Alkohol macht alles kaputt

    Hallo,ich bin momentan ziemlich ratlos....mein Freund und ich lieben uns sehr, doch in der letzten Zeit ist vieles zur Gewohnheit geworden.


    Wir sind knapp 3 Jahre zusammen und am Anfang war er sehr liebevoll....ausser er hatte was getrunken...dann ist er unausstehlich,richtig fies zu mir.


    Auch das Sexleben ist ziemlich eingeschlafen...er nimmt Subutex im Substitutionsprogramm,vorher Heroin.Seit er in der Substitution ist,trinkt er jeden Tag Alkohol,er war sein Leben lang süchtig, aber wenn er noch kein Alkohol oder nur wenig getrunken hat, ist er der liebste und er trägt mich auf Händen,bzw,jetzt hat es etwas nachgelassen.


    Ich habe den Eindruck er ist gar nicht mehr glücklich mit mir und das alles wiederum macht mich traurig,weil ich ihn immer noch sehr liebe.Er ist nämlich sonst sehr fürsorglich und liebevoll.Und ich bin auch kein einfacher Mensch,habe psychische Probleme und schreie ihn an, wenn er Alkohol getrunken hat.Das habe ich aber die letzte Zeit besser im Griff, weil ich liebevoll sein will. Habt ihr noch fragen?wie soll ichmich verhalten, will ihn nicht verlieren..Danke

  • 12 Antworten

    Ganz ehrlich?


    Dein Freund hat eine Sucht aufgegeben und sofort durch eine andere ersetzt.


    Er will nicht ohne Drogen leben. Und offensichtlich sind ihm die Drogen bzw der Alkohol wichtiger als du.


    Du kannst dich einfach damit abfinden, oder ihn verlassen.


    Ende.


    Dass er ohne Drogen ein netter Mensch ist - geschenkt, immerhin knallt er sich dann doch jeden Tag die Birne zu,


    wissend, dass er dann zum Arschloch mutiert.


    Ich geb dir einen Tipp: Lauf weit, lauf schnell, aber LAUF!

    Ich bin emotional so abhängig von ihm,habe das Gefühl,ohne ihn nicht leben zu können und ohne Hilfe schaffe ich es nicht,aus dieser Abhängigkeit rauszukommen. Meine Seele schmerzt so sehr, gerade jetzt schläft er mal wieder sein Kater aus.Wir wohnen


    zusammen und habe keine Möglichkeit irgendwo unterzukommen.


    Habe mich einmal so mit Tabletten und Alkohol zugepumpt,wollte nur den Schmerz nicht mehr spüren.


    Es liegt auch an meiner schweren Kindheit,habe keine Kontrolle über meine Gefühle, sondern sie kontrollieren mich.


    Weiss mir keinen Rat....danke fürs mitlesen

    Dante, Du machst es Dir ein wenig zu einfach. Das Suchtmittel ist bei einer Sucht immer das Wichtigste vor allem anderen, und nur das Wissen, dass man dann "zum Arschloch mutiert", beendet eine Sucht nicht plötzlich. Nicht umsonst befinden sich Suchtkranke teils jahrelang in intensiver Therapie, an stationärer Behandlung führt eigentlich kein Weg vorbei.

    @ Ela:

    Ich kann Dich sehr gut verstenen, weil ich auch einmal in einer solchen Situation war. Aber ich habe am Ende eingesehen, dass ich nichts ändern kann, dass ich es mit meiner Fürsorge sogar noch schlimmer mache, und es war sehr bitter für mich, mitanzusehen, wie er sich selbst kaputtgemacht hat und alles den Bach runterging.


    Nur wird es nicht besser werden, es wird nur immer schlimmer, das kann ich Dir fast schon garantieren.


    An Deiner Stelle würde ich mich an eine Suchtberatung wenden, da kann man auch als Angehöriger hingehen. Die sind die Spezialisten und wissen, wie Du jetzt handeln kannst.


    Dass Du da raus musst weißt Du vermutlich selbst. Ich wünsche Dir dafür viel viel Kraft.

    Hallo Ela!


    Es stimmt, mit seiner Fürsorge macht man die Sucht am Ende noch schlimmer. Weil die Fürsorge dem Süchtigen hilft, die Sucht besser zu ertragen. Man hält ihn noch besser in diesem Teufelskreis...


