....also das mit dem Sohn ist nicht so flapsig, wie sich das anhört... er hat wirklich Stress in den anderen Fächern, da er trotz aller Begabung auf anderen Gebieten Defizite hat...


    die Anforderungen sind sehr geballt und sehr extrem, er hat Glück, dass die NT für ihn nicht zum Üben sind (noch nicht, geht aber schon los...) - sonst wäre nun bei ihm trotz aller naturwissenschaftlichen Intelligenz bald Schluss mit Gym.

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    An meiner Uni müssen die Leute für die meisten Fächer, die keinen NC verlangen, einen Aufnahmetest machen in irgendeiner Form, zusätzlich zum meist bayerischen Abitur. Die Art legt die Fakultät fest.

    Gut so... so können sich die bayrischen Unis vor Leuten aus NRW schützen, die gar nichts können, aber in NRW trotzdem Abitur bekommen haben.


    Aber sag mal... du kommst aus Bayern? Nein, dann kannst du natürlich nicht verstehen, dass Leute meinen, man bekomme das Abitur nachgeworfen. Das ist bei euch in Bayern ja auch nicht so! Nach allem, was ich weiß, habt ihr noch funktionierende Gymnasien.


    Leider ist das anderswo in Deutschland, zum Beispiel hier im bevölkerungsrecihsten Land NRW anders. Hier wird einem das Abitur für fast nichts an Kenntnissen nachgeworfen.

    **Zimterella

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    Meine Meinung? Alles Vorurteile... Reden können alle immer gut, aber Taten sprechen lassen ist immer etwas anderes. Und überhaupt, früher war eh alles besser und schwerer und man musste sich seinen Abschluss und Titel noch erkämpfen. Kenne das Gelaber zu genüge und habe dafür nix übrig.

    Also kennst du die Abiturinhalte und Anforderungen, die es bspw. in den 50ern/60ern gab, und die aktuellen, um vergleichen zu können? :)D

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    Aber sag mal... du kommst aus Bayern? Nein, dann kannst du natürlich nicht verstehen, dass Leute meinen, man bekomme das Abitur nachgeworfen.

    Das habe ich mir auch schon gedacht. Wobei sich das ja nur auf meine persönlichen Erfahrunge abdecken würde,


    die Studien, an denen wir in der Uni arbeiten hinsichtlich Bildungsgefälle etc.. sind ja meist nicht bayernspezifisch..... :-/


    Ich denke, dass das Abi im Vergleich zu "früher" einen Wandel erfahren hat - wie die Gesellschaft, die es umgibt- und eine chronologische Vergleichbarkeit nicht so einfach zu machen ist.

    ich bin doch dezent empört darüber wie die geisteswissenschaften runter gemacht werden.


    ich frage mich schon woher diese erhebung von MINTlern über andere kommt?


    hier wird es ja so dargestellt als wären naturwissenschaftler pauschal intelligenter als andere :|N


    geisteswissenschaften - sofern nicht substanzlos betrieben

    - erfordern doch einige leistungen, die übers stupide auswendiglernen hinausgehen. einige klassenkameraden, die einfach nur stupide auswendig gelernt haben, aber keinen selbstständigen gedanken fassen konnten, sind dann später auch im studium bereich MINT gut ausgekommen (beruflich weiß ich nicht, aber spätestens da wirds vermutlich haken).


    deppen gibt es bei den naturwissenschaften gleichermaßen wie bei den geisteswissenschaften, kein grund also sich über das ein oder andere zu erheben.


    grundsätzlich stimme ich zu, dass die fähigkeiten der abiturienten nachlassen. die "basis" für alles weitere wackelt: die lesefähigkeiten lassen nach, gelesenes wird nicht weiter verarbeitet, rechtschreibung und grammatik wird schlechter. viele haben probleme zusammenhängende, logisch aufgebaute texte zu schreiben. sauber argumentieren und dann auch noch schlüsse daraus zu ziehen scheint für viele nicht möglich. ich habe viele arbeiten von anderen korrektur gelesen und hatte oft den eindruck, dass es oft eine zusammenhangslose aneinanderreihung von zusammenfassungen/nacherzählungen anderer quellen war. für die schlüsse, die gezogen wurden und das fazit fehlte dann im vorangegangenen die argumentationslinie und damit die begründung dafür. da ich fachlich teils drin steckte, war mir zwar oft schon klar, wie man auf die schlüsse kam, aber vielen war es nicht möglich den weg dorthin darzustellen, gerade die wichtigen feinheiten gingen unter usw.


