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    Hallo liebes Forum! Ich weiß noch nicht genau, was ich hier mit meinen Worten erreichen möchte. Eigentlich gar nichts, glaube ich. Ich weiß nur nicht, wo ich anders mit meinen Gedanken hin soll. Da ist niemand, der mir zuhören könnte, oder helfen. Wahrscheinlich gibt es keine Hilfe, oder zumindest wüsste ich nicht, wie diese aussehen sollte. Ich brauche…
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    Zitat

    Aber immer öfter werde ich wach und frage mich, wie das gehen soll, wenn ich mich so wenig geliebt fühle. Bleibt da noch ein anderer Weg?

    Ihr seid halt auch einfach in einer ganz üblen Spirale aus Vorwürfen, Problemen, Anschuldigungen, Kritik usw. Da kommt man von alleine fast nicht mehr raus.


    Ihr seht nur noch das negative im Anderen, du fühlst dich ungeliebt und unverstanden.


    Leider ist das oft so mit kleinen Kindern, beide berufstätig, man unterhält sich nur noch über den Alltag, die Kinder, die Finanzen usw.


    Ich habe mal gelesen, damit eine Beziehung gesund bleibt, muss das Verhältnis von positivem Feedback zu negativem Feedback 5:1 sein. D.h., für jede Kritik, die ihr aneinander übt, muss es 5 Situationen geben, in denen ihr euch positives Feedback gebt, also küssen, umarmen, loben, dem anderen zeigen: Du bist mir wichtig.


    Sonst kippt die Stimmung auf Dauer und spitzt sich immer weiter zu. Es ist verdammt schwer, die Stimmung wieder ins grüne zu bringen wenn sie einmal im negativen ist, aber es ist möglich.


    Ich denke auch, das Paartherapie euch helfen würde, aber wenn das im Moment nicht geht aus finanziellen oder zeitlichen Gründen, empfehle ich folgendes:


    Hör SOFORT auf, deinem Mann gegenüber zu meckern und zu jammern. Du treibst deinen Mann damit immer weiter weg, selbst wenn deine Kritik berechtigt sein sollte. Mach dein Ding.


    Dann überleg dir jeden Tag 5 Dinge, die du an ihm magst. Auch wenn es im Moment schwer fällt. Sei es, wie er morgens im Anzug aussieht, wenn er aus dem Haus geht, seine Haare, sein Geruch, oder die Art, wie er die Kinder begrüßt, wenn er nach Hause kommt, wie er ihnen abends vorliest. Irgendwas, versuche, etwas zu finden, auch wenn es schwer fällt, aber es muss echt sein.


    Und dann sag ihm diese Dinge in dem Moment, wo sie dir einfallen. Auch wenn du ihm gerade lieber um die Ohren hauen würdest, dass er dies oder jenes falsch gemacht hat, nicht erledigt hat, zu schnell gefahren ist, usw.


    Probier es. Irgendeiner von euch muss die negativ-Spirale durchbrechen, in der ihr steckt. Nur wenn dein Mann sich wieder geliebt fühlt von dir, kann er dir auch seine Liebe zeigen, wenn da noch was ist.

    sensibelmann99


    Tja, warum fahre ich nicht? Das ist eine berechtigte Frage. Als wir hierher zogen, bin ich gefahren. Fahre auch heute noch täglich im Stadtverkehr und natürlich nachts bei der Arbeit. Autobahn fahre ich nur noch im äußersten Notfall (Arztbesuch etc) Warum? weil ich Panik bekomme. Das hatte ich früher nicht. Ich weiß auch nicht, woher sich das entwickelt hat. Das geht nun seit gut nem Jahr so. Ich hatte gehofft, es würde sich legen, wenn der Stress weniger wird. Ich hoffe es immer noch. Da mache ich mir vielleicht etwas vor...


    Mein Mann kümmert sich im Haushalt: morgens räumt er die Küche auf, wenn abends was stehen geblieben ist. Dafür bleibt dann wieder stehen, was man braucht, wenn man morgens Frühstück macht. Und die Katzenklos (oft erst dann, wenn ich 10 mal gesagt habe, muss gemacht werden).


