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    So einfach ist das nämlich nicht, jemanden zu finden wo alles passt.

    Nein, einfach ist es sicherlich nicht, generell nicht, aber es ist zumindest nicht unmöglich.


    Aber natürlich ist es einfacher sich neben der Beziehung noch jemanden für den Kick zu holen, als eine knallharte Entscheidung treffen zu müssen.

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    Wenn alles andere stimmt und der Sex auch gut ist, würde ich sowas glaube ich akzeptieren können.

    Ich glaube, sehr viele könnten das nicht akzeptieren. Der TE wird seine Partner sicherlich dahingehend einschätzen können. Ich wüsste zumindest, dass mein Mann niemals damit leben könnte. Könnte ich auch nicht.

    Alias 726713


    Ich finde sehr ehrlich und schlüssig, wie Du eure Situation beschreibst. Ich weiß von mir zwar, dass ich die zwei Bereiche vermutlich nicht emotional trennen könnte. Aber der Gedanke, dass ein Großteil der Paare eher selten bis nie die 100 Prozent-Marke maximale Zufriedenheit in der Partnerschaft erfahren, kenne ich ebenfalls aus persönlichem Erleben.


    Es ist eine Frage der eigenen Konsequenz, der Fähigkeit Verzicht üben zu wollen/können - die das eigene Zufriedenheitslevel steuert.


    Deine Vorlieben haben vor Deiner heutigen Beziehung ihren Weg in Dein "sexuelles Gedächnis" gefunden und sind dort als erotische Niesche geblieben.Deine Freundin hat in euren Anfängen versucht Dir zuliebe auf Deine Wunschbedürfnisse einzugehen und ist dabei an eigene Grenzen gestoßen.


    Es ist gut, dass Du ihr den Freiraum lässt zu entscheiden, wie weit sie gehen kann bzw. will. Nicht drängst und klagst was Dir in Bezug auf die dominante Vorliebe fehlt. Es würde vermutlich eure ansonsten harmonische Beziehung auf Dauer belasten und beschädigen.


    Das es Dein Gewissen zunehmend belastet mit ihr nicht über Dein geheimes Außenleben zu sprechen, verstehe ich. Würde Dir aber dennoch davon abraten, Dein Gewissen auf ihre Kosten zu erleichtern.


    So wie Du die Werteachse Deiner Freundin beschrieben hast, wird auf ihrer Seite schwerlich Verständnis dafür entstehen, dass Du Deine "erotische Auszeit" brauchst, um ihr ein besserer Partner zu sein. Es als puren Egoismus verstehen, und damit euren Beziehungskonsens deutlich in Frage stellen.


    "Moralisch" kann es verwerflich sein in der Form wie Du es für Dich gelöst hast. Rein menschlich verständlich ist es mir dennoch, obwohl ich es vermutlich persönlich eher über den Verzicht in der Beziehung leben würde. Einen angemeissenen Rat wie Du es besser lösen kannst, habe ich dazu leider nicht.

    Ich denke mal die eigentliche Frage, die du dir stellst, ist die ob du es deiner Partnerin sagen sollst damit die Heimlichkeiten aufhören. Ob die mit einer offenen Beziehung klarkommen würde weisst aber nur du. Die Angst, das es mehr als Sex ist, könntest du ihr imho damit nehmen das du dich, wie du schreibst, zu festgelegten Terminen mit ihr triffst. Das klingt für mich derartig geschäftsmässig das man wohl kaum Zuneigung sondern nur Triebbefriedigung annehmen kann. Was ich persönlich alles andere als verwerflich finde. Ich bin in einer ähnlichen Situation, aber leider nicht fähig den von dir gewählten Weg zu gehen, obwohl ich es gerne würde.

    Nein, diese Frage stelle ich mir gar nicht. Ich weiß, dass unsere Beziehung dann beendet wäre und das will ich nicht.


    Wir haben Zu Anfang unserer Beziehung sehr viel und offen über diese Themen gesprochen und sie war auch ziemlich neugierig. Sie suchte damals selbst nach einem starken Partner und nach ihrer Aussage wollte sie gerne testen, wie weit sie da mitgehen kann. Sie ging auch sehr weit, weiter als ich es zuerst vermutet hätte. Wenn es auf diesem Level geblieben wäre, hätte ich das Problem heute nicht. Aber es ist ja rückläufig, und das bereitet mir Schwierigkeiten. Wir haben mehrere Male offen darüber geredet, sie kann die Gründe für ihren Sinneswandel aber nicht genau benennen. Vielleicht hat sie anfänglich tatsächlich mehr gemacht, als ihr lieb war und scheut oder ekelt sich jetzt vor dieser Art der Unterwürfigkeit im Bett. Ich kann dies sehr klar trennen. Es gibt meine Lebensgefährtin, mit der mich sehr viel verbindet, auch emotional. Und es gibt diese Frau, an der ich mich abarbeiten kann so wie sie an mir. Es ist reiner Sex, für beide, mit keinerlei Emotion verbunden. Wir unternehmen auch nichts zusammen. Wir treffen uns, haben unseren Sex und gehen danach wieder unserer Wege. Geredet wird dabei kaum. Oder zumindest nur die Dinge, die dazugehören.


