Hanca

    Dabei übersiehst Du, dass manche Menschen aus ihren Fehlern lernen. Nicht alle, da gebe ich Dir recht. Aber doch recht viele, die dann auch ihre Lebenserfahrung mit in die Waagschale werfen.


    Also sieht zum Beispiel mein "Beuteschema" heute völlig anders aus, als noch vor 20 Jahren. Auch wenn ich kein Jäger mehr bin.

    Benetton


    Da gebe ich dir recht.


    Man muss erstmal aus einer schief gegangenen Beziehung lernen.


    Wenn Carella ihre Unabhängigkeit erlangt und selbst Verantwortung übernimmt, wird sich das Muster nicht wiederholen.

    Zitat

    Ich glaube es hilft mir auch nicht, in ihm den Guten zu sehen, der es eigentlich wirklich wollte.

    Carella darum geht es gar nicht.


    Es würde schon reichen, wenn du akzeptieren kannst, dass er einfach nicht in der Lage ist, ein zuverlässiger Partner zu sein.


    Sei es, weil er einen schwachen Charakter hat oder es von seinen Eltern nicht gelernt hat.


    Dich quält immer wieder die Frage, warum ihr keine glückliche Familie geworden seid.


    Aber die Antwort wirst du wahrscheinlich nie finden.


    Darum kannst du die Tatsache einfach nur akzeptieren. Das würde dir schon helfen, dich nicht mehr im Kreis zu drehen.

    Guten Morgen....


    es ist ein wenig Zeit vergangen und ich wollte gern noch mal an diesen Faden anknüpfen - und erneut um Hilfe bitten... @:)


    Mittlerweile kann ich wohl sagen, dass die Trauer größtenteils gewichen ist. Er ist einfach nicht derjenige, mit dem ich mir eine glückliche, liebevolle und harmonische Beziehung vorstellen kann. Das hat sich in der Zwischenzeit einfach noch viel deutlicher gezeigt. Ich trauere ihm nicht mehr nach.


    Was aber bleibt, ist die unendliche Wut und Enttäuschung. Es will einfach nicht weniger werden. Ich drehe mich weiter im Kreis und weiß nicht wie ich da raus kommen soll/kann.


    Ich bin so wütend, weil ich jeden Tag auf's neue spüre, dass ich kaum noch Kraft habe und immer mehr abbaue. Ich kümmere mich rund um die Uhr um den Kleinen. Erledige nebenbei den Haushalt, kümmere mich um finanzielle/organisotrische Dinge, gehe spazieren, besuche Babykurse, kaufe ein, gehe zu Terminen/Ärzten etc... Ich kann einfach nicht mehr. Ich bleibe total auf der Strecke. Ich komme nicht dazu, mich zu regenerieren. Mir tut momentan alles weh. Ich habe schreckliche Schmerzen und meine Nerven liegen natürlich auch blank...


    Ich bin angespannt und das überträgt sich sicherlich auch auf den Kleinen. Im Moment haben wir eine sehr schwierige Phase und an Schlaf ist auch kaum zu denken.


    Ich möchte doch einfach nur das Leben mit meinem Sohn geniessen, aber momentan bin ich wohl weit weg davon :°(


    Leider habe ich wie schon geschrieben keine Familie hier und ich kann meinen Wohnort nicht verändern, da ich diesen Job wirklich nur hier ausüben kann. Ich bin zwar noch in Elternzeit, aber die geht ja auch irgendwann vorbei und der Job ist momentan die einzige Stabile, auf die ich mich verlassen kann...


    Obwohl ich mich mit der Gegend hier auch nie wirklich anfreunden konnte. Aber das für sich ist auch so ein Thema, bei dem ich mich schon jahrelang im Kreis drehe und nicht voran komme...


    Ich weiß einfach nicht, wo ich ansetzen kann. Wie kann ich das durchbrechen?


    Mein Ex-Partner kommt zwar 2-3 Mal die Woche vorbei, aber eben nur abends, wenn schon alles erledigt ist. Er spielt mit dem Kleinen, was auch schön ist. Aber abschalten kann ich trotzdem nicht, da ich zum einen weiter an alles denken muss und in der Zeit eben Sachen erledige, die ich vorher nicht geschafft habe, und zum anderen es mich auch wieder wütend macht, dass er sich eben nur die guten Sachen rauspickt und ich für alles andere zuständig bin. Ich spüre dann jedesmal diese Ungerechtigkeit. Ich kann auch nicht vernünftig mit ihm reden und will mich auch nicht jedes Mal wieder aufreiben.


