Zukunftsängste (Studiengang, Beruf, Altersvorsorge)

    Liebe Forenmitglieder,


    ich versuche, mich kurz zu halten mit meinem Problem.. Also es ist so, dass ich zwar im Moment noch krank bin und mir keinen Kopf darüber machen sollte, aber trotzdem geistert es mir im Kopf rum. Die Sache ist die, dass ich voraussichtlich erst frühstens mit Anfang 30 studieren kann wegen meiner Krankheit. Da ich an den Bachelor auf jeden Fall noch einen Master hängen möchte, werde ich dann mit allerfrühstens 36 ausstudiert sein und einem geregelten Beruf nachgehen können. Abgesehen davon, dass ich absolut nicht weiß, was ich studieren soll, mache ich mir natürlich Gedanken, wie es mit der Altersvorsorge laufen soll, wenn ich erst so spät anfangen kann, mir mehr Geld dafür monatlich zurückzulegen bzw. es irgendwo anzulegen. Ich möchte mich nicht auf eine Rente verlassen, wer weiß, ob es sowas in 40 Jahren überhaupt noch geben wird. Naja, jedenfalls denke ich mir, dass ich einem Beruf nachgehen sollte, der mir viel Geld einbringt. Mindestens an 3000€ Netto denke ich da, um mir genug zurückzulegen und noch ein angenehmes Leben mit 2000€ ungefähr zu haben. Laut Internet kommen da eigentlich nur Berufe infrage, die mich gar nicht interessieren. Irgendwas mit Finanzen, Zahlen, IT und so einen Kram. Ich bin nicht blöd, und wenn ich genug lerne, schaffe ich auch alles, aber bringt ja nichts, mich durch ein Studium zu quälen um danach in einem Beruf zu arbeiten, der mich nicht interessiert. Ich weiß halt echt nicht, wie ich das alles bewerkstelligen und welchen Weg ich dann gehen soll.


    Vielleicht findet sich ja hier jemand, der ähnliche Sorgen hatte und für sich einen adäquaten Weg gewählt hat. Vielleicht auch eher des Geldes wegen einen Beruf gewählt hat und dann doch noch gerne zur Arbeit gegangen ist - auch, wenn er sich vorher dachte, dass das eigentlich nicht so sein Ding wäre. Oder halt andere Erfahrungsberichte oder Tipps, danke schonmal:-)

  • 112 Antworten
    RiverHaze schrieb:

    Die Sache ist die, dass ich voraussichtlich erst frühstens mit Anfang 30 studieren kann wegen meiner Krankheit. Da ich an den Bachelor auf jeden Fall noch einen Master hängen möchte, werde ich dann mit allerfrühstens 36 ausstudiert sein und einem geregelten Beruf nachgehen können.

    Dann die erste Frage, die Du Dir stellen solltest: wie willst Du das Studium in der Zeit finanzieren? Musst Du nebenbei arbeiten oder hast Du genug auf der hohen Kante? Die Möglichkeit, Bafög zu beantragen könnte Dir eventuell nicht mehr zur Verfügung stehen - das musst Du prüfen.

    RiverHaze schrieb:

    Abgesehen davon, dass ich absolut nicht weiß, was ich studieren soll

    schlechte Voraussetzungen - wenn Du feststellst, dass es das falsche ist musst du noch mal umsatteln.

    RiverHaze schrieb:

    Ich bin nicht blöd, und wenn ich genug lerne, schaffe ich auch alles, aber bringt ja nichts, mich durch ein Studium zu quälen um danach in einem Beruf zu arbeiten, der mich nicht interessiert.

    Sehe ich auch so. Finde etwas, was Dir Spass macht. Man kommt auch ohne Studium durchs Leben.

    Viel Erfolg bei Deinen Überlegungen.

    Wieso muss es ein Studium sein? Ich würde jedem der nicht von sich aus Lust hat zu studieren bzw. kein gesteigertes Interesse an dieser Art des Lernens hat, davon abraten. Vor allem wenn du großen Wert auf Altersvorsorge legst.

    Dann besser eine Lehre und gleich angedockt sein ans Berufsleben.

    Was liegt dir den? Welches Berufsfeld? Interessensgebiet?