    Bei den Kindern ist es so: er ist Trainer bei der Fußballgruppe meines kleinen Kindes. Da kümmert er sich (gab aber auch Diskussionen, bis er gesehen hat, dass auch sein eigenes Kind Beachtung von ihm braucht - nun geht es und unser Kind ist zufrieden). Alles andere, lernen, Hausaufgaben, Hobbys etc. bleibt fast immer an mir.


    Ich weiß, er arbeitet den ganzen Tag und er nimmt sich die Zeit, sich für das Training früher frei zu nehmen. Die muss dann woanders rausgearbeitet werden. Das verstehe ich. Und für die Kinder ist es wichtig.


    Ich arbeite nachts 3 Stunden. 6 Tage die Woche. Es ist nicht die ganze Nacht, aber es ist fast die ganze Woche. Das schlaucht mich, zumal ich tagsüber nicht mehr schlafe und auch abends erst um 22:00 Uhr ins Bett gehe, damit wir überhaupt noch ein wenig Zeit miteinander haben, ohne die Kinder. Daher ist es auch nicht die Menge an Geld.


    Du hast gefragt, ob er sich geliebt fühlen kann:


    ich würde sagen, im Moment wahrscheinlich nicht.


    Es kommt in der Hinsicht an Gefühlen von mir nicht mehr viel rüber. Ich habe es am Anfang noch versucht, aber nach dem xten mal, immer wieder dieselben Themen, immer wieder zu erklären, dass mich das verletzt... ich bin einfach leer.


    Natürlich will ich auch nicht, dass er sich ungeliebt fühlt. Wir hatten ein langes Gespräch, beim letzten großen Streit. Ich habe es ihm erklärt und auch gesagt, dass ich das gerne ändern würde, dass ich aber das Gefühl brauche, nicht ständig alleine mit den Dingen dazustehen. Und ich möchte nicht hintergangen werden.


    Es hat sich nicht viel verändert. Vielleicht ist das ein Kreislauf.

    wusch


    Wir haben finanziell schon so einiges geändert, seit diese Probleme sind:


    Wir wohnen nicht im eigenen Haus. Wir wohnen zur Miete. Es ist ein Haus, aber nicht teurer, als wenn wir eine Wohnung hier im Ort hätten, weil es im Allgemeinen ziehmlich teuer ist.


    Der Wagen ist ein Firmenwagen. Ich selbst habe nur einen kleinen Wagen, den ich zum Arbeiten / Kinder etc. brauche. Sonst haben wir keinen Wagen mehr, den zweiten haben wir abgegeben.

    @ sensibelmann99

    Ja, ich weiß. :°(


    Und trotzdem brauche ich jemanden, der mich liebt und mir sagt, dass es gut wird. Der für mich so kämpft, wie ich für ihn. Der mich nicht in schwierigen Momenten alleine lässt.


    Diese Zeit, in der die Probleme größer sind, als die schönen Momente wird noch etwas andauern und das schlimmste steht erst noch an. Aber alleine kann ich es nicht schaffen. Meine Kraft geht für arbeiten, Haushalt und dafür, den Kindern ein sicheres Dasein zu vermitteln drauf. Die Sorgen fressen mich auf und dann brauche ich jemanden, der mich versteht, weil er weiß, um welche Probleme es geht. Ich kann mit niemandem anderen darüber reden. Nur mir ihm. Das ist eine große Belastung, für beide Seiten. Aber es betrifft ihn auch und ich höre immer zu, versuche immer auch aus der beschi.... Situation noch etwas zu retten.

    Sommerkind44


    Es ist nicht so, dass ich nur negative Dinge an ihm sehe:


    Er ist toll zu den Kindern. Er liebt seine Kinder über alles.


    Er ist auch klasse zu den anderen Kindern in seiner Mannschaft. Und mit anderen Menschen.


    Aber alles, was mir einfällt, hat irgendwie nichts mehr mit mir zu tun.


    Als er heute nacht sagte, dass er geht, sagte ich "Gott sei Dank" und ich habe es auch so gefühlt.


