Alles aus

    Hallo liebes Forum!


    Ich weiß noch nicht genau, was ich hier mit meinen Worten erreichen möchte. Eigentlich gar nichts, glaube ich. Ich weiß nur nicht, wo ich anders mit meinen Gedanken hin soll.


    Da ist niemand, der mir zuhören könnte, oder helfen. Wahrscheinlich gibt es keine Hilfe, oder zumindest wüsste ich nicht, wie diese aussehen sollte.


    Ich brauche einen Platz, um meinen Gefühlen Raum zu geben. In einer Stunde muss ich meine Kinder wecken und dann muss das Leben so normal wie möglich weitergehen. Dann muss ich Wege und Lösungen für Probleme und Alltag finden, damit es den beiden gut gehen kann.


    Ich weiß, ich werde diese Wege finden, aber ein wenig Kraft dafür brauche ich noch. Ein wenig Platz, um auch mal meine Gefühle loslassen zu können. Ich denke, deshalb habe ich diesen Faden eröffnet.


    Ich habe mich mit meinem Mann gestritten. Wir sind seit 14 Jahren verheiratet. Haben zwei Kinder. Es gab viele schöne und auch ganz viele schwierige Zeiten. Probleme, Sorgen. Oft Dinge, an denen wir auch selbst Schuld haben. Seit einigen Monaten fressen uns die finanziellen Sorgen auf. Wir versuchen weiter zu machen und uns neu zu organisieren, damit es so gut wie möglich funktioniert.


    Das zehrt ganz schön an den Nerven, bei uns beiden.


    Ich weiß nicht, wie ich beschreiben soll, was passiert ist. Eigentlich ist es ein schleichender Prozess, der schon seit vielen Jahren mein Inneres auffrisst. Unser großes Kind wurde geboren. Und seitdem habe ich das Gefühl, dass ich als Person mit meinen Gedanken einfach nicht mehr von meinem Mann wahrgenommen werde. Es war eine schwierige Zeit, während der Geburt und danach. Viele Vorwürfe von meinem Mann, weil er einfach nicht verstehen konnte, wie ich mich fühle. Dann wurde es wieder besser. Ich habe die Gemeinheiten beiseite geschoben.


    Unser zweites Kind wurde drei Jahre später geboren. Es war noch schlimmer, weil ich zum Ende der Schwangerschaft hin schwer verunfallt war und nun nicht mehr nur mit der Schwangerschaft, sondern auch noch mit den Unfallfolgen zu kämpfen hatte. Mein Mann hat versucht, mir zu helfen, aber oft ganz anders, als ich mir erhofft hatte. Ich weiß, er hat getan, was im Rahmen seiner Möglichkeiten für ihn das Richtige war. Aber es war nicht mein "Richtiges". Ich fühlte mich unverstanden, alleine, verraten.


    Nach der Geburt wurde es wieder besser. Eigentlich war es immer so lange besser, bis es bei Problemsituationen zum Streit kam. Ich habe heute das Gefühl, dass wir gar keine Basis haben, miteinander zu reden.


    Die Probleme kommen, es kommt zum Streit. Und dann? Dann versuche ich, mich mitzuteilen und zu erklären. Aber oft kommen von seiner Seite nur Vorwürfe, die es nur noch schlimmer machen. Teilweise uralte Dinge, teilweise haben diese Dinge nichts mit dem Streit oder dem Problem zu tun, um das es gerade geht. Er wird gemein und beleidigend. Ich werde verzweifelt und sauer. Weil er mich nicht versteht und weil ich weiß, dass es ihm hinterher immer wieder leid tut und er mir zum tausendsten Mal verspricht, nicht mehr so zu reagieren.


    In den letzten Jahren ist aufgrund dieses Verhaltens viel von meinen Gefühlen verloren gegangen. Zu Anfang war ich noch verzweifelt und habe den Schmerz in mir gespürt, mich nicht geliebt zu fühlen. Wir könnten eine wundervolle kleine Familie sein und das wollte ich gerne retten. Aber diese Schmerzen in mir, bei jedem Streit wieder so haltlos verletzt zu werden, haben sehr viel zerstört. Es gibt praktisch KEIN Sexleben mehr zwischen uns. Ich habe keine Lust mehr auf Sex. Ich arbeite viel und hart, habe dadurch nachts keinen Schlaf und bin tagsüber damit beschäftigt, meinen Kindern eine gute Mutter zu sein und mich um den Haushalt etc. zu kümmern. Das nimmt mir schon viel Kraft. Das Gefühl, nicht geliebt zu werden, tut den Rest. Ich kann es nicht gut beschreiben.


