@ Aprikosenkernöl

    Ja, auch ich sehe das so wie Kamikazi und MarryPoppins.


    Selbst wenn du, was ich persönlich als sehr sehr unwahrscheinlich ansehe (aber ist lediglich meine ganz persönliche Meinung), auf Lebenszeit verbeamtet werden solltest, so denke ich auch, dass du mit hohen Risikoaufschlägen in der PKV rechnen musst, sofern die dich überhaupt versichern. Ich wurde verbeamtet auf Widerruf (=Vorbereitungsdienst=Referendariat, dann folgt die Verbeamtung auf Probe und erst dann die Verbeamtung auf Lebenszeit, die dann wirklich wasserdicht ist), trotz chronischer, aber sehr gut erforschter Krankheit und stabiler medikamentöser Einstellung und musste in der PKV dann 30 % Aufschlag zahlen... Im übrigen war der Betrag dieser 30% mehr als 3 mal so hoch als das, was meine Medikamente monatlich tatsächlich kosten.


    Ich kann dir nur raten, dich von dem Gedanken, dass du als Lehrer sehr viel verdienen wirst, zu verabschieden. Um deines inneren Friedens Willen solltest du dich entweder dafür entscheiden, zu unterrichten, weil dir dies so viel Freude bereitet, du dich selbstverwirklichen kannst und weil es dein Traumberuf ist und du das immer machen wolltest und dann nicht so sehr an das Gehalt zu denken, oder aber du bist flexibel und suchst dir eine Alternative (ist ja auch mitunter mit einem Lehramt-Studium möglich) wo du mehr verdienen kannst, wenn dir das so wichtig ist.


    Tja, das Leben ist nicht immer ganz gerecht und es gibt so viele schöne Berufe, die einem eine innere Zufriedenheit geben und sehr viel Spaß und Freude bereiten. Nur leider sind das dann oft die Berufe, mit denen man eher einen eher niedrigeren Lebensstandard führen muss.


    Ich für meinen Teil wäre ja wahnsinnig gerne Tierpflegerin in einem Zoo geworden... ;-D Die finanziellen Tatsachen hielten mich jedoch davon ab....


    Und auch nicht jedes Studium hat am Ende die gleiche Rendite... Man denke nur an Studienfächer wie Ägyptologie o. ä...


    Informationen stehen zur Verfügung. Im Endeffekt liegt es an jedem selber, abzuwägen, was einem wichtiger ist und die für ihn passende Mischung aus Freude am Beruf, Selbstverwirklichung, Neigung/Interesse und Gehalt zu finden. Jammern oder klagen hilft da nicht wirklich weiter...

    @ Kamikazi:

    Ich biete ein Studium und rd. 6 Jahre Weiterbildung für rd. 23.000€, mit StEx am Ende. In der Zeit u.a. 6 Monate 25 Stunden pro Woche komplett umsonst gearbeitet (und natürlich an sich noch Geld verdienen müssen).


    Job mit viel. Verantwortung – aber volle, unbefristete Stelle mit über 2.000€ netto: Nicht in Sicht. Von berufsspezifischen Zwangsabgaben an div. Einrichtungen ganz zu schweigen. Tja... Klar läuft was schief! Aber die Erkenntnis ändert wenig, ein wenig Bitterkeit muss sein.


    Mir bleibt daher letztlich nur zu sagen: Ich mache meinen Job gerne, und das muss irgendwie reichen. Werde halt noch einige Jahre Schulden abbezahlen, das ist jetzt das 5. Jahr ohne Urlaub (wobei Urlaub die 13 Jahre zuvor bedeutet: 3x eine Woche griechische Insel).


    Klar kommt da eine gewisse Bitterkeit – aber was nützt es?

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    Ich wollte nur tendenziell sagen, wer bei der Berufswahl ein möglichst großes Gehalt als den alles entscheidenen Faktor ansieht, dem würde ich eher die freie Wirtschaft empfehlen, allerdings sollte man dann auch so ehrlich zu sich selber sein und sich fragen, ob man die für eine steile Karriere notwendigen Softskills denn auch wirklich mitbringt.