    (Das Abwägen zwischen Geld und Leidenschaft ist immer eine Sache. Vor allem mit deinen Verdienstvorstellungen kommt nicht viel in Frage bzw. generell Fächer mit NC. Lebst du in Deutschland?)


    Also ich dachte da an Bafög. Ich weiß, dass es Ausnahmefälle gibt, zu denen ich wohl zähle (Abitur auf 2. Bildungsweg, krankgeschrieben für längere Zeit). Du hast mich aber daran erinnert, mich mal telefonisch zu erkundigen, das werde ich gleich mal tun, um Gewissheit zu haben. Auf der hohen Kante werde ich dann eigentlich nichts haben. Wobei, ich könnte mir wahrscheinlich bis dahin so 5000-6000€ zurücklegen, dann wäre ich zumindest das erste Studienjahr nicht aufgeschmissen wegen fehlendem Bafög und könnte mich ohne zu viel arbeiten zu müssen ins Studium reinfinden. Aber die darauffolgenden Jahre würde es wohl nicht ohne Teilzeitjob gehen. Habe schon überlegt, als Escort zu arbeiten eventuell während der Zeit, aber das könnte ich wohl nicht über mich bringen.


    Ja, schlechte Voraussetzungen... Zumal mich eher künstlerische Berufe in Verbindung mit Singen, Tanzen und Schauspielern interessieren. Aber von der Hand in den Mund zu leben ist nicht meine Vorstellung von einem schönen Leben, das kann ich dann lieber in der Freizeit irgendwie ausleben. Ansonsten interessiere ich mich noch für Psychologie, vielleicht könnte ich das studieren, aber da wüsste ich gar nicht, welchem Beruf ich von den ausgelisteten überhaupt nachgehen sollte. Naja, Zeit habe ich ja noch etwas..


    Ja, man kommt ohne Studium auch durchs Leben, aber an Ausbildungen gefällt mir erst recht nichts und ansonsten weiß ich halt nicht, was ich machen könnte. Naja, mal schauen. Danke aber für deinen Beitrag.

    Nur als Erfahrungstip: Sich einen Beruf aussuchen und dann das dazugehörige Fach studieren, funktioniert eher nicht. Du wirst das Fach erst im Studium kennenlernen, du wirst herausfinden welcher Schwerpunkt dir liegt und viele Arbeitsplätze zeigen sich dir erst im Studium.

    Das ist nicht schlimm, es schützt einen nur vor Enttäuschung. Denn selbst wenn irgendwo steht, dass Beruf xy nach Masterabschluss so und so viel verdient, muss das am Ende nicht so kommen. Noch dazu weil auch Faktoren wie Befristung usw. eine Rolle spielen.

    Fiorentina2017 schrieb:

    Wieso muss es ein Studium sein? Ich würde jedem der nicht von sich aus Lust hat zu studieren bzw. kein gesteigertes Interesse an dieser Art des Lernens hat, davon abraten. Vor allem wenn du großen Wert auf Altersvorsorge legst.

    Dann besser eine Lehre und gleich angedockt sein ans Berufsleben.

    Was liegt dir den? Welches Berufsfeld? Interessensgebiet?

    (Das Abwägen zwischen Geld und Leidenschaft ist immer eine Sache. Vor allem mit deinen Verdienstvorstellungen kommt nicht viel in Frage bzw. generell Fächer mit NC. Lebst du in Deutschland?)

    Weil mir generell keine Ausbildung gefällt und Studienfächer mehr Auswahl haben. Ich werde bis dahin schon was Geeignetes finden, so hoffe ich jedenfalls..

    Mir liegen singen, malen, schreiben, Sprachen, Psychologie und Pädagogisches (das wäre jetzt aber nichts, was ich beruflich machen würde), würde ich mal so behaupten. Aber alles nicht so vielversprechend für ein finanziell angenehmes Leben mit Vorsorgemöglichkeiten - es sei denn, man ist ein Ausnahmetalent und hat viel Glück. Ansonsten fände ich Schauspielern höchst interessant, oder was mit Tanzen.. Halt kreatives, künstlerisches, aber das wäre mir alles zu unsicher.


