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    keine Ahnung warum die Kollegin das plötzlich nicht mehr passt und sie unbedingt will dass ich ihr das mündlich mitteilen soll wenn Termine sind an denen sie auch teilnehmen soll (sie meint das wäre besser, vorallem weil wir ja auch im gleichen Büro sitzen).

    Nette Version: es ist schöner, miteinander zu reden als nur zu mailen. Aber wie schon erwähnt, man kann beides miteinander verbinden


    Nicht so nette Version: damit sie sagen kann, du hast ihr nichts mitgeteilt

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    Es war schon immer üblich bei uns Termineinladungen zu verschicken, keine Ahnung warum die Kollegin das plötzlich nicht mehr passt und sie unbedingt will dass ich ihr das mündlich mitteilen soll wenn Termine sind an denen sie auch teilnehmen soll

    Mit schriftlichen Einladungen kannst du nachweisen, dass sie die bekommen hat, bei mündlichen nicht. Sie versucht dich zu einer Arbeitsweise zu bewegen, bei der sie dich bloß stellen kann und du dich nicht wehren kannst. Was anderes ist das nicht!


    Wenn du das mitmachen solltest, kann sie es schaffen, dich tatsächlich wie eine unkollegiale Person darzustellen, die du nicht bist.

    @ Silbermondauge:

    @ Kratzkaetzchen:


    Naja, viele Fehltage hat sie schon. Die genaue Zahl weiß ich nicht, aber so ca. 1 x monatlich kommt eine Krankmeldung. In der Regel 1-3 Tage - keine Ahnung ob sie was chronisches hat oder nicht.


    Mal anders gefragt: was genau hat die Kollegin davon, wenn sie mich vor anderen als unkollegial, unfair und hinterlistig darstellt? Ich glaube nämlich nicht, dass sie deswegen irgendwie besser in der Firma und besonders beim Chef darstehen würde. Das würde ja nichts daran ändern dass er sich fragt warum er von der Kollegin kaum irgendwelche Vorgänge bekommt.


    Und wenn Aussage gegen Aussage steht glaube ich nicht dass ihr geglaubt werden würde - ich kann ja beweisen dass sie trotz Einladungen mehrere Male nicht zu Terminen mitgegangen ist. Wenn wieder mal ein Termin anstehen sollte und die Kollegin wieder nicht mitgehen will und dann behauptet nichts "gewusst" zu haben, ich glaube nicht dass man ihr das dann wirklich glauben würde.

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    Mal anders gefragt: was genau hat die Kollegin davon, wenn sie mich vor anderen als unkollegial, unfair und hinterlistig darstellt? Ich glaube nämlich nicht, dass sie deswegen irgendwie besser in der Firma und besonders beim Chef darstehen würde. Das würde ja nichts daran ändern dass er sich fragt warum er von der Kollegin kaum irgendwelche Vorgänge bekommt.

    Sie kann aber versuchen, die Schuld auf dich abzuwälzen, ihre eigene Unfähigkeit zu kaschieren. Und es macht dich fertig..


    Im schlimmsten Fall könnte sie dir vorwerfen sie zu mobben.

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    Und wenn Aussage gegen Aussage steht glaube ich nicht dass ihr geglaubt werden würde – ich kann ja beweisen dass sie trotz Einladungen mehrere Male nicht zu Terminen mitgegangen ist. Wenn wieder mal ein Termin anstehen sollte und die Kollegin wieder nicht mitgehen will und dann behauptet nichts "gewusst" zu haben, ich glaube nicht dass man ihr das dann wirklich glauben würde.

    Kann sein, kann nicht sein. Es gibt Leute, die das mit der Glaubwürdigkeit hinbiegen können. Ich weiss nicht, ob das auf sie zutrifft.

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    Wenn wieder mal ein Termin anstehen sollte und die Kollegin wieder nicht mitgehen will und dann behauptet nichts "gewusst" zu haben, ich glaube nicht dass man ihr das dann wirklich glauben würde.

    Ach, ich vermute es also nicht nur ? – sie erzählt also tatsächlich dass sie von nichts gewusst hat !?

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    Wenn wieder mal ein Termin anstehen sollte und die Kollegin wieder nicht mitgehen will und dann behauptet nichts "gewusst" zu haben, ich glaube nicht dass man ihr das dann wirklich glauben würde

    Ist doch auch egal ob man ihr glaubt – du kannst es beweisen.

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    Mal anders gefragt: was genau hat die Kollegin davon, wenn sie mich vor anderen als unkollegial, unfair und hinterlistig darstellt? Ich glaube nämlich nicht, dass sie deswegen irgendwie besser in der Firma und besonders beim Chef darstehen würde. Das würde ja nichts daran ändern dass er sich fragt warum er von der Kollegin kaum irgendwelche Vorgänge bekommt.

    Dein Chef könnte denken: ach die Frau X ist ja gar nicht so unfähig – sie wurde von Frau Callista26 gemobbt. Die Frau Callista26 hat die ganze Arbeit als ihre eigene ausgegeben. Kündigen wir der Frau Callista26 dann kann die andere Kollegin zeigen was in ihr steckt.

    Und wie soll sie die Schuld, dass sie so wenig Vorgänge bearbeitet, genau auf mich abwälzen können? Ich kann mir gar nicht vorstellen wie sie das begründen will.


