Also ich kenne einen Fall von einer Lehrerin, die 6 Monate wegen Depressionen mit Suizidversuch stationär behandelt wurde. Die wurde dann wieder eingesetzt und dann kurze Zeit später war der Suizid erfolgreich. Man hat sie trotzdem nochmal auf die Schüler losgelassen, weil sie wohl nach dem stationären Aufenthalt als arbeitsfähig eingeschätzt worden war. Diese Lehrerin hat sich schon so einige Dinger geleistet in der Schule, sicher auch bedingt duch die Krankheit und weil sie nicht anders konnte, aber trotzdem durfte die weiter arbeiten, wie es nur ging.


    Ich würde das also nicht so eng sehen, vor allem wenn man eine Psychotherapie "beendet" hat und eine gute Prognose mitgegeben wurde und wenn die Krankheit nicht direkt was mit dem Schulalltag zu tun hat (also es sich z.B. nicht grad um Pädophilie handelt o.ä.). Klar WAR die Lehrerin schon Beamtin in meinem Beispiel, aber ich denke mal auch psychische Krankheiten sind heilbar. Und wenn man z.B. wegen Prüfungsangst oder sowas beim Psychologen war oder weil jemand in der Familie gestorben ist, dann ist es doch nicht so wild und es ist glaubwürdig, dass man wieder "gesund" ist inzwischen, oder?


    Ansonsten ist die Verbeamtung ja nicht die Welt, man kann zur Not auch anders arbeiten. Ich würd mich z.B. eher fragen, ob Grundschullehrer überhaupt noch in allen Bundesländern verbeamtet werden, das glaube ich nämlich eher nicht. ":/

    Ja ich wäre für alle 4-5 Jahre eine Gesundheitsprüfung, ähnlich wie bei der Verbeamtung .... dann wäre es auch gerecht ... aber das ist wohl Wunschvorstellung.


    Ansonsten bei der PKV stimme ich Kamikazi zu, da wird sie Probleme bekommen und einen ordentlichen Risikoaufschlag zahlen. Und ich sehe gerade selber die PKV ist sehr teuer und in manchen Punkten auch sehr eigen.


    Ich weiß nicht ob der Beamtenstatus immer nur ein Segen ist....

    Zitat

    Ansonsten bei der PKV stimme ich Kamikazi zu, da wird sie Probleme bekommen und einen ordentlichen Risikoaufschlag zahlen. Und ich sehe gerade selber die PKV ist sehr teuer und in manchen Punkten auch sehr eigen.

    Ja, eigen, das ist sehr süß ausgedrückt, für das, wie man es eigentlich bezeichnen möchte ]:D

    Zitat

    Ich weiß nicht ob der Beamtenstatus immer nur ein Segen ist....

    Ich finde ihn furchtbar. Aber das kapiert hier in meinem Umfeld niemand so recht (bis auf ganz ganz wenige Ausnahmen).

    Dann sind wir uns ja einig quasi und ich glaube dass das ein Knackpunkt war, dass die te eventuell dachte, wir würden die regelung rechtfertigen. Das der staat versucht sich abzusichern ist klar, aber die zu belohnen die nicht an ihren problemen arbeiten ist naja nicht ganz so klug;)

    Im Bereich Psychotherapie KANN durchaus interessieren, wie lange die Therapie zurückliegt, was der Anlass war – und wie das Endergebnis. Einfluss hat dabei auch die ursprüngliche Diagnose.


    Fazit meiner Erfahrungen ist:


    Wenn man signalisiert, dass man bspw. in Prüfungszeiten eine Krise hatte und sich daher logischerweise Hilfe geholt hat, wird es anders gewertet, als wenn man eine Krankengeschichte hat, die sich schon seit Jahren hinzieht (Bsp.: Depression in Prüfungsphase vs. Essstörungstherapien seit der Pubertät).


    Da KANN ein Gutachten des letzten Therapeuten hilfreich sein. Muss nicht, aber kann.

    Zitat

    Zwei Leute sind krank, der Eine macht eine Therapie und wird wieder gesund, hat deshalb aber berufliche Nachteile.


    Der Andere macht keine Therapie, bleibt versteckt krank und wird Beamter, machen ja viele Studis so.


    Wer hat da wohl das höhere Risiko in Zukunft auszufallen?

    Tja, genau das ist der Knackpunkt. Denn (Ausnahmen gibt es natürlich) eine Therapie führt ja oft eben dazu, dass man Probleme loswird oder besser bewältigt = weniger Ausfallrisiko hat.


