Ablebensversicherung (in Partnerschaft + Kind

    Hallo!


    Ich hatte mit meinem Freund heute eine weniger schöne Diskussion.


    Wir haben uns im Vorjahr ein Haus gemeinsam gekauft, er mit mehr Anteil - je nach Eigenkapital bzw. Kreditrückzahlung. Wir haben von der Kreditanstalt keine Ablebensversicherung benötigt.


    Ich bin aktuell schwanger und mache mir über die Zukunft gedanken... Heute habe ich mit meinem Freund über ine Versicherung gesprochen.. Für den Fall dass er stirbt, dass sein Kreditanteil gedeckt wird... Damit ich das Haus dann nicht verkaufen muss mit einem Kind.


    Er findet dass als keine gute Idee... Er meint, dass ich doch das Haus verkaufen kann und ein bisschen Gewinn wird zum Leben schon übrig bleiben, dann kann ich mir ja eine Wohung einrichten.


    Ich war dann ziemlich baff und das ganze ist dann in einen weniger netten Ton mit viel Beschuldigungen eskaliert.... Es kamen dann Themen wie Ehevertrag, wo ich finanziell sicher nur das bekomme was ich bezahlt habe (Naja in Karenz + Erziehungsjahre mit Teilzeit wird das kein Vermögen (zuwenig um sich dann wieder etwas eigenes zu suchen) sein) somit empfinde ich es als Knebbelung.


    ich habe ein Studium beendet und bin sicherlich auch alleinerziehend lebensfähig und muss nicht am Existenzminimum herumgrundeln... Aber irgendwie bin ich bei dieser Einstellung total schockiert. Es ist nicht so dass ich ihn finanziell ausnehmen möchte... So wie er mich hingestellt hat. Aber ich denke, jede Mutter möchte für das Kind und sich eine abgesicherte Position haben und nicht bei tod oder trennung jeden cent umdrehen zu müssen am Anfang.


    wie habt ihr das gelöst?


    vielen lieben Dank... Bin eben etwas ratlos.

  • 62 Antworten

    Wir haben beide eine Lebensversicherung abgeschlossen, die den Betrag deckt, damit der Partner mit den Kindern im Haus bleiben kann.


    Das war für mich selbstverständlich, ich habe gedacht, dass würde niemand jemals anders handhaben.


    Und so wahnsinnig teuer ist das auch nicht.

    Er sieht darin, dass ich mir einen finanziellen Vorteil erhoffe,... vorallem geht es ihm darum dass nicht ICH einen Vorteil habe... Und andere Leben auch in einer Wohnung mit Kind. Und ich solle dann einfach das Haus verkaufen... Er möchte nicht dass ich mir dann ein finanziell schönes leben mit einem andern mache.


    Ich bin sooo schockiert über diese Aussagen... Wenn er mitte 20ig ist, ok. Aber ein älterer Mann mit Bildung! Ich dachte, ich wäre im falschen Film!

    Hat er Angst das du ihn umbringst und dir dann eine Sause machst? Ansonsten ist das Verhalten ja total meschugge, vorsichtig formuliert, denn dann würde er dir ja nach seinem von dir unverschuldeten Tod zusätzlich auch noch Ärger mit Banken, Wohnungssuche und Geld suchen. Also entschuldige bitte, aber wenn ich jemanden liebe und davon ausgehe das die Person mich auch liebt, dann will ich doch dass im schlimmsten Fall nicht auch noch zusätzlich zur Trauer auch noch sowas dazu kommt. Und das gilt für mein Kind gleich zehnmal mehr!


    Will mir gar nicht vorstellen was da im Falle einer Scheidung kommt. %:| %:|

    Er hat mir gesagt dass er mich heiraten wird... Er möchte kein uneheliches Kind.


    Aber nach dem heutigen Tag und das selbe war damals schon beim Hauskauf... Eine solche Diskussion, wo wir dann einen "fairen" Partnerschaftsvertrag aufgesetzt haben und mit dem ich leben konnte... Aber jetzt hört für mich das ganze auf.


    Ich bin am überlegen ob ich vorerst zu meinen Eltern ziehe und das Kind alleine aufziehe. Mit so einem Menschen, mit solchen Anschauungen... Das habe ich definitiv nicht nötig und mich mit Frau Lugner zu vergleichen die hinter seinem Geld her wäre...


    Er hat kein Vermögen! Wir haben uns einen fetten Kredit wg dem Haus gemeinsam aufgenommen.. Es gibt hier nichts zu holen ausser einen Berg schulden... Nach verkauf bleibt vl bisschen was übrig weil wir mitt,erweile einige grössere Investitionen gemacht haben und "günstig" gekauft... Aber wenn man Geld benötigt ist man in der schlevhteren Verhandlungsbasis als wenn man nicht verkaufen muss.


    Bin so wütend und enttäuscht.


    Ich ihn umbringen? Ich bin jmd der einen Käfer aus dem schwimmbad rausholt damit er nicht ertrinkt... Kann niemanden etwas böses tun.