    Und auch mobbing muss bewiesen werden. Wie will sie das denn bitteschön machen? Ich schikaniere sie doch nicht, ich setze sie über alle Infos in Kenntnis, ich kritisiere nicht ständig ihre Arbeit, ich verbreite keine falschen Tatsachen usw.


    Wenn ich es mir recht überlege...eher bin ich doch das Mobbingopfer als sie, oder sehe ich das falsch?

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    Und wie soll sie die Schuld, dass sie so wenig Vorgänge bearbeitet, genau auf mich abwälzen können? Ich kann mir gar nicht vorstellen wie sie das begründen will.

    Na, du hast ihr Informationen vorenthalten, du hast die Vorgänge weitergeleitet ohne dass sie sie gesehen hat...


    Natürlich bist DU das "Mobbingopfer" aber gegenüber dem Chef wird sie es (wenn notwendig) anders hindrehen.


    Naja was heißt bewiesen – sie kann dem Chef was erzählen und er kann ihr glauben. Dann musst DU beweisen dass es anders war. Das ist nicht wie im Strafrecht wo die "Unschuldsvermutung" gilt.


    Das mit dem "kündigen" habe ich im vorigen Beitrag natürlich als "Extremfall" beschrieben. Würde ja reichen dass die Kollegin in der Gunst des Chefs gut da steht...

    Eine Kollegin von mir hat mal so was Ähnliches erlebt. Sie hat eine neue Kollegin zur Seite gestellt bekommen, die sich leider als unfähig in der Arbeit herausgestellt hat. Die konnte sich aber sehr gut verkaufen.


    Am Ende wurde meiner Kollegin geglaubt, ABER die neue hatte es trotz nachweisbarer Unfähigkeit und seltsamer Arbeitsweise geschafft, die Glaubwürdigkeit meiner Kollegin zu untergraben und diese als unkollegial darzustellen.


    Es hört sich für dich vllt unfassbar an, aber manche Menschen können sehr gut ihre Unfähigkeit auf andere abwälzen. Davor solltest du dich schützen.

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    Und wie soll sie die Schuld, dass sie so wenig Vorgänge bearbeitet, genau auf mich abwälzen können? Ich kann mir gar nicht vorstellen wie sie das begründen will.

    Zum Beispiel sie ändert die Aktenzeichen ab. Damit ist es weniger durchschaubar, wer von euch das bearbeitet hat.

    ":/ Okay... also verstehe ich das richtig? Ich könnte einfach behaupten der XY mobbt mich und er muss dann erst einmal beweisen dass er das nicht tut??? Mobbing ist doch u.a. falsche Tatsachen zu verbreiten - also jemandem zum Beispiel als Mobber hinzustellen obwohl er es nicht ist, um ihn damit rauszuekeln.


    Da könnte ja jeder kommen und einfach unliebsame Kollegen als "Mobber" bezeichnen.

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    Unser Chef hat allerdings nichts weiter unternommen um die Zuständigkeiten ändern zu lassen sondern hat der Kollegin das nur mündlich versprochen. Der Chef wusste aber, dass man in der Firma per offiziellen Schreiben der Personalstelle für die Ausübung der Tätigkeit "bestellt" werden muss! Er hat aber nichts veranlasst. Nach dem Weggang des Chefs habe ich diese Zuständigkeitsänderung beim Firmenleiter angesprochen (Kollegin war nicht dabei, da sie an dem Tag abwesend war) und er meinte zu mir dass er die Zuständigkeit nicht ändern möchte und alles so bleiben soll wie es ist. Er will die Zuständigkeit nicht auf die Kollegin erweitern. D.h. die Kollegin ist weiterhin nicht zuständig für die Aufgabe. Das habe ich der Kollegin auch so mitgeteilt

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    Er hat es so direkt zu mir gesagt und nicht zu ihr. Zu ihr konnte er es ja auch nicht sagen, da sie den Terminen mit ihm ja wohl aus dem Weg geht (sie war schon 3 mal nicht dabei, obwohl sie von den Terminen rechtzeitig wusste – und jedes Mal hat sie die Schuld dann mir zuschieben wolle. Siehe z.B. oben.). Ich habe ihr ja gesagt, dass sie gerne direkt mit dem Firmenleiter darüber sprechen soll wenn sie unbeidngt die Aufgabe mit übernehmen möchte und es nicht meine Aufgabe ist mich darum zu kümmern – tja, das hat sie bis heute nicht gemacht. :|N

    Die Situation ist wirklich außerordentlich schwierig – und die Ursache liegt eindeutig bei Eurem Vorgesetzten. Es ist ein kapitaler Führungsfehler, die Arbeitsbereiche nicht deutlich festzuschreiben. Ein weiterer Fehler ist es, nur mit einer der beiden Beteiligten zu sprechen.


    Es zeugt nicht von Führungskraft, wenn der Vorgesetzte akzeptiert, dass eine Angestellte nicht für ihn zu sprechen ist.


    Und wie Du mehrfach angemerkt hast, ist es nicht Deine Sache, die Kollegin über Ausweitungen bzw. Einschränkungen der Kompetenzen und des Arbeitgebietes zu informieren. Das ist Sache des Vorgesetzten, und der muss endlich seiner Aufgabe nachkommen. Nicht Du. Dass das böses Blut gibt, merkst Du ja gerade.