• Aktion vom Freund meiner Mutter, für mich bricht Welt zusammen

    Erstmal ein liebes hallo an alle und dann zu meinem Problem, dass ich jetzt doch mal loswerden muss. Leider fehlt mir die beste Freundin, der ich es erzählen könnte, und alle anderen kommen für mich gerade noch nicht in Frage. Trotzdem weiß ich grade nicht, wie ich mich Verhalten soll, ich glaub‘ ich brauche ein paar Denkanstöße von euch! Meine Mama hat…
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    Ich kann schon verstehen, dass du von "Welt zusammenbrechen" schreibst, denn bisher hast du ihn als väterlichen Freund gesehen, dem du vertrauen kannst, der deine Mutter glücklich macht, mit dem du dich gut verstehst und unbesorgt Spaß haben kannst.

    :)z Ich kann das auch total gut nachvollziehen, dass das ganze Vertrauensverhältnis, die tiefe freundschaftliche Beziehung, erschüttert wurde. Im ersten Moment war Nicola86 in der Situation wohl so perplex, dass sie nicht reagieren konnte – weil sie erst mal ihre aufgewühlten Gedanken sortieren musste .... Wär mir genauso gegangen.

    @ Nicole86

    Ich würd erstmal abwarten, ob das noch einmal passiert, dann aber sofort ohne Zögern sehr deutlich machen, dass du das alles andere als witzig findest. Ein locker-witziges "behält deine Hände bei dir, okay?" mit ausreichend ernstem Unterton reicht da doch. Und – ich würde der Mutter wirklich vorerst nichts erzählen. Was würde das im positiven Sinn ändern?

    Der Oberschenkel ist ziemlich lang. Wo lag denn seine Hand? In Knie-Nähe, mittig oder kurz vor der Gabelung?

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    Der Oberschenkel ist ziemlich lang. Wo lag denn seine Hand? In Knie-Nähe, mittig oder kurz vor der Gabelung?

    Und was für einen Unterschied macht das? Man kann jemandem aus Versehen an den Hintern kommen, ohne dass der sich was dabei denkt, oder aber anzüglich die Hand auf dem Knie haben. Es kommt auf die Umstände an, nicht auf das Körperteil an sich. Und wie es bei der TE ankam, kannst du nachlesen.

    Ich verstehe nicht, weshalb anscheinend ein Angesoffener hier auch noch als Opfer (des ach so armen Alkohols) hingestellt wird. Der geschilderte und mehrfach in Wiederholung vorgefallene Sachverhalt ist wohl schon aufgrund des Wiederholungstatbestands eindeutig. Ich würde keinen Grund darin sehen, den Täter auch nur in irgendeiner Form nunmehr zu bemitleiden oder seine Tat zu verschleiern. Seine Hand hatte weder am Knie, in der Mitte des Schenkels oder darüber etwas zu suchen. Wenn sich der Typ nicht beherrschen kann, hat er auch die Konsequenzen zu tragen. Wäre ich Du, hätte ich meiner Mutter schon längst hiervon berichtet, auch auf die Gefahr hin, dass sie Dir nicht glaubt und er alles abstreitet oder sich angeblich nicht erinnern kann. Für mich hätte diese Person jeden Respekt verloren und mein Kontakt zu ihm würde sich entsprechend minimieren. Ein Urlaub mit ihm käme für mich nicht mehr in Frage, auch nicht bei einer Entschuldigung seinerseits, da mein Vertrauen einfach grundlegend ihm gegenüber dauerhaft gestört wäre. Im Übrigen stimme ich jenen zu, die die Meinung vertreten, ein Stillschweigen könnte auch als Duldung ausgelegt werden.

    Ich würde wenn die Scham nicht zu groß Ost mit Muttern sprechen. Wenn ein Kerl unter Alkohol-Einfluss 3 mal seine Stieftochter antatscht dann ist das kein Versehen mehr sondern Absicht. Ihm klar und deutlich zu verstehen geben das das nie wieder vorzukommen hat und du ihn bis auf Weiteres auf Abstand halten wirst. Sage ihm das du absolut kein Interesse an ihm hast und er mit deiner Mutter sicher zusammen bleiben möchte. Und den Urlaub mit ihm würde ich, wäre ich an deiner Stelle, absagen.

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    Und wie es bei der TE ankam, kannst du nachlesen.

