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    Aber mir geht es nicht gut und ich kann gerade nicht die Mama sein, die ich mir gewünscht hätte sein zu können. Ich hätte einfach so gern so viel mehr Kraft und Freude.

    Carela, ich kann mir vorstellen, wie dich das belastet.


    Ich war ja bei meinem ersten Kind in einer ähnlichen Situation und etliche Jahre später mit 2 Kindern alleinerziehend.


    Das Wichtigste ist wirklich, die Situation anzunehmen, wie sie ist.


    Was dich innerlich zerreißt, dir die Kraft nimmt und dich im Kreis laufen lässt, sind die Gedanken der Wut und Enttäuschung.


    Den Traum von einem heilen Familienleben mit diesem Mann musst du loslassen. Anders geht es nicht.


    Ich habe auch innerhalb von wenigen Wochen meine Wut auf den Mann begraben und losgelassen.


    Dazu gehört auch ein gewisses Verzeihen.


    Wut und Schmerz schaden hauptsächlich dir selbst.


    Glaub mir, es kommt eine unglaubliche Kraft zum Vorschein, wenn man nicht mehr dem nachtrauert, was unmöglich ist.

    Glaube mir. Du hättest nur schreiben müssen, dass er ein Muttersöhnchen ist und ich hätte dir eure Beziehung zu 90% vorher gesagt.


    Ich wollte sogar noch fragen, ob er eng mit seiner Mutter ist...

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    Lass das bitte ganz schnell wieder ihn zu verteidigen.

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    Das was er ihr angetan hat ist psychische Gewalt.

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    die TE ist ao schön klar und intelligent scheinbar und du kommst mit dem Med1 Waschweibergerede daher, sie solle sich nicht als Opfer sehen.

    Nowheregirl ich finde deine Beiträge nicht in Ordnung.


    Deine Erfahrung und deine Sicht sind nicht das Maß aller Dinge.


    mariaschwindelts hat etwas sehr Wichtiges geschrieben.


    Es ist tatsächlich das Schlimmste was eine Frau machen kann, wenn sie sich als Opfer sieht.


    Diese Haltung zieht nur weiteres Elend und Kummer an.

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    Carella


    Es ist ja auch gerade das perfide, dass er so tut, als ob er wirklich eine Beziehung gewollt hätte. Er lässt mich im Glauben, dass er es wirklich wollte

    Carella, vielleicht wollte und will er es wirklich.


    Ich würde ihm das nicht absprechen.


    Der Mann hat sich offenbar nie so wirklich auf eigene Füße gestellt und ist noch abhängig von den Eltern, wie es scheint.


    Wenn ein Mann mit 40 Jahren nur für sein Auto lebt und ihn nur oberflächliche Dinge interessieren, dann hat er sein Leben nie in die Hand genommen.


    Vielleicht ist das jetzt wirklich seine Chance, mal an sich zu arbeiten und sich sein verkorkstes Leben anzuschauen. Wenn man etwas Verständnis aufbringt, kann man auch seine Wut loslassen.


    Das wäre für dein eigenes Seelenheil so wichtig.


    Das bedeutet nicht, dass du ihn wieder aufnehmen musst.


    Ich würde mich an deiner Stelle erstmal innerlich auf eigene Füße stellen.


    Es ist kein Problem, für ein Kind allein zu sorgen.


    Wenn sich der Vater beteiligt, ist es umso besser für das Kind.


    Aber warten würde ich nicht darauf.

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    Deine Erfahrung und deine Sicht sind nicht das Maß aller Dinge.

    Aber deine ist es oder wie?


    Ich blicke mehr als du jemals wirst können, meine Liebe 😉


    Und das ist keine Einbildung...

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    Dir fehlt eben der Erfahrungswert. Du musstest dich nie intensiv mit dem Thema beschäftigen und schreibst halt nur aus deiner Unerfahrenheit heraus. Das ist gefährliches Unwissen.


    ich will dich damit nicht angreifen, nur manchmal ist es vielleicht besser zu einem Thema nichts zu sagen, wenn man selber keine Erfahrung hat, eben weil einem da ein Stück Lebenserfahrung fehlt und man Dinge erst mit Erfahrung manchmal verstehen kann.

    Nowheregirl das sind deine eigenen wahren Worte.


