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    Ich sehe mich für meine eigene finanzielle Absicherung SELBST verantwortlich!!!

    Deine Ausrufezeichentaste prellt ;-)


    Es geht hier um eine gemeinsame Immobilie - das ist nichts, was nur einer von beiden aufbaut und sich verantwortlich zeichnet. Wie willst du das denn auftrennen? Soll sich jeder stattdessen eine Wohnung kaufen?


    Wäre dieses Haus nicht, gäbe es die Diskussion nicht. Natürlich muss jeder schauen, dass er über die Runden kommt und seinen Unterhalt bestreiten kann. Keine Frage. Aber bei einer gemeinsamen Entscheidung für ein Objekt mit einer Verschuldung sollte man auch gemeinsam Sorge dafür tragen, dass es im Notfall nicht am Einzelnen hängenbleibt. Zumal es als eigenes Zuhause auch einen ideellen Wert darstellt.


    Ob man im Falle eines Todes überhaupt weiter drin wohnenbleiben will oder sich doch nochmal räumlich verändert, steht auf einem ganz anderen Blatt. Das Motto "Sieh zu, wie du damit klarkommst, wenn ich nicht mehr bin" finde ich unempathisch und vor allem einer Partnerschaft unwürdig. Jeder Geschäftspartner macht solche gegenseitigen Absicherungen, da ist das völlig normal. Warum sollte man in einer Lebenspartnerschaft härtere Grenzen ziehen? Dann kann ich auch gleich eine WG mit Vertrag machen.

    Lola


    Vom Tod profitieren? Es geht doch viel mehr darum vom Tod des Partners nicht noch zusätzlich einen finanziellen Schaden zu haben. Und ja, es macht deutlich einen Unterschied ob man als Familie im Zuge von beruflichen Veränderungen umzieht, aber sonst alles gleich bleibt, Umfeld, Familie und Co, oder ob man neben einem Elternteil auch noch das Zuhause und damit das gewöhnte Umfeld verliert.


    Man macht ja kein gutes Geschäft wenn der Partner stirbt, sondern verliert nicht auch noch, neben dem Partner, auch noch alles andere. Es geht nicht darum zu profitieren, es geht darum nicht auch noch drauf zu zahlen.


    Hier hat man sich seitens der Partner offenbar für ein klassischeres Modell entschieden als es für dich in Frage käme. SIe zu Hause, er auf Arbeit und dann, wenn man sich für dies Modell entscheidet, dann hat man als Alleinverdiener einfach auch finanzielle Verantwortung. Dafür hat man es an anderer Stelle komfortabler. Aber dann muss man sich eben auch mit dem Fall "was wäre wenn" auseinander setzen.

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    noch würde ich vom Tod meines Partners finanziell profitieren wollen. (Und genau das würde so eine Versicherung im Fall des Falles bedeuten!)

    Nee, genau das würde es nicht bedeuten. Es ist nur das Abwenden von finanziellen Nachteilen. Wenn eine Immobilie gekauft werden soll, wird bei der Finanzierung i.d.R. die Einkommen beider Partner berücksichtigt. Bei dem Tod von einem Partner fällt dessen Einkommen weg. Ohne eine vernünftige Absicherung sitzt im Zweifelsfall der andere mit Kindern auf der Straße. Das kann doch keiner wollen, der seine Familie liebt. (Also ich würde das nicht wollen)

    Ich finde das Ganze von der TE etwas zu kurz gedacht. Die Finanzierung wird sicher länger dauern, als es das Kindesalter rechtfertigt, daheim zu bleiben und den mann alleine die finanzielle Last tragen zu lassen. Darüber hinaus kann der mann auch arbeitslos werden, krank etc und die finanzielle Verantwortung für die Familie auf die Frau fallen. daher wäre es mehr als sinnvoll gewesen, vorzuschlagen, dass BEIDE eine Lebensversicherung zu Gunsten des anderen abschließen. Das wäre ggf auch bei dem Partner besser angekommen.....

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    Nee, genau das würde es nicht bedeuten. Es ist nur das Abwenden von finanziellen Nachteilen.

    Ich finde schon, dass es ein Profitieren ist, wenn man auf einmal ein abbezahltes Haus hat, dass man sich alleine nie hätte leisten können.


    Dass man in der Beziehung davon profitiert, sich zu zweit mehr leisten zu können, ist eine Sache. Dafür gehört das Haus ja auch beiden (50:50 oder eben anteilig, je nach Regelung).


    Naja, wie auch immer. Jedenfalls wird es der TE nicht helfen, wenn ihn hier alle als Unmensch, der sie nicht liebt hinstellen.

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    Naja, wie auch immer. Jedenfalls wird es der TE nicht helfen, wenn ihn hier alle als Unmensch, der sie nicht liebt hinstellen.

    Da bin ich mal voll deiner Meinung.