    Trotzdem sollte man, meiner Meinung nach, die Intention des Stiefvaters nicht außer Acht lassen bevor man ihn des Begrapschen anklagt. Hier wurde ja bereits geschrieben, dass es okay gewesen wäre, wenn er sie an der Schulter angefasst hätte. Warum eigentlich? Was ist denn, wenn ich jetzt sage, dass es auch in diesem Fall nicht okay gewesen wäre? Gilt das dann für alle Menschen? Oder bin ich in diesem Fall (über-)empfindlich?


    Es kann schlicht und ergreifend sein, dass der Stiefvater sie nicht begrapschen wollte, sondern lediglich Sympathie -oder was man auch immer man mit einem Handauflegen z.B. auf die Schulter bekunden will- bekunden wollte. Die Te hat weder etwas gesagt noch die Hand weggeschoben. Das ist also als Dulden zu bewerten. Also die beste Vorraussetzung für das klassische Missverständnis: Person A tut etwas, Person B gefällt es nicht. Person B sagt/macht nichts dagegen, Person A macht weiter. PErson B denkt, dass Person A rücksichtlos oder was auch immer ist.

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    Und was für einen Unterschied macht das?

    Um bei deinem Hintern-Beispiel zu bleiben. Wenn es nur eine kurze Berührung ist, man sich in einer Menschenmegne befindet und der "Täter" anscheinend geschubst worden ist, dann deutet vieles auf ein Versehen hin. Wenn aber kein Arsch außer die beiden weit und breit zu sehen ist, er kräftig hinlangt, dann könne man davon Ausgehen, dass es sich um Absicht handelt.


    Übertragen auf den hier diskutierten Sachverhalt ist es ein Unterschied, ob er sie am Knie bzw. in Knie-Nähe kurz berührt oder kurz vor dem Schritt mit kreisender Handbewegung. Beim Ersteren könnte es sich um eine harmlose "Schulterhandauflegung" am Oberschenken handeln, beim letzeren ist eine sexuelle Intention ziemlich wahrscheinlich.

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    Übertragen auf den hier diskutierten Sachverhalt ist es ein Unterschied, ob er sie am Knie bzw. in Knie-Nähe kurz berührt oder kurz vor dem Schritt mit kreisender Handbewegung.

    Ich glaube, ich muss mich berichtigen. Bei genauerem Überlegen fällt mir keine Situation ein, in der ich Oberschenkeltätscheln in diesem Rahmen ok fände. Das ist nach meinen Erfahrungen nunmal keine elterliche Knuddelstelle.


    Wenn es im Erzählen mit Worten wie "Jaja, die Nicola ist immer so" und ein, zwei Mal patschen passiert wäre, ok. Aber wie die TE schrieb, hat er sie ja auch auf und nach dem Heimweg ähnlich angetatscht – und sorry, da will mir die sexuelle Konnotation einfach nicht aus dem Kopf gehen.


    Aber vielleicht mag die TE das auch nochmal etwas deutlicher schreiben. Wenn nicht, könnte ich das auch gut verstehen – komisch finde ich es dennoch.

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    Trotzdem sollte man, meiner Meinung nach, die Intention des Stiefvaters nicht außer Acht lassen bevor man ihn des Begrapschen anklagt.

    Was heißt hier anklagen? Die TE fand es unpassend und genau das sollte sie ihm mitteilen. Wenn sie das nicht will, hat er es zu unterlassen.

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    Warum man allerdings nicht in der Situation etwas tut, z.B. die Hand wegschieben oder was sagen, kann ich nicht so ganz verstehen.

    Glaubt es mir, in solch einer Situation kann die Logik schlagartig aussetzen, ich spreche da aus eigener Erfahrung. Mir ist im zarten Alter von 18 mal etwas ähnliches mit dem Vater meines Freundes passiert., die ganze Familie war in der Küche, er stand vom Sessel auf, setzte sich zu mir auf Sofa und mit den Worten 'jetzt machen wir es uns mal so rictig gemütlich' legte er mir den Arm so weit um die Schultern, daß seine Hand auf meiner Brust landete :(v


    Es hat mir zwar kein Trauma fürs Leben beschert aber wenn ich die Beschreibung der TE lese, dann fällt mir meine damaligen Gedanken sofort wieder ein:


    Öh.... das ist jetzt nicht wirklich passiert? Das habe ich mir doch bestimmt eingebildet? Das war ein Zufall, ganz bestimmt!!! Das MUSS ich mir eingebildet haben, denn die anderen waren doch nur eine Tür weiter entfernt, niemand tut so etwas, wenn die eigene Familie direkt neben an ist........ Ups..... nein.... das IST ja gerade tatsächlich passiert...... Was würde seine Ehefrau dazu sagen, wenn sie uns jetzt so findet? Glaubt sie etwa, ICH hätte das so gewollt? Oder lacht sie mich vielleicht aus, weil sie mir nicht glaubt oder wird sogar böse auf mich? Was würde mein Freund sagen? Der glaubt mir das doch im Leben nicht..... usw. usw. %:| %:| %:|


    Insofern ist es vielleicht gar nicht so schlecht, wenn sich die TE jetzt ganz in Ruhe überlegt, wie sie das Problem angehen wird. Für mich bedeutete das damals, daß ich fortan einen großen Bogen um diesen Mann gemacht habe und für mich war es damals die richtige Entscheidung.


    Heute sehe ich das anders und bin noch dazu deutlich schlagfertiger geworden (wenn es sein müsste, sogar im wörtlichen Sinne ]:D ), dazu gehörte aber auch, daß ich mir schon im Vorfeld verschiedene Strategien überlegte.


    Bestimmt ist für Dich, liebe Nicola, aus den vielen Vorschlägen einiges dabei, das Du anwenden kannst.

    @ :)

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    Was mich total wundert ist die Tatsache, dass du nicht spontan und sofort Grenzen gesetzt hast.

    Mich wundert hier manches...erstens diese Aussage (man ist vielleicht erstmal perplex/geschockt) und auch die Suche nach Rechtfertigungen für das Gegrabsche.


    Es gibt einige Männer die mal Frauen begrabschen. Das sind nicht unbedingt potenzielle Vergewaltiger aber SO EIN VERHALTEN IST NICHT OK !!! (Bei einer Stieftochter 3x nicht)


    Das ist Respektlosigkeit.

    Ich denke wir sind uns da alle einig das es nicht richtig war was er gemacht hat,


    aber deswegen sollte man ihn nicht gleich Lynchen.


    Einfach ein offenes und ehrliches Gespräch führen und die Sache klären.


    Und vorallem erst mal die Mutter aus dem Spiel lassen, denn der Schuß kann auch nach hinten los gehen und es heißt auf einmal die TE hat ihn angemacht und dazu mutiviert.


    Da wir dann oft dem Falschen gegalubt.

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    Einfach ein offenes und ehrliches Gespräch führen und die Sache klären.


    Und vorallem erst mal die Mutter aus dem Spiel lassen, denn der Schuß kann auch nach hinten los gehen und es heißt auf einmal die TE hat ihn angemacht und dazu mutiviert.

    was wäre das denn dann für eine Mutter, die ihrer Tochter nicht glaubt, sondern automatisch davon ausgeht, dass sie ihn dazu motiviert hat? ":/


    Aber davon abgesehen, ich würde es wohl auch erstmal nicht zur Mutter sagen, ich würde jetzt im Nachhinein auch mit ihm kein Gespräch darüber führen, denn ich finde, sowas sagt man am besten sofort in der Situation. Ich würde also an Stelle der TE jetzt mal schauen, wie er sich weiterhin verhält und sollte er wirklich nochmal sowas machen, würde ich ihm SOFORT klipp und klar sagen, dass er seine Finger bei sich behalten soll.

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    Ich würde wenn die Scham nicht zu groß Ost mit Muttern sprechen. Wenn ein Kerl unter Alkohol-Einfluss 3 mal seine Stieftochter antatscht dann ist das kein Versehen mehr sondern Absicht. Ihm klar und deutlich zu verstehen geben das das nie wieder vorzukommen hat und du ihn bis auf Weiteres auf Abstand halten wirst. Sage ihm das du absolut kein Interesse an ihm hast und er mit deiner Mutter sicher zusammen bleiben möchte. Und den Urlaub mit ihm würde ich, wäre ich an deiner Stelle, absagen.

    :)^


    Wo kommen wir da hin wenn man betatschen jetzt auch schon in Schutz nimmt – No go! :(v