    Wenn dir die Lebenserfahrung fehlt, mit einem Kind auf einmal alleine dazustehen, fehlt dir auch die Lösung für dieses Problem.


    Die Opferrolle ist sehr schädlich für Mutter und Kind.


    In der Opferrolle geht es einem so, wie Carela es jetzt schildert.


    Das Kind hat aber ein Recht auf eine unbeschwerte Mutter und kann nicht Jahre warten, bis die Mutter den Groll und die Verzweiflung überwunden hat.

    Das ist wirklich eine belastende Geschichte!


    Wichtiger als seine Worte ist aber DEINE Haltung; sind DEINE Gefühle. Fühlst Du noch etwas für ihn? Denkst Du über ein Zurücknach; über eine Neuaufnahme der Beziehung? Sollte es so sein, dann Vorsicht - und vorsichtiges Vorgehen. Weiterhin getrennt leben und umfassende Paarberatung, bei der alle Dinge angesprochen UND ausgeräumt werden, die da in Dir schwelen. Erst dann (!!!) kann man über mehr Beziehung, mehr Nähe,... wieder nachdenken. Ohne eine solche Klärung hat das Ganze keine Perspektive - und Du merkst ja selber Deine eigene Reaktion.


    Ansonsten: Lass' Dich nicht beirren. Es ist hart, aber Du wirst es alleine besser schaffen als mit einem Kerl, der mehr Probleme und Sorgen in Dir auslöst, als er Dir abnimmt. Orientiere Dich, wo DU mehr Hilfe bekommen kannst, danit Du entlastet wirst. Eigene Therapie, gute Babysitter,...

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    Nowheregirl** das sind deine eigenen wahren Worte.


    Wenn dir die Lebenserfahrung fehlt, mit einem Kind auf einmal alleine dazustehen, fehlt dir auch die Lösung für dieses Problem.

    Ich will den Faden nicht schrotten. Verstehe mich nicht falsch Hanca. Es ist kein Angriff und ich weiß, dass für viele Menschen meine Worte unverständlich sind. Ich bin leider Hochbegabt und habe aber dewegen eine hohe Emotionale Intelligenz und kann Menschen und ihr Handeln sehr gut schnell begreifen.


    Es geht eben nicht darum sich als Opfer zu sehen, sondern loszulassen indem man versteht.


    Ich weiss wie schwer es ist mot einem Kind allene da zu stehen. Ich musste meine kleine Schwester aufziehen.


    Ich verstehe mehr als mir manchmal lieb ist. Auch in deinen Worten ist sicher was wahres aus deiner Erfahrung. Aber die Dinge sind nicht so einfach und du bist nicht in den selben Schuhen gelaufen wie die TE. Ich auch nicht. Aber dennoch kann ich die TE verstehen, dass sie im Moment wütend ist und das darf sie auch. Jeder lässt auf seine Art und Weise los. Der eine ist länger wütend der andere kürzed. Gut für dich wenn du so einfach los lassen konntest, aber du hattest vielleicht ein stabileres Fundament im Leben wie zb Familie in der Nähe oder so.


    das fehlt der TE vielleicht einfach.


    Meine Erfahrung ist, dass eben nicht wütend sein zu dürfen, einem schadet. Man ist nur ein Mensch und eine gewisse Zeit Wut zu haben ist ok, solange man nicht ausrastet. Das gehört auch zur Trennung dazu und wird schon vergehen.


    Die Opferrolle muss sie alleine wegen dem Kind auch irgendwann ablegen, denn sonst kommt das Kind in eine emotionale Bredullie.


    Aber ich lasse das jetzt einmal.


    waa die TE jetzt braucht ist hal. Auch das Kind braucht eineutter mit gesundem sozialen Background.


    Wenn sie den hat, dann wird die Wut ganz schnell verfliegen.


    Ich werde mich auch aus dem Thread zurück ziehen. Habe das wichtigste gesagt denke ich und die TE kanm für sich entscheiden ob sie mit meinen Worten etwas anfangen kann oder nicht.


    Es ist oft zu anstrengend für mich mit 'normalen' Menschen zu kommunizieren und es gibt oft Krach, besonders hier bei Med1. Damit der Thread ruhig bleibt, ziehe ich mich daher zurück.


