@ Dakki

    Ich denke, jede langfristige (gute) Beziehung hat hauptsächlich eine tiefe, freundschaftliche Basis und gewiss trifft einen Liebe nicht immer wie ein Bltz oder ist auf den ersten Blick da. Aber es ist dennoch was anderes, als für den anderen "nur" freundschaftlich zu empfinden. Fehlendes Drama heißt nicht automatisch fehlende Leidenschaft.


    Liebe TE,


    letztendlich bleibt Dir nur, nach Deinen Wünschen zu handeln, also es mit ihm auszuprobieren oder nicht. Eigentlich kann man da gar nicht so viel raten, denn selbst, wenn ich oder andere damit negative Erfahrungen gemacht haben, so haben wir zumindest die Erfahrung gemacht. Wie hier ja schon erwähnt wurde, ist es aber ebenso wichtig, ob ihm das "genug" wäre, was Du emotional in die Beziehung einbringen könntest.

    Hier gibt es für mich gar nichts, was man dir raten muss. Man merkt daran, wie du hier auf negative Beiträge bezüglich Beziehung mit ihm reagierst, dass du schon ein bisschen verknallt bist und dir eine Beziehung wünschst.


    Warum so viel nachdenken? Probier es einfach.

    @ L.vanPelt

    Zitat

    Fehlendes Drama heißt nicht automatisch fehlende Leidenschaft.

    Deshalb habe ich die fehlende (lieber ist mir nicht vorhandene) Leidenschaft auch extra erwähnt. ;-)


    Ich habe die TE so verstanden, dass sie durchaus nicht nur freundschaftliche Gefühle für den Mann hat, sondern dass die romantische Seite nur sehr viel weniger ausgeprägt ist, als sie das gewohnt ist.


    Sie ist eifersüchtig, wenn er sich mit anderen Frauen trifft, er fehlt ihr wie verrückt, wenn er länger nicht da ist, sie schwärmt davon wie toll alles mit ihm ist - allein, es fehlt die sexuelle Anziehung. Und entgegen vieler Stimmen hier im Thread wollte ich mit meinem Beispiel untermauern, dass es durchaus möglich ist, auch daran zu arbeiten und dass sich dieser Aufwand für sie lohnen könnte.


    Leidenschaft kann sich eben auch entwickeln, nicht mehr und nicht weniger wollte ich sagen :)

    Schöne Geschichte, Dakki! :-) Glückwunsch!


    Das potentiell schöne an solchen Geschichten ist ja auch die Steigerungsfähigkeit. Vielle Paare haben am Anfang die leidenschaftlichste Zeit und danach wird es (in vielen Fällen) kontinuierlich schlechter.


    Wenn es etwas unspektakulärer anfängt, ist es auch eine Art viel wahrscheinlicher, dass es mit der Zeit toller wird. ;-D Wenn man für sowas offen ist (bzw. offen sein will), kann das eine sehr schöne Entwicklung ergeben.

    Zitat

    Wenn man für sowas offen ist (bzw. offen sein will), kann das eine sehr schöne Entwicklung ergeben.

    Ja, so empfinde ich das auch. Ich weiß noch dass ich nach ungefähr drei oder vier Jahren sehr verblüfft festgestellt habe wie verliebt ich inzwischen in ihn bin. Trotz dieses irgendwie mauen Starts.

    Es ist ja so, dass starke Verbundenheit und ein Vertrautsein letztlich mehr ausmachen kann, als die hormonüberflutete Verliebtheit und Leidenschaft des Anfangs. Löst sich das nicht sowieso ab und ist nach- sagen wir: fünf Jahren mehr der Normalfall?

    Wow, danke euch allen für eure tollen Beiträge. @Dakki deine Geschichte gefiel mir besonders. So ist es ja im Prinzip bei uns auch :D


    Es ist so schwer für mich das gnaze irgendwie zu deuten. Und ich weiß absolut nicht was ich will. Ich bin gerade an dem Punkt angelangt zu sagen, ich will lieber allein sein, weil ich Angst habe ihn zu verletzen. Ich bin gern mit ihm zusammen und dann von einen auf den andren Augenglick bin ich dann gernervt und will lieber allein sein. dann bin ich sehr zickig zu ihm und er ist dann sehr enttäuscht von mir, weil ich mich öfter so verhalte.


