Zitat

    Was das angeht, mache ich das vermutlich besser als viele andere Männer.

    Ahja. Und darauf ruhst du dich also aus und erteilst dir selbst den Freifahrtsschein für deine Affäre.


    Du wärst so ziemlich der letzte Mann, den ich haben wollen würde.

    So, nun habe ich die letzten beiden Seiten auch gelesen und mache weiter.

    @ MrHealth und @shizzledidizzle

    Da sind wir wohl sehr unterschiedlicher Meinung, aber schade, dass ihr dabei so gehässig seid. Ich hoffe für euch, dass ihr auf dem von euch gewünschten Weg Erfüllung findet.

    @ sensibelman

    Genau dieser Narzissmus ist eine falsch verstandene Dominanz. Zwischen egoistischer Selbstüberhöhung und echter Dominanz besteht doch ein sehr großer Unterschied. Zu echter Dominanz gehört auch eine gewisse Gelassenheit anderen gegenüber.

    @ ThisTwilightGarden

    Die Gefahr des Fremdverliebens besteht tatsächlich nicht. Zu einer anderen Frau hätte ich nicht dies innige Verhältnis wie zu meiner Lebensgefährtin. Meine Neigung habe ich einige Jahre unterdrücken wollen, ihr zuliebe. Ich wurde jedoch zunehmend unausgeglichen im Alltag, dies möchte ich meiner Lebensgefährtin nicht zumuten. Sie ist ein sanfter Mensch und reagiert sensibel auf Aggression jeder Art. Ein schlechtes Gewissen in dem Sinn habe ich nicht. Offenbar bin ich aber (noch) nicht abgestumpft genug, um damit lockerer umgehen zu können. Natürlich habe auch ich eine Erziehung im klassischen Sinn genossen, und diese Verhaltensweisen sitzen tiefer als gedacht.

    @ AufDerArbeit

    Stellvertretend für die anderen Krankheitsherbeiwünscher antworte ich dir.


    Ich bin kein unerfahrenes Kind mehr. es gibt nur diese eine Affärenfrau. Wir beide ließen zu Anfang ein vollständiges Blutbild machen mit allen notwendigen Tests, um eine gegenseitige Gefährdung auszuschließen. Diese Tests werden alle 8 Wochen wiederholt. Was HPV angeht, so trage ich seit dem 19. Lebensjahr einen Low-Risk-Typus in mir. Seither ist nichts hinzugekommen. Die Ansteckung mit einem High-Risk-Typus oder gar schlimmeren Viren kann allerdings beim Saunagang kurz nach der Intimrasur oder auf einer Kneipentoilette erfolgen, dort ist das Risiko weit höher. Ich glaube nicht, dass ich meine Lebensgefährtin einem höheren Risiko aussetze als der durchschnittliche Discogänger. Nach eurer Logik sollte man im Leben nur einen Sexualpartner haben und diesen vorab einer vollständigen medizinischen Untersuchung unterziehen. So funktioniert die Interaktion zwischen den Geschlechtern aber nicht.

    @ madonnacyrus

    Da ist ein Denkfehler drin. Ich bin kein Dom, ich habe nur eine Neigung, die ich ab und zu auslebe. Das ist weder geschäftsmäßig noch in irgendeiner Form professionell. Eine gewisse Form von Egoismus ist natürlich vorhanden. Immerhin muss ich mit mir selbst ja ein Leben lang auskommen, da möchte ich mich schon selbst zufrieden machen.

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    Für mich zumindest gehört dazu, sie nicht mit ungeliebten Sexpraktiken zu belästigen und meinen Ausgleich woanders zu bekommen.

    Kann ich gut verstehen. Wäre es dann nicht möglich, dass die Heimlichkeit zumindest mittelfristig nicht mehr nötig wäre?'Vielleicht unterforderst du deine Freundin, wenn du meinst, sie könnte das nie und nimmer verkraften.

    @ TE

    eigentlich hättest Du doch wissen müssen, dass hier keine Tipps kommen, wie Du mit der Situation an sich umgehen kannst.


    Stattdessen kommen die Moralapostel, die sich selbstverständlich jederzeit ohne jegliche Schuld am kategorischen Imperativ messen lassen können.


    Ich kann Dich verstehen, Dir aber keine Tipps geben. Entweder Du kommst mit der Situation klar, oder Du musst Deiner Lebensgefährtin die Wahrheit sagen.