    Im Moment ist es so, dass Sex seit vielen Monaten (mit ganz wenigen Ausnahmen) bedeutet, dass ich ihm mit Streicheln... dabei helfe, seinen "Druck" loszuwerden. Damit ist er natürlich nicht glücklich, was ich auch wirklich verstehen kann.


    Ich bin aber auch alles andere als glücklich damit, in meinem Alter gar kein Sexleben zu haben. So leer zu sein...


    Ich habe das Gefühl, mit jedem Streit, mit jedem neuen Mal, wo ich mir diese Vorhaltungen anhören darf, für die er sich hinterher wieder entschuldigt, liebe ich ihn weniger. Vor einigen Wochen hat er mich richtig fies belogen (dabei ging es um unsere finanzielle Situation) und seitdem habe ich auch kaum noch Vertrauen.


    Ich bitte ihn, Dinge zu erledigen, die ausser seiner Arbeit ja auch noch zu unserem Leben dazu gehören. Aber vieles bekomme ich dann vorgehalten.


    Ich habe zwei wundervolle Kinder und meinen Kindern ist mein Mann auch ein wirklich guter Vater, aber zwischen uns stimmt es einfach nicht mehr. Es tut mir unendlich weh, das so zu sehen. Und noch schlimmer ist es, keinen Ansatzpunkt zu sehen, wo sich noch etwas ändern lässt.

  • 30 Antworten
    Zitat

    Und noch schlimmer ist es, keinen Ansatzpunkt zu sehen, wo sich noch etwas ändern lässt.

    Wie sieht es dann mit externer Hilfe aus ? Vielleicht könnte euch eine Paartherapie dabei helfen einen Ansatz zu finden. Zusätzlich sollte man über eine Hilfe im Haushalt nachdenken um dich zu entlasten damit die wieder mehr Zeit zum "Mensch und Frau" sein hast und dir nicht ausschließlich wie "Putzfrau, Köchin und Mutter" vorkommst.


    Ja das kostet Geld, aber was ist die Alternative ? Das du immer unglücklicher wirst und entweder eure Ehe oder du als Mensch daran kaputt gehst ?

    Hallo Nordi84


    Vielen Dank für die Antwort.


    Ich fange am besten mit dem offensichtlichen an: wir könnten uns eine Hilfe im Haushalt nicht leisten. Mal abgesehen davon, dass ich die Arbeit im Haushalt an sich nicht so schlimm/zeitaufwendig finde. Mich stört eher, dass so Dinge, wie Rasenmähen, streichen etc. die wirklich auch einmal mein Mann übernehmen könnte, nicht von ihm entlastend für mich übernommen werden.


    Wenn ich Geld für solche Dinge über hätte, dann würde ich eher wieder zum Sport gehen wollen, als das Geld in eine Haushaltshilfe zu investieren. Ich war früher regelmäßig beim Sport. Dann kamen die Geldsorgen und ich habe entschieden, dass es wichtiger ist, das Geld für die Kinder und andere nötige Dinge auszugeben. Aber der Sport fehlt mir :°( Zumal ich seitdem auch 10 Kg zugenommen habe, was mich auch nicht wirklich glücklich macht.


    Paartherapie. Habe ich gerade ganz ehrlich gesagt so gar keine Meinung zu. Ich bin so leer. Fühle mich so einsam.

    Huhu


    Also ich würde auch eine Paartherapie vorschlagen... Diese müsste von der Krankenkasse übernommen werden und vllt findet ihr so wieder etwas mehr zusammen. Ich denke es herrschen wirklich Kommunikationsprobleme.. ich denke dein Mann will oder kann nicht verstehen, was du als Unterstützung von ihm brauchst.


