• Zukunftsängste (Studiengang, Beruf, Altersvorsorge)

    Liebe Forenmitglieder, ich versuche, mich kurz zu halten mit meinem Problem.. Also es ist so, dass ich zwar im Moment noch krank bin und mir keinen Kopf darüber machen sollte, aber trotzdem geistert es mir im Kopf rum. Die Sache ist die, dass ich voraussichtlich erst frühstens mit Anfang 30 studieren kann wegen meiner Krankheit. Da ich an den Bachelor…
  • 112 Antworten
    melb1985 schrieb:

    Zur finanziellen Absicherung macht vielleicht eine Beamtenlaufbahn Sinn.

    Mit Vorerkrankungen? Ziemlich unwahrscheinlich, dass sie da verbeamtet wird.

    sugarlove schrieb:
    RiverHaze schrieb:

    Auf der hohen Kante werde ich dann eigentlich nichts haben. Wobei, ich könnte mir wahrscheinlich bis dahin so 5000-6000€ zurücklegen, dann wäre ich zumindest das erste Studienjahr nicht aufgeschmissen wegen fehlendem Bafög und könnte mich ohne zu viel arbeiten zu müssen ins Studium reinfinden.

    Falls du Bafög bekommen solltest (ich gehe nicht davon aus, dafür bist du wohl zu alt) Dann musst du aufpassen, dass du bei deinem gesamt gesparten nicht über der Freigrenze liegst. Vorsicht da gehören auch Dinge wie ein Auto, etc. dazu!


    Ansonsten berücksichtige auch, dass du dich ab 30 (oder wars 31) nicht mehr über den günstigen Studententarif versichern kannst. Dann musst du dich voll versichern. Prüfe bitte zeitnah ob die Verlängerungsmöglichkeiten die es gibt (durch deine Krankheit und den zweiten Bildungsweg) das komplette Studium über gelten, oder nur einen Teil abdecken.

    Also wenn man schon postet, dann bitte nicht nur Vermutungen. Man kann mit über 30 Bafög bekommen, elternunabhängiges, das ist dann nochmal mehr in der Regel als das reguläre. Es gibt Ausnahmeregelungen, von denen 2 auf mich zutreffen. Ich werde aber am Montag deshalb nochmal anrufen, dann habe ich Gewissheit. Habe kein Auto, und zu dem Rest sage ich mal nichts.


    Ja, ich werde mich informieren, danke.

    Versuch die hier gegebenen Tips nicht zu persönlich zu nehmen. Jeder von uns, der mit dem Bafögamt zutun hatte, weiss dass zwischen formalen Kriterien und tatsächlicher Auszahlung Welten liegen können. Anträge sind zum Teil drei Monate in Bearbeitung, eingereichte Nachweise werden nicht akzeptiert und jedes Fitzelchen Geld ist Streitthema. Bei mir war in den Kontoauszügen ersichtlich, dass mir meine Tante Geld überwiesen hat (Geburtstagsgeschenk, ~150€ einmalig). Das wurde mir prompt angerechnet, Geschenk dahin. Das sind wohlgemeinte Warnungen@:)

    tiramisu01 schrieb:

    Ich finde, das hört sich sehr verkopft und realitätsferne an. Von studieren, um zu studieren, halte ich ja gar nix, vor allem, wenn man gar nicht weiss, was man studieren will.
    3000€ netto möchtest du gerne verdienen, wenn ich das richtig rauslese. Das ist ne ganze Menge Brutto. In welchem Zeitraum hast du dir das gedacht? Als Einstiegsgehalt? Ich bin ITlerin und kenne kaum Leute, die soviel mit Master oder Diplom verdienen und nen stressfreien 160std-Job haben mit wenig Berufserfahrung. Klar, die gibt es schon auch vereinzelt, aber gemessen an der Menge von Entwicklern und co, sind das aus meiner Erfahrung heraus eher nicht die Masse. Gut, ist noch ein wenig abhängig vom Standort, aber mit dem selben Einkommen in München kommst du weniger weit als zB in Nürnberg.

    Ich bin auch ITlerin, aber die die 3000 netto verdienen arbeiten entweder in München oder reißen sich den Arsch auf, haben Projektverantwortung oder sind Teamlead. Also kein "normaler" Mitarbeiter... Ich mein das wären über 60.000 Jahresgehalt bei Steuerklasse 1. Der Deutsche Durchschnitt der Vollzeitbeschäftigten liegt bei Frauen bei um die 42.000 im Jahr und bei Männern bei 50.000 das liegt deutlich darunter.