    Ich bin selbst in einer ähnlichen Situation, allerdings selbst Single, mein DOM ist verheiratet. Es war von Anfang an klar, dass er sich nicht trennt, für mich absolut akzeptabel. Ich habe allerdings auch kein schlechtes Gewissen. Wir leben einfach nur unsere Sexualität aus, nicht weniger, aber auch nicht mehr.


    Sollte ich irgendwann mal in einer Beziehung sein und mein Partner würde sich seinen Sex woanders holen, würde ich - sofern ich es mitbekomme - erst einmal mich überprüfen und wenn ich mit seiner Neigung nichts anfangen kann, dann hätte ich nichts dagegen, wenn er diese woanders befriedigt. Für mich hat Sexualität nicht zwingend etwas mit Liebe zu tun. Ebenso wäre eine Beziehung für mich nicht sofort beendet, wenn mich mein Partner betrügt - dazu gehören immer zwei. Irgendetwas stimmt dann in der Beziehung nicht und daran kann man ggfs. auch arbeiten - gemeinsam.

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    Wäre es dann nicht möglich, dass die Heimlichkeit zumindest mittelfristig nicht mehr nötig wäre?

    als eine, die es nicht wiisen wollen würde, frage ich mich, wie das gehen soll?


    wenn nämlich die katze erst mal aus dem sack ist, habe ich doch gar keine möglichkeit mehr zu sagen: du, sag mir sowas bitte nicht ":/


    ich jedenfalls würde es meinem mann nicht verzeihen, wenn er es mir sagen würde, ode er sich so blöd anstellen würde, dass es rauskommt (allerdings haben wir sowas schon mal theoretisch angesprochen und wissen das voneinander!)

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    Was das angeht, mache ich das vermutlich besser als viele andere Männer.

    Ahja. Und darauf ruhst du dich also aus und erteilst dir selbst den Freifahrtsschein für deine Affäre.

    Die Art der Argumentation die der Teilnehmer hier an den Tag legt ist typisch für Menschen die sich selbst als dominant beschreiben.


    Vielleicht in dem Zusammenhang interessant:

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    In der Psychologie spricht man von Dominanzverhalten, wenn ein Individuum das Verhalten von einem oder mehreren anderen Individuen beherrschen bzw. kontrollieren möchte.


    Qulle Wikipedia

    "Dominante" Menschen sind abhängig davon das andere auf ihren Wunsch eingehen möchten, damit ihr eigenes Selbstbild sich bestätigt. Das Problem ist, dass da eigentlich eine tiefe Selbstunsicherheit besteht, die dann über wechselnde Partner ausgelebt werden muss, weil früher oder später die meisten Partner dahinter kommen, dass das was vermittelt wird nichts mit der innerlichen Realität zu tun hat.


    Du siehst das hier beim Teilnehmer ganz deutlich an diesem Teil der "Argumentation":

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    Die wenigsten Menschen können mit einem dominanten Mann umgehen. Dominanz wird eher noch bekämpft, warum auch immer.

    Er ist ein "dominanter" Mann der nicht mit den Reaktionen leben kann, die seine "Dominanz" hervorruft und der sich deshalb anpasst?! Das ist eigentlich so lächerlich, dass ihm die eigene Ilusionierung selbst auffallen könnte. Aber vielleicht braucht er einfach noch ein paar Jahre. Vielleicht hat er auch Glück und seine Freundin macht es wie er und holt sich das was sie in der Beziehung nicht bekommt auch heimlich wo anders. Das gibts ja auch. Ich vermute allerdings das seine Pseudodominanz das genausowenig aushalten würde wenns rauskäme ;-), denn das hier:

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    Früher hatte ich immer wieder mal Kurzbeziehungen zu Frauen, die so eingestellt waren. Aber es war schwer, mit ihnen im Alltag zu leben, weil sie meistens allgemein unterwürfig waren und unselbstständig. Das, was ich im Bett an ihnen mochte, nervte mich im Alltag, weil ich quasi alles in die Hand nehmen musste.

    ist der Klassiker. Männer mit diesem Mindset externalisieren ihre Selbstunsicherheit auf andere - nicht selten auf psychisch bereits vorgeschädigte Frauen. Und alles nur, weil sie nicht die Eier haben sich sich selbst zu stellen.