    Den Gedanken daran, mir eine besser passende Partnerin zu suchen, habe ich schon hinter mir. Ich habe schon gesucht und in all den Jahren niemanden gefunden, der alles in einer Person vereint. Ich will eine starke Frau an meiner Seite und eine unterwürfige im Bett. Einmal hatte ich eine kurze Beziehung zu einer Frau, die beides vereinte. Allerdings nur, weil sie psychisch sehr, sehr krank war, wie sich bald herausstellte. Das war es dann doch nicht, was ich wollte.


    Dass ich ein dominanter Mensch bin, weiß meine Lebensgefährtin. Im Alltag bin ich jedoch etwas verbindlicher und jovialer, gezwungenermaßen. Die wenigsten Menschen können mit einem dominanten Mann umgehen. Dominanz wird eher noch bekämpft, warum auch immer.


    Mein Dilemma durch ein klärendes Gespräch mit meiner Lebensgefährtin zu lösen, ist undenkbar. Es würde sie auf eine Weise erschüttern, die nicht mehr zu kitten wäre. Ich suchte hier auch nicht unbedingt nach der ultimativen Lösung. Vermutlich gibt es wirklich keine. Ich hoffte auf ein paar Tipps für einen besseren Umgang mit der Heimlichkeit, die damit verbunden ist.

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    Moralkeule könnt ihr euch sparen

    Witzig. :-) Die wird nicht ausbleiben und ich schließe mich da in gewisser Weise an.


    Hättest Du Verständnis dafür, wenn auch Deine Frau einen Geliebten hätte, weil es ihr im Bett mit Dir nicht reicht?


    Im Grunde einer schwierige Situation, aber ich muss sagen, dass ich da gewisse Prinzipien hätte. Das gilt gerade dann, wenn man ein bisschen lebenserfahrener ist und Prioritäten zu setzen vermag, wie Du es im Prinzip tust. Aber andererseits auch halbherzig. ;-)


    Blöd gefragt: Ginge nicht auch SB? Man kann sich daran gewöhnen und schadet niemanden damit.

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    Dominanz wird eher noch bekämpft, warum auch immer.

    Hierzu möchte ich auch nochmal kurz was zu schreiben.


    Hast Du keine Idee, warum das so ist? Keine klitzekleine Idee? :|N

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    Die wenigsten Menschen können mit einem dominanten Mann umgehen.

    Dito. Magst Du Dich mit einem Menschen umgeben, der Dich ständig versucht zu beherrschen, zu bevormunden, zu dominieren? Findest Du, dominant zu sein, sei ein Recht, welches man sich erwerben kann?

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    Im Alltag bin ich jedoch etwas verbindlicher und jovialer, gezwungenermaßen.

    Och Du Armer! Wirst gezwungen Dich vernünftig zu verhalten. :)*

    @ Benneton

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    Blöd gefragt: Ginge nicht auch SB? Man kann sich daran gewöhnen und schadet niemanden damit.

    Ziemlich blöd gefragt. Der Kollege redet von einer sexuellen SM-Beziehung in der er der dominante Part ist. Wie stellst du dir eine entsprechende SB-Session vor ??


    Aber jetzt, wo man weiss um welche Art Sex es geht, Alias 726713, ich behaupte mal du wirst dein Verhalten nicht lange auf das Sexuelle beschränken können sondern über kurz oder lang deine gesamte Beziehung auf die Dom-Sub Ebene stellen wollen. Und das wird schiefgehen.

    Zitat

    Ziemlich blöd gefragt.

    Gar nicht blöd gefragt!


    Ich denke, viele, sowohl Männlein wie Weiblein haben gewisse sexuelle Vorlieben/Bedürfnisse, die nicht unbedingt im Rahmen des "Normalen Sex" Liegen. Nicht alles ist ohne Weiteres auszuleben und damit, so ist meine Meinung, muss man lernen umzugehen wissen.

    Alias 726713

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    Mein Dilemma durch ein klärendes Gespräch mit meiner Lebensgefährtin zu lösen, ist undenkbar. Es würde sie auf eine Weise erschüttern, die nicht mehr zu kitten wäre. Ich suchte hier auch nicht unbedingt nach der ultimativen Lösung. Vermutlich gibt es wirklich keine. Ich hoffte auf ein paar Tipps für einen besseren Umgang mit der Heimlichkeit, die damit verbunden ist.

