredner schon gesagt. @:)

    Mal die andere Seite: Frist versäumt und dann Geld da und immer noch nicht gezahlt. Absprache hin oder her, die lässt sich nicht beweisen.
    Der bessere Weg wäre gewesen, die falsche Abrechnung sofort zu reklamieren und den unstreitigen Teil fristgerecht zu bezahlen.

    Du schuldest das Geld, nicht das Jobcenter, so einfach ist das. Der Vermieter braucht das Geld auch, da die Rechnungen gezahlt werden müssen


    Aber ich bin auch bei den anderen, das hätte nicht sein müssen, aber wir kennen die Vorgeschichte nicht.

    Die Abrechnung musst Du zahlen, ob auch den Anwalt, sagt Dir ein Anwalt, den Du meines Erachtens kostenlos konsultieren kannst. Rechtsberatung ist hier nicht erlaubt.

    Plüschbiest schrieb:

    Möchte deine Vermieterin dich loswerden?

    Wenn die Miete vom Jobcenter übernommen wird ist die ja nicht sehr hoch.

    Bei einer Neuvermietung würde die Miete ja sicher erhöht werden.

    Ja, das möchte sie, aber der Plan mit der Kündigung auf Eigenbedarf klappt wohl nicht ganz so, wie sie sich das gedacht hatte. Ich wünschte mittlerweile, sie würde mich kündigen, denn dann hätte dieses Schmierentheater hier ein absehbares Ende.

    Die Miete unterscheidet sich nicht gegenüber den anderen Wohnungen hier. Sie ist lediglich etwas günstiger, weil ich auch die kleinste Wohnung habe.

    Ich zahle den Restanteil der Miete selbst, weil sie über dem Satz des JC liegt. Daher befinde ich mich derzeit auch in einem Rechtsstreit gegen das JC, da dies meinen Sohn als zweite (Miet)Person nicht akzeptiert. Da sie aber nun die Nebenkostennachzahlung (die meine VM für 2 Personen gemacht hat, statt für 1) akzeptiert und sogar bezahlt haben, ist das eine positive Aussicht, dass der Rechtsstreit gewonnen werden kann.

    Kalinkana schrieb:
    Alias 970826 schrieb:
    Plüschbiest schrieb:

    Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit vom Amtsgericht einen Beratungsgutschein zu bekommen. Der würde dich 15 Euro kosten.

    Ich weiß, danke.

    Ich verstehe die Vermieterin einfach nicht. Es gibt doch schon genug Probleme zwischen uns. Mobbing, Lügen usw. Sie macht es immer schlimmer. Ich habe schon beim Jobcenter vorgesprochen. Ich bin nervlich und körperlich völlig am Ende und es bleibt wohl nur ein Auzug. Schon wieder Stress. Denn genau den sollte ich dringend vermeiden.

    Schade, dass man einfach zum Anwalt gehen kann nach schon 14 Tagen, ohne vorher noch mal eine Mahnung zu schicken. In dem Brief stehen auch noch andere merkwürdige Dinge und Lügen. Traurig.

    Ja eben, GERADE deswegen halst die dir das noch auf. Die will dir ja anscheinend nichts Gutes. Ich kenne das auch so in dem Stil. Ich wünsche Dir Kraft, Durchhaltevermögen und Sieg. Das andere haben meine Vorredner schon gesagt. @:)

    Danke, kann ich gut gebrauchen. Ist eine sehr verworrene Geschichte hier.

    Die Vermieterin ist nach knapp 1,5 Jahren immer noch sauer, weil ich sie ja "angelogen" hätte wegen meines Sohnes. Sie wäre davon ausgegangen, dass ich hier alleine einziehe. Bin ich ja auch, nur, dass mein Sohn regelmäßig an den Wochenenden oder auch mal eine Woche in den Ferien bei mir ist. Ist doch bei geschiedenen Vätern zum Beispiel auch so. Niemand ist verpflichtet, so etwas einem potenziellen Vermieter mitzuteilen. Aber dann die NK-Abrechnung für 2 Personen zu machen, ist aber völlig in Ordnung. Dagegen hätte ich auch vorgehen können, sogar ein ganzes Jahr lang Zeit dafür. Mal schauen, was mein Anwalt dazu sagt.

    Vor allem, weil ich denen ja extra mitgeteilt habe, dass es noch geprüft wird und sie noch ein wenig Geduld haben sollen. Und dann gehen die direkt am 14. Tag zum Anwalt. Das Schreiben ist am 14. Januar erstellt worden und war gestern in meinem Briefkasten. Am Mittwochabend teilte ich dem Vermieter das mit und der sagt einfach nur "ok". Sonst nichts und dann finde ich gestern Nachmittag das Schreiben. Schon mies.

    Berberitze1 schrieb:

    Mal die andere Seite: Frist versäumt und dann Geld da und immer noch nicht gezahlt. Absprache hin oder her, die lässt sich nicht beweisen.
    Der bessere Weg wäre gewesen, die falsche Abrechnung sofort zu reklamieren und den unstreitigen Teil fristgerecht zu bezahlen.

    Du schuldest das Geld, nicht das Jobcenter, so einfach ist das. Der Vermieter braucht das Geld auch, da die Rechnungen gezahlt werden müssen


    Aber ich bin auch bei den anderen, das hätte nicht sein müssen, aber wir kennen die Vorgeschichte nicht.

    Die Abrechnung musst Du zahlen, ob auch den Anwalt, sagt Dir ein Anwalt, den Du meines Erachtens kostenlos konsultieren kannst. Rechtsberatung ist hier nicht erlaubt.

    Da hast du leider recht. Wie heißt es so schön: Hinterher ist man immer schlauer. Aus Zeitdruck würde ich das Geld gern sofort überweisen, statt mit der nächsten Miete. Aber jetzt müsste ich das an den Anwalt und nicht meine Vermieter überweisen. Bin jetzt etwas verwirrt und warte vielleicht erst einmal ab, was mein Anwalt und das Jobcenter dazu sagt. Da gehe ich jetzt nämlich mit dem Anwaltsschreiben hin.

    Liebe Alias,

    aus Deinen Schilderungen ergibt sich zwar ein Bild der Lage, aber die Details kennen wir nicht. Und auf die kann es ankommen. ein Rechtsanwalt fordert von Dir Geld. Ob die Forderung gerechtfertigt ist oder nicht kann ich nicht beurteilen. Leider ist das ja Deine eigentliche Frage.

    Hier kommt eine allgemeine Verhaltensempfehlung von mir für Dich.

    Meine Meinung: es ist wichtig,dass Du sofort aktiv wirst. Aussitzen und warten, bis Mahnungen eingehen geht nicht. Du musst also handeln. Als nächstes (unbendingt nächste Woche) solltest Du die Forderung des Rechtsanwaltes zurückweisen. Also, schreib einen Brief an den Anwalt. Lass Dich vor Ort (beim Mieterschutzbund, etc.) beraten, wie Du ihn am besten formulierst und was hinein soll.


    Aus Deinen Schilderungen schließe ich, dass Deine Vermieterin dich loswerden will. Da ist eine zu spät gezahlte Rechnung natürlich eine Einladung für sie. Ich halte es für sinnvoll, nur noch schriftlich und mit Zeugen (die den Einwurf des Briefes bezeugen können) mit Deiner Vermieterin zu kommunizieren.

    Das wird ja imme verwirrender...

    sorry, ich war zu langsam im Schreiben....

    Bevor Du an den Anwalt die Nebenkostn überweist lass es von Deinem Anwalt überprüfen.