    Zitat

    Wäre nett, wenn hier nur konstruktive Beiträge geschrieben werden in dem Thread und keine abwertenden. Ich bin hier, um Hilfe zu suchen und nicht, um als Zielscheibe für Frustrierte Menschen zu fungieren, die es nötig haben, andere abzuwerten.

    kondtruktiver Beitrag: Mach mal das eine fertig, du hast noch mindestens ein Jahr Krankenstand vor dir. Wie lang du danach noch fürs Abi brauchst, steht in den Sternen. Dann kannst du die immer noch Gedanken über deine Berufstätigkeit machen. Ungelegte Eier begackern bringt meist nicht viel.

    Ja, ich habe das gar nicht böse gemeint, war nur ein guter Rat. Ich war auch am zweiten Bildungsweg und hab dann mein Erststudium begonnen. Dachte ich erhalt elternuabhängiges Bafög (war sogar erst 21) Aber die Regeln dass man es doch nicht bekommt sind vielfältig. Bei mir lags an der zuvor abgeschlossenen Berufsausbildung, die war "artverwandt" und deswegen war das Erststudium als "Fortbildung" zu werten und ich hab gar nichts bekommen.

    Hab dann 5 Semester selbstfinanziert und arbeitend studiert, aber da ich während des Semesters 20 Std die Woche und in den Semsterferien 40 Std die Woche gerarbeitet hab, ist es mir schnell zu viel geworden und ich habs geschmissen.

    Deswegen: Frühzeitig informationen einholen und dich informieren. Was für Bafög gilt, gilt genau so für die Krankenversicherung (beide haben die gleichen Ausnahmeregeln, aber sicher auch verstecke, warum die genau im Einzelfall nicht gelten, oder nur X Semester lang).

    hikleines schrieb:
    Zitat

    Wäre nett, wenn hier nur konstruktive Beiträge geschrieben werden in dem Thread und keine abwertenden. Ich bin hier, um Hilfe zu suchen und nicht, um als Zielscheibe für Frustrierte Menschen zu fungieren, die es nötig haben, andere abzuwerten.

    kondtruktiver Beitrag: Mach mal das eine fertig, du hast noch mindestens ein Jahr Krankenstand vor dir. Wie lang du danach noch fürs Abi brauchst, steht in den Sternen. Dann kannst du die immer noch Gedanken über deine Berufstätigkeit machen. Ungelegte Eier begackern bringt meist nicht viel.

    Natürlich weiss ich, dass man Schritt für Schritt gehen muss, aber ich möchte dennoch grob planen, um das Gefühl von Kontrolle in meiner Situation zu haben und mich auf etwas in der Zukunft freuen. Interessen, Bedürfnisse und Pläne können sich zwar jederzeit ändern, aber es gibt mir trotzdem was, ein wenig zu planen.

    Glaube für 3000 netto reichen bei Steuerklasse 1 die 60k noch nicht. Bild nur ein 65 oder so müssen es schon sein.

    RiverHaze schrieb:

    Naja, als Projektleiter einer Softwarefirma wäre es wohl nicht schlecht, vom Fach zu sein, oder? :D So jedenfalls meine Vorstellung^^

    Vielen Dank für deine Tipps. :)

    War ja nur ein Beispiel, das wirds in vielen Berufen und Branchen geben, dass es nicht unedingt erforderlich ist, genau das studiert zu haben.


    Und für dieses Beispiel: Ja, wäre natürlich cool, wenn man vom Fach ist. Habe mich als "Techniker" sicher schon ein paar mal bisschen geärgert, wenn ich dieselbe Sache dem Projektmanager zum fünften mal erklären musste. Aber in wirklichkeit bin ich immer froh, wenn ich in einem Projekt bin in dem es jemanden gibt, der sich um den ganzen Kram "drumrum" kümmern, damit ich es nicht selbst tun muss.