    Ändern wird sich das wohl nicht. Man kann nur das Umfeld über Zusammenhänge aufklären und hoffen, dass sich dadurch zunehmend weniger für diese Rolle zur Verfügung stellen, weil die mittel bis langfristig eigentlich immer den devoten Personen in diesem Spiel psychischen Schaden zufügen. Die wenigsten pseudodominanten Männer übernehmen dann die Verantwortung für die geschädigte Person. Der Teilnehmer ja auch nicht wie wir hier sehen.


    Ein gutes Mindsetbeispiel für Frauen die sich das nicht vorstellen können oder wollen ist dieser Faden allemal. Drum prüfe wer sich ewig bindet - was hinter dem "harmlosen SM" Ausleben tatsächlich steckt. Das kann völlig reflektiert sein - oder wie beim Teilnehmer hier einfach nur selbstverdrängend. Zweiteres ist mist, besonders falls man Kinder möchte. Daher: Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung.

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    Ich finde ein Leben ist zu kurz und zu wertvoll, als das man über längere Zeit auf seine Wünsche verzichten soll!!!

    Da bin ich ganz bei dir. Die Konsequenzen aus den Wünschen sind eben untrennbar mit den Wünschen verbunden. Und manche Wünsche die kurzfristig einen schönen Kick geben haben langfristig negative Konsequenzen. Kann man ja trotzdem verfolgen und sich erfüllen.


    Manche Menschen schauen sich aber halt Wünsche des Gegenübers daraufhin doch etwas genauer an und wägen ab ob sie die tragen wollen oder nicht, besonders wenn der eigene Wunsch nicht wirklich gut mit dem Wunsch des Gegenübers vereinbar ist. Je mehr Menschen das prüfen, desto psychisch gesünder wird die Bevölkerung, egal zu welchem Ergebnis sie dabei kommen. Klasse, oder?


    Die Freundin des Teilnehmers hat das mal mitgemacht und festgestellt: Da stimmt was nicht. Nun geht ihr Selbstschutz eben wieder vor dem Wunsch des Partners. Das hat Gründe. Die interessieren den Fadenersteller nicht wirklich. Vielleicht weil er so "dominant" ist? Ein "dominanter" Mann der sich vor der Persönlichkeitseinschätzung der eigenen Freundin fürchtet?


    ":/


    Das Problem hier ist eindeutig das Selbstbild und der eigentliche Wunsch das durch Erniedrigung Dritter aufzuwerten. Das ist destruktiv und hat langfristige Konsequenzen.

    Das hier

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    Das Problem hier ist eindeutig das Selbstbild und der eigentliche Wunsch das durch Erniedrigung Dritter aufzuwerten. Das ist destruktiv und hat langfristige Konsequenzen

    sind Vorurteile, die nur jemand haben kann, der von der Marterie keine Ahnung hat. Ein Dom erniedrigt nicht zwangsläufig - Erniedrigung kann, muss aber nicht Bestandteil eines Spiels sein. Es soll sogar dominante Männer geben, die nur auf Wunsch der Spielpartnerin diese erniedrigen - weil es der Lust der Frau dient (wir haben es bspw. ausprobiert, weil ich es gern kennenlernen wollte - mein Partner selbst hat daraus keine eigene Lust gezogen).


    Es ist doch Blödsinn, davon auszugehen, dass ein dominanter Mann immer etwas kompensieren muss %-|


    Das ist im Übrigen genauso bekloppt, wie davon auszugehen, dass bei submissiven Menschen irgendwelche psychischen Probleme vorhanden sein müssen %-|


    Dominanz heißt doch nicht, dass Sub nichts zu sagen hat. Ich bin im Bett passiv, aber nicht im Alltag, obwohl da das ausgeglichenen Wesen meiner Affäre schon so manches Mal positive Auswirkungen auf mich hatte. Aber meine Entscheidungen über mein Leben treffe ich schon selber.


    Übrigens: im Bett passiv sein heißt auch nicht, dass Dom machen kann, was er will.


    Die Freundin des TE steht vielleicht einfach nur nicht auf BDSM? Wieso wird da Selbstschutz hinein interpretiert ???

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    als eine, die es nicht wiisen wollen würde, frage ich mich, wie das gehen soll?