    Fakt ist doch, dass es ihr mit dem Mann finanziell besser gehen wird, als ohne ihn. Wenn er nicht grad chronisch krank ist oder sehr deutlich älter, ist das Risiko, dass er in den nächsten Jahren sterben wird, halbwegs überschaubar. Und sollten neben dem finanziellen Thema auch noch Gefühle wie Liebe in dieser Beziehung eine Rolle spielen, sollte man sich halt fragen, ob sein Standpunkt in dieser einen Sache es aufwiegt, dass er an sich völlig bereit ist, zu seinen Lebzeiten die finanzielle verantwortung für Mutter und Kind zu tragen und ihr offenbar auch eine längere Elternzeit ermöglicht. Denn auch das ist ja nicht immer die Regel, es gibt genug Frauen, die zügig nach der Geburt eines Kindes wieder zurück in den Job müssen.


    Laß das Kind doch erstmal zur Welt kommen, dann wird der Mann sich seiner Verantwortung dem Kind gegenüber sicher stärker bewußt. Und dann schlag später noch einmal vor, dass ihr BEIDE eine Lebensversicherung zu Gunsten des anderen oder aber zu Gunsten des Kindes abschließt.

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    Naja, wie auch immer. Jedenfalls wird es der TE nicht helfen, wenn ihn hier alle als Unmensch, der sie nicht liebt hinstellen.

    Doch, ich glaube, dass es ihr immens helfen wird - und zwar bei der Entscheidung, ob sie mit diesem Mann ihr Leben verbringen möchte oder nicht.


    Es gibt diese einfache Möglichkeit, den Schlimmsten aller Fälle zumindest finanziell abzusichern - und das für einen recht kleinen Beitrag, der einem nicht weh tut. Wenn jemand das nicht möchte, weil er jetzt schon seinem Partner nicht gönnt, im Falle seines Todes zu "profitieren" (was ja nichts anderes heißt, als dass er eine Sorge weniger hat...) - dann sagt das ganz viel über die Persönlichkeit aus. Viele könnten niemals so handeln und möchten daher auch keinen Partner haben, der das überhaupt nur in Erwägung ziehen kann. Ist doch gut, wenn man das rechtzeitig weiß.

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    Es gibt diese einfache Möglichkeit, den Schlimmsten aller Fälle zumindest finanziell abzusichern - und das für einen recht kleinen Beitrag, der einem nicht weh tut. Wenn jemand das nicht möchte, weil er jetzt schon seinem Partner nicht gönnt, im Falle seines Todes zu "profitieren"

    bin ich echt die Einzige, die es seltsam findet, dass sie, obwohl sie auch einen Beitrag am Haus abbezahlt, diese versicherung nicht abschließen will, weil "er ja genug Geld hat"? Auch sein Leben würde -allein mit Kind und höherem Abtrag- schwerer werden, aber da hat die TE gleich die Lösung ( Betreuung des Kindes durch die familie ) parat. Er soll sich also für sie und das Kind verantwortlich zeigen - und zusehen, wie er im fall der Fälle alleine klar kommt.

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    Dass nur einer den anderen absichern soll, finde ich auch etwas "strange".

    Das habe ich so explizit aus ihren Beiträgen noch nicht herausgelesen (wenn ich die etwas störrische Wut mal rausrechne, die aktuell sicherlich auch zum Ausdruck kommt).


    Aber dass sich beide gegenseitig absichern sollten, wurde ja schon paarmal empfohlen (ich teile diese Ansicht ebenfalls). Das könnte die Schärfe aus der Diskussion nehmen. Wenn sie das auch nicht will, sollte sie nicht über ihren Freund klagen.

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    Das habe ich so explizit aus ihren Beiträgen noch nicht herausgelesen

    Ich auch nicht. Nur dass das umgekehrte Szenario ihn nicht aufrütteln würde, weil er es sich finanziell auch ohne ihren Beitrag leisten kann...

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    Das habe ich so explizit aus ihren Beiträgen noch nicht herausgelesen

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    Ich auch nicht.

    das hört sich für mich nicht nach Gegenseitigkeit an:

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    Heute habe ich mit meinem Freund über ine Versicherung gesprochen.. Für den Fall dass er stirbt, dass sein Kreditanteil gedeckt wird... Damit ich das Haus dann nicht verkaufen muss mit einem Kind.

    Folgenden Beitrag lieber überlesen:


    Der ist ja ein Paradebeispiel des bösen Poltergeistes. Droht einem schon während er lebt, damit, dass er mit seinem Ableben keine Unterstützung oder Schadensbegrenzung geben möchte, im Gegenteil, schön leiden und unglücklich sein.


    Andererseits würde ich mich auch weigern eine Versicherung abzuschließen, so ganz aus Prinzip da ich Versicherungsunternehmen verachte.

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    Andererseits würde ich mich auch weigern eine Versicherung abzuschließen, so ganz aus Prinzip da ich Versicherungsunternehmen verachte.

    Das mag ja ganz heldenhaft sein, ohne böse Finanzkonstrukte und Versicherungen auszukommen und den Unternehmen den Gewinnanteil zu nehmen. Es gibt aber leider genügend Lebenssituationen, wo einem die Versicherung den Arsch rettet. Unfälle, Krankheiten, Todesfälle, Haftpflichtschäden, geplatzte Wasserleitung ... - klar, kannst du alles allein stemmen mit genügend Einkommen, aber ein kalkulierbares Risiko ist für manche Menschen sinnvoller als ein unkalkulierbares. Kalkulierbar ist bei einer Versicherung die Höhe der geleisteten Beiträge. Unkalkulierbar wäre, den Schaden abzuwarten.