    Wenn man mich in so ein Eck drängt, kann ich allerdings sehr bösartig werden! Aber da ist bisher noch niemand gestorben. :)


    Wenn ich sterbe, möchte ich sehr wohl das mein partner finanziell abgesichert ist... Und das ist doch nur im fall von Tod!

    Frag ihn doch mal, wie er das Haus abbezahlt, wenn er plötzlich alleinerziehend ist, weil Du stirbst. Sagen wir mal als Folge der Geburt. Dann hat er einen Säugling und einen Riesenberg Schulden

    . Evtl. bläst ihm dieses Szenario ja das Hirn frei.


    Man denkt immer, es muss der Hauptverdienst abgesichert sein. Dabei ist der "Rückenfreihalter" ein genau so hohes Ausfallrisiko.

    Er verdient soviel, dass er es sich alleine leisten könnte... Zwar nicht mit grossen finanziellen Sprünge... Aber es geht und von seiner Fanmilie würde er einen finanziellen Halt haben.


    Somit muss er im fall meines todes nicht verkaufen.


    Er muss sich dann eben überlegen wie er das mit betreuung macht... Aber da gibts auch wieder seine Familie + kinderbetreuungseinrichtungen.


    Bin finanziell etwas weniger gut gestellt... Nicht so dass ich nicht gut damit leben könnt. Aber miete + kinderbetreuung + Kosten für kind.


    Mein Freund ist auch 10 jahre älter und wäre ich in seinem Alter... Sieht es finanziell natürlich auch besser aus.

    Hmm, blöd. Keine Ahnung wie man ihn sonst umstimmen soll. Es ist brutal verantwortungslos. Wir zahlen übrigens insg. keine 400€ im Jahr für den Versicherungsschutz. Eine kleine Summe für eine solch wichtige Absicherung.

    Ich finde auch, dass in so einer Konstellation Beide abgesichert sein sollten. Du genauso wie er.


    Und ich finde auch, dass das zu einer guten Finanzierungsberatung dazugehört. Absicherung Todesfall, Berufsunfähigkeit...Das sind schon alles Dinge, über die man reden sollte.


    Komisch, dass Dein Freund da so angefressen reagiert. Es ist schlimm genug, wenn so ein Fall eintritt. Aber dann sollte man wenigstens nicht auch noch in ein finanzielles Loch fallen.

    @ Maya :)_

    Puhhhh..... wahre Liebe und Führsorge für Mutter und Kind schaut anders aus.


    So eine Versicherung ist ja wie eine Art Feuerleiter oder ein Blitzableiter. Man hofft, dass sie nie nötig sein werden. Aber wenn der Fall dann eintritt, ist man doch froh drum.


    Kann es sein, dass es deinen Freund betroffen gemacht hat, dass du dir überhaupt Gedanken über sein Ableben und wie es dann weitergeht gemacht hast? Dass seine schon fast bösartige Reaktion darauf zurückzuführen sind?


    Wäre es für ihn vieleicht "erträglicher", wenn er die Versicherung zugunsten eures Kindes abschließt? Das würde zwar jetz noch nicht gehen, aber wenn das Baby da ist. Es kann doch nicht sein ausdrücklicher Wille sein, dass du im Falle seines Todes, nicht nur mit dem Schmerz, sondern auch noch mit einem Hausverkauf und einem Umzug belastet bist! ??Du könntest dir aber auch schnell einen solventen "Witwentröster" anlachen, der dann finanziell und auch sonst ...... einspringt. Wäre ihm diese Variante lieber ??


    Bitte ihn, sich einfach mal von neutraler Seite beraten zu lassen.

    Zitat

    Er verdient soviel, dass er es sich alleine leisten könnte...

    Dann wollen wir hoffen dass das auch so bleibt. Denn zB. im Falle eines Unfalles, könnte er so sehr "beschädigt" werden, dass er nicht mehr arbeiten kann oder sogar zu einem Pflegefall wird. So blöd kann man gar nicht denken, wie es manchmal kommen kann. Dann könnt ihr das Haus ja verkaufen, du gibst ihn zu seiner Mutti in Pflege und ziehst mit eurem Kind in eine Mietwohnung. :-X


    Ich wünsche euch, dass ihr euch über das Thema mal mit weniger Emotionen, dafür aber mit einem guten Schuß Pragmatismus unterhaltet. @:) :)*

    Ich finde wenn man ein Haus hat eine Lebensversicherung auch ziemlich sinnvoll. Ich meine man kauft ja kein Haus, um das dann wenn einer stirbt wieder zu verkaufen...


    Und sowas wie Berufsunfähigkeitsversicherung wäre sicher auch sinnvoll, wenn einer mal nicht mehr arbeiten kann.


    Außerdem habe ich jetzt vielleicht wenig Ahnung, aber kann man ein halb abbezahltes Haus denn überhaupt verkaufen? Es gehört einem ja dann noch nicht, sondern zur Hälfte der Bank. Kommt man aus so einem Kredit denn dann so einfach raus? ":/

    Beim Verkauf kommt man raus, aber auch nur mit Aufhebungsentgelt (bei einem Festdarlehen). Dann ist eben entscheidend, ob es nach Verkauf und Kreditablösung noch einen Restwert gibt.