    Zudem zu dem Thema Sport... Wie wäre es denn wenn du zuhause ein kleines Sportprogramm absolvierst? Hier gibt es auch einen Faden für shred. Das ist ein Sportprogramm für Zuhause.. ansonsten vllt abends Mal joggen gehen? Sport muss nicht unbedingt nur im Fitnessstudio ausgeführt werden und einiges an Geld kosten.


    Hast du sonst Personen in deinem Umfeld denen du dich anvertrauen kannst? Eine beste Freundin? Eine andere Bezugsperson? Ich denke du musst unbedingt mit leuten in deinem Umfeld reden. Haben du und dein Mann vielleicht eine gemeinsame Person die euch beiden nahesteht? Die sozusagen die Form des Streitschlichters übernehmen könnte? Manchmal hilft es eine andere Person mit einzubinden der unparteiisch dem anderen die Situation des Gegenübers erklärt..


    Ich wünsche dir alles alles gute und hoffe für euch das ihr es gemeinsam wieder hinbekommt.

    @ :)

    Bist Du in ärztlicher Behandlung? Vielleicht würde Dir eine pschosomatische Reha helfen, erst einmal Abstand zu bekommen und Deine Gefühle zu sortieren. Dabei gibt es auch die Möglichkeit einer Sozialberatung und ggf. könntest Du auch die Kinder (wie alt?) mitnehmen.


    Für Eure finanzielle Situation gibt es die Schuldnerberatung - die berät auch, wenn die Lage noch nicht eskaliert ist.


    Gibt es bei Euch eine Familienbildungsstätte? Dort werden auch Beratungen für Frauen angeboten, die sich so wie Du in einer Entscheidungsphase befinden und nicht wissen, wie es weitergeht/gehen soll. Dort besteht auch eine gute Vernetzung für evtl. weitere Hilfe.


    Es ist sehr schön, dass Du bei all dem Deine Kinder im Blick hast. Wichtig ist aber auch, dass es Dir gut geht, weil Du viel Kraft brauchst.


    Alles Gute :)*

    Hallo Studentin96


    Mein Sport zu hause sieht eher so aus: Couch und Chips (wenn ich mittags dann mal ne Stunde Pause mache, bevor ich die Kinder hole). Dann bin ich nachts bei der Arbeit immer unglücklich, dass ich es wieder nicht geschafft habe, das Zeug nicht in mich reingestopft zu haben. (ich werde dieses Sportprogramm mal googlen) Für mich war das FitnessDing immer total toll. 45 Minuten Programm, ich bin immer direkt hin, wenn die Kinder in Kindergarten und Schule waren, dann hatte ich den ganzen Tag Zeit, für andere Dinge. Und unterhalten konnte ich mich dort auch nett. Es hat mir gut getan. Joggen abends fällt für mich leider aus. Ich bin nachts körperlich arbeiten, da bin ich abends ziemlich platt.


    Leider gibt es hier niemanden, mit dem ich mich austauschen könnte. Früher hat mein Mann oft meine Eltern angerufen, wenn etwas war. Das Problem bei der Sache ist nur, dass er in dem Moment natürlich die Dinge so erzählt, wie sie aus seiner Sicht sind. Später dann, wenn er sich beruhigt hat, oder darüber nachgedacht hat, oder was auch immer... , dann sieht er, was er eigentlich für einen Mist erzählt hat. Dann muss er das natürlich bei meinen Eltern auch wieder gerade stellen. Die haben aber oft mir schon in der Zeit den Kopf gewaschen für Dinge, die so gar nicht zutreffend sind.


    Ich weiß nicht, ob er mich nicht verstehen kann. Letztes WE waren wir bei meinen Eltern. Ist ne Fahrt von 3 Stunden. Ich sage jedes mal, wenn wir fahren, er soll bitte nicht so rasen (ich habe einfach ab 170 km/h auf der Autobahn Angst, zumal wir ja auch die Kinder mitnehmen und denke, dass das doch auch schnell genug ist). Habe es ihm 4/5 mal gesagt. Er gibt wieder Gas. Hat einen riesen Krach gegeben, so dass ich aussteigen wollte. Ich war es einfach leid. Fühle, wie egal ihm meine Gedanken und Sorgen sind. Es muss ja nicht von ihm ausgehen, aber es kann doch immer mal was passieren... Warum nimmt er keine Rücksicht?


