uuuh also zu so etwas fällt mir leider nur ein satz ein


    "seine familie kann man sich nicht aussuchen - seine freunde schon".


    so eine freundschaft wäre für mich keinesfalls erstrebenswert, ich umgebe mich lieber mit "gleichgesinnten". und auch ich würde dir nicht raten, zu putzen oder sauber zu machen, es wird innerhalb kürzester zeit wieder so aussehen.

    Ich schließe mich Aurora´s Meinung an.


    Offensichtlich ist Dein Freund nicht in der Lage für sich selber zu sorgen – denn so eine Verwahrlosung ist auf keinen Fall normal.


    Wer seine vollgepinkelten Unterhosen trockenföhnt (wenn es nicht so traurig wäre, müßte man ja lachen) – nee, echt – das ist voll krank. ":/


    In meinen Augen wäre er ein Fall für betreutes Wohnen oder so etwas.


    Es ist nett von Dir, dass Du dich sorgst und ein bischen kümmerst, aber eigentlich bist Du dafür nicht zuständig.


    Kann man da evtl. mal die Caritas einschalten? ???

    ich hatte bis vor 2 jahren ein hotel.


    und dort hatte ich genau den gleichen fall erlebt.genaugenommen sogar zweimal (aber nicht der gleiche).


    der gast war ausgesprochen lieb,freundlich und hilfsbereit aber er hat gestunken dass einem der atem wegblieb.


    wir hätten auch in seinem zimmer lt. ihm nicht saubermachen dürfen. gott sei dank gibt es ja immer noch regeln die eingehalten werden müssen und so haben wir uns geeinigt dass alle 3 tage die putzfrau kommt.


    ihr könnt euch nicht vorstellen was wir da gesehen haben.


    gelbe unterwäsche, braucht man wohl kaum fantasie um sich vorzustellen woher.


    im zimmer hat es gestunken dass unserer armen putzfrau schlecht wurde (fenster wurde von ihm auch nie geöffnet).


    da er im vorraus für 2 monate bezahlt hatte konnten wir ihn erstmal natürlich nicht rausschmeissen, was aber eh nicht unser ding war.


    ich habe ihn dann mal darauf angesprochen ob er denn keine saubere wäsche hätte, er hat mich eher vewirrt abgesehen und wusste garnicht was ich von ihm will.


    habe ihm sogar angeboten seine wäsche kostenlos zu waschen, wollte er auch nicht,


    nach einem monat hat das zimmer so gestunken und die anderen gäste haben sich beschwert dass wir uns entschlossen haben ihm zu bitten zu gehen.


    wir haben an sich für alle menschen verständnis aber das ging nicht mehr.


    habe dann bei der polizei angerufen was ich machen kann.


    die meinte ich könnte ihn nur rauswerfen wenn er sich was zuschulden kommen lässt, ansonsten muss er die bezahlte zeit bleiben.


    habe dann noch gefragt wie man ihm denn helfen kann, auch da nein kann man nicht, er ist ein erwachsener mensch ist nicht entmündigt und somit bleibt er auch in zukunft sich selbst überlassen.


    ich fand das schon ziemlich krass dass man so einen menschen auf die strasse schicken muss und nicht weiss was aus ihm wird und von gesetz her ist niemand verantwortlich.


    ich finde es sehr schön von dir dass du dich um ihn kümmerst tu es auch weiterhin aber setz unbedingt grenzen.und saubermachen bei ihm tu das bloß nicht. die einzigen die etwas machen können sind die eltern.sie können ämter auf den verwahrlosten zustand ihres sohnes aufmerksam machen, ob dann was passiert steht aber auch in den sternen.


    vielleicht kannst du ihn doch zu einer psychologischen beratung überreden vielleicht tut er es ja für dich als freundin.eine andere chance gibt es nicht, denn wie gesagt in d kann jeder tun was er will solange er niemanden stört oder für sich selbst zu gefahr wird.


    lg baerli

    @ Peach84

    Ich vermute auch stark, dass ein gravierendes psychisches Problem dahintersteckt.


    Was ist da denn nur vorgefallen, und wann?


    Wofür gibt er schon am 1. des Monats sein ganzes Geld aus?


    Wie sieht sein Tagesablauf aus?


    Und kriegt er denn nie Schwierigkeiten mit Vermietern?


    Wie habt Ihr Euch kennen gelernt, und was sind das für freundschaftliche Attribute, die ihn so wertvoll machten, dass das bisher alles andere kompensieren konnte (wobei z.B. hilft er Dir)?

    Peach84, hast du dich wirklich bei der Reinigung des Klos übergeben müssen oder war das nur metaphorisch gemeint...? Klingt ja echt heftig und erinnert mich an meine Wohnheimzustände, auch wenn dein Beispiel um ein vieles drastischer ist. :-/

    Ich gehe auch davon aus, dass dein Freund das nicht mehr einfach nur aus Trägheit machen kann. Das muss schrecklich sein – nicht nur für die Leute, die ihn umgeben, sondern auch für ihn selbst.