    Dem stimme ich zu. Plus die Belastbarkeit, Leidensfähigkeit,...

    Bevor man auf Lebenszeit Verbeamtet wird ist man Anwärter, selbst da guckt der Amtsarzt ganz genau.


    Und vor der Verbeamtung auf Lebenszeit geht man noch mal zum Amtsarzt, wenn also in der Zeit dazwischen wieder was war sieht es schlecht aus.




    Bei meiner Tochter wollte die PKV wirklich alles der letzten 5 Jahre haben.

    Zitat

    Bevor man auf Lebenszeit Verbeamtet wird ist man Anwärter, selbst da guckt der Amtsarzt ganz genau.

    Man ist Beamter auf Widerruf und aus eigener Erfahrung schauen da die Amtsärzte wesentlich weniger scharf, als bei der Verbeamtung auf Probe/Lebenszeit. Gerade weil ja die Ref-Zeit ein klar abgrenzbarer Zeitraum ist, bei der am Ende definitiv der Austritt aus dem Beamtentum steht, werden fürs Ref nur die absoluten Ausnahmen nicht verbeamtet.

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    Halbe Stelle (= rd. 1.000€) für vollen Einsatz und volle Anwesenheit. DAS ist Uni. Mit ein bisschen Glück vielleicht mal eine 65%-Stelle.

    Das hab ich ja nicht bestritten ich sagte ja 2000 euro kannst du da vergessen, wobei ich dich schon leicht korrigieren muss, zumindest hier sind es an die 1140 netto für ne halbe stelle. WObei ich tatsächlich Jemanden kenne der ne volle stelle hat, das sind die unglaublichen ausnahmen wie ne 1 bei den Juristen;)

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    V-L 13 Stufe 1 waren bei mir 1.022€ netto. Mit Stufe 2 wurde es dann mehr; bei Stufe 3 noch ein bisschen mehr. ;-)

    Okay, aber hier verdienen wimis a13 und das sind netto 1115 mit kirchensteuer. Kann natürlich sein, dass in anderen Bundesländern das anders ist.

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    Und das sind die leute die direkt aus dem studium kommen ohne berufserfahrung vorher etc, ansonsten würden sie noch mehr bekommen.

    Bei uns an der Uni fing JEDER mit TV-L 13 Stufe 1 an. Egal, ob vorher Ausbildung oder nicht. Z.T. gab's sogar nur Hilfskraft-Verträge mit ca. 800€ netto.

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    Meine Tochter hat den Vorteil, seit ihrer Geburt in der PKV zu sein.


    Schließlich spielt das Eintrittsalter in die PKV bei der Beitragsbemessung auch eine Rolle.

    das Eintrittsalter als aktiver Vertragspartner! ich bin auch in die PKV hineingeboren, jedoch erst, als ich selbst für mich einen Vertrag gemacht habe, zählte das als Eintrittsalter.

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    Der Vorteil, von Geburt an in der PKV zu sein, ist vor allem der, dass man sich keine Sorgen um die Gesundheitsprüfung machen muss. Zumindest nicht, wenn man in der gleichen PKV bleibt.

    :-o


    Da erfolgt dann echt keine Gesundheitsprüfung, wenn man in die Berufstätigkeit über geht und sich dann selber dort im eigenen Vertrag versichert? Das ist ja krass. Hätte ich nicht gedacht. :-o":/

    Solange du im gleichen Tarif bleibst, bleibt die Gesundheitsprüfung aus. Sobald du einen anderen Tarif möchtest oder eben die Krankenversicherung wechselst, wird eine neue Gesundheitsprüfung durchgeführt.


    Klar, mich ärgert es auch, wenn ich wegen irgendeinem Blödsinn einen 30% Risikoaufschlag erhalte und mein Kumpel nebenan hat mit seinen zig Knie-OPs und seinem zerschossenen Rücken keinen Risikoaufschlag. So isses halt.