Zuzahlungsbefreiung

    Hallo,


    ich bin gerade dabei, die Zuzahlungsbefreiung für meine Mutter, die nach einem Schlaganfall im Pflegeheim lebt, zu beantragen.

    Aufgrund chronischer Erkrankung und Pflegestufe 4 sollte das eine reine Formsache sein und sie muß nur 1% ihres Bruttoeinkommens max. pro Jahr dazu bezahlen.

    Sie bekommt nämlich weiterhin auch nach der Reha Sprachtherapie, Ergo- und Physiotherapie.

    Die erste Rechnung über 95,- € für 6x Sprachtherapie trudelte nämlich bereits ein. Ab 2021 soll das anders laufen.

    Wenn ich es recht verstehe, kann man - Variante 1 - die max. Höhe der Zuzahlung pro Jahr vorab bezahlen (sie ist bei der TKK), und dann hat man nichts mehr mit Zuzahlungen zu tun. Alternativ ginge - Variante 2 - Rechnungen sammeln und dann nach einem Jahr die Rückerstattung anfordern.


    Bei Variante 1 - wie läuft das? Bekommt man dann gar keine Rechungen mehr? Oder man bekommt sie und dann steht da irgendwas drauf wie "keine Zuzahlung mehr erforderlich?

    Ich hatte das noch nie und kenne mich damit nicht aus. Die Antragsunterlagen von der Kasse habe ich bereits vorliegen, aber noch nicht komplett durchgelesen.


    Klärt mich auf! ;-D


    LG

    Merlinchen @:)

  • 14 Antworten

    Man bekommt eigentlich einen Nachweis, dass man von den Zuzahlungen befreit ist. Kann man dann überall vorlegen.

    Wenn da so viele Dinge laufen, ist diese Vorauszahlung wirklich sinnvoll. Mein Vater lag bislang an der Grenze, dank Ergo & Physio & Medikamenten liegt er nun aber wohl drüber. Und ich versuche anhand von Einzelbelegen gerade, zu viel gezahlte Dinge aus den letzten 3 Jahren rückerstattet zu bekommen. Absolut mühselig...

    Wenn jetzt erstmalig die erste Befreiung beantragt wird, solltest Du das Formular mit den erforderlichen Unterlagen - als Kopie - der KK zusenden.


    Dann wird dir mitgeteilt, wie hoch der jährliche Betrag ist. Dieser wird evtl. vom Konto abgebucht oder Du musst ihn überweisen. Danach erhältst Du die Karte für die Befreiung, die auch mit der VK vorgelegt werden muss.


    Danach wird jährlich nur noch angefragt, ob man weiter befreit sein möchte und zahlt den Betrag ein. Jedenfalls läuft das bei mir so.


    Ich würde dir empfehlen den Antrag so schnell wie möglich der Kasse zuzusenden, schnellstmöglich den Betrag bezahlen sobald die Mitteilung kommt.


    Die Befreiungskarte wird erst dann in Auftrag gegeben. Wenn Du das bis zum nächsten Jahr raus zögerst, zahlst Du für die Zeit davor trotzdem erst noch.


    Deshalb alle Zuzahlungen aufheben von diesem Jahr und dann der KK diese im nächsten Jahr zusenden.

    Ah, jetzt verstehe ich schon mehr, danke :-)

    Auf der Webseite der KK steht, man müsse die Befreiung jedes Jahr neu beantragen.

    Ich bekomme schon seit einigen Jahren jedes Jahr ein formloses Schreiben. Dort wird mir nur mitgeteilt, dass ich den Betrag X auf das Konto Y überweisen kann, wenn ich eine weitere Befreiung wünsche. Bin bei der BEK.

    Ich habe jetzt mal angefangen, das ganze "Papier" durchzugehen, welches ich von der TKK erhalten habe. Das bezieht sich aber alle auf 2020, obwohl ich das für 2021 haben wollte ":/

    Da brauche ich anscheinend auch was vom Hausarzt, dieses "Muster 55" (was für ein bescheuerter Name) - wegen der chronischen Erkrankungen. Muß meine Mutter dafür persönlich dahin oder kann ich das einfach für sie anfordern? (wir haben denselben Hausarzt)


    Der Satz, der mich total kirre macht:


    ".....gern berechnen wir Ihre individuelle Zuzahlungsgrenze für 2020. Sie können dann den Differenzbetrag zwischen den bereits geleisteten Zuzahlungen und Ihrer individuellen Zuzahlungsgrenze bei uns einzahlen. ….."


    Hört sich für mich so an wie: "Du willst eine Befreiung von Kosten, muss aber trotzdem was zahlen" %-| Beamtendeutsch ;-D


    Ich glaube, ich fülle einfach alles aus und schicke das zurück und dann gucke ich, was passiert. %:|


    Bei der Angabe zu den jährlichen Einnahmen kämen bei meiner Mutter eigentlich nur ihre beiden Renten (eigene und Witwenrente) zum Tragen. Und Zinsen aus Kapitalvermögen. Das wäre doch der Fall, wenn sie eine hohe Summe bei der Bank angelegt hat? Wo finden ich dafür jetzt die Höhe der Zinsen? Wahrscheinlich auf irgend so einem Jahreskontoauszug?

