Ups, der Link geht nicht, aber places hat es eh gut beschrieben.


    http://www.icd-code.de/icd/code/F32.-.html


    Hm, vielleicht kannst Du mit Deinem Sohn ausmachen, dass ihr ihm noch ein Jahr zur "Suche" gebt? Macht ein genaues Datum aus, bis dahin muss er sich entweder für einen Studiengang eingeschrieben oder eine Arbeit angefangen haben. Sollte dies nicht der Fall sein, behälst Du Dir als zahlender Vater die Möglichkeit vor, von ihm ab diesem Zeitpunkt einen Fixbeitrag zum Haushalt zu verlangen (ergo er muß sich eine Arbeit suchen).


    Autonomie heißt auch, dass ein Mensch unabhängig ist - und die Verantwortung für seine Entscheidungen trägt...

    Zitat

    Zivildienst bzw. Wehrpflicht wurde in Deutschland bereits 2011 abgeschafft. *:)

    |-o |-o |-o


    Ich bitte vielmals um Entschuldigung ;-D ich arbeite in Sozialbereich in Ö mit sovielen Zivis zusammen, da ist mir dieses Detail vollkommen entgangen...

    Zitat

    Oh ich gehöre zu der echt entspannten Art, aber ich Frage mich nach einem Jahr, wie lange ich mir das anschauen soll. Das sich die Beziehungen zwischen den Menschen in der anderen Generation geändert hat ist mir klar: aber wie kann ich ihn positiv Pushen?

    EIN Jahr finde ich nicht viel, um herumzuprobieren und zu zweifeln, was man machen will und was nicht.


    Sorgen kannst du die machen, wenn er mit Mitte 20 immernoch nix mit sich anzustellen weiß.


    Was macht er so den ganzen Tag? Wie finanziert er sich? Zumindest ein MInijob sollte ja drin sein. Bleibt genug Zeit zum Chillen und sich ausprobieren und zum Haushaltseinkommen beizusteuern.

    Zitat

    Wenn ich meinen würde, das er eine Depression hätte, wie bekäme ich meinen 20 jährigen Sohn zum Arzt, wenn er es nicht will?

    Einfache Antwort: gar nicht.

    Wenn es euer Verhältnis zulässt, kannst du ja deine Sorge äußern, ob er eventuell depressiv ist/ an einer depressiven Verstimmung erkrankt ist, und falls er darauf eingeht, kannst du ja einen Besuch beim Psychologen vorschlagen. Dafür benötigt man keine Überweisung vom Hausarzt, sondern kann einfach telefonisch einen Termin direkt bei einem vereinbaren bzw. auf''s Band sprechen (kenne es nur so, dass es kurze, telefonische Sprechzeiten gibt, denn sie sind ja fast immer mit Patienten im Gespräch).


    Auch schadet es nicht, etwas Autorität an den Tag zu legen, wenn es keine Depression ist. Ihr solltet seinen eventuellen Chillmodus nicht allzu lange durchgehen lassen aus Angst, dass euer Verhältnis darunter leidet. Er soll ja schließlich auch erwachsen werden, Eigenverantwortung übernehmen für sein Leben - damit möchte ich finanzielle Unterstützung nicht schlechtreden, aber er sollte nicht das Gefühl bekommen, er könne immer bei Mama und Papa wohnen, die regeln das schon.


    Wenn es tatsächlich nichts mit einer psychischen Erkrankung zu tun hat, kann ein sanfter Tritt in den Hintern nicht schaden - natürlich in Form von klaren Worten.

    Insgesamt finde ich ein Jahr der Orientierung kein Problem. Hab ich auch gemacht, aber mit einer Weltreise. Mein Sohn saß vor dem Computer!!!


    Einerseits andereseits.


    Ich bin noch jung (43) mit einem 20 jährigen Sohn und einem sozialen backround. Trotzdem verstehe ich die ganze Internet Nummer noch nicht ganz ( und ich mache es gerade), aber die sind noch ganz anders drauf.

    Hallo Käptn,


    ich habe mich direkt mal hier angemeldet, um dir zu antworten - es ging mir nämlich ganz ähnlich. ;-)


    Nach dem ich vom Gym geschmissen wurde (Abgang 10. Klasse) waren meinen persönlichen und beruflichen Perspektiven nicht so toll. Ich saß heeme und hab gezockt, gekifft und evtl. mal was für meine Eltern gemacht. Meine Freunde fingen an zu studieren oder haben sich für eine Ausbildung entschieden - irgendwann kam ich in Zugzwang, weil ich mich selbst nutzlos gefühlt habe und auf der anderen Seite meine Eltern den Zustand nicht mehr stützen wollten. Also hauptsache jetzt mal irgenwas machen. Aber mit dem Zeugnis? Mhm, ich habe schon immer gern gekocht und liebe es zu essen, also mit ganz romantisch-naiven Vorstellungen ab in die Gastro. Das ganze endete in 2. abgebrochenen Ausbildungen und dann stand ich wieder dort, wo ich nich angefangen habe. ":/


    Meinen Weg habe ich über eine kfm. Ausbildung gefunden und studiere zwischenzeitlich. Ja ich bin sogar froh, diesen weg gegangen zu sein.


    Warum ich das schreibe? Also für mich war es wichtig zu erkennen, welche Fähigkeiten, Talente und Interessen ich besitze. Zudem hat mir die Erfahung aus abgebrochenen Ausbildung gezeigt was ich nicht sein will. :)*


    Ich denke ein Anstupser in die Richtung "Wir lieben dich aber die Miete und der Einkauf muss trotzdem bezahlt werden..." kann schon einen Startimpuls geben. Er soll sich ausprobieren, machen was er will und sich dann entscheiden. Meiner Meinung nach kann die Motivation nicht von außen übertragen werden, sie muss von innen heraus entstehen. Also erstmal losgehen und machen, wohin die Reise für ihn geht wird sich dann zeigen. Nur reiner Nihilismus (was ich nicht unterstelle) ist keine Konzept um glücklich zu werden.


    Mit Anfang 20 und Abitur stehen ihm doch alle Tore offen, vielleicht auch mal ein Jahr ins Ausland oder doch eine Ausbildung und sehen was das Arbeitsleben so für einen bereit hält. :)D ]:D:p>

    Zitat

    Insgesamt finde ich ein Jahr der Orientierung kein Problem. Hab ich auch gemacht, aber mit einer Weltreise. Mein Sohn saß vor dem Computer!!!


    Einerseits andereseits.

    Naja, da sollte man dem 'Kind' aber auch nicht die eigenen Vorstellungen überstülpen. Wenn Selbstfindung (um das einfach mal als platten Oberbegriff zu nehmen) für ihn daraus besteht, vor sich hinzubrüten statt rumzureisen, ist das eben so.


    Trotzdem würde ich einfach verlangen, wenigstens ein bisschen was beizusteuern. Sonst gibts eben kein Internet mehr, vor dem er den Rest der Woche sitzen kann.


    Im Falle einer Depression wäre NUR chillen, ohne auch nur eine noch so kleine Verpflichtung, auch nicht produktiv.

    Das dumme ist, das ich das meine zu wissen.!!


    Das Problem ist das tatsächliche Gespräch. Wann? Wo? Wie? Und überhaupt. Fallen können überall sein.


    Das wichtige für mich ist, ein gutes Verhältnis meinen Sohn.

    Dafür gibt es nicht "den" besten Zeitpunkt. "Wo?" kannst du sicherlich selbst am besten einschätzen, vielleicht auch ein neutraler Ort? Jedenfalls würde ich das nicht überbewerten. Und beim "Wie?" - ganz einfach: gleichberechtigt, ehrlich, offen und sachlich. Lass ihn wissen was dich bewegt und sprecht über die Situation ohne dabei deine Erfahungen auf ihn übertragen zu wollen. Vielleicht erreichst du ihn ja, wenn auch nicht sofort ersichtlich.

    Tja, Käptn, ein gutes Verhältnis zu Deinem Sohn ist zwar ein schönes Ziel, aber in dieser Situation müsst Ihr als Eltern Kante zeigen und Eurem Sohn die Richtung zeigen. Im Grunde musst Du Dich abends mit ihm zusammensetzen und ihn klar machen, dass er jetzt reif und mündig ist, um auf eigenen Beinen zu stehen. Und dass Du erwartest, dass er in spätestens 5 Jahre selbst für seinen Lebensunterhalt zu sorgen hat.


    Wenn er das einsieht - gut! Wenn er aber gerade ein null-Bock Phase hat und meint, ihr zahlt solange, wie er möchte dann wird das Verhältnis leiden.

    Da ich mich gerade in einer ähnlichen Situation befinde: setz ihn auf den Pott. Niemand verlangt, dass er weiß, was er mit dem Rest seines Lebens anfangen soll, aber bis dahin kann er ganz prima arbeiten gehen. Soll er irgendwelche Scheißjobs machen, egal, er muss was tun. Ansonsten schmeiß ihn raus.

    Habe auch so einer. Ich habe jetzt einfach für ihm Bewerbungen geschrieben.


    Er hat nur ein schlechtes Realschulabschluss weil er kein Bock hatte. Für eine Ausbildung schwierig.


    Meine andere 2 Kinder machen Abi und haben klare Vorstellungen was sie machen wollen.