    Es hört sich für mich so an, als wenn da ein ernsthaftes seelisches Leiden dahinter steckt. Wirklich helfen können da vermutlich nur Ärzte... Ich meine, bei der "mangelnden" (nicht vorhandenen?) Hygiene wird auf kurz oder lang auch seine körperliche Gesundheit Schaden nehmen. Vielleicht solltest du ihm das einmal klar sagen?

    Danke euch für die Antworten.


    Ich denke auch, das er einen Arzt aufsuchen sollte. Irgendwas scheint bei ihn nicht zu stimmen. Er hat auch einen Tick, er zieht ununterbrochen seine Nase hoch. Also so als ob er Schnupfen hätte. Das macht er auch schon seit ich ihn kenne. Außerdem kaut er Fingernägel. Alles in einem deutet ja schon auf ein psychisches Problem hin, denke ich.


    Ich weiß nicht ob in seiner Kindheit etwas vorgefallen ist, ich glaube nicht. Jedenfalls hat er nie etwas davon erzählt. Ich denke, was viel "kaputt gemacht" hat, ist, dass seine Mutter ihn zu sehr behütet. Er bekommt noch mit seinen 46 Jahren jeden Tag sein Butterbrot von seiner Mutter geschmiert. Jeden Abend holt er sich das ab. Sein Vater darf davon nichts wissen.


    Sein Geld gibt er ua. für Partys aus. Und er geht jeden Monat zum Frisör. Ja weiß auch nicht so ganz wofür. ":/


    Sein Tagesablauf sieht ungefähr so aus:


    Er schläft bis etwa 13 Uhr und danach trifft er sich mit "Freunden" bzw. Bekannten. Ja bis in die Nacht. Ich muss dazu sagen, das mir aufgefallen ist, das er nicht alleine sein kann. Er ist nur unterwegs bzw. lädt er sich Besuch ein. Auch hat er starke Verlustsängste. Einmal haben wir uns gestritten und als ich ihn rausgeschmissen habe, da ich ich erstmal runterkommen wollte, fing er an zu weinen und zu betteln. Er hat so lange an meiner Tür geklingelt, bis ich diese wieder aufgemacht habe.


    Das Gleiche hat er auch mit anderen abgezogen.


    Schwierigkeiten mit den Vermieter hat er nicht. Wir haben die gleiche Baugnossenschaft. Die kümmern sich eh um nichts. %-|


    Wir haben uns kennengelernt, als ich hier eingezogen bin. Er hat direkt mitgeholfen. Danach habe ich ihn zu meiner Einweihungsparty eingeladen und seitdem haben wir Kontakt. Er hilft mir wenn ich in den Urlaub fahre (er passt auf meine Katzen auf), wenn es etwas Handwerkliches zu machen gibt usw. Ich hingehen lade ihn ab und zu zum Essen ein wenn ich etwas gekocht habe oder helfe ihn bei PC-Arbeiten.


    Ich mag ihn eigentlich schon auf eine gewisse Art und Weise. Und er macht es mir schwer. Es gab schon einmal eine Situation, wo ich den Kontakt abbrechen wollte, aber er fing an zu weinen, zu betteln und tat mir letzendlich leid. :-/


    Ich denke, ich werde nochmal das Gespräch suchen. Wir, sein bester Freund und ich, haben das schon oft versucht, aber er hat immer Ausreden. Aber ich werde es nochmal versuchen und auch das mit Therapie/Arzt ansprechen. Ich habe ihn mal nahegelgt einen Betreuer schmackhaft zu machen, aber das lehnt er ab. Vielleicht sollte ich es mal über seine Mutter versuchen. Diese mag mich sehr und vielleicht haben wir zusammen eine Chance. Wobei ich auf jeden Fall auf meine Grenzen achte.


    Nur tut er mir schon leid, wenn ich mitbekomme wie sich die Menschen in seiner Umgebung die Nase rümpfen bzw. ihn auslachen.

    Zitat

    Er bekommt noch mit seinen 46 Jahren jeden Tag sein Butterbrot von seiner Mutter geschmiert. Jeden Abend holt er sich das ab. Sein Vater darf davon nichts wissen.

    Wieso darf der Vater davon nichts wissen? Vielleicht wäre ja er der richtige Ansprechpartner für dich, dass er mal ein Machtwörtchen mit seinem Sohn spricht. Die Mutter scheint die Probleme ihres Sohnes eher zu fördern :-/

    Weil der Vater sich darüber aufregen würde. Der Vater meinte wohl auch mal, wenn er mitbekommen würde das die Mutter ihn Geld zusteckt oder ähnliches, dann würde er sich trennen. Ich werde deswegen aufpassen müssen was ich sage bzw. eher mit der Mutter sprechen. Oder eben mit beiden.

    Ich muss das mal einwerfen:


    wenn ich so mit Bahn und Bus unterwegs bin, muss ich da auch ständig feststellen, dass es von der Sorte wohl noch mehr gibt...


    Viele aus der älteren Generation – entweder Kriegs- oder Nachkriegsgeneration sind auch auf dem Trip, nur 1-2x die Woche baden oder duschen zu gehen. Kenne ich durchaus von einigen. Sogar meine Eltern sind so drauf.


    Natürlich ist das bei weitem nicht so krass, wie im Eingangsbeitrag geschildert.


    Bah, furchtbar, wie wenig wert sich manche sind.