Adoption des Stiefkindes

    Guten Abend liebes Forum @:)


    Vor wenigen Jahren habe ich erfahren, dass mein heißgeliebter Vater nicht mein Erzeuger ist. Wer es ist, weiß ich leider nicht. In der Geburtsurkunde steht nur "X"


    Nun kam mir in den Sinn, dass ich meinem Papa Adoptionspapiere schenke. Es wäre für mich schön zu wissen, dass er auch offiziell/auf Papier mein Vater ist. Ist das vielleicht ein zu kitschiger Gedanke? Ich sprach meine Mutter darauf an, die mit einem impulsiven "NEIN!" antwortete. Da sie leider sehr biestig sein kann, und die Antwort auch so rüberkam, fragte ich nicht näher nach. Bin diesbzgl leider auch sehr, sehr feige. %-| Hatte noch nie ein gutes "Gesprächs"-Verhältnis zu meiner Mutter.


    Mich würde interessieren, wie ihr zu meinem Gedanken steht? Gibt es hier eventuell ein Stief-Elternteile? Wie würdet ihr auf so ein "Geschenk" reagieren. Welchen Grund würdet ihr zum Anlass sehen, dieses abzulehnen oder nicht erfreut zu sein?!


    Danke euch. @:)

  • 8 Antworten

    Ich würde auch sagen, dass die Adoptionspapiere meiner Meinung nach kein gutes Geschenk wären. Dein Vater würde sich möglicherweise überrumpelt fühlen. Wie hat denn dein Vater reagiert, als du davon erfahren hast, dass du nicht sein leibliches Kind bist? Vielleicht wäre es ihm auch irgendwie unangenehm, könnten dadurch alte Wunden aufgerissen werden?


    Du schreibst, dass du mit deiner Mutter nicht sprechen kannst, aber anscheinend verstehst du dich doch gut mit deinem Papa. Da könnt ihr doch über das Thema sprechen, ob er sich freuen würde, wenn er dich offiziell adoptieren würde, dann könntet ihr diesen Weg doch gemeinsam gehen. Wäre meiner Meinung nach schöner, als wenn du es im Alleingang machst @:)

    Ja, das mag rührend sein, im ein oder anderen Fall. Aber mein Gefühl sagt, nein, nicht als Geschenk. Damit übst du irgendwie Druck aus, und so etwas sollte ein Geschenk nicht machen. Geschenke sollen Freude bringen.


    Was du ihm sagen könntest wäre, dass es ein Geschenk für dich wäre, wenn er dich adoptiert, das wiederum ist völlig i.O, wenn er denn nach einem dementsprechenden Gespräch zustimmt.


    Sprich einfach in einem ruhigen Moment mit ihm, vielleicht ohne deine Mutter erstmal.


    Habe übrigens auch einen Stiefvater, der mehr Vater für mich war, als mein leiblicher. Ich kannte meinen leiblichen Vater aber.

    Eine Freundin von mir wurde von ihrem Stiefvater adoptiert. Das war eine erfreuliche Sache fuer alle Beteiligten; allerdings stand die Mutter auch voll dahinter. (Ansonsten sehe ich das wie die anderen; lieber darueber sprechen als schenken.)

    Hi,


    für einen Vater bedeutet die Stiefkindadoption ja nicht nur Freude - sondern auch rechtliche Verantwortung und


    Pflichten. Und es gibt Gründe das unter Umständen nicht haben zu wollen.


    Es gibt rechtliche Unterschiede einer Stiefkindadoption bei Kindern oder Volljährigen. Prinzipiell ist es aber so, dass diese Adoption Zeit und Geduld braucht. Da steckt ganz schön Aufwand dahinter. Ich habe jetzt nur Erfahrung mit der Stiefkindadoption von Kindern, kann also nur davon erzählen.


    Es gab einen verpflichtenden Arztbesuch, es musste ein handgeschriebener, kompletter Lebenslauf abgegeben werden, die Finanzen wurden überprüft, die Kinder mehrmals befragt, Hausbesuche vom Jugendamt, Besuche beim Jugendamt, Gespräche beim Jugendamt mit dem leiblichen Vater usw. Nach 9 Monaten ging die Adoption dann durch.


    LG


    Karima

    Yo, da kann man auch Testamente an Verwandte verschenken, die einen selber begünstigen und dem Chef den eigenen neuen Arbeitsvertrag mit 50% mehr Lohn.


    Ein Geschenk solle ja etwas sein für den anderen. Eine Adoption begünstigt dich. Dein Stiefvater hat davon quasi nichts ausser pflichten dir gegenüber. Oder bist du aus Gold und Edelsteinen oder sonstwie das kostbarste auf der Erde, dass du dich anderen zum Geschenk machst und überzeugt bist, der andere freut sich?


    Er kann dir eine Adaption schenken, doch du sie ihm nicht.


    Biete ihm doch an ihn zu adoptieren, wenn du unbedingt auf dem Papier mit ihm verbunden sein willst.