    Ich weiß einfach nicht weiter.


    Habt ihr vielleicht Ratschläge? Was kann ich tun? Ich will raus aus dieser Abwärts-Spirale.


    Irgendwie bin ich abhängig davon, dass er kommt und gleichzeitig wirft es mich wieder zurück. Mir sind die Hände gebunden. Ich kann den Ort nicht verlassen. Meine Familie ist viel zu weit weg.


    Was kann man machen?


    Wie komme ich wieder zu Kräften?


    Vielen lieben Dank für's Lesen.


    Carella

    Ahh, Mist. Wie kann man dir helfen? Such dir eine Mütter-Gruppe an deinem Ort. Gib Kleinanzeigen auf z.B. in e-Bay-Kleinanzeigen. Geh in den Park und such Anschluß. Wenn alle Stricke reißen, dann melde dich bei der Caritas. Die ham immer nette Leute die bei solchen Dingen helfen. Du mußt runterkommen vom Stress. Und dpass auf, dass du in keine Depression rutschst.


    Viel Glück dir und deinem Kleinen.

    Hallo und danke für die schnelle Antwort!


    Ich hab mich schon einer Mutter-Gruppe angeschlossen und besuche darüber hinaus auch noch einen Babykurs. Einerseits hilfreich, andererseits zusätzlicher Stress. Aber ich suche natürlich auch Kontakte und habe auch viele nette Mamas kennengelernt. Doch die haben auch alle Familie und ich will sie nicht zusätzlich belasten.


    Bisher bin ich aber noch keiner alleinerziehenden Mutter begegnet...


    Da würde ich mich mal gerne austauschen.


    LG

    Für Eltern gilt, dass man sich als Paar gemeinsam Freiräume schaffen muss. Und das als Paar, wo man sich schon gegenseitig stützt. Als Alleierziehende gilt das noch viel mehr. Du bist kurz davor, an der Last aus Verantwortung und Arbeit zu zerbrechen, also versuch mal kürzer zu treten.


    Du bist noch in Elternzeit. Zumindest solange die anhält, bindet Dich nichts an den Wohnort oder? Besuch Deine Eltern und lass Dich dort verwöhnen. Die freuen sich sicher auch über das Enkelkind. Wenn Du frühzeitig wieder arbeiten gehen musst, such Dir einen Babysitter. Und wenn es nur mal alle paar Tage für eine Stunde ist, die Du spazieren gehst.


    Der Vater zahlt hoffentlich Unterhalt?

    Ja, das tut er.


    Es ist aber im Moment auch eher der "Tropfen auf dem heißen Stein". Ich wohne hier in einem kleinen Häuschen auf dem Lande. Zur Miete. Solange ich gearbeitet habe, konnte ich mir das auch ganz gut finanzieren. Jetzt wird es schon knapp. Aber so ist das eben. Dafür kann er nichts, da muss ich jetzt weiterschauen... Aber das zieht mich natürlich auch mit runter. Es hat sich wirklich alles gedreht, ich muss komplett umplanen.


    Andererseits ist es auch eine Chance.


    Ich würde am liebsten zurück in meine Heimat. Aber es sind auch 850km. Mal eben vorbei fahren geht nicht. Eine Weile zu Besuch bleiben evtl. schon. Ich muss aber auch dazu sagen, dass meine Eltern getrennt leben und beide in neuen Partnerschaften sind. Mich dort "einzuquartieren" wird aber auf Dauer nicht möglich sein und wäre für alle Beteiligten wahrscheinlich nicht gut. Ich hab nur das Gefühl, als müsste ich dann trotzdem schon einen halben Umzug machen. Die ganzen Sachen, die man mitnehmen muss... Auch bin ich durch die Kurse hier relativ stark eingebunden und will meinem Sohn auch nicht die vertraute Umgebung (und den Vater) nehmen. Aber andererseits komme ich ja so auch nicht weiter.


    Das ist alles so verzwickt... ":/

    Dein Sohn wird die vertraute Umgebung egal sein, solange Du da bist und auf den Vater würd ich mal gar keine Rücksicht nehmen. DU bist es, die mal Ruhe braucht und egal ob neuer Partner oder nicht, ich glaub, als frisch gebackene Mutter darf man seine Eltern mal einbinden. 850km ist für die Bahn nun auch keine unmögliche Entfernung... Ansonsten gilt: Ja, ein zu großes Haus kostet nicht nur viel Arbeit sondern auch Geld, mit Kind muß man sich finanziell einschränken. Ist so.