• wöchentliche Ausgaben Lebensmittel und Co.

    Hallo liebe Foristen, ich bin jetzt mal ein wenig neugierig und würde gerne wissen was ihr so wöchentlich für Lebensmittel und Hygieneartikel pro Person ausgebt. Bei mir sind es um die 30 Euro. Da ist aber noch Katzenfutter drin enthalten Ich frage nur, weil ich festgestellt habe dass es da riesige Unterschiede zwischen den Leuten gibt. Ich bekam auch…
  • 656 Antworten
    Plüschbiest schrieb:

    Was ist denn wucherhohe Miete? Hier werden für kleine Buden neu gebaut im besten Viertel oft schon kalt 10 Euro der Quadratmeter verlangt.

    Ich habe gerade mal für meinen Stadtteil nachgeschaut. Es sind im Schnitt 11,90 Euro.
    Kaufpreis pro Quadratmeter Grundstück liegt zwischen 370 und 480 Euro.

    Hier sind in den letzten Jahren die Mieten um rd. 20% gestiegen. Meine Eltern schütteln nur noch mit dem Kopf, weil sie so ein Preisniveau hier am ländlichen "Scheibenrand" nie erlebt haben. Und nun leider das Problem haben, dass bspw. ein Umzug in eine seniorengerechte Wohnung (ebenerdig,...) nicht mehr bezahlbar ist.

    Grundstücke gibt es Dank Bauboom kaum; evtl. ab 2020 wieder. In den kleineren Örtchen in der Umgebung bekommt man keine Grundstücke, wenn man dort nicht bereits gemeldet ist. Dementsprechend explodieren die Preise für private Grundstücke, alte Häuser. Meine Eltern haben neulich mal schätzen lassen (gut, der Makler will verdienen): Ihre Doppelhaushälfte Baujahr 1984 in begehrter Lage würde jetzt in Euro fast so viel bringen, wie damals in DM gekostet. Ich bin ja skeptisch, aber die Preissteigerungen sind definitiv da.


    Und ohne Pendeln geht es hier kaum. Wir kamen bislang auf rd. 400€ Spritkosten im Monat. Öffis in beiden Fällen keine Option und Umzug auch nicht (wir waren froh, überhaupt eine vernünftige Wohnung zur Mete gefunden zu haben, weil das Angebot hier überschaubar ist. Man mietet nicht, man kauft/baut). Ich arbeite jetzt nicht mehr 55 km, sondern 3 km von der Wohnung entfernt, d.h. wir sparen um die 250€ jeden Monat an der Seite.

    Irgendwie fährt man halt immer. Zur Arbeit. Oder zum Einkaufen. Oder oder oder. Wenn man immer hier gewohnt hat, kennt man es nicht anders. Und fügt sich bei noch so kritischer Haltung irgendwann den Tatsachen. Meine Eltern kommen ohne Auto nicht mal zum Arzt. In der 50.000 Einwohner-Stadt. Drei Buslinien im Stundentakt, für meinen Vater nicht laufbare Entfernung zur nächsten Bushaltestelle. Ganz andere Stopp-Dichte als ich es aus Hamburg kenne. Da hat man gemeckert, wenn einem die U-Bahn vor der Nase wegfuhr und die nächste erst in 5 Minuten kommen sollte. Hier ist man froh, wenn überhaupt mal ein passender Bus fährt.


    Aber das sprengt das Thema "Geld für Lebensmittel"...


    Wir haben uns jetzt ein wenig zusammengerissen und bewuster gekauft, da es schon knapp wude und wir das Ziel haben, mit dem Budget hinzukommen. Fazit: Wir werden jetzt noch Geld übrig haben. Wenn wir uns an den gemachten Plan für nächste Woche halten. Ein paar Tage Zurückhaltung haben viel bewirkt. Aber es muss halt nicht sein. Meine Eltern mit Mitte 70 verfuttern monatlich auch 500€. Ohne sonderlich viel Bio.

    Plüschbiest schrieb:

    Ich glaube ich sollte mich mit einem Einkaufsservice für Einkaufsmuffel selbstständig machen. ;-D

    Aufs Einkaufen scheinen eine Menge Leute keinen Bock zu haben.

    Woran liegt es?

    Lebensmittel:

    Reine Befangenheit durch 10 Jahre arbeiten im Supermarkt. ;-D

    Allgemein:

    Man muß Zeit haben, zum Geschäft fahren, Parkplatz kriegen. Dann sind da überall Menschen, nie kann man in Ruhe irgendwo mal etwas gucken. Dann immer die Hoffnung, dass das was man kaufen will auch da ist, in der richtigen Qualität und zum erträglichen Preis.

    Wenn man dann die üblichen 2/3 des geplanten Einkaufes endlich hat zur Kasse. Noch mehr Menschen, drängeln, reden, von hinten wird geschubst, vorne blockiert alles.

    Dann alles ins Auto tetrissen, vom Auto in die Wohnung schleppen, da will dann auch noch alles verräumt werden.

    Und prompt hat man wieder mal eine Stunde seines Lebens gelassen.

    Aber am schlimmsten: Es kostet Geld. Ich arbeite fleissig, 39h pro Woche. Aber der Stundenlohn beim ausgeben ist viel höher als der beim verdienen... X-\

    JessSlytherin schrieb:

    Man muß Zeit haben, zum Geschäft fahren, Parkplatz kriegen. Dann sind da überall Menschen, nie kann man in Ruhe irgendwo mal etwas gucken. Dann immer die Hoffnung, dass das was man kaufen will auch da ist, in der richtigen Qualität und zum erträglichen Preis.

    Wenn man dann die üblichen 2/3 des geplanten Einkaufes endlich hat zur Kasse. Noch mehr Menschen, drängeln, reden, von hinten wird geschubst, vorne blockiert alles

    Auch da hab ichs gut: Schichtdienst, meistens so ab 15 Uhr erst. D.h. ich kann mich gemütlich auf mein Fahrrad schwingen und der Bioladen ist relativ leer, Geld hab ich auch genug....alles ganz entspannt. So macht der Lebensmitteleinkauf Spaß, sogar im teuren München.

    JessSlytherin schrieb:
    Plüschbiest schrieb:

    tetrissen

    ":/Ich kenn das Wort gar nicht.

    Na komm, du hattest doch sicher mal nen Gameboy mit Tetris in der Hand. ;-D

    Ich habe hier noch einen liegen, Original aus den 90 ern. ;-D