Das, was Karatelady verlinkt hat, ist aber die Art von Informationen, die man bekommt. An der Suche nach absolut zuverlässigen Quellen sind schon Profis gescheitert. Es gibt keine absolut klaren Quellen; es ist alles eine Ermessenssache. Der eine Amtsarzt ist wohlwollender als der andere; es ist letztlich eine mehr oder weniger subjektive Entscheidung.


    Und wie in dem Link auch steht: Krankenakten können jederzeit angefordert werden. D.h. auf der sicheren Seite ist man (bzgl. Psychotherapie, darauf beschränke ich mich mit meinen Aussagen) nur, wenn man ehrlich ist und ein Gutachten über guten Therapieverlauf etc. auch dem tatsächlichen Verlauf entspricht. Dann hat man eine Chance. Es ist aber alles sehr diagnosen- & situationsabhängig. Therapiedauer (Dauer & Sitzungsanzahl) an sich spielt auch eine Rolle.


    Statt mich jetzt schon mit Aspekten eines Klageweges zu beschäftigen, würde ich mich tendenziell eher um andere Dinge kümmern: Studienabschluss, Referendariat. D.h. an DER Seite der Karriere basteln.

    Eine Freundin von mir ist als Sportlehrerin verbeamtet worden mit 90kg auf 170cm. Allerdings erst im 2. Anlauf, beim ersten Mal war der Blutdruck zu hoch (rein stressbedingt in der Untersuchungssituation). Halbes Jahr später konnte sie dann nachweisen, dass die Werte im Alltag normal sind (war viel Aufwand, zig Messungen beim Arzt, Langzeit-Blutdruck 1-2x im Monat,...). Das reichte dann. Plus eine geringe Gewichtsreduktion auf 85kg.


    Ist aber eben KEINE Psychotherapie gewesen.

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    Ach so, erst heißt es, man könne gar nicht klagen – und bei Adipositas geht's dann?

    Weißt du, wieviele davon bisher erfolgreich waren?

    Zitat

    Gibt doch genug Juristen, die auf Beamtenrecht spezialisiert sind. Haben die alle für die Arbeitslosigkeit studiert?

    Und du denkst, die vertreten ausschließlich Menschen, die sich ins Beamtentum klagen wollen? :=o


    Warum gehst du da eigentlich so ab in der Richtung?

    @ Sunflower:

    man sollte sich aber schon Gedanken darüber machen... immerhin hängt ja durchaus die Zukunft von so was ab. Und ich kenne offen gestanden niemanden, der sich mit abgeschlossenem Studium mit unter 2000 netto begnügen würde. %-| Ich mag diesen Beruf bzw. will ihn machen --- aber gesetzt den Fall, ich werde nicht verbeamtet, hätte ich mir das in finanzieller Hinsicht auch schenken können. Dann ist mir das die 20.000 Schulden, die ich habe, auch nicht mehr wirklich Wert.

    Zitat

    Gibt doch genug Juristen, die auf Beamtenrecht spezialisiert sind.

    Gibt auch genug Juristen, die von Verzweiflung oder Sturheit oder was-auch-immer leben. Werden immerhin unabhängig vom Erfolg bezahlt. Außerdem ist Beamtenrecht mehr als klage auf Verbeamtung.


    Gibt auch Juristen, die sich auf Klagen bzgl. Medizinstudienplätze spezialisieren. Und trotzdem blocken die Unis größtenteils erfolgreich.

    @ Aprikosenkernöl

    ich würde echt das beherzigen was Sunflower geschrieben hat:


    -Statt mich jetzt schon mit Aspekten eines Klageweges zu beschäftigen, würde ich mich tendenziell eher um andere Dinge kümmern: Studienabschluss, Referendariat. D.h. an DER Seite der Karriere basteln.


    Ich denke besser kann man es net sagen oder!


    Kannst ja auch einen super Studienabschluss haben und der beste der beste sein und auf einer Privatschule noch viel viel mehr geld machen :-p

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    Und ich kenne offen gestanden niemanden, der sich mit abgeschlossenem Studium mit unter 2000 netto begnügen würde.

    Tja, wenn das das Lebensziel ist... Kann Dir nur empfehlen, Dich umzuhören. Und zwar nicht einseitig. Biete 90% meines Umfelds als Gesprächspartner an. Ja, bei einer vollen Stelle würden wir auf ca. 2.200€ netto kommen, ab dem 3. Jahr. Bleiben bloß der jährliche Kammerbeitrag, das Versorgungswerk und andere nette Gebühren, die alle noch zusätzlich zu den normalen Angestellten-Abzügen anfallen. Und die explodieren, sobald man bspw. nebenbei noch freiberuflich arbeitet. Was in Ermangelung voller Stellen keine Seltenheit ist.

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    Und ich kenne offen gestanden niemanden, der sich mit abgeschlossenem Studium mit unter 2000 netto begnügen würde.

    Hast du mal in der Besoldungstabelle deines Bundeslandes geschaut, wieviel du als verbeamtete Lehrerin bekommen würdest? Wieviel € hast du für die PKV einkalkuliert? In welcher Besoldungsgruppe landest du?

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    Privatschulen zahlen ja noch weniger... Da kriegt man ja auch nur unter 2000 als Einsteiger.

    Privatschulen zahlen idR genauso viel, wie man als Angestellte an einer Öffentlichen Schule erhalten würde. In der Regel orientieren sich nämlich Privatschulen auch am Tarifvertrag.

    Ich werde das in Hamburg sowieso nicht machen können vorerst...


    Die Note des 1. Staatsexamens entscheidet ja über Refplatz und HH stellt nun mal nicht viele ein... und vielfach eben erst mal die, die 1,0-1,5 haben. Ich kenne ja schon einige, die wirklich 1,0-1,3 haben und warten...


    Ich werde wahrscheinlich gar nicht mal so minimal mehr haben, aber für die HH Verhältnisse ist es zu schlecht.


    Somit Ausweichen auf andere Bundesländer.


    Machen bei uns sehr viele.

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    Somit Ausweichen auf andere Bundesländer.

    Und da verbeamten nicht mehr allzuviele und die, die verbeamten, schmeißen einem den festen Job nicht hinterher. Das habe ich ja am eigenen Leid erfahren dürfen.


    Ich würde mich mit dem Gedanken ernsthaft auseinandersetzen, keine Verbeamtung zu erhalten. Und wenn das für dich ein absolutes NoGo ist, dann solltest du dich nach Alternativen erkundigen.