nimm doch dieses wanken als nicht schrecklich schlimm an, sondern als chance! zweifle ruhig, fühl dich ruhig hin- und hergerissen... wenn ihr beide das dann schafft, zu eurer liebe wieder aus tiefstem herzen "ja" zu sagen, dann war das doch für etwas gut :)z

    Barce und was stört dich an deinem Freund und eurer Beziehung?


    Natürlich ist dieses Verliebtheitsgefühl nach ner Zeit nicht mehr so präsent, aber dass es zwingend komplett verloren geht würde ich abstreiten.

    Zitat

    Barce und was stört dich an deinem Freund und eurer Beziehung?

    Ganz genau weiß ich das nicht... Sondern im Moment nur im Vergleich zu dem Anderen. Also was der hat/ist und mein Freund nicht.


    Ich wünsche mir manchmal schon mehr Sex. Bevor ich auf meine Reise gegangen bin hat das auch exrem gut geklappt, vlt weil wir uns dann für 2 Wochen nichtmehr gesehen haben. Aber zuvor wars halt eher sporadisch und manchmal gefällt es mir auch nicht, wie mein Freund bestimmte Dinge macht. Ich spreche das natürlich an, wir reden darüber. Aber er ist da immer recht schnell eingeschnappt und kann damit nicht wirklich umgehen, er fühlt sich da in seiner Rolle als Mann gekränkt. Da vermisse ich z.B. den Anderen, der sexuell erfahrener war und - obwohl bei dem auch nicht alles perfekt war - die Chemie irgendwie sehr gut gestimmt hat.


    Und ein bisschen stört es mich auch, dass ich eben so abhängig bin von ihm. In banalen Alltagsaufgaben aber auch z.B durch den Freundeskreis. Aber das habe ich erkannt und bin bereit da was dagegen zu tun.


    Bezüglich des Punkt mit dem Sex weiß ich aber keine Lösung.


    Vielleicht klappt es ja, wenn die Emotionen für den Anderen verflogen sind, dass ich mich da wieder öffnen kann und nichtmehr Vergleiche ziehe zwischen meinem Freund und ihm.

    das mit dem sex solltest du aber weiter im auge behalten und ansprechen. da kannst du bestimmt deinem freund klar machen, dass es nicht gegen ihn gerichtet ist, sondern für euere gemeinsame erfüllung. wenn nämlich einesexuelle unzufriedenheit nicht angepackt wird, dann wird die gefahr immer größer, von außen "verführt" zu werden!

    Ja das mit dem Sex solltet ihr nochmal besprechen. Es ist doch toll, wenn der Partner einem sagt und zeigt, wie er es mag und worauf er Lust hat. Ist sogar auch ein Zeichen von Vertrauen. Vielleicht "lernt" ihr gemeinsam auch in der Hinsicht - das kann sehr, sehr verbinden. :)z

    Ich kann nachvollziehen wie Du Dich fühlst, weil ich 17 Jahre bereits in einer Beziehung bin und zwischendurch immer mal wieder "Traumprinzen" kennengelernt habe. Mehr denn je spürt man in solchen Situationen, wie unvollkommen ja der böse, eigene Partner ist. Und erst der Sex... Mit dem anderen geht ja so viel mehr.


    Alles Bullshit. Der andere ist Hormonchaos, nichts weiter. Man liebt den anderen fast nie wirklich. Es ist der Reiz des Neuen, der Traum vom Prinzessinnendasein den wir Frauen halt leben. Aber 50 Shades of Grey gibts nur im Märchen.


    Es wird kein Gideon Cross oder Christian Grey unsere Wege kreuzen, uns mit umwerfendem Aussehen, bedingungsloser Liebe und Treue und Geld überschütten. Unsere Leben werden von Peters, Paul, Heinz, Dirk, Bernd und Friedolin gekreuzt, die uns vielleicht manchmal nur mit durchschnittlichem Aussehen, Launenhaftigkeit, Unperfektionismus und Langeweile überschütten, aber uns trotzdem lieben und unser Leben bereichern.


    Lern Deinen Partner doch mal neu kennen! Mach Dinge mit ihm, die bei euch gar nicht mehr da waren. Unternehmt was, lacht, geht ins Kino, küsst euch an verbotenen Orten, spürt das Kribbeln.


    Weißt Du was ich gern gemacht habe, wenn ich so ganz davon überzeugt war, mein Partner ist mir ja egal? Ich hab mich hingelegt, die Augen geschlossen und mir vorgestellt, dass er gerade eine andere küsst, ihr "ich liebe Dich" ins Ohr haucht. Mein Herz ist zerfetzt, buchstäblich. Oder die Steigerung... Ich bekomme einen Anruf, ihr Partner ist tod... Augenblicklich steigen mir die Tränen in die Augen und ich merke "nein, nein, nein", ich will ihn NIE verlieren.


    Im Alltag spüren wir manchmal die Gefühle nicht mehr so, wie wir es uns wünschen. Aber dieses Strohfeuer was Du mit dem neuen erlebst wird auch erlöschen. Der erste Streit, Unstimmigkeiten, Gezicke und ganz schnell wird aus Prinz Charming nur noch "naja, ein Typ halt"...

    Zu dem Thema mit der Sicherheit hier noch ein kleiner Nachtrag von mir:


    Nachdem ich mich getrennt hatte, habe ich dasselbe empfunden bzgl. der Sicherheit. Plötzlich hing ich in der Luft, all die Sicherheiten, die Beständigkeit und die geplante, sichere und genau festgelegte Zukunft, die mich während meiner Beziehung erwartet hat, hat mir unendlich gefehlt. Aber das war der Aspekt, der mir gefehlt hat. Nicht der dazugehörige Partner. Ich war verunsichert, allein und ich hatte Angst, dass ich es nicht allein hinbekomme. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran, dass die Zukunft eben offener ist als vorher. Dass man viele Dinge nicht vorher wissen kann. Und man beginnt, den Fokus auf andere Dinge zu setzen. Ich habe in der Zeit viele Dinge ausprobiert, von Sport bis wie eine Irre arbeiten, hatte Begegnungen mit Menschen und Männern. All diese Dinge haben mir gezeigt, dass es schwer ist, mit sich selbst ins Reine zu kommen aber auch, dass das Gefühl der "Sicherheit" irgendwann wieder kommt und dann kommt es aber von einem selbst und dann kommt man auch bei sich selbst an. Der Prozess ist lang und erfordert den Mut, sich mit den Dingen auseinander zu setzen, die da passieren und passiert sind.