    Es fühlt sich komisch an. Ich würde am liebsten etwas haben, dass es für mich nicht zu geben scheint. Und die Alternative dazu ertrage ich einfach nicht mehr. Es tut so weh, dass ich denke, ohne diesen Schmerz wäre es besser.


    Auf der anderen Seite weiß ich nicht, was ich meinen Kindern heute abend sagen soll, wenn er nicht kommt. Sie lieben ihren Vater und ich will ihn ihnen auch nicht wegnehmen. Ich will bloß so einfach nicht mehr leben.

    Zitat

    Meine Kraft geht für arbeiten, Haushalt und dafür, den Kindern ein sicheres Dasein zu vermitteln drauf.

    Wahrscheinlich tust du zuviel und er zu wenig? Manchmal sieht ein Mensch erst anfallende Arbeiten, wenn sie liegenbleiben und nicht, wenn jemand anderes (in dem Fall du) sie wegarbeiten. Manchmal ist es gut, sich mit arbeiten etwas zurückzuhalten, rauszugehen, Liegestuhl aufstellen und zu entspannen. Es muss nicht jede Krume beseitigt werden. Überlege, ob die Arbeiten, die du machst, wirklich zwingend erforderlich sind. Wenn dein Mann meckert- einfach darauf verweisen, dass er auch zwei Hände hat- wenn es ihn stört, kann er es genauso wegräumen ...

    Ich mache es meistens so, dass es ordentlich ist. Nicht lupenrein. Dafür habe ich gar keine Zeit. Es stört mich auch nicht, wenn mal was liegen bleibt. Mich stört, dass es immer für MICH liegen bleibt. Ihn stört das gar nicht. Er meckert auch nicht.


    Er meckert, wenn die Katze auf den Badewannenvorleger pinket. Finde ich auch sch... ABER, dass er dahin macht, weil er nach x mal auffordern immer noch nicht am Katzenklo war, das stört ihn nicht.


    Am Wochenende z.B., da mache ich kaum etwas. Da nutze ich die Zeit für die Kinder/Freizeit/Fußball. Gönne ihm auch Freizeit, obwohl ich denke, dass einige Dinge echt gemacht werden müssen. Nach dem Wochenende erschlägt mich dann das Chaos, wenn alle wieder ausgeflogen sind.

    Das scheint dir jetzt so, weil ihr euch so viel kritisiert. Aber stell dir mal vor, du würdest genau das zu deinem Mann sagen "Ich finde es toll, wie du mit den Kindern umgehst". "Danke, dass du x, y oder z getan hast".


    Sagst du ihm sowas mal, wenn es dir auffällt? Einer von euch muss die Abwärtsspirale durchbrechen, den Anfang machen.


    Vielleicht kommt dann auch von ihm mehr zurück, vielleicht zeigt er dir dann auch mal wieder, dass er dich noch liebt. Wenn er dich noch liebt.

    Gesten zum Beispiel:


    Es gab eine riesen Diskussion auf der Hinfahrt zu meinen Eltern:


    Er erzählte mir, dass er den Rücklaufschutz zugedreht hat, damit kein Wasser im Keller hochkommt, sollte es doll regnen. Ich sagte, dann steht der Keller unter Wasser, wenn wir wieder kommen, weil das irgendwie durch die Waschmaschine rein läuft. (keine Ahnung warum)


    Ich wäre die letzten beiden Male sinnentnehmend zu "dumm" gewesen, das richtig zu machen und nun passiert nichts.


    Gestern gehe ich in den Keller, da steht die Waschküche unter Wasser. Habe ihm dann geholfen, alles trocken zu legen. Ist für mich jetzt diese Woche mehr arbeit, weil meine Wäsche in Haufen vor der Maschine lag um zu waschen. Das ist nun alles nass und siffig...