    Die Problematik sehe ich unter anderem in dieser eierlegenden Wollmichsau, die sich offensichtlich viele als Ideal für eine Beziehung erträumen, dann gehen sie in die Welt und treffen "Menschen" :-o . Dass diesem Ideal kein Mensch entspricht, liegt auf der Hand.


    Egal, wie sachlich Du Dein Verhalten beschreibst, so ist und bleibt es ein meiner Ansicht nach ein Arschlochverhalten und das ist Dir bewusst. Hättest Du eine andere Moral, als eine, die zu Deinem Verhalten auch passt, dann hättest Du ja kein schlechtes Gewissen. Dann würdest Du hergehen und sagen, das ist für mich richtig und es ist mir egal, welche Konsequenzen mein Verhalten hat. Dadurch begibst Du Dich in ein Dilemma. Du hast offensichtlich eine Rahmenbeziehung, die ein Ausleben aller Deiner Bedürfnisse nicht beinhaltet.


    Ich meine diese Frage:


    Die wenigsten Menschen können mit einem dominanten Mann umgehen.


    ist doch überflüssig. Du kennst die Antworten darauf und Benetton hat sie auch geschrieben.


    Eine Lösung wäre also entweder authentisch zu leben, was bedeuten würde, dass Du Deine Partnerin vergessen kannst (Meiner Ansicht nach hast Du die Beziehung ja sowieso in der Sekunde aufgelöst, als Du Dir Deine Sexgespielin gesucht hast Sie weiß nur nichts davon. Nenne man allgemein Betrug und Verrat). Alles, was Du mit Deiner Partnerin jetzt hast ist, weil Du verheimlichst, wer Du eigentlich bist. Wie erstrebenswert ist es, sich etwas zu erschleichen. Verträgt sich aus meiner Sicht auch nicht wirklich mit Dominanz. Eine andere Lösung wäre, dass Du Deine Einstellung änderst und zwar darauf, was realistisch ist, lernst mit den Möglichkeiten zu leben und zufrieden zu sein und auch die Konsequenzen Deiner Handlungen zu tragen. Oder aber Du verbleibst in dieser Heimlichkeit und Verleugnung.

    Dominanz ist eine Illusion weil sie von Submission abhängt. So einfach ist das. Wird Submission verweigert ist Dominanz hinfällig.


    Ich schätze Deine Frau hat beim ausprobieren gemerkt, dass Du das psychisch eben nicht so gut trennen kannst wie Du glaubst und bemerkt, dass es persönlichkeitsverändernd auf Dich wirkt. Das kann ein sehr langsamer Prozess sein. Also hat sie für sich die Notbremse gezogen um zu schaun ob Du das noch im Griff hast. Du spielst ihr jetzt vor das es dir nicht wichtig ist und machst anderweitig weiter. Der Prozess der Veränderung wird also weiter gehn.


    Vielleicht möchtest Du das so. Dann kann man nur für Deine Freundin hoffen, dass sie das schnell checkt und nicht erst in ein paar Jahren und sie dann auch den Mut hat die Konsequenzen zu ziehen. Sie ist auf jeden Fall mit einem Mann zusammen den sie nicht wirklich kennt und der auf Dauer auch ihrer Psyche schaden kann. Wieviel das mit Liebe zu tun hat kann jeder selbst entscheiden.


    Es gibt einen Grund warum Menschen mit dieser Art von Neigung häufig eine "normale" Beziehung nebenbei brauchen anstatt eine ausschliessliche Beziehung untereinander zu führen. Und der liegt in der bedürftigen Psyche, der man sich nicht stellen möchte. Den meisten ist irgendwann klar, dass sie sich hier selbst belügen. Und das ist auch der Grund dafür, dass Dir Heimlichkeiten so unangenehm sind: Du wünschst Dir, dass Deine Frau die Submission aktzeptiert Du weisst aber auch, dass sie dann nicht mehr die Frau wäre, die Du liebst. Du weisst auch das sie das nicht mitmacht. Dieses innerliche Chaos wird sich auswirken früher oder später. Mit Moral hat das nichts zu tun. Es ist systemimmanent und hängt mit Deinem eigenen Umgang mit Deiner Psyche zusammen.


    Irgendwie weisst Du das auch. ;-)

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    Was die Beziehung zu meiner Lebensgefährtin wert ist, weiß ich. Sehr viel sogar, aber ich weiß auch, was die Befriedigung gewisser Triebe wert ist.

    Und was wäre die Beziehung deiner Partnerin noch wert, wenn sie wüsste, dass sie nach Strich und Faden betrogen wird?! Es ist nicht nur dein Urteil, das zählen sollte. Deine Partnerin hat m.E. ein Recht darauf, auf Basis der Wahrheit zu entscheiden, ob sie diese Beziehung trotzdem noch will. Diese Selbstbestimmung verweigerst du ihr, du behandelst sie somit absolut respektlos und missachtest ihre Wünsche und Grenzen.