    Sagt meine Mutter am Telefon " keine Vorwürfe jetzt, XY ist gut gefahren!"

    Unabhängig von allem was bisher geschrieben wurde...was ich nie verstehen werde, ist, wie Männer ihren Frauen Arbeiten wie Rasen mähen oder streichen überlassen können. Klar gibt es mal Ausnahmesituationen, aber im Normalfall sollte das schon der Mann erledigen.


    Und das mit dem Sport sehe ich ähnlich wie Studentin96. Wieso muss es immer das teure Studio sein? Joggen, Radfahren, Sportprogramme at home...wenn es einem wichtig ist, zieht man es auch zu Hause durch.

    Charly_X


    Das Streichen war nun ein Beispiel, weil hier bei uns seit mehreren Monaten davon gesprochen wird, dass das gemacht werden muss. Es tut sich aber nichts. Nun haben wir bald Sommerurlaub und auch da wird wieder nichts passieren...


    Rasenmähen: haben wir dieses Jahr noch gar nicht! Warum nicht? Weil er immer sagt, macht er nächstes Wochenende .... Und ich sehe einfach nicht mehr ein, dass ich eh schon alles mache und das dann auch noch.

    Ja gut, dann ist das eben so, dann bleibt der Garten halt komplett liegen und wuchert im schlimmsten Fall mal zu. Was soll's ?


    Ich denke das es enorm wichtig ist das du Zeit für dich hast, sei es die halbe Stunde für den Sport oder auch einfach mal was wo du in Ruhe auf dem Sofa sitzen und entspannen kannst. Ein Haushalt muss nicht perfekt sein, da hat niemand was von, gerade wenn man bzw. die Beziehung daran irgendwann zerbricht.


    Und ich denke um eine Paartherapie führt kein Weg herum, da muss dein Mann allerdings mit ziehen. Wichtig ist das du ihm deutlich machst das es dazu keine Alternative gibt bzw. die Alternative auf lange Sicht "Scheidung" lautet.

    Das Schlimme ist ja, dass ich ihm das heute nacht gesagt habe. Als es wieder einmal zum Streit gekommen ist. Ich habe gesagt, dass ich mich trennen möchte. Dass ich immer weniger Liebe für ihn empfinde. Dass ich das einfach nicht mehr aushalte.


    Ich habe es auch nicht zum ersten Mal gesagt... :°(


    Mir ist zum heulen in diesen Momenten. Ich bin verzweifelt und sehe keinen anderen Weg mehr, als weg...


    Oft heule ich und schreie ihn vor Verzweiflung an. Und er merkt es oft stundenlang nicht... Hinterher tut es ihm leid.


    Jedes mal, wo das wieder passiert und sich hinterher nichts ändert, geht in mir mehr kaputt.


    Ich will eigentlich nicht aufgeben. Ich will diese Familie. Meine Kinder sind toll. Ich will auch eine Zukunft mit einem Partner an meiner Seite, mit dem ich auch in 30 Jahren noch zusammen bin.


    Aber immer öfter werde ich wach und frage mich, wie das gehen soll, wenn ich mich so wenig geliebt fühle. Bleibt da noch ein anderer Weg?

    @ Alias

    Großen Respekt vor deiner Leistung. Nachtarbeit, Kinderbetreuung, Haushalt schmeißen und ein Mann, der anscheinend wenig unterstützt: so etwas muss man erst einmal stemmen :)^


    Offensichtlich erkennt dein Mann deine Leistung überhaupt nicht an. Vielleicht fühlt er genauso wie du. Die Liebe ist mit den Jahren verschwunden. So etwas passiert. Gibt es denn überhaupt eine Zeit, wo ihr etwas als Paar ohne Kinder unternehmen könnt. Da würde ich ansetzen. Nicht immer nur Probleme wälzen, sondern auch gemeinsam schöne Erlebnisse haben.


    Eine Mutter-Kind-Kur kann auch sehr nützlich sein. Jeder hat eine Zeit für sich. Wäre eine Überlegung wert.