    Auf den ersten Blick habe ich den Eindruck, dass ihr vom Leben insgesamt überlastet seid und durch die Einschränkungen nicht gelernt habt, euch als Team zu verstehen. Ihr müsst viel Einsatz zeigen, um das Leben zu stemmen, du hast noch eine anstrengende Arbeit nebenbei. Es mündet alles in Gereiztheit und schnellem Streit und seine Taktik ist, entweder zu sagen "Es gibt kein Problem" (Vogel-Strauß) oder "Du bist schuld". Du selbst hast den Kontakt zu deinem Gefühlsleben verloren, vielleicht auch zum Selbstschutz, weil du lieber funktionieren willst. Im Endeffekt sehe ich hier zwei Menschen, die sich um einen Punkt herumdrücken, der eigentlich längst angegangen werden sollte. Wenn man sich denn als Team versteht und auch wieder ein "Wir-Gefühl" etablieren will. Aber ohne konstruktive Maßnahmen und mit dem Fatalismus, den ich aus deinen Worten lese, scheint dieser Berg mittlerweile so groß geworden zu sein, dass ihr davor genauso resigniert steht wie vor den anderen Baustellen des gemeinsamen Lebens.


    Ein paar Punkte deines Beitrags kamen mir sehr vertraut vor - kann es sein, dass du vor einigen Wochen oder Monaten schon mal über euch geschrieben hast?

    nachdem ich nicht Alles, aber doch Alles gelesen habe, was du geschrieben hast würde ich sagen, dass ihr einen Mediator/Paartherapeuten braucht, der die ganzen Verwirrungen euer Beziehung aufdröselt. Dabei würde ich es als offen sehen, ob eure Beziehung weiter geht oder nicht.


    Ihr zwei werdet es alleine nicht schaffen, da es beiderseits zu viele Vorbehalte gibt.


    Du solltest dir vor Augen halten, dass wahrscheinlich jede Situation besser ist, als der Status quo. Eine Ehe nur wegen Kindern fortzuführen machen viele, aber das bedeutet meines Erachtens sich selbst aufzugeben.

    Hallo! Zunächst hat sich Dein Beitrag wie ein ganz normaler Bericht über eine Ehe angehört, die in die Jahre gekommen ist. Dazu hast Du auch schon ausnahmslos gute Tipps hier bekommen, wobei ich die Mutter-Kind-Kur aufgreifen möchte, die noch für diese Sommerferien, spätestens Herbstferien von Deinem Arzt dringend durchgesetzt werden sollte. Dann aber kamen die Sätze:

    Zitat

    Mich stört eher, dass so Dinge, wie Rasenmähen, streichen etc. die wirklich auch einmal mein Mann übernehmen könnte, nicht von ihm entlastend für mich übernommen werden...Früher hat mein Mann oft meine Eltern angerufen, wenn etwas war.Das Problem bei der Sache ist nur, dass er in dem Moment natürlich die Dinge so erzählt, wie sie aus seiner Sicht sind.

    Also Dein Mann scheint wirklich die größte ... unter der Sonne zu sein. Ich frage mich, ob da eine Versöhnung und Familie mit ihm überhaupt erstrebenswert ist - meine Antwort wäre: Nein.


    Eheberatung wäre gut, ich fürchte aber, dass diese an Deinem Mann einfach abprallt. Vielleicht würden ihn ein paar klare Worte von einem Scheidungsanwalt besser erreichen und ihm klar machen, dass Du es ernst meinst und was auf ihn zukommt, wenn er sich nicht schlagartig radikal ändert. (Keine Angst, der Anwalt kann da ja erst einmal eine "Ankündigung" / Vorwarnung an Deinen Mann schicken, und Du kannst den Auftrag jederzeit vor Einreichung der Scheidung zurückziehen). Du hast ein gutes Recht auf ein glückliches Leben!

    Hallo Comran


    Bis jetzt habe ich hier noch nichts über mich geschrieben. Zumindest nicht über meine Beziehung zu meinem Mann. Die Teile, des Forums, wo ich sonst unterwegs bin, sind andere.


    Das ist das erste mal, dass ich versuche, mir selbst ein Bild zu machen, indem ich meine Gedanken aufschreibe. Hört ja sonst nie einer zu.


    Temare


    Danke.


    Im Moment bin ich traurig.


    Heute morgen hatte ich noch einiges an Wut auch in mir. Weil es mal wieder so ist. Weil ich mich so fühle. Jetzt bin ich traurig. Fühle mich verlassen. Ungeliebt.