    Stimme zu, vielleicht versuchst du es mal bei einer Suchtberatung. Wenn du meinst, du bist emotional abhängig von ihm, solltest du dagegen angehen - kein Mensch ist es wert, für ihn vor die Hunde zu gehen. :)*

    Liebe Ela,


    Du hast Dich in eine sogenannte Co-Abhängigkeit begeben. Du kannst alles genau hier nachlesen:


    https://de.wikipedia.org/wiki/Co-Abh%C3%A4ngigkeit


    Eine Co-Abhängigkeit ist nicht selten und viele viele Familienangehörige geraten dort hinein. Es gibt aber auch sehr viele Anlauf- und Hilfestellen, die einem dabei zur Seite stehen, auch gute Foren im Internet zum Austausch mit anderen Betroffenen. Ein sehr gutes Forum ist www.Forum-Alkoholiker.de, Du könntest Dich dort einmal durchlesen.


    Wenn Du schon weisst, dass Du es ohne Hilfe nicht schaffen wirst, wäre es eine Option Dir einen Therapeuten zu suchen, der Dich unterstützen kann ?


    Alles Liebe,


    Dackellove

    Zitat

    Dein Freund hat eine Sucht aufgegeben und sofort durch eine andere ersetzt.


    Er will nicht ohne Drogen leben. Und offensichtlich sind ihm die Drogen bzw der Alkohol wichtiger als du.


    Du kannst dich einfach damit abfinden, oder ihn verlassen.

    Dante


    Hallo Ela,


    sicher ist es einfacher, zu zweit durch's Leben zu gehen, als "alleine", aber möchtest Du weiter mit Deiner "schmerzenden Seele" neben ihm herleben?


    Dante habe ich zitiert, weil damit alles gesagt ist. Hop oder Top, Du kannst Dich entscheiden. Entweder, oder.


    Finde Dich damit ab, dann beschwer Dich auch nicht, oder gehe und nimm Dein Leben wieder in die Hand.


    Ich denke mit dem Alkohol ist das eine Suchtverlagerung, was durch Substitutionsprogramme eigentlich verhindert werden soll.

    Zitat

    Es liegt auch an meiner schweren Kindheit,habe keine Kontrolle über meine Gefühle, sondern sie kontrollieren mich.

    Ela


    Aha. Bitte entschuldige, aber es ist immer die Kindheit, wer hat denn nicht sein Päckchen zu tragen?


    Falls Du wirklich das Gefühl hast, "keinen Rat" zu haben, weil Du hilflos bist, such Dir selbst psychologische Unterstützung, oder gehe zur Not in eine Klinik, bevor Du zusammmenbrichst.

    Zitat

    Habe mich einmal so mit Tabletten und Alkohol zugepumpt,wollte nur den Schmerz nicht mehr spüren.

    Ela


    Ich denke, der einzige Mensch, der Dich aus der Sch... rausholen kann, bist Du selbst.


    Das mit den Tabletten und Alkohol haben schon so Viele hier hinter sich (inkl. mir selbst), es nützt Dir aber nichts, Dich in die Opferrolle zu drängen. Du hast Dein Leben in der Hand, kein anderer.


    Hast Du die Möglichkeit, vorübergehend zu einer Freundin/einem Freund zu gehen und dort mal für eine Zeit unterzukommen? Ich glaube schon, dass Du eher zu Dir finden kannst, wenn Du Ruhe hast und ihr räumlich getrennt seit.


    Viel Glück


    Lila

    Ehrlich gesagt klingt die Beschreibung eurer Beziehung nach einem emotionalen Abhängigkeitsverhältnis. Manchmal frage ich mich, welche Erwartungen ein poteniteller Partner hat, wenn er eine Beziehung eingeht mit dem Vorwissen, dass es eine "Alkohol- und Drogenkarriere" gibt. Menschen, die lange Jahre Drogen oder Alkohol konsumiert haben charakterliche Veränderungen, eine runter gesetzte Impulskontrolle und keine Hemmschwelle in Alltags- und partnerschaftlichen Konfliktsituationen zeigen.


    Bei aller vermeintlicher Hoffnung und emotionaler Zuwendung für Deinen Partner. Warum willst Du Dich verändern für Deinen Freund, wenn er ausrastet und Dir gegenüber respektlos auftritt? Warum darfst Du nicht sauer darauf reagieren, wenn er Alkohol zusätzlich als "Ersatzdroge" für das frühere Heroin konsumiert?


    In meinen Augen macht das Substitutionsprogramm wenig Sinn, wenn er eine Droge gegen eine andere austauscht. Der einzige Unterschied mag sein, dass Alkohol noch leichter zu beschaffen ist, und kostengünstiger im Vergleich dasteht.