    Das mit dem fehlenden Fitti kann ich gut nachvollziehen. Meine Kette hatte letzten Sommer pleite gemacht und ich ging am Krückstock. Zum Glück wurde mein Studio von einem anderen übernommen. Es geht um einen Lebensbestandteil und ist mit Übungen zu Hause nicht zu vergleichen. Man pflegt nebenbei auch Kontakte und zusammen mit anderen macht Sport viel mehr Spaß.


    Zum Rasen auf der Autobahn mit Kindern auf dem Rücksitz sag ich jetzt lieber nichts. Das halte ich für komplett verantwortungslos.


    Warum hat sich denn dein Mann wie ein Kindergartenkind bei Problemen an deine Eltern gewandt und nicht mit dir gesprochen? Das leuchtet mir überhaupt nicht.

    Zitat

    wie das gehen soll, wenn ich mich so wenig geliebt fühle

    Kann er sich geliebt fühlen? (eine Beziehung ist ja keine Einbahnstraße)

    Zitat

    Ich sage jedes mal, wenn wir fahren, er soll bitte nicht so rasen (ich habe einfach ab 170 km/h auf der Autobahn Angst, zumal wir ja auch die Kinder mitnehmen und denke, dass das doch auch schnell genug ist). Habe es ihm 4/5 mal gesagt.

    Warum fährst du nicht? Ich halte es für wesentlich gefährlicher, während der Fahrt zu gängeln und zu streiten, als mit 170 km/h zu fahren. Offenbar ist ihm die Fahrt lästig (oder eher die Fahrtdauer).

    Zitat

    Ich arbeite viel und hart,

    mhh, und dann ist kein Geld da?

    Zitat

    habe dadurch nachts keinen Schlaf und bin tagsüber damit beschäftigt, meinen Kindern eine gute Mutter zu sein und mich um den Haushalt etc. zu kümmern. Das nimmt mir schon viel Kraft.

    Warum kümmerst du dich um Kinder und Haushalt? Kümmert sich dein Mann nicht mit darum?

    Hallo heute_hier


    Ich glaube, er kann mit mir nicht reden. Er dreht sich die Dinge dann, wie er sie in dem Moment wirklich sieht und gibt das weiter. Das macht es dann schwer. Zum einen muss er es hinterher immer wieder richtig stellen und zum anderen verletzt es mich natürlich auch, zu hören, wie er in diesen Momenten redet.


    Das Verhältnis zu meinen Eltern war nicht immer das beste. Wir hatten schwere Zeiten und ich bin froh, dass es nun so läuft, wie es ist, gerade weil da auch noch die Kinder sind, die auch Oma und Opa haben sollen, die sie sehr lieben.


    Zu seinen Eltern ist kein Kontakt. Ist ne lange Geschichte. Ich denke, deshalb sucht er meine Eltern zum Reden und weil es hier eben sonst nicht so viele Personen gibt, die bei so etwas zuhören. Ich hätte damit auch nicht die größten Probleme, wenn er denn bei der Wahrheit bleiben würde.


    Wir haben so ziemlich gar keine Zeit für uns alleine.


    Mein Mann arbeitet nun im neuen Job auch körperlich und ist nun abends genau so müde, wie ich, so dass wir da auch nicht die Zeit hätten.


    Früher hat er im Büro gearbeitet und konnte noch weniger verstehen, dass ich müde und lustlos bin.

    Zitat

    Früher hat mein Mann oft meine Eltern angerufen, wenn etwas war. Das Problem bei der Sache ist nur, dass er in dem Moment natürlich die Dinge so erzählt, wie sie aus seiner Sicht sind.

    Also er hat quasi bei deinen Eltern über dich gepetzt? Und da hast du ihm nicht gleich nach dem ersten Mal massiv Bescheid gegeben? Damit hat er dich zum kleinen Kind gemacht!


    Euer Zusammenleben scheint sehr durch die finanzielle Situation geprägt zu sein. Hier solltet ihr gemeinsam überlegen, ob sich da nichts ändern lässt. Braucht man unbedingt ein Auto, was wesentlich schneller fährt als 170 km/h? Muss es wirklich das eigene Haus sein, in dem man wohnt?


    Ich kenne eure Situation nicht, aber wenn man wirklich eine Lösung finden will, um die Beziehung zu retten, geht meistens etwas.