    Ist sie denn eine, die es nicht wissen will? Oder eine, die sich einfach nicht sofort vorstellen kann, dass so ein Arrangement funktionieren kann. Ich hätte damit kein Problem, zum Beispiel, vorausgesetzt, die Beziehung ist gefestigt und sie kann seine Neigung an sich tolerieren, könnte sie doch eventuell ähnlich reagieren.

    Zitat

    Fragen habe ich eigentlich keine, ich wollte das nur mal hier runterschreiben und ein paar Meinungen dazu hören (Moralkeule könnt ihr euch sparen, ich sehe das eben anders),

    Es ist ja schwer, seine Meinung zu sowas zu schreibe, ohne die Moralkeule auszupacken...


    Ich glaube, es ist normal, dass in einer Partnerschaft die eine oder andere sexuelle Phantasie nicht bedient wird. Wie man damit umgeht, muss jeder selber wissen. Der eine geht fremd, der andere unterdrückt seine Phantasien, der dritte trennt sich, der vierte versucht den Partner zu verbiegen.


    Die vermeidlich optimale Lösung wäre die offene Beziehung, das dumme daran ist nur, dass man dafür das OK seiner Partnerin braucht. Vielleicht wäre das eine Lösung für euch. Die Lösung Affäre ist sicher nahe liegend, aber irgendwie fragt man sich dann schon, ob das noch so die große Liebe ist, wenn man so ganz selbstverständlich den Partner regelmäßig belügt und betrügt.

    Ich will eigentlich nicht mit der Moralkeule kommen, schon alleine, weil das vom TE nicht gewünscht ist, aber ich gebe zu, dass mir das sehr schwer fällt.


    Das liegt daran, Alias, dass ich deine Motive für die Heimlichkeit nicht abschätzen kann. Wohlgemerkt für die Heimlichkeit, nicht für den Betrug. Ich kann schon verstehen, dass man auf das Ausleben bestimmter Praktiken nur schwer verzichten kann und die Perspektive, diese zum Wohl der Beziehung für immer aufzugeben unglücklich macht. Seine Wünsche anderweitig auszuleben finde ich durchaus legitim.


    Jetzt hältst du das Ganze allerdings vor deiner Partnerin geheim und ich frage mich, warum?


    Weißt du, dass es ihr so geht wie Seherin, die eine Affäre akzeptieren kann, solange sie nichts davon weiß? Dann mag dein Verhalten der allgemeinen Moral entgegenlaufen, ich persönlich fände es aber in Ordnung. Nur an der Heimlichkeit wirst du dann nie etwas ändern können.


    Oder hast du einfach nur Angst, ihr von deiner Affäre zu erzählen, weil du weißt, dass sie diese unter keinen Umständen akzeptieren würde? Dann finde ich deine Entscheidung, diese Affäre so lange wie möglich heimlich zu führen tatsächlich schwierig, weil ich zum einen ein großes Verletzungspotenzial bei deiner Partnerin sehe, sofern deine Affäre jemals aufkommen sollte, aber vor allem auch, weil ich dein Verhalten ihr gegenüber unfair finde. Du nimmst ihr damit die Entscheidungsmöglichkeit. Ich bin auch nicht der Meinung, dass sie irgendwie ja wohl damit rechnen müsse, dass du ihr fremdgehst, wenn du niemals thematisiert hast, wie wichtig dir eine submissive Partnerin von Zeit zu Zeit ist.


    Deshalb würde ich im zweiten Fall die Heimlichtuerei nur als zweitrangiges Problem sehen.


    Für mich persönlich wäre es jedenfalls genau diese Heimlichkeit, die mich verletzen und wohl zwingend zum Ende der Beziehung führen würde. Ich könnte damit leben, dass mein Partner einen Teil seines Sexlebens auslagert, wenn wir in dieser Hinsicht nicht harmonieren, allerdings nur, wenn er von Anfang an mit offenen Karten spielt. Am Beispiel von Seherin zeigt sich aber, dass nicht jeder so denkt.


    Du kennst deine Partnerin und kannst vielleicht einschätzen, wie sie über deine Affäre denken wird. Vielleicht ergibt sich daraus eine Möglichkeit, in Zukunft auf die Heimlichtuerei verzichten zu können. Andernfalls wirst du entweder damit leben oder entsprechende Konsequenzen ziehen müssen.