Zusammenhang von Inzidenz und Prävalenz?

    Hey, ich informiere mich derzeit über die Prävalenzentwicklung von Hyperkinetischen Krankheiten und bin in einer Studie über den Satz gestoßen, das die Inzidenzfälle im Verlauf der jungen Vergangenheit gestiegen sind, die Prävalenz im Verlauf der letzten 20-30 Jahre jedoch nicht gestiegen ist. Müsst diese jedoch nicht auch steigen? Inzidenz und Prävalenz sind doch zusammenhängend oder nicht?


    Vielen Dank für eure Hilfe :)

  • 8 Antworten

    Wenn Du Antworten von Laien haben möchtest, stelle Deine Frage bitte noch einmal in verständlichem Deutsch.

    Quelle: https://www.aerzteblatt.de/arc…yperkinetische-Stoerungen


    Und was genau möchtest du nun diskutieren?

    Zitat

    (engl. incidence), auch Zugang, ist neben der Prävalenz (Bestand) ein Hauptaspekt der Beschreibung und Analyse der Verbreitung von Krankheiten/Gesundheitsproblemen. Die Inzidenz beschreibt Mengen von Zugängen (Inzidenzfälle) in einen Bestand von Kranken/Betroffenen (Prävalenz). Damit ist sie wesentlich für die Betrachtung und Bewertung von Risiken (s. Risiko) in einer Bevölkerung. Zur Beschreibung der Inzidenz gibt es eine Reihe von epidemiologischen Maßzahlen (s. epidemiologische Maßzahlen), die Inzidenzmaße.

    Zitat

    (engl. prevalence) , beschreibt Mengen von (i.a.) Personen in einem definierten Zustand. z.B. des Krankseins/Betroffenseins. Sie ist neben der Inzidenz ein Hauptaspekt der Beschreibung und Analyse der Verbreitung von Krankheiten/Gesundheitsproblemen. Die Prävalenz kann sich innerhalb eines bestimmten Zeitraums vergrößern, dann spricht man von Epidemie, konstant sein, dann spricht man von Gleichgewicht oder sich verringern, dann spricht man von Regression. Man kann in der Regel von der Häufigkeit des Krankseins nicht auf die Häufigkeit des Krankwerdens (Inzidenz) schließen. Für die Prävalenz gibt es spezielle epidemiologische Maßzahlen, die Prävalenzmaße.


    Quelle: GBE-Glossar (GBE = Gesundheitsberichterstattung) des RKI.

    https://www.rki.de/DE/Content/…AB0E8EA2044A3.internet051



    Damit dürfte die Frage beantwortet sein. Die beiden Maße hängen NICHT zusammen.

    Hier noch mal etwas einfacher:

    Zitat

    Inzidenz – was ist das?

    • Inzidenz bezeichnet die Anzahl der Neuerkrankungen, also alle neu aufgetretenen Fälle im betrachteten Teil der Bevölkerung während eines bestimmten Zeitraums (meist ein Jahr). Die Inzidenz wird als Inzidenzrate angegeben, also als Anteil der erkrankten Personen an der Gesamtpopulation.
    • Eine übliche Einheit für die Inzidenz ist die Anzahl der Neuerkrankungen pro 100.000 Personen pro Jahr.
    • Wenn beispielsweise aus einer Gruppe von 100.000 betrachteten Jugendlichen innerhalb eines Jahres zwei neu an einer Bulimie erkranken, ergibt sich eine Inzidenzrate von 2,0 pro 100.000 Personen pro Jahr.
    • Wenn von Prävention gesprochen wird, ist meistens die Primärprävention gemeint. Bei dieser geht es um eine Reduktion der Inzidenz: Die Anzahl der Neuerkrankungen soll vermindert werden.
    • Das Wort „Inzidenz“ kommt aus dem Lateinischen („incidere“) und bedeutet „vorfallen“.

    Prävalenz – was ist das?

    • Prävalenz bezeichnet die gesamte Anzahl der Krankheitsfälle im betrachteten Teil der Bevölkerung zu einem Zeitpunkt oder während eines bestimmten Zeitraums.
    • Die Prävalenz einer bestimmten Erkrankung wird meist als Prozentsatz angegeben (Anteil der erkrankten Personen an der Gesamtpopulation).
    • Typische Maße der Prävalenz sind
    • Wenn beispielsweise während eines Jahres von 1.000 betrachteten Jugendlichen drei an einer Magersucht leiden, ergibt sich eine 12-Monats-Prävalenz von 3/1.000 = 0,003. Das entspricht 0,3 Prozent der betrachteten Population.
    • Behandlung und Therapie einer Erkrankung haben zum Ziel, die Prävalenz zu vermindern.
    • Das Wort „Prävalenz“ kommt aus dem Lateinischen („praevalere“) und bedeutet „sehr stark sein“.
    • Punktprävalenz: Dabei wird ermittelt, wie viele Krankheitsfälle es zu einem bestimmten Zeitpunkt, zum Beispiel an einem bestimmten Stichtag, gibt.
    • 12-Monats-Prävalenz oder auch Jahresprävalenz: Dabei wird bestimmt, wie viele Krankheitsfälle es im zurückliegenden Jahr gab.
    • Lebenszeitprävalenz: Dabei wird der Zeitraum des gesamten Lebens betrachtet. Es wird also ermittelt, wie viele Personen irgendwann in ihrem Leben schon einmal an der Krankheit gelitten haben.

    Quelle: https://www.bzga-essstoerungen…idenz-und-praevalenz/?L=0

    Sunflower_73 schrieb:

    Die Diskussion, warum dies so ist, ist in so einem Forum aber schwierig.

    Sehe ich aus so. Das fängt mit der Thematik Datenerhebung an usw. usw.

    Sunflower_73 schrieb:

    Genau, und endet irgendwo bei wissenschaftsphilosophischen Aspekten...

    Manchmal ist es trotzdem unterhaltsam. ;-D