    Fragt bloß selten jemand nach. Darum gibt's nur den Ausweg, die Sache geschickt zu verkaufen.

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    Zitat

    Ja, eigen, das ist sehr süß ausgedrückt, für das, wie man es eigentlich bezeichnen möchte

    Ja ich stehe mit denen ja auch auf Kriegsfuß, weil sie mir eine notwendige stationäre Behandlung verweigern, daher bin ich gerade wieder in einem neuen Genehmigungsverfahren. Manchmal möchte ich da nur eine Bombe reinwerfen in den Laden ...

    Zitat

    Ich finde ihn furchtbar. Aber das kapiert hier in meinem Umfeld niemand so recht (bis auf ganz ganz wenige Ausnahmen).

    Doch ich kann das verstehen, mein Papa ist auch Beamter und das ist nicht immer lustig gewesen :|N

    @ Difficulty

    Zitat

    [Zitat aus einem zwischenzeitlich gelöschten Beitrag]

    Ja? Weil man sich als Lehrer ausbeuten lassen sollte und dabei immer schön die Sonne aus dem Pop scheinen haben? Sorry, aber bei sowas fängt bei mir einiges zu brodeln an. Die Frage nach dem Gehalt ist völlig legitim, in jedem Bereich! Und die Frage, was die Gehaltsdifferenz zwischen Beamte-Angestellte angeht, ist noch dreimal legitimer, weil es eine bodenlose Frechheit ist, wieviel Lehrer im Angestelltenverhältnis für ihre Arbeit erhalten.


    Die Frage der Motivation hat eigentlich kein Schwein zu interessieren, solange jemand seinen Job gut macht. Oder erbittest du dir vom Frittenmann auch, dass er auf Grund von Leidenschaft deine Fritten kross brät?

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    Also ich habe drei Bandscheibenvorfälle in der HWS, hatte mal einen schweren Verkehrsunfall und dadurch immer noch Probleme mit dem rechten Arm, Beckenschiefstand durch mittelschwere Skoliose, dadurch auch ständig Verspannungen und Schmerzen, Kieferfehlstellung, Borreliose, bösartige Muttermale, Schuppenflechte---> kurz gesagt ich bin eingestuft als chronisch Kranke und habe eine Befreiung von Zuzahlungen und bin trotzdem verbeamtet worden :)z . Ich hab ja noch nie gehört, dass Menschen mit Erkrankungen (es sei denn möglicherweise sehr schwere-wobei eine Kollegin sogar den Brustkrebs besiegt hat) nicht verbeamtet werden. Fänd ich auch sehr diskriminierend :(v .

    Zitat

    Ich hab ja noch nie gehört, dass Menschen mit Erkrankungen (es sei denn möglicherweise sehr schwere-wobei eine Kollegin sogar den Brustkrebs besiegt hat) nicht verbeamtet werden. Fänd ich auch sehr diskriminierend

    Also ich kenn da ein paar. U.a. auch wegen Krebs. Ob und unter welchen Bedingunge jmd verbeamtet wird, entscheidet sich auch immer daran, wie sehr das Land derzeitig jemanden benötigt. Und was Bildung angeht, wird ja ziemlich gespart.

    Zitat

    weil es eine bodenlose Frechheit ist, wieviel Lehrer im Angestelltenverhältnis für ihre Arbeit erhalten.

    Auch, wenn ich keine Vergleichszahlen habe – wenn du mir da nur kurz erklären könntest, wieso Lehrer anders bewertet werden sollten, als andere Angestellte?

    Zitat

    Ich hab ja noch nie gehört, dass Menschen mit Erkrankungen (es sei denn möglicherweise sehr schwere-wobei eine Kollegin sogar den Brustkrebs besiegt hat) nicht verbeamtet werden.

    Äh... ich schon. Die Gründe sind hier ja auch schon ausreichend dargelegt. Mögliche Ausnahme: Schwerbehindertenstatus.

    Zitat

    Ich hab ja noch nie gehört, dass Menschen mit Erkrankungen (es sei denn möglicherweise sehr schwere-wobei eine Kollegin sogar den Brustkrebs besiegt hat) nicht verbeamtet werden. Fänd ich auch sehr diskriminierend

    Nein? Dann hast du Glück, ich habe das schon mehrfach erlebt im Freundes und Bekanntenkreis ...