• 10 Jahre Ehe und nun?

    Bin mit meinem Mann 10 Jahre verheirate.und haben 2 Kinder. wir haben einiges durch. Aber nun steh ich vor einem naja Problem bzw Entscheidung. Ich möchte die Ehe schon einige Zeit beenden, da die Gefühle einfach nicht mehr da sind/reichen. So verstehen wir uns noch recht gut und funktionieren auch als Eltern gut. aber mehr ist da nicht mehr von…
  • 33 Antworten

    kleinerTeddybär

    Zitat

    Es wäre für alle einfacher, wenn er gehen würde.

    Für dich wäre es einfacher.


    Ich wiederhole meine Frage einfach mal: Worum soll es hier gehen? Was können wir für dich tun?

    Zitat

    Es wäre für alle einfacher, wenn er gehen würde.

    Das klingt wie "Es wäre schöner, wenn heute die Sonne scheinen würde.". So tralalaa und passiv. Hast du ihm gesagt:


    "Ich möchte die Scheidung, zieh bitte bis Ende des Monats aus?"


    oder eher sowas wie:


    "Ich weiß nicht ob ich dich noch liebe, bin mir nicht sicher, vielleicht ist es aus, ich empfinde nichtmehr so viel für dich, ich weiß doch auch nicht was wir machen sollen."


    Das ist Wischiwaschi, mir soeiner Ansage können die meisten Männer nichts anfangen. Das ist keine Aussage, das ist lautes Denken, und zwar lautes wirres Denken.


    Also, zwei Schritte:


    1. Werde dir klar darüber, was du möchtest. Sprich mit Freundinnen drüber, mit Leuten im Internet, oder mit einem Psychologen. Versuche, innere Klarheit zu kriegen über das, was du möchtest.


    2. Mach klare Ansagen.


    "Schatz, ich möchte es nochmal versuchen. Lass uns eine Paartherapie machen."


    oder


    "Ich will die Scheidung. Ich ziehe mit den Kindern zu meinen Eltern und möchte das du bis Ende des Monats ausgezogen bist."

    HannahWe

    Ich würde kein Stück einsehen, dass die Frau einfach mal so meint alleine entscheiden zu können bei wem die Kinder wohnen. :|N

    Ich habe selten erlebt, das jemand so kalt und emotionslos über seine Ehe schreibt.


    Der dazugehörige Nickname "Kleiner Teddybär" klingt da für mich wie eine Farce.


    Was bist du für ein Mensch? Eine Trennung ist eine hochemotionale Sache und deinem Mann einfach seine 2 Kinder wegzunehmen und zu sagen "Gehe jetzt bitte" is wohl das Letzte.


    Das Mindeste was dein Mann verdient hat ist, das du dich mit ihm auseinadersetzt und so weit es bei einer Trennung geht auch auf seine Gefühle Rücksicht nimmst.


    Du sollst nicht deinen Trennungswunsch revidieren, aber bitte mal etwas mehr Empathie für den Mann und die Kinder zeigen. Die Kinder sind diejenigen, die am meisten leiden werden und bei dir mit keinem Wort Erwähnung finden.


    Traurig,traurig

    Das wäre natürlich das Einfachste für dich. Allerdings, von seiner Sicht aus versucht zu sehen, bist ja DU diejenige, die gehen will. Warum soll er sein Zuhause, seine Kinder "verlassen", wenn er doch gar nichts ändern will?


    So wie es sich hier darstellt, wirst du aktiv werden müssen.

    Zitat

    Es wäre für alle einfacher, wenn er gehen würde.

    Warum soll er denn gehen? Du bist doch schließlich diejenige, die mit dieser Situation so unglücklich bist, daß Du sie eigentlich gerne beenden möchtest. Dann solltest auch Du die nötigen Konsequenzen ziehen.

    Zitat

    Ich würde kein Stück einsehen, dass die Frau einfach mal so meint alleine entscheiden zu können bei wem die Kinder wohnen. :|N

    Ok, das hab ich bei meinem Post nicht bedacht. Ich dachte es auch eher nicht als Langzeitlösung mit den Kindern zu ihren Eltern zu ziehen, sondern um ihm klar zu machen wie ernst sie es meint. Natürlich müssen Sorgerecht, Besuchszeiten usw. dann mit dem Mann in Ruhe besprochen werden.

    Hallo @ kleinerTeddybär

    ich habe in Deinen alten Fäden mal quer gelesen, was Dich und Deine aktuelle Beziehung angeht. Wenn ich mir einzelne Passagen zurück rufe, glaube ich, dass eure Beziehung von den Anfängen abgesehen unter keinem all zu guten Stern stand. Lässt sich als Außenstehender sicher einfacher aussprechen, als man zu sich selbst.


    Aber Du warst immer wieder in Deinen Emotionen von Deiner ersten großen Liebe überlagert, die Du scheinbar nie so ganz überwunden hast. Ja, es gibt sie, diese verhängnisvollen On-Off-Dauerbeziehungen. Bezeichnend war, dass Dein Ex-Freund gerade dann immer wieder in Dein Leben kam, wenn Du für Dich glaubtest stabil und sicher in Deiner Ehe zu leben. Dennoch hatte er wieder und wieder vermocht Deine Empfindungen zu erschüttern.


    Dein Mann hatte, wenn man es nüchtern sehen will, nie eine richtige Chance in Deinem Leben anzukommen. Ihr habt irgendwie ein Leben zu "dritt" geführt, der Ex als Schatten Deiner Vergangenheit in Deiner Gegenwart präsent.