    der mangel dieser fähigkeiten ist unabhängig von der studienwahl.


    geschenkt ist das abi deswegen trotzdem nicht...immerhin muss mit dem mangel dieser fähigkeiten dann bestanden werden ]:D


    die steigenden zahlen an abiturienten zeigen aber nicht zwangsweise, dass das abi nachgeschmissen wird. es zeigt auch, dass sich viele dem druck aussetzen abitur machen zu müssen, da sie meinen ohne abi auf dem arbeitsmarkt nichts wert zu sein. ich denke, dass dies auch einer der gründe ist, warum die qualität leidet: man findet immer mehr schüler auf gymnasien, die vielleicht auf der realschule besser aufgehoben wären und die irgendwie mit durchgezogen werden.


    es wird aber auch einfach oft das bild vermittelt, dass man ohne abitur dazu verdonnert ist ein lebenlang arbeitslos mit hartz4 leben zu müssen. also werden viele kinder aufs gymnasium gedrängt, versucht mit allen mitteln durchzubringen. ??ich finde das fürchterlich, kinder sollten nicht schon einem so extremen leistungsdruck ausgesetzt werden. kein wunder, dass kinder immer gestresster sind, weniger freizeit haben??

    @ Fe.

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    Ja klar, das gibt es, das hatte ich ja anfangs gesagt, dass es für den Physiker nicht schwer war, später noch BWL zu machen. Nur umgekehrt wirds schwierig, aber das wollte Alias mir nicht glauben.

    Klar bewegen sich die beiden Studiengänge auf völlig unterschiedlichen Niveaustufen, aber deine Annahme impliziert, dass BWL nur aus völliger Wahllosigkeit heraus studiert wird. Und das ist absoluter Blödsinn, zumal du ausschließlich von dem Standardfall Abitur und anschließendes Vollzeitstudium ausgehst.

    @ vivida

    Zitat

    es wird aber auch einfach oft das bild vermittelt, dass man ohne abitur dazu verdonnert ist ein lebenlang arbeitslos mit hartz4 leben zu müssen. also werden viele kinder aufs gymnasium gedrängt, versucht mit allen mitteln durchzubringen.

    Die politische Agenda geht aber wirklich dahin, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung statt einer klassischen Berufsausbildung mindestens einen Bachelor haben soll, weil das in der internationalen Statistik besser aussieht. Und da wird natürlich auch an den Anforderungen geschraubt, aber nicht überall im gleichen Maße. Solange es den Unterschied Haus- und Zentralabitur gibt, ist die Diskussion aber sowieso müßig, da zwischen beiden Formen bekanntlich Welten liegen.

    @ Vivida

    Zitat

    Ich frage mich schon, woher diese Erhebung von MINTlern über andere kommt.

    Vielleicht weil viele MINTler Männer sind? Und die Geistes- und Sozialwissenschaften oftmals von Frauen studiert werden?

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    Ja klar, das gibt es, das hatte ich ja anfangs gesagt, dass es für den Physiker nicht schwer war, später noch BWL zu machen. Nur umgekehrt wirds schwierig, aber das wollte Alias mir nicht glauben.

    Klar bewegen sich die beiden Studiengänge auf völlig unterschiedlichen Niveaustufen,

    Genau das wollte ich deutlich machen.

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    aber deine Annahme impliziert, dass BWL nur aus völliger Wahllosigkeit heraus studiert wird. Und das ist absoluter Blödsinn, zumal du ausschließlich von dem Standardfall Abitur und anschließendes Vollzeitstudium ausgehst.

    Bitte was? Versteh ich nicht. Was hat das mit irgendeiner Form von Wahllosigkeit zu tun?