    Wer aus dem Teufelskreis der Drogen raus kommen will, ebenso vom Alkohol, schafft dies nur, wenn er eine Null-Toleranzschiene fährt, und die Finger konsequent von allem lässt was das Suchtgedächnis weiter befeuert. Allerdings kann ich Dir aus Deinen Beschreibungen sehr wenig Hoffnung machen, dass dies bei Deinem Freund gelingen wird.

    Zitat

    aber wenn er noch kein Alkohol oder nur wenig getrunken hat, ist er der liebste und er trägt mich auf Händen,bzw,jetzt hat es etwas nachgelassen.

    Wie oft gibt es diese Phasen, in denen noch! keinen oder wenig Alkohol trinkt? An wieviel Tagen in der Woche spielt die Einnahme von Alkohol keinerlei Rolle in seinem Verhalten?


    Wie lang ist die Phase völliger Abstinenz, außerhalb der Subutex-Einnahme betrifft?


    Ganz ehrlich gesagt, sehe ich bei Deinem Partner wenig Potential, dass er sich künftig anders verhält und auf Deine berechttigten Bedürfnisse und Wünsche eingeht. eingeht.


    Das euer Sexleben zunehmend darunter leidet wird sich ebenso nicht verändern, so lange Dein Freund weiterhin Alkohol- und ein Ersatzdrogenpräparat einnehmen muss.


    Es wird ein lebenslanger Kampf bleiben, den Dein Freund führen gegen die Drogensucht. Ich denke, dass Du Dich umsonst aufopferst und seelische Qualen erträgst. Mit Liebe hat das meist wenig zu tun, sondern es ist Co-Abhängigkeit, die Dich emotional in einer ständigen Ausnahme-Situation hält.


    Du musst aus der räumlichen Umgebung raus, um innerlich zur Ruhe zu kommen und für Dich klare Entscheidungen treffen zu können. Versuch Dir Hilfe bei kirchlichen oder sozialen Einrichtungen zu suchen. Du brauchst einen Ansprechpartner für Dich, der Dir einen Weg zeigt, wie Du aus der momentanen Situation raus kommst. Für Deinen Partner kannst Du wenig bis gar nichts zu tun, er hat seine Entscheidung für sich bereits getroffen.


    Aber Du brauchst Hoffnung und ein neues Ziel in Deinem Leben. Das hat aber nichts damit zu tun, die verletzenden Verhaltensweisen Deines Partners besser auszuhalten, in dem Du selbst zu Tabletten und Alkohol greifst.

    Alkohol und Abhängigkeit

    [Dieser Beitrag war ursprünglich der Beginn eines eigenständigen Fadens]


    Hallo,ich möchte mich kurz fassen.


    Mein Freund und ich sind fast 3 Jahre ein Paar.Er ist auf Subutexprogramm und trinkt dazu noch Alkohol.


    Wir waren die erste Zeit superglücklich,doch momentan ist er so anders.Er schaut nur fern und tinkt sein Bier-wenn er noch nüchtern ist ist er superlieb, doch im Laufe des Tages vrändert er sich, er ist schnell gereizt und beleidigt


    Kann nicht mehr schreiben...bin momentan verzweifelt...er ist gerade wieder sauer ohne Grund und redet nicht mehr,hat sich zum Schlafen gelegt und später entschuldigt er sich meistens.Haben auch fast keinen Sex mehr und ich habe das Gefühl.er ist nicht mehr glücklich mit mir,lg

    Was heisst momentan? Wie lange denn schon?

    Zitat

    Er schaut nur fern und tinkt sein Bier-wenn er noch nüchtern ist ist er superlieb, doch im Laufe des Tages vrändert er sich, er ist schnell gereizt und beleidigt

    Keine Arbeit, krank , Hobbys? Was hat sich verändert, oder ab wann?


    Auch wenn er sich später immer wieder entschuldigt, so hilft Dir /Euch das wenig, wenn das immer nur Lippenbekenntnisse sind.


    Falls Du das überhaupt noch möchtest, dann solltest Du mit ihm tacheless reden und ihm klar machen, dass er gerade Eure Beziehung aufs Spiel setzt, wenn sich nicht sofort was dauerhaft ändert. Sprecht Euch aus, was er für Probleme hat, um diese in Angriff zu nehmen.


    Wenn sich nichts ändert, dann solltest Du Deine Konsequenzen daraus ziehen, bevor Du irgendwann nicht mehr dazu in der Lage bist, also ich meine, bevor Du zu denen gehörst, die später sagen, aber wenn er nicht trinkt, dann ist er ja so lieb . Das ist meistens ein Teufelskreis, der nie endet, falls Du verstehst.