Weil das im Grunde die Dinge sind, die viele Menschen Frauen wie Männer nicht hören wollen, es sei denn sie suchen nur die 100 g Probierwurstscheiben.


    Mit etwas gereiftem Alter wissen beide Geschlechter voneinander mit welche Strategie man am Besten zum Zuge kommt. Wenn beide das gleiche Ziel haben, unkomplizierten Spaß, geht es vermutlich ohne das große Lügenkonstrukt. Aber es fühlt sich dennoch besser an, wenn es nicht wie "Geschäftsakt" verläuft, ehrliches Begehren, Emotionen und das intensive Nähebedürfnis erleben zu dürfen. Dinge, die daheim so (vielleicht) nicht mehr vorhanden oder verschüttet worden sind.


    Es gibt durchaus Singles, die sich bewusst gebundene Männer und Frauen, weil sie keine feste Beziehung suchen und wissen, Spaß haben geht dennoch gut. Aber danach wollen die Beteiligten keine wirklich Bindung und Verantwortung für das Gegenüber haben.


    Allerdings lässt sich von niemandem einplanen, ob einem das Gefühlskarussell nicht doch ein Schnippchen schlägt und bei häufigen Treffen, sich Emotionen einstellen die ungeplant entstanden sind.


    Es gibt keine festen Regeln für die Entwicklung von Affären, außer man ist konsequent und entscheidet sich für den harten Cut. Wer von sich weiß, dass dies schwer ist hat vermutlich immer den undankbaren Part, weil es emotionale Verletzungen und Verlustängste hervor bringt.


    Liebe und Verstand sind nicht bei allen Individuen miteinander kooperativ, sonst würde die Liebe nicht soviele emotionale Leiden entstehen lassen. Deswegen ist kein universeller Rat möglich. Wer sich der Risiken und Nebenwirkungen bewusst ist, hat einen kleinen Vorlauf, aber ist nicht wie in einer Vollkasko geschützt, wenn er das 'Kleingedruckte' außer Acht lässt.

    Was heißt hier hinhalten? Klare Regeln gibt es! Sie will keine feste Beziehung nur einen Stecher und er Abwechslung! Wenn's dem so ist und beide oder alle 3 damit glücklich sind??? Wieso denn nicht?

    Mir fehlt hier ein wenig Reflexion darüber, ob unser gesellschaftliches, monogames Familienmodel nicht für viel zu viele eine unbefriedigende Lösung für ihre sexuellen Bedürfnisse darstellt. Monogam kann eben nicht jeder. Sexuell offen kann auch nicht jeder.


    Ist nun unser monogames Familienkonzept der Grund für so viel Übel, oder sind es die ungebändigten sexuellen Bedürfnisse von Männern und Frauen? Wer oder was war wohl zuerst da und welche "kulturelle Leistung" oder sexuellen Verzicht kann man dem Menschen abverlangen?

    Zitat

    Liebe und Verstand sind nicht bei allen Individuen miteinander kooperativ,

    Naja, sofern der Verstand abgeschaltet wird oder nur rudimentär vorhanden ist, ist da nicht viel zu kooperiren.

    Zitat

    Ist nun unser monogames Familienkonzept der Grund für so viel Übel, oder sind es die ungebändigten sexuellen Bedürfnisse von Männern und Frauen?

    Ich glaube, es hängt mit einer stark konsumistischen Denkweise zusammen: "Man" ist nur wenig zufrieden, mit dem was man hat und hat permanent die (Sehn)sucht nach einer noch grüneren Wiese. Innehalten und sagen: "Es ist wunderschön wie es ist" passt in dieses Denken und Handeln nicht rein. Mensch wird getrieben vom Glauben an noch bessere Zustände. Dabei ist es unabhängig, wie gut die aktuelle Situation ist- insbesondere dann, wenn die aktuelle Situation schon lange auf näherungsweise gleichem Level ist.

    interessant, die verschiedenen ansichten.


    so bequem und heiter locker ist es allerdings nicht immer. meine affäre wollte sich (angeblich) trennen, aber das kleine kind blabla..... nun ist es so, dass er komplett überfordert ist, er hat die situation wohl unterschätzt in die er sich selbst gestürzt hat.


    seine beziehung zu mir ist beendet, seine ehe total zerrüttet und wohl auch ziemlich am ende.


    mir ists egal, er hat das selbst verursacht..... aus unserer lockeren affäre wurde etwas ernstes aber nur DURCH IHN. er war für all das der initiator!!! und jetzt hat er den salat, sein leben ist kaputt u er sult sich in selbstmitleid ...... ist wohl so etwas wie karma :-)

    Vielleicht ist es oft auch kein Rumlügen.


    Aber Dinge aussprechen, die absolut unausgesprochen bleiben sollten, solange bis man(n) sich zu 100 % sicher ist, was man will. wie wärs??!!!! und nicht mehrere Menschen (dadurch) in absolutes Unglück und Chaos stürzt. :-o


    "Ich liebe dich über alles und will mit dir ganz bestimmt zusammen sein". --- "OK vielleicht doch nicht."


    Ähm gehts noch? Und da ist bestimmt nicht die hoffnungsvolle Affärenfrau oder der Affärenmann "Schuld sich drauf einzulassen", sondern derjenige, der so etwas ausspricht!


    etwas aussprechen oder versprechen, das man dann nicht einhält, finde ich unter aller Sau.


    Machen diese Menschen das bei der Arbeit auch?


    "Klar, Chef, erledige ich. Ist nächste Woche fertig." - und dann kümmert man sich einfach nicht im Geringsten drum?


    Einfach nur erschreckend. :D

    Der Mensch ist fehlbar. Mehr lese ich hier nicht. Alles andere sind moralische Anwürfe. Natürlich gibt es Menschen, die zu 99% verantwortlich handeln, ein großer Teil dürfte aber wohl einige Prozentpunkte davon entfernt sein. Warum? Der Mensch ist schwach, er ist auf Anpassung programmiert, sich unangenehmen Dingen und Situationen zu stellen, braucht Stärke, die hat ein Mensch nicht immer und unbegrenzt.

    Zitat

    Und da ist bestimmt nicht die hoffnungsvolle Affärenfrau oder der Affärenmann "Schuld sich drauf einzulassen", sondern derjenige, der so etwas ausspricht!

    Selbstverständlich sind beide Seiten verantwortlich. Einer, der es ausspricht, und einer, der es hören will. Ich würde es nicht wollen, dass sich jemand wegen mir trennt, mich würde das eher abstoßen anziehen, zumindest bräuchte ich kein solches Versprechen. Wer keine "Affäre" will, soll keine eingehen.

    Zitat

    der es hören will.

    Wer will das denn hören!??


    Das ist ja das Problem, dass man(n) meint lügen zu müssen. Und diese Lügen zerstören alles, was eigentlich sehr prickelnd, interessant und super sein könnte. ..


    Wo wir bei der Frage aus dem Eingangspost wären: WARUM?? :-D :-D

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    Warum lassen sich Frauen auf einen gebundenen Mann ein?

    Ich habe bemerkt, das verstehen nur Leute, die es machen. Allen anderen fehlt hier das Verständnis, was aber verständlich ist.


    Ich verstehe auch vieles nicht. Vielleicht muss ich erst in der Situation (gewesen) sein, um Dinge zu verstehen?

    Ich verstehe Frauen in gewalttätigen Beziehungen nicht. Die den Typen nicht verlassen (nicht zwingend finanzielle Abhängigkeit). Mehr als genug sind aber genau in dieser Situation. Es wird seinen Grund haben.

    Zitat

    Warum betrügen Männer ihre Ehefrauen, haben lange Affären, wo sie sagen, dass sie sich trennen, sie trennen sich dann aber nicht wegen "rachsüchtiger Frau, Kind, finanzieller Lage, Haus,...."

    Warum glauben Frauen, dass es prinzipiell nur Männer sind, die betrügen? Warum betrügen Frauen ihre Ehemänner?


    Eine Beziehung besteht aus so unendlich viel mehr als nur Sex. Wenn nun alles andere perfekt ist, aber der Sex so gar nicht klappt? Mann oder Frau fühlt sich nicht begehrt, das Ego ist gekränkt oder das Selbstbewusstsein am Boden? Da gibt die Affäre so unendlich viel an Frohsinn, an Selbstbestätigung an Ego... Gleichwohl ist der Rest der Beziehung mitunter doch wunderschön und erhaltenswert, dass der Wunsch nach einer Trennung da überhaupt nicht existiert.


    Angst vor Rache spielt da wohl kaum eine Rolle, die Rache kommt, wenn der Betrogene Wind davon bekommt ganz ohne, dass der/die Fremdgeher sich da trennen. Finanzielle Überlegungen oder vor allem Kinder dagegen sind mit Sicherheit ein Grund, sich nicht zu trennen.