    Also NCs würden mir keine Probleme bereiten. Ich musste mein Abitur ja vorübergehend unterbrechen, war aber immer gut in allen Fächern (okay, in Mathe und Bio musste ich bis zum Erbrechen lernen, aber da kam ich auch gut klar damit). Mit viel Fleiß und Disziplin konnte ich immer sehr gute Noten erreichen, das wäre kein Problem. Ich habe mal Medizin in Erwägung gezogen, aber wenn ich da an den ganzen Biologie-Kram denke, vergeht mir doch die Lust. Ja, ich lebe in Deutschland.

    Psychologie wäre da doch eine Option. Du musst halt recht viel Statistik machen in den ersten Jahren, aber es bietet ein breitrs Berufsfeld (auch z.B. in Erwachsenenbildung). Eine Bekannte von mir hat einen Kombimaster aus Psychologie mit Wirtschaft gemacht (keine Ahnung mehr wie das genau hieß) und ist jetzt bei einer Lebensmittelkette als Coach. Ist auch gut bezahlt. Und wenn du einen Abischnitt von 1.0-1.3 hast, sollte das ja passen

    Zu früh auf Abschicken gekommen....

    Je nach Situation und freien Plätzen müsstest du halt Umziehen. Aber das ist ja fürs Studieren nicht überraschend.

    Ah und ich z.B. hab mir mein Studium in Teilzeit finanziert und kann das nur jedem empfehlen, der kein Bafög (mehr) bekommt.

    Es ist immer schwer, sich für einen Beruf zu entscheiden, besonders, wenn man danach geht dass man möglichst viel Geld verdienen möchte, aber so gar nicht weiß was man studieren oder lernen will.

    Grundsätzlich könntest Du Dich fragen, was denn für Dich persönlich das wichtigste im Leben ist. Möchtest Du einen Beruf, der Dich erfüllt, in dem Du aufgehst? Oder liegt Dein Schwerpunkt auf der Familienplanung, Freizeit?
    Ich kenne die Zukunftsängste auch. Aber grundsätzlich glaube ich, dass es am wichtigsten ist, sein Leben so zu gestalten dass man ein zufriedenes, ausgeglichenes Leben führt.
    Und wenn Du einen Beruf wählst, der Dir auch liegt, unabhängig vom finanziellen Aspekt, wirst Du darin auch erfolgreich sein.
    Zudem kannst Dich mit nahezu jedem Beruf finanziell steigern, es gibt viele Wege.
    Du könntest demnach auch eine Ausbildung machen, und Dich dann später damit selbständig machen, und dann verdienst Du (wahrscheinlich) auch mehr als es ein Angestellter tut.

    Hab ein wenig Vertrauen darin, dass Dinge sich auch fügen. Ich zb habe eine Lehre gemacht. Heute arbeite ich einem ganz anderen Beruf, bin selbständig und habe noch einen Teilzeitjob. Und ich bin sehr zufrieden. Du bist ja nicht festgelegt auf den Weg den Dir Arbeitgeber geben.... Man kann sich weiterentwickeln.

    Aber Grundvorraussetzung ist auch eine gewisses Interesse an dem Beruf, wenn man es zu etwas bringen möchte.
    Bestimmt gibt es auch Studiengänge die was mit den von Dir genannten Interessensgebieten zu tun haben. Wenn Du gern schreibst, wie wäre es mit einem Schriftsteller Studium? Oder Sprachwissenschaften, wenn Du Sprachen magst.
    Oder Regie, wenn Du Schauspielern magst... Nur so als Idee


    Fiorentina2017 schrieb:

    Zu früh auf Abschicken gekommen....

    Je nach Situation und freien Plätzen müsstest du halt Umziehen. Aber das ist ja fürs Studieren nicht überraschend.

    Ah und ich z.B. hab mir mein Studium in Teilzeit finanziert und kann das nur jedem empfehlen, der kein Bafög (mehr) bekommt.

    Ja, stimmt, Psychologie wäre eine Option. Habe ich auch schon länger mit dem Gedanken gespielt, nur hat mich Statistik immer ein wenig abgeschrecktX-\Aber es würde wohl in jedem Studium etwas Unangenehmes geben, wo man sich dann durchbeißen müsste.. Das wäre auf jeden Fall in der engeren Auswahl.


    Das Umziehen wäre auch kein Problem - auch, wenn es natürlich Städte gibt, zu denen ich nicht ziehen würde, aber das würde ich dann ja alles sehen, welche Möglichkeiten mir sich da bieten.

    Kamst du denn gut klar mit einem Teilzeitjob und Studium? Ein Kollege von mir ist ziemlich talentiert in Naturwissenschaften, vor allem Mathe und Physik, hat sich aber beim Studium der Ingenieurwissen fast bis zum Burnout durchgelernt und hatte so gut wie nie Freizeit, und das, obwohl er nie gearbeitet hat während des Studiums. Er ist sehr intelligent und heute auch erfolgreich im Job. Ich frage mich da immer, wie Leute es dann noch hinbekommen, in Teilzeit nebenher zu arbeitenX-\
    Also das Bafög-Amt erreiche ich erst wieder Montag, aber laut Internetrecherchen dürfte dem Bafög über 30 Jahre in meinem Fall nichts im Wege stehen. Wenn man sein Abitur, wie in meinem Fall, auf dem 2. Bildungsweg nachholt, reicht das eigentlich schon aus. Und zusätzlich werde ich ja noch nachweislich länger krank(-geschrieben) sein, sozusagen doppelt abgesichert xD Das gute wäre dann auch, dass ich elternunabhängiges Bafög bekommen würde, das wäre dann mehr als reguläres Bafög in der Regel. Aber genauere Sicherheit bekomme ich dann am Montag. Mein Plan wäre es, einfach nebenher, sollte ich den Idealfall beim Bafög bekommen, auf 450-Basis zu arbeiten. Ansonsten notgedrungen auch in Teilzeit.

    Ja, das stimmt wohl, es ist immer schwer. Gerade heutzutage, wo eigentlich jedem, der fleißig genug ist, viele Türen offen stehen und man so viele Möglichkeiten hat. Zumal, wenn man mehrere Interessen und Fähigkeiten hat, es dann noch schwieriger wird.


    Also mein Anspruch bei einem Beruf wäre gar nicht (auch, wenn ich weiß, dass man 160 Stunden monatlich dann arbeitet), dass ich dadurch erfüllt werden würde. Ich sollte einfach gerne hingehen, nette Arbeitskollegen haben und Spaß an der Sache haben. Aber es müsste jetzt in dem Sinne keine "Berufung" sein, die ich über alles liebe. Ein gutes Gehalt (Minimum 2500€ netto, besser noch 3000€, nach oben ist ja immer Luft noch) wäre mir sehr wichtig zudem.

    Freizeit wäre mir schon sehr wichtig. Also die Zeit an sich (deshalb würde ich keinen Job wollen, den ich auch noch in meiner Freizeit machen müsste, so wie einige Arbeiter die ich so kenne), es sollten max. 160 Stunden sein und genug Geld übrig, um mir hochqualitative Lebensmittel, Ballettanzen, Motorradfahren, Gesangsstunden, so 100€ für sonstige Unternehmungen, 2 schöne Reisen pro Jahr und eine 3-Zimmer-Wohnung in einer guten Gegend leisten zu können. Das wäre mir wichtig. 500-1000€ sollten in Anlagen (z.B. Aktienfonds) bzw. Vorsorge investiert werden. An Familienplanung denke ich gar nicht, da ich überzeugt davon bin, nie ein Kind haben zu wollen. Habe das Kinderaufziehen mit meiner Nichte erlebt, was ich schön fand, aber nicht nochmal erleben wollen würde, da die negativen Aspekte nunmal da sind. An Eigenheim denke ich auch nicht wirklich, eine gute Mietwohnung würde mir reichen.


    Ich stimme dir auf jeden Fall zu, dass man viel Wert auf Ausgeglichenheit und Zufriedenheit legen sollte. Für mich gehören meine Hobbys dazu, die ich zwar momentan nicht ausleben kann wegen meiner Krankheit, aber die sonst dazugehörten immer.

    Da hast du recht, nur erstmal sollte man einen Beruf finden, den man liebt und in dem man gut ist^^ Mit einer Ausbildung selbstständig machen (der Ex meiner Schwester konnte dadurch schon sehr früh massig Geld verdienen) hört sich auch gut an, aber mir fiele da echt keine Ausbildung ein, die ich gern machen würde, habe mich da auch schon informiert.


    Das glaube ich auch, dass sich schon alles fügen wird, aber ich neige dazu, mir schon lange vorher den Kopf zu zerbrechen und alles sicherheitshalber festzulegen :D Dass du deinen Weg gefunden hast und er dich glücklich gemacht hat, hört sich sehr gut an.
    Deine Tipps zu den Studiengängen hören sich ganz gut an, habe ich auch alle mal in Betracht gezogen, aber ehrlich gesagt hören diese Studiengänge sich für mich auch nicht so prickelnd an.. :/ Trotzdem vielen Dank für deinen Beitrag.

    RiverHaze schrieb:

    Vielleicht findet sich ja hier jemand, der ähnliche Sorgen hatte und für sich einen adäquaten Weg gewählt hat. Vielleicht auch eher des Geldes wegen einen Beruf gewählt hat und dann doch noch gerne zur Arbeit gegangen ist - auch, wenn er sich vorher dachte, dass das eigentlich nicht so sein Ding wäre.

    Ich kenne das eher umgekehrt (mehrfach): Dass jemand etwas studiert hat was ihm Spaß gemacht hat, was aber eigentlich als "brotlos" galt. Aber weil ihnen das Studium total Spaß gemacht hat, waren sie auch wirklich gut darin und auch ehrgeizig und haben dann einen spannenden Job bekommen.


    RiverHaze schrieb:

    Also mein Anspruch bei einem Beruf wäre gar nicht (auch, wenn ich weiß, dass man 160 Stunden monatlich dann arbeitet), dass ich dadurch erfüllt werden würde. Ich sollte einfach gerne hingehen, nette Arbeitskollegen haben und Spaß an der Sache haben. Aber es müsste jetzt in dem Sinne keine "Berufung" sein, die ich über alles liebe. Ein gutes Gehalt (Minimum 2500€ netto, besser noch 3000€, nach oben ist ja immer Luft noch) wäre mir sehr wichtig zudem.


    Freizeit wäre mir schon sehr wichtig. Also die Zeit an sich (deshalb würde ich keinen Job wollen, den ich auch noch in meiner Freizeit machen müsste, so wie einige Arbeiter die ich so kenne), es sollten max. 160 Stunden sein und genug Geld übrig, um mir hochqualitative Lebensmittel, Ballettanzen, Motorradfahren, Gesangsstunden, so 100€ für sonstige Unternehmungen, 2 schöne Reisen pro Jahr und eine 3-Zimmer-Wohnung in einer guten Gegend leisten zu können. Das wäre mir wichtig. 500-1000€ sollten in Anlagen (z.B. Aktienfonds) bzw. Vorsorge investiert werden.

    Es ist ja schön zu träumen, und wichtig, ein Ziel zu haben, auch wenn es erst mal ein Fernziel ist, weil man vorher noch was anderes erledigen muss (eine Krankheit überwinden).

    Aber deine Vorstellungen sind insgesamt schon sehr weit weg von der Realität, und ein schlimmes Erwachen solltest du dir vielleicht doch besser ersparen.

    Du willst einen Job, der dir Spaß macht, mit gutem Arbeitsklima, wenig Arbeitszeit und viel Freizeit, aber trotzdem viel Geld verdienen, damit du dir eine hohe Lebensqualität leisten kannst.

    Nun bist du aber ein Späteinsteiger, der zudem eine Krankheit mitbringt, die er bei seinem Lebenslauf nicht verbergen kann und die ja auch nicht weg sein wird, wie du geschrieben hast. Du weißt noch nicht mal, was du machen willst.

    Wenn man so leben will wie du es vorhast, braucht man aber Biss, Leistungsfähigkeit und Glück.


    RiverHaze schrieb:

    Habe schon überlegt, als Escort zu arbeiten eventuell während der Zeit, aber das könnte ich wohl nicht über mich bringen.

    Das wäre womöglich ein Job, mit dem du an deine Vorstellungen rankommst. Wenn du das schon in Erwägung ziehst, solltest du das vielleicht sogar machen ...

    Dass jemand aber etwas studiert, was als "brotlos" gilt (Philosophie z.B.) und dann damit wirklich erfolgreich wird, ist aber eher eine Ausnahme, oder sehe ich das falsch?^^


    Also 160 Stunden pro Monat sind für mich wahrlich nicht "wenig Arbeitszeit", und Freizeit bleibt dementsprechend noch genug.


    Also meine Krankheit wird zwar eine unschöne Lücke im Lebenslauf hinterlassen, aber wenn ich ausstudiert bin, wird mein zukünftiger mich wohl danach beurteilen, was ich danach geschafft habe, wenn ich es bis zu einem erfolgreich absolvierten Masterstudium geschafft habe (so der Plan, an den ich auch glaube). Jemanden, der mich nach dem beurteilt, was vor über 10 Jahren ungefähr war, möchte ich ohnehin nicht als Arbeitgeber, dann würde es zwischenmenschlich wohl auch nicht so toll passen. Notfalls würde ich dann einen Arbeitsplatz annehmen, sofern ich einen bekomme, der vielleicht nicht allen Kriterien entspricht, aber parallel kann man sich immer noch woanders bewerben dann. Habe mir mal einiges ausgerechnet, und notfalls könnte ich nach dem Studium auch erstmal paar Monate ohne Job auskommen oder bei einer Cousine von mir wohnen, eine Lösung wird sich da schon finden. Ich würde behaupten, dass ich Biss habe und leistungsfähig bin, nur im Moment nicht, es ist halt eine Ausnahmesituation, die mich eiskalt erwischt hat. Aber nach der Krankheit wird alles wie vorher. Ich habe nicht geschrieben, dass sie bleiben wird. Wenn ich in paar Jahren gesund bin, bleibe ich das wohl auch. Habe ohnehin viel geändert, seitdem ich krank geworden bin (Ernährung, Stressreduktion und noch andere Dinge).

    Ich muss an alles glauben, was ich erreichen möchte, ansonsten wird das ja eh nichts.


    Escort hört sich vielversprechend an, das stimmt schon. Vor Jahren habe ich mich mal bei einer guten, seriösen Agentur mit großem Gehalt und wenig Abgaben (30%) sozusagen beworben, konnte dort anfangen zu arbeiten. Dann hatte ich mein erstes Date und habe es abgebrochen und den Job sein gelassen, da ich nicht mit Männern schlafen kann, die nicht meinem Typ entsprechen, die mich objektifizieren und oftmals verheiratet sind. Wenn man das kann und es einem sogar Spaß macht, go for it, bringt ja gutes Cash, aber bin da leider nicht der Typ für.

    Zitat

    Habe schon überlegt, als Escort zu arbeiten eventuell während der Zeit, aber das könnte ich wohl nicht über mich bringen.

    versus

    Zitat

    Abgesehen ist es so oder so widerlich von den Männern, für sex zu zahlen. Selbst, wenn die Frau keine zwangsprostituierte ist, kann man davon ausgehen, dass sie in 99% der fallen gerade gar keine laut auf den Mann hat, und wer dennoch einen hocbekommt, nur um abzuspritzen, ist einfach ein widerwärtiger mensch

    Quelle: https://www.med1.de/forum/bezi…tID=25870069#post25870069


    Das lasse ich mal unkommentiert, da kann sich jeder selbst einen Reim drauf machen.


    Ungebildet hast du keine Chance. Denn Männer, die bereit sind, mehrere hundert Euro für Dienstleistungen eines Escorts zu zahlen, erwarten nicht nur Attraktivität, sondern auch intelligente Eloquenz mit breitem Allgemein-, und auch Fachwissen. Da geht es dann zB um Girlfriend Experience und Unterhaltungen mit Niveau, von der Vorzeigbarkeit mal abgesehen.


    Das scheint ja bei dir nicht zuzutreffen, deinem Text entnehme ich vermutend, dass du noch nie irgendwie gearbeitet hast. Geschweige denn Erfahrungen mit Männern hast.


    Mein Tipp: An deiner Stelle würde ich damit anfangen, Erfahrungen im (einfachen) Arbeitsleben zu sammeln. Es gibt genügend Jobs, zB als Verkaufshilfe in einer Bäckerei. Vielleicht stellst du so deine Neigungen fest. Du wohnst noch bei Muttern, hm? Spare, wie du kannst, das kann und wird dir helfen.


    Alles Gute!