    Da kann ich erst mal suchen . . . . . .

    Merlinchen7 schrieb:

    Das bezieht sich aber alle auf 2020, obwohl ich das für 2021 haben wollte

    Ich denke das Du dadurch noch die Zuzahlungsbegrenzung für 2020 geltend machen kannst.

    Merlinchen7 schrieb:

    Der Satz, der mich total kirre macht:


    ".....gern berechnen wir Ihre individuelle Zuzahlungsgrenze für 2020. Sie können dann den Differenzbetrag zwischen den bereits geleisteten Zuzahlungen und Ihrer individuellen Zuzahlungsgrenze bei uns einzahlen. ….."

    Oder eben bei einer Überzahlung diese von der KK erstattet wird;-)

    Merlinchen7 schrieb:

    Da brauche ich anscheinend auch was vom Hausarzt, dieses "Muster 55" (was für ein bescheuerter Name) - wegen der chronischen Erkrankungen. Muß meine Mutter dafür persönlich dahin oder kann ich das einfach für sie anfordern? (wir haben denselben Hausarzt)

    Streng genommen müsstest Du die Einwilligung deiner Mutter vorlegen. Ich würde dir raten, hier mal über eine Vollmacht nachzudenken, die Du früher oder später überall vorlegen musst. Sonst hast Du keine Berechtigung auf Auskünfte usw.


    Persönlich muss deine Mutter sicher nicht erscheinen, der HA sollte ja nun alle Diagnosen haben.

    Merlinchen7 schrieb:

    Bei der Angabe zu den jährlichen Einnahmen kämen bei meiner Mutter eigentlich nur ihre beiden Renten (eigene und Witwenrente) zum Tragen. Und Zinsen aus Kapitalvermögen. Das wäre doch der Fall, wenn sie eine hohe Summe bei der Bank angelegt hat? Wo finden ich dafür jetzt die Höhe der Zinsen? Wahrscheinlich auf irgend so einem Jahreskontoauszug?

    Da kann ich erst mal suchen . . . . . .

    Lege beide Rentenbescheide als Kopie dazu. Zinsen gibt es kaum noch, fallen überhaupt nicht mehr groß ins Gewicht und werden zum Jahresende errechnet. Da dürfte es reichen, wenn Du den vom letzten Jahr als Kopie beilegst. Schau mal auf die Auszüge für Dez 2019. Dafür existiert ganz sicher ein Unterkonto. Frag einfach bei der Bank nach.

    Man kann VIER Jahre rückwirkend die Zuzahlungsbefreiung geltend machen.


    Und für das Muster muss Deine Ma nicht zum Hausarzt. Er muss eben nur bescheinigen, dass eine chronische Erkrankung vorliegt. Strenggenommen ginge das sogar ohne Vollmacht, wenn er es direkt an die TKK schickt. Aber Du hast ja Vollmachten.


    Ist alles nervig...

    Ich habe vor einer Woche den Antrag für 2020 rausgeschickt, bisher aber noch nichts gehört.

    Gestern kam dann der Antrag für 2021. Kann ich den auch schon jetzt rausschicken? Allerdings kenne ich natürlich nicht die genauen Zahlen für nächstes Jahr. Die Rentenhöhe wird zumindest für das erste Halbjahr gleich bleiben, Bescheid über eine Erhöhung kommt frühestens im Juni. Aber diese "Mini"-Erhöhungen werden die Gesamtsumme wohl nicht maßgeblich beeinflussen ;-D Allerdings werden da auch Zinsen für Kapitalerträge abgefragt, die habe ich natürlich noch nicht. Einfach die gleiche Zahl reinschreiben wie in 2020? ":/

    Oder gibt man das erst im Nachhinein Ende 2021 ab? %-| Ich kann Autos reparieren und Klimaanlagen bauen, aber für sowas bin ich wohl zu doof ;-D;-D

    Merlinchen7 schrieb:

    Ich habe vor einer Woche den Antrag für 2020 rausgeschickt, bisher aber noch nichts gehört.

    Gestern kam dann der Antrag für 2021.

    Den Antrag für 2021 würde ich auf jeden Fall rausschicken, dann kann er noch in diesem Jahr genehmigt werden und man hat die Befreiung schon ab Tag eins. Manchmal werden Medikamente schon früh im ersten Quartal gebraucht und da tappt man schon mal in die Falle, zuzahlen zu müssen, weil die aktuelle Befreiung noch nicht da ist.

    Gib alles so an wie für 2020. Wenn die erstmal die Zahlen haben, dürfte das so durchgehen.

    Das die erhöhte Rente für 2021 noch nicht angegeben werden kann, ist normal und die Verzinsung wird von der KK selbst berechnet oder übernommen.

    Wie schon mitgeteilt solltest Du die Befreiung für 2021 noch in diesem Jahr erhalten. Also am besten heute noch wegschicken;-)

    Ich habe einen Online-Zugang bekommen, da kann ich die Unterlagen hochladen, brauch ich nicht mal zum Briefkasten :)^