    Alles gute der TE @:)

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    Man ist nur ein Mensch und eine gewisse Zeit Wut zu haben ist ok

    Nowheregirl da sind wir uns durchaus einig.


    Wütend, verzweifelt und enttäuscht sein gehören auch zum Leben.


    Nur irgendwann muss man diese Gefühle bewusst ablegen, wenn sie nicht von allein weggehen.

    @ Carella

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    Vielleicht hat irgendjemand einen Rat oder eine Idee, wie man besser mit dieser Situation umgehen kann.

    Fange an umzudenken, die Gefühle umlenken:

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    Auch wenn es allein noch schwieriger ist, aber zu sehen, dass der Partner da ist und eigentlich doch lieber woanders sein möchte, hatte mich zutiefst gekränkt.

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    Ich ertrage das nur im Moment nicht. Ich bin so angespannt und unendlich wütend auf ihn.

    Es ist ein Trugschluß, dass es alleine schwieriger ist. Der größte Energieräuber momentan in Deinem Leben ist doch ER. Er und die Gefühle die er bei Dir auslöst, oder? ;-)

    @ mariaschwindelts

    Die Position eines Anderen zu verstehen heißt noch lange nicht seine Handlungen akzeptieren zu müssen. Vor allem nicht in einer Beziehung.


    Wenn man selber mit einem Verhalten nicht leben kann, dann muß man sich für das eigene Wohlbefinden davon trennen - wenn der Andere das Verhalten nicht ändern kann oder will. Und nicht die negativen Gefühle die der Andere auslöst bringen einen in eine Opferhaltung, sondern das Aushalten auf Kosten des eigenen Wohlbefindens eines solchen Verhaltens.


    Es gibt sehr viele Menschen deren Haltung und Verhalten ich verstehen und akzeptieren kann, auf Freundschaftsbasis zum Beispiel oder als netter Bekannter mit dem man mal ein Bierchen trinken kann - ich würde aber niemals eine Beziehung mit ihnen führen können.

    Hey...


    und nochmals "Danke"!


    So unterschiedlich wie die Ansichten hier sind, so zerrissen bin ich. Ich finde mich in jedem Beitrag wieder.


    Auch danke ich dir, Nowheregirl, sehr für deine direkten offenen Antworten und die Tipps und Wünsche. Im Prinzip ist es auch das, was ich momentan am meisten fühle und sehe. Er wohnt wieder bei seinen Eltern, er zeigt kein wahres Interesse an uns, ihm fehlt jegliche Empathie, ich sehe in ihm viele narzisstische Züge und ja, mir fehlt die Stabilität. Ich bin unendlich wütend auf ihn.


    Ich verstehe auch, dass es nichts bringt, lange in der Opferrolle zu verharren. Das tut mir bestimmt nicht gut. Im Moment nur sehe ich, dass eine Art Abhängigkeit besteht. Ich sehe ihn als Grund, als Ursache dieses ganzen Dilemmas und mache ihn dafür verantwortlich.


    Klar ist jeder seines eigenen Glückes Schmied ist. Aber ich war nach der Geburt nun mal schwach und wirklich am Boden und konnte das alles nicht fassen. Man (ich) ist auf Hilfe angewiesen. Zumindest eine Zeit lang...


    Es war ja nicht nur ein Ausrutscher, es war eine bewusste Entscheidung gegen uns. Ich habe das täglich gespürt. Meine ganze körperliche und seelische Verfassung wurden immer schlechter. Sowas erlebt zu haben ist so prägend. Ich bin irgendwie immer noch in einem Schockzustand. Und ich kann das alles nicht verzeihen - jedenfalls jetzt noch nicht. Ich sehe eben auch nicht, dass es ihm wirklich wirklich leid tut. Es wäre vielleicht leichter, wenn ich es könnte, aber es gelingt mir einfach nicht. Ich fühle mich von ihm im Stich gelassen und verarscht. Ihm war das Wohl unseres Sohnes und auch mein Wohl total egal. Wie kann ich das verzeihen? Man kann vieles gemeinsam meistern und schaffen, aber es war einfach zu viel.


    Mein Kopf sagt klar, dass das nicht geht. Ich würde irgendwie Verrat an mir selbst begehen, wenn ich ihm das verzeihen würde. So fühlt es sich an. Und ja, obwohl das alles passiert ist, vermisse ich ihn auch. Oder das was ich einst in ihm sah. Die Wege haben sich getrennt und sind meiner Meinung nach nicht mehr zusammen zu führen. Selbst wenn er es wirklich wollte, so würde ich ihm doch nur zeigen, dass er es immer wieder mit mir machen kann. Irgendwo hat man ja doch noch seinen Stolz. Meine Vorstellung von Liebe lässt so ein Verhalten nicht zu. Aber ich kann eben auch nicht sagen, dass es ohne ihn alles leichter wäre. Ich quäle mich da manchmal wirklich, indem ich mich immer wieder frage, wie es eigentlich dazu kommen konnte und warum ich/wir es nicht geschafft haben, eine glückliche Familie zu werden. Ich sehe, dass ich alles allein machen muss. Mich um das Baby kümmern, den Haushalt, einkaufen, Termine, Arztbesuche etc. Ich habe seit 5 Monaten nicht mehr vernünftig schlafen können. Dass ich heut so viel Zeit zum Schreiben finde, grenzt an ein Wunder. Aber es hilft mir auch so sehr, mir alles von der Seele zu schreiben. Und noch mehr, solche unterstützenden Worte zu lesen... @:)


    Ich werde versuchen therapeutische Hilfe zu bekommen. Ansonsten kommt eine Freundin 1 - 2 Mal die Woche vorbei und passt auf den Kleinen auf, damit ich mal kurz einkaufen kann oder einfach durchschauen kann. Es ist aber natürlich keine Dauerlösung. Wenn ich könnte, würde ich zurück in die Heimat gehen, aber berufsbedingt ist das nicht möglich.


    Ich muss wirklich versuchen, mich von der romantischen Vorstellung einer Familie zu lösen. Ich glaube es hilft mir auch nicht, in ihm den Guten zu sehen, der es eigentlich wirklich wollte. Denn dann werde ich wieder schwach und überlege wieder hin und her. Ich komme aber jedes Mal zum Ergebnis, dass er uns nur was vormacht. Und bin dann wieder sauer. Er hätte so viel Möglichkeiten gehabt. Ich hatte ihn selbst, als er zwischenzeitlich ausgezogen ist, gefragt, ob er mal wieder eine Nacht bleiben möchte, aber nein, er ging wieder zu seinen Eltern. Vielleicht war es auch sein Stolz. Aber ich kann mich nicht so behandeln lassen. Und in diesem Zustand brauchte ich ihn einfach. Egal auf den Stolz!

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    Ich fühle mich von ihm im Stich gelassen und verarscht. Ihm war das Wohl unseres Sohnes und auch mein Wohl total egal. Wie kann ich das verzeihen?

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    Ich sehe ihn als Grund, als Ursache dieses ganzen Dilemmas und mache ihn dafür verantwortlich.

    Wenn du mal gedanklich etwas loslassen kannst, dann frage dich, was dein Anteil in dieser Geschichte ist.


    Es gibt immer 2 Seiten. Die eine Seite enttäuscht und verletzt, die andere Seite hat sich solch einen Partner gesucht und lässt es geschehen.


    Das hört sich jetzt vielleicht unmöglich für dich an.


    Aber verändern kannst du nur etwas, wenn du deine Verantwortung wieder selbst übernimmst.


    So lange du ihm die Verantwortung für das Geschehene auflädst, so lange bleibst du hilflos.

    Meiner Ansicht nach hast Du Dich richtig entschieden. Und lösen von Deiner Vorstellung einer intakten Familie brauchst Du Dich auch nicht. Du brauchst nur den richtigen Mann an Deiner Seite. Du den zu suchen und zu finden ist Dir nun endlich möglich.

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    Du brauchst nur den richtigen Mann an Deiner Seite. Du den zu suchen und zu finden ist Dir nun endlich möglich.

    Benetton das sehe ich etwas anders.


    Aus Erfahrung weiß ich, dass Menschen mehrmals nacheinander die gleiche Art Partner anziehen.


    Wenn eine Neigung besteht, sich vom Partner sehr abhängig zu machen, wird der nächste Mann ähnlich gestrickt sein, wie der vorige Mann.