    Und wie behründest du deinen Betrug? Mit etwas mehr Zufriedenheit im Alltag und Nicht-Verzichten-Wollen. %-| Wer an einen "Partner" wie dich gerät, braucht keine Feinde mehr... :-/ Wie kommst du darauf, dass es irgendwie in Ordnung sein könnte, sie so zu verraten? Meinst du etwa dich zu "haben" und betrogen zu werden ist ihr lieber als ein Leben ohne Betrüger? Wohl kaum. Aber ach, ich vergaß: Es geht ja einzig und allein im DEINE Bedürfnisse. :|N

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    Vielleicht hat sie anfänglich tatsächlich mehr gemacht, als ihr lieb war und scheut oder ekelt sich jetzt vor dieser Art der Unterwürfigkeit im Bett.

    aus eigener erfahrung kenne ich das in ansätzen schon auch, dass man dem anderen zuliebe mal ausprobiert und schaut, wo die eigenen grenzen sind. auch ich bin bei bestimmten praktiken zurückgerudert. nicht aus ekel, oder wegen dieser bestimmten art.. sondern eher, weil mir durch meine offenheit dieser praktik gegenüber, meine lieblingspraktiken immer weniger wurden. ach, schwer zu erklären!?

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    Hättest Du Verständnis dafür, wenn auch Deine Frau einen Geliebten hätte, weil es ihr im Bett mit Dir nicht reicht?

    diese frage finde ich insofern ganz interessant, weil sie immer voraussetzt, dass der andere es wissen wollen würde! ich z.b. würde es meinem kerl übel nehmen, wenn er mir sein schlechtes gewissen offenbart - ich würde nämlich nicht wissen wollen, dass er sich diese ganz bestimmte sexuell erfüllung woanders holt!

    @ Alias

    Da der Weg für ein klärendes Gespräch mit einem für dich zufriedenstellenden Ausgang verwehrt bleibt und du deine Neigung nicht unterdrücken kannst,würde ich den jetzigen Status beibehalten.


    Sofern das Verhältnis mit der jetzigen Affäre so bleibt wie es ist und sich auf 1 mal monatliches Treffen beschränkt kann dass funktionieren und sogar unentdeckt bleiben.


    Schwierig wird es, wenn deine Bedürfnisse nach Häufigkeit größer werden und du vielleicht einen andere Partnerin brauchst. Damit steigt das Risiko entdeckt zu werden und das Risiko, dass du oder die Sexpartnerin Gefühle entwickelt und die Bezeihung dann gefährdet wird.


    Was du für dein Gewissen tun kannst?


    Bei deiner Lebensgefährtin deine Bedürfnisse doch immer mal wieder ansprechen. Vielleicht ändert sich ihre Einstellung ja wieder und du kannst wieder zu Monogamie übergehen.


    Dir selbst bewußt machen, dass du die gute Beziehung zu deiner Lebensgefährtin nicht führen könntest, wenn du nicht den beschriebenen Ausgleich hättest.


    Ähnlich wie "Individuelle Meinung" bin ich hinischtlich Moral ambivalent. Zum Einen hast du deiner Lebensngefährtin deutlich deine Bedürfnisse geschildert und sie hat entschieden sie nicht (mehr) erfüllen zu wollen. Das hast du akzeptiert insofern könnte man von ihr auch Verlangen, dass sie deine Ausweichstrategie akzeptiert. Allerdings ist das Eine (Negieren von geäußerten Bedürnissen eines Partners/Partnerin) in der öffentlichen Meinung nicht verwerflich das Andere (Sexualkontakt außerhalb einer festen Beziehung) dagegen schon. Wie stark deine Partnerin wert auf Moral legt musst du wissen oder wirst du erfahren, falls deine monatlichen Ausflüge auffliegen sollten.

    Mich beschäftigt auch die Familienplanung. Habt Ihr vor, Kinder zu bekommen? Denn wenn Ihr unter dieser Voraussetzung Kinder bekommt und Dein Betrug dann eines Tages raus kommt, ist alles für sie noch schlimmer und schwerer und für die Kinder.


    Oder wenn sie sich Kinder wünscht und nun Jahre mit Dir plant und dann kommt es raus und sie verlässt Dich, kann es auch sein, dass es für sie schwieriger wird, ihren Wunsch noch zu verwirklichen.


    Und wie groß ist die Gefahr, dass die Affairenfrau schwanger wird?. Bei den beiden angegebenen Praktiken ja nicht so groß ...


    Aber trotz Pille und Kondom besteht eine kleine Gefahr immer.