    Letztendlich ist so ein Projektmanager oder heute wollen die alle "Agile Coaches" 8-( sein, "Kümmerer". Das Team sagt, sie könnten schneller Arbeiten mit besserer Infrastruktur, dann muss er mit dem Chef reden ob man da was machen kann. Es gibt technische Probleme, er lässt sie sich von den Entwicklern erklären und spricht dann in Ruhe mit dem Auftraggeber und erklärt es ihm in seinen Worten warum da irgendwas so nicht geht wie geplant. Er organisisert nen Workshop, überlegt, dass da noch 2 Entwickler und vielleicht 2 Leute vom Auftraggeber dabei sein sollten, bereitet das bisschen vor damit es gut abläuft. Er setzt sich hier und da in Meetings mit rein, kümmert sich um Kalender, Zeitpläne.


    Also erstmal reicht es meiner Meinung nach, wenn man Excel und einen Browser bedienen kann und gut mit Menschen reden kann. Je mehr technisches Knowhow umso einfacher / reibungsloser klappts dann vielleicht noch. Aber solang jemand kein totaler Wissensverweigerer ist klappt das normalerweise schon irgendwie.

    Aber das kannst du halt nun mal überhaupt nicht in deiner Situation. Je nachdem kann es sein, dass du dir erst in drei vier Jahren darüber überhaupt Gedanken machen kannst und bis dahin mag sich in den Studiengängen und Finanzierungsbedingungen schon wieder so viel verändert haben...außerdem stellt sich dann die Frage, ob bestimmte Berufsfelder überhaupt noch realistisch wären, mit dem hohen Abschlussalter, dass du dann hättest.

    tiramisu01 schrieb:

    Glaube für 3000 netto reichen bei Steuerklasse 1 die 60k noch nicht. Bild nur ein 65 oder so müssen es schon sein.

    hab nachgerechnet 62.500 wenn man Kirchensteuer zahlt und 61.000 ohne Kirchensteuer

    tiramisu01 schrieb:

    Glaube für 3000 netto reichen bei Steuerklasse 1 die 60k noch nicht. Bild nur ein 65 oder so müssen es schon sein.

    Doch sollte ganz knapp reichen. Bei Steuerklasse 1 wärn 60k Brutto im Jahr 2.984 Netto im Monat.


    Wobei ich mich Frage, ob die 3000 netto Einstiegsgehalt sein sollten oder eher so "nach ein paar Jahren". Sonst schränkt das vielleicht nicht umbedingt das Studienfach aber die potentiellen Arbeitgeber und Jobs ein.


    Gehälter sind eh schwer zu prognostizieren, selbst bei der genau selben Tätigkeitsart und Vorbildung kann das weit auseinander gehen je nach Firma, Ort und Verhandlungsgeschick.

    Und ob es „reicht“, kann man auch erst sehen, wenn man das Gehalt schwarz auf weiß hat. Es ist ein immenser Unterschied, ob man in Brandenburg auf dem Land, oder in der Nähe von München lebt.

    Ich arbeite im öffentlichen Dienst und selbst da ist es von Dienstgeber zu Dienstgeber unterschiedlich. Ob Erfahrungsstufen anerkannt werden etc.


    Aber dieses Suchen nach Karrieren und planen von Gehältern, ohne je einen Fuß in eine Uni gesetzt zu haben, das hatten wir hier doch schon häufiger. Und immer mit der gleichen Anspruchshaltung.

    Auf jeden Fall gut zu wissen, danke für das Beispiel und den Einblick in deine Erfahrungen.

    Eher nach ein paar Jahren, wäre wohl realistischer. Aber mal schauen, was die Zukunft bringt. Am attraktivsten für mich hört sich Psychologie an, und da ich mich zumindest als durchschnittlich bezeichnen würde, wissbegierig und fleißig bin (und schon immer war) und, als ich das Abitur noch gemacht habe, immer gute Noten mit viel Lernen erzielt habe, traue ich mir dies durchaus zu, in das Fach reinzukommen und es durchzuziehen auch. Aber vorher kann sich vielleicht noch einiges ändern, mal sehen.


    Ja, kann sein, dass meine Anforderungen ein wenig unrealistisch sind oder waren, aber man kann ja mit dem Gedanken mal spielen und gucken, was so möglich ist. Selbst, wenn es weniger sein soll, wird es mich jetzt schon nicht in ein tiefes Loch reißen. Ich glaube daran, dass ich zukünftig beruflich erfolgreich und mit dem Job zufrieden sein werde und freue mich darauf, wenn es soweit sein sollte.