    Wenn es blöd läuft, kann theoretisch auch noch eine Restschuld bleiben. Je nachdem, wieviel man finanziert hat und wie sich die Immobilienpreise entwickeln.


    Ich finde, man muss über bestimmte Dinge reden. Und das hat auch nichts mit Berechnung oder fehlendem Vertrauen zu tun. Jeder kann plötzlich verunglücken oder krank werden. Man kann nicht alle Eventualitäten absichern, aber über Einiges sollte man sich schon Gedanken machen.

    Ich persönlich würde auch keine Ablebensversicherung haben wollen. Mir ist klar, dass einige dass unvernünftig finden mögen, aber es käme für mich nicht in Frage.


    Vielleicht habe ich zu viele Kriminalfälle im TV gesehen, aber mir würde der Gedanke, dass irgendwas positives mit meinem Tod verbunden ist, einfach nicht passen.


    Auch wenn man nicht stirbt, kann es Gründe geben, dass man ein Haus aufgeben muss, das finde ich nicht weiter dramatisch. Es ist doch nur eine Immobilie. Daran sollte man m.E. nichtübertrieben stark hängen.

    Ich habe nicht alle Beiträge gelesen, kann sein, dass es schon geschrieben wurde.


    Wir haben seinerzeit auch 2 Versicherungen abgeschlossen, um im Falle des Falles den Beitrag des Anderen damit zu decken, so dass dann zu der emotionalen Belastung nicht auch noch ein finanzielles Desaster dazu kommt.


    Und zu dem Zeitpunkt waren Kinder nur geplant, nicht einmal unterwegs ... im Fall der TE gibt es doch nun wirklich einen guten Grund für die Frage.

    Zitat

    Er meint, dass ich doch das Haus verkaufen kann und ein bisschen Gewinn wird zum Leben schon übrig bleiben, dann kann ich mir ja eine Wohung einrichten.

    Dass wird wohl kaum so sein, wenn das Haus durch einen hohen Kredit angeschafft wurde, und ein solcher "Notfall" eintritt, dann muss das Haus möglichst schnell verkauft werden, weil die TE es alleine nicht tragen kann ... dadurch bleiben in der Regel auch nach dem Verkauf Schulden übrig.


    Seine Argumentation, sein künftiges Kind nicht absichern zu wollen, um der Mutter seines Kindes keinen finanziellen Vorteil zu verschaffen, den sie dann mit einem Anderen "durchbringt" ist eine ziemliche Farce und zeigt, wie er denkt.


    Ich würde mir eine Ehe wirklich reiflich überlegen ...

    Zitat

    Seine Argumentation, sein künftiges Kind nicht absichern zu wollen, um der Mutter seines Kindes keinen finanziellen Vorteil zu verschaffen, den sie dann mit einem Anderen "durchbringt" ist eine ziemliche Farce und zeigt, wie er denkt.

    Das wäre für mich auch das schlimmste, man sieht einfach das ihn die Zukunft seines Nachwuchses (und seiner Partnerin) nen scheiss interessiert. Statt in so ner Extremsituation möglichst viele Probleme vorher schon aus der Welt schaffen zu wollen will er seiner Partnerin noch den Stress mit Banken, Wohnungssuche usw. usf. aufhalsen ?


    Wenn es nur darum ginge das Geld zu sparen könnte man sich ja beraten lassen und ne Kapitallebensversicherung abschließen die einem mit 65 das eingezahlte Geld wieder auszahlt und gleichzeitig gegen den Tod absichert, aber das so konsequent zu verweigern ? Das ist nicht nur unvernünftig sondern zeugt echt von nem ganz ganz schwachen Charakter.

    Ich finde nicht, dass man gleich einen "ganz, ganz schlechten Charakter hat", nur weil man so eine Versicherung nicht will. :-o


    Wenn sie ihm so kommt, wird er sich auch fragen, warum ihr die finanzielle Absicherung wichtiger ist als seine Gefühle (= die starke Abneigung gegen so ein Finanz-/Versicherungsprodukt). :-/

    Weil es so ist ? Weil man damit ausschließen kann das Frau und Kinder auf der Straße sitzen bzw. während sie die Beerdigung organisieren gleichzeitig das Haus verkaufen, ne Mietwohnung finden und nen Umzug organisieren müssen.


    Es tut halt echt nicht weh und niemand will sich am Tod bereichern, es geht einfach nur darum das man das Aufgebaute für seine Familie erhalten kann.

    Ich sehe das so dass ich (in diesem Fall der Hauptverdiener) eine gewisse Verantwortung für meine Familie (oder eben Partnerin/Kinder) habe.


    So hatte ich für den Kreditrahmen immer eine Risikolebensversicherung die die Restschuld abdeckte und zusätzlich eine (alte) Kapitallebensversicherung die bei meinem Ableben ein gewisses finanzielles Polster für die Familie schafft.


    Für mich normal und alles Andere eine Ausrede.