    Inwieweit dies heute Deine aktuelle Ehestörung noch tangiert, wirst Du besser beurteilen können. Du hattest allerdings auch bereits in Deinen alten Fäden davon geschrieben, dass die körperliche Nähe und Anziehung zu Deinem Ehemann fehlt. Das ist eigentlich der Fakt, den man am wenigsten selbst aktiv beeinflussen kann. Du hattest körperliche Veränderungen als Grund genannt. Da helfen dann auch Therapien oder immer währende Gespräche zwischen den Partnern wenig. Es würden am Ende allenfalls Vernunftsgründe bleiben, die eure Beziehung am laufen halten. Aber ich denke das reicht Dir lange nicht mehr aus.


    Ein Mann, der auf Dauer zurück gewiesen wird, kann in einer Ehe ebenso wenig erfüllt leben, wie Du es auch nicht tust. Vielleicht wäre eine Lösung eure Trennung von einem Mediator begleiten zu lassen, schon wegen der Kinder (Alter weiß ich aktuell nicht). Es hätte den positiven Vorteil, nicht mehr Porzellan zu zerschmeißen, als eine Trennung ohnehin verursacht.


    Du wirkst vom schreiben her, zunehmend genervt von der Situation, weil Du innerlich bereits den Abstand zur Beziehung hast, der Deinem Mann offenbar derzeit noch fehlt. Vielleicht habt ihr auch deswegen nicht mehr die Chance konstruktive Gespräche in Richtung Trennung zu führen. Deshalb mein Rat euch Hilfe bei einem unparteiischem Dritten zu holen. Es würde euch beiden helfen mit der Situation angemessen umzugehen.

    HannahWe

    Zitat

    Ich dachte es auch eher nicht als Langzeitlösung mit den Kindern zu ihren Eltern zu ziehen (...)

    Ja, auch da: Die Frau mag ja gerne meinen, dass sie das alleine einfach mal entscheiden kann; nein, in mir würde das massiven Widerstand hervorrufen. Sie will gehen? Sie weiß wo die Tür ist. Sie will die Kinder mitnehmen? Da hätte ich auch einige Takte zu zu sagen.

    Zitat

    Natürlich müssen Sorgerecht, Besuchszeiten usw. dann mit dem Mann in Ruhe besprochen werden.

    Sorgerecht sollte ja schon geklärt sein. Hier gilt aber insgesamt auch das was oben gilt: Wenn bereits klar sein soll, dass die Kinder bei der Mutter leben und mit mir halt Besuchszeiten vereinbart werden; nein. (So klingt es zumindest.)

    Dumal, du hast Recht. Ich habe selbst noch keine Kinder und deshalb die Thematik Kinder in meinem Vorschlag nicht genügend beachtet. Der Vater hat natürlich etwas zu sagen, wenn es darum geht, wo die Kindern wohnen sollen.


    Das macht es halt viel schwieriger für sie, ihren Plan endlich durchzuziehen, und vielleicht ist sie deswegen so wischiwaschi in ihren Wünschen und Plänen und dreht sich im Kreis. Aber wahrscheinlich ist das so, wenn man als Paar Kinder hat.

    Ich glaub ich kann die Gefühllosigkeit der TE, die wir als Kälte empfinden, teilweise nachvollziehen. Es ist vielleicht so eine ich-kann-nicht-mehr-ich-mag-nicht-mehr Leere. Vielleicht ähnlich wie bei einer Depression?


    Aber es hilft nix: nur weil man nicht mehr mag, muss man sich trotzdem dem Leben stellen. Man kann nicht sagen Leben lass mich in Ruhe, schon gar nicht als Eltern oder wenn man im Berufsleben steht. Da bleibt nur Zähne zusammenbeißen und durch. Klar mag der Gedanke verlocken, dass der Ehemann einfach mal geht. Schnell, spurlos, und dann nur noch brav zahlt. Aber eine Trennung ist auch viel Arbeit, auch Emotionale. Der Weg zu diesem Gefühl der Befreiung ist auch noch mal steinig. Der Lohn ist dann die Befreiung von der Last der kaputten Beziehung, die Chance auf einen Neuanfang etc.

    @ TE

    Wie Andere schon geschrieben haben: es wäre nur für dich das Beste, wenn dein Mann einfach (von wegen einfach...) geht. Dass er das sang- und klanglos tut, daran kann man zweifeln. Also setzt euch auf eure Popöchen und redet miteinander konkret über die wichtigen Dinge! Wer zieht aus, wie wollt ihr es mit den Kindern handhaben. Holt euch Rechtsberatung bezüglich Unterhalt und all der anderen Dinge die finanziell zu klären sind. Ein Auszug geht üblicherweise auch nicht von heute auf morgen (Wohnungssuche) und ist keine billige Sache.

    Was ich möchte?


    Vielleicht andere sichtweisen oder Denkanstöße .


    oder es mir einfach mal von dee Seele schreiben

    Es kommt wirklich total lieblos rüber, wenn du schreibst, er soll einfach gehen. Du müßtest auch an die Kinder denken. Wo wollen sie hin, wie ist ihr Verhältnis zum Vater?


    Am besten gehst du mal zu einer Beratungsstelle um etwas klarer zu werden.

    @ kleinerTeddybär

    Was solltest du tun?


    Reiche die Scheidung ein, denn du bist die Person, die die Ehe nicht mehr aufrecht erhalten will. Dein Mann ist dafür nicht zuständig. Es ist wesentlich gemeiner, rücksichtsloser und gefühlskälter, eine lieblose Ehe weiterzuführen, als eine Trennung herbeizuführen- damit eröffnest du deinem Mann die Chance, eine liebenswerte Frau zu finden und nicht an ein Phantom gebunden zu sein.


    Zu den Kindern:


    Bei welchem Elternteil die Kinder bleiben sollten, sollten zuallererst die Kinder selbst entscheiden (die können für die Lieblosigkeit oder die Ehefehlentscheidung der Eltern am wenigsten).