    Ich weiß nicht wie ich mein verhalten begründen oder erklären kann. Aber ich will mich irgendwie auch nicht immer für alles erklären. ich will nicht jede Gefühlslage von mir beschreiben können. ich will einfach so handeln wie ich mich in dem Moment fühle, und das ist schwer für ihn nachzuvllziehen, verständlicherweise. wir hatten den ganzen gestrigen tag eine elende Diskussion darüber wie komisch ich mich verhalte und was das soll. warum ich ihn den einen tag sage dass ich ihn vermisse und den nächsten tag wieder wegstoße. er ist einfach total verwirrt und langsam echt genervt von mir und meinem verhalten, was ich absolut nachvollziehen kann. ich hab mich dafür 100 mal bei ihm entschuldigt aber gesagt ich kann mich im moment nicht anders verhalten. jedenfalls ist das dann so eskaliert, dass ich gesagt hab ich möchte ihn erstmal nicht mehr sehen um ihn zu schützen und nicht wieder mit solchen aktionen zu verletzen. ich denke mir irgendwie die ganze zeit, dass er mehr gefühle für mich hat, aber während unserer ganzen diskussion meinte er dann, ich soll mich nicht so hineinsteigern und ihm gehts gut und keine ahnung.


    das ist alles so vertrakt. ich verhalte mich einfach total komisch und ich kotze mich gerade selbst an.


    irgendwie möchte ich ihn nicht mehr sehen einfach weil mir diese ganzen diskussionen über meine unentschlossenheit und allem möchtig auf den sack gehen, ich will gerade einfach nur meine ruhe. er konfrontiert mich immer und ich möchte mich nicht damit auseinander setzen.


    das sind jetzt schon wieder ganz andere Probleme als am Anfang ... ???


    jedenfalls reden wir jetzt irgendwie einfach wieder so als wäre nichts gewesen, wie das erste mal auch nachdem er mir gestand, dass er sich verliebt hat und den kontakt abbrechen wollte. ich weiß nicht was das alles ist und wo das hinführt und wie viele diskussionen noch folgen...

    Ich finde dieser Mann hat ein Recht darauf, wie jeder andere Mensch auch, einen Menschen zu finden der ihn voll und ganz liebt, ihn so richtig begehrt. Und das tust du nicht! Du solltest ihm das nicht nehmen, in dem du klammerst, weil ja alles andere so perfekt ist um ihn herum.


    Finde das gehört sich nicht. Ausserdem überlege mal, wie gross der Aufschrei wäre, wenn es dich als Frau trifft bzw. generell eine Frau, umgekehrt, der Mann findet sie nicht sexuell anziehend. Das schlimmste was passieren kann, absolut kränkend so etwas! Meinst du einem Mann geht es da anders? Ich hätte schon keine Lust mehr auf so eine Person.


    Das sich noch etwas entiwckelt? Blödsinn! Anziehung ist da, oder nicht und sowas dauert keine Monate, sowas entwickelt sich auch nicht mehr zu diesem Zeitpunkt. Niemals und ich denke da spreche ich für viele hier, könnte ich mich mit einem Mann nur halb einlassen, wenn er mich nicht anzieht, dann ist der offen sowas von aus.


    Besetze diesen Mann nicht weiter, ich sage es führt definitiv ins AUS mit euch, auch eine Freundschaft ist da nicht drinne.

    Zitat

    Ich bin gern mit ihm zusammen und dann von einen auf den andren Augenglick bin ich dann gernervt und will lieber allein sein. dann bin ich sehr zickig zu ihm

    Hmm, das klingt nicht gut. Wenn du genervt und zickig wirst in seiner Gegenwart, dann wird eine entspannte, langsame Annäherung wohl nicht möglich sein. ":/

    Zitat

    jedenfalls ist das dann so eskaliert, dass ich gesagt hab ich möchte ihn erstmal nicht mehr sehen um ihn zu schützen und nicht wieder mit solchen aktionen zu verletzen.

    Er kann schon selbst auf sich aufpassen. Du musst ihn nicht vor dir schützen. Es wirkt vielmehr so, dass du selbst ihn eben doch eher nicht willst und so blockiert innerlich einiges in dir, du wirst genervt und dann auch noch zickig. Vielleicht ist es für dich eben doch essentiell, dass du dich körperlich von Anfang an stark zu einem Mann hingezogen fühlst.


    So wird das m.E. jedenfalls nichts. Wenn es nicht entspannt und einfach ist, wenn ihr euch seht, passt es wohl doch nicht so gut, wie du meintest.

    Gebe Lola Recht. Du stehst nicht auf diesen Mann, es ist absolut egoistisch von dir ihn zu besetzen, ja sogar ein Stück weit mit ihm zu spielen. Siehe doch ein, da tut sich nichts mehr und ja es ist essentiell wie Lola richtig schrieb, dass eine gewisse Anziehungskraft von vorneherein da ist. Es kann doch nicht sein nur weil er in deinen Augen den perfekten Mann abgibt, ihn für sich einzunehmen wie eine Festung. Vernünftig und Erwachsene würdest du handeln wenn du diesen Zustand beendest.

    Hallo Ringelblüte,


    irgendwo kann ich Dich verstehen, man möchte sowas nicht aufgeben, ist immer am Hoffen. Aber wenn DU mal ehrlich zu Dir bist, dann weisst Du doch schon, dass es vergebens ist, oder? Es sollte doch eigentlich ganz anders laufen und nun machst Du auch noch Schritte weg von ihm. Nein, also das ist echt nicht mehr fair. Entscheidungen nicht zu überstürzen ist legitim und das eine, aber jemanden 7 Monate warten zu lassen bis man selbst mal weiss, was man eventuell will, das andere. Beende diesen Mist, er macht Euch auf Dauer beide echt nicht glücklich - IHN am wenigstens und wenn Du ihn wirklich magst, dann gib ihn frei. Aber komplett, d.h. ich würde auch freundschaftlich erstmal einen Cut machen, sonst sielt sich da hernach wieder so eine Dynamik ein wie jetzt.

    Mal ne ganz andere Frage: was ist denn eigentlich so schlimm daran, Single zu sein oder "nur" befreundet zu sein?


    Ich frage deshalb, weil die Motivation, dass es nun mit ihm ja doch klappen soll - denn er ist ja so perfekt - ja nunmal nicht die Begeisterung für ihn ist. Aber was ist es dann?


    Mir fällt da spontan ein:


    -Angst vor Einsamkeit/Torschlusspanik


    -Druck von außen (Familie, Freunde oder er selbst:"er wäre doch so toll", "wieso gibst Du ihm keine Chance", "meinst Du, Du findest noch jemand besseren?", "irgendwann musst Du Dich ja mal binden"..)


    -man möchte sich nicht den Vorwurf machen (oder machen lassen müssen), oberflächlich zu sein


    -schlechte Erfahrungen mit Expartnern, zu denen man sich hingezogen fühlte, also versucht man mal was ganz anderes


    -das innere Empfinden, Erwartungen entsprechen zu müssen: er steht auf Dich, also fühlst Du Dich "verpflichtet, dieses zu erwidern


    -...


    Wenn Du Dich nicht (ausreichend) zu ihm hingezogen fühlst, dann ist das erstmal so. Steh' zu Dir und Deinen Gefühlen. Dann habt ihr (meiner Meinung nach) ironischerweise sogar die besten Chancen, dass sich doch noch was entwickelt, aber gewiss nicht, wenn Du versuchst es zu erzwingen und gegen Deine eigenen Widerstände arbeitest. Daraus resultiert dann nämlich genau so ein Verhalten von Dir: Du wirst zickig.

    In unseren Breiten, sprich unserer Kultur ist "die für ein Paar richtige Liebe" ganz schön festgeklopft, m. E. nicht viel anders als in früheren Zeiten, wo die Kriterien (zu) sehr an gesellschaftliche Bedinungen geknüpft war wie Herkunft, Status, Geld usw. - ohne ging es nich. So geht es heute nicht ohne die faszinierende, sexuelle Leidenschaft zu Beginn, und das obwohl im Grunde jeder weiß, dass diese keine Garantie, nicht mal eine verlässliche Basis für eine langjährige Bindung ist.


    Ich finde das in Ausschließlichkeit etwas kurz gegriffen. Es mag ideal sein, wenn gleich die unwiderstehliche Anziehung da ist, und es gibt sicher Menschen, die sie als Startpunkt einer Beziehung unbedingt brauchen. Aber es mag auch sein, dass etwas wächst. Warum soll sich nicht auch Liebe entwickeln können, die eine liebevolle Art der Sexualität einbezieht, deren Basis dann eben andere Dinge sind, wie z. B. Vertrauen und Vertrautheit? Zumindest mag sich das als Alternative darstellen für einige Menschen, und ich würde es denen auch nicht gleich von vornherein ausreden wollen.


    Natürlich sollte nicht der Selbstbetrug eines "Ich kann - will! - einfach nicht allein sein" dahinterstehen. Ist das nicht der Fall, so ist der Preis dennoch nicht zu hoch, einige Zeit in diesem anderen Modus zu leben, um dann selbst festzustellen, ja, das ist für mich ein Wert an sich geworden, ich liebe diesen Menschen auch ohne betörenden Sex, oder eben: Geht nicht, egal wie ichs drehe und wende!

    @ wälti

    Was du schreibst funktioniert aber am besten mit zwei Menschen die das ganz genauso sehen. Und das ist hier nicht der Fall. Hier ist er sehr verliebt, begehrt diese Frau und kriegt das aber nicht zurück wie erhofft. Da kann man doch nun nicht daherkommen und sagen, Mädchen du machst es richtig so, lass es laufen, sowas ist dann in meinen Augen schon eine Art benutzen. Der ewig hoffende Mann der sich eine tolles Sexualleben vorstellt mit einer Frau die ihn nicht begehrt :|N . Sowas ist total kränkend.

    Zitat

    Sowas ist total kränkend.

    Seh ich nicht so. Er ist ja kein kleines Kind (deshalb muss man ihn auch nicht schützen), er hat in der Hand, ob ihn das kränkt oder nicht, ob er sich davon kränken lässt. Ich würde der TE raten, ehrlich zu sein, was ja ohnehin der Fall zu sein scheint. Also kann er sich überlegen, ob er damit zurecht kommt oder nicht und wenn ja, wie. Im Moment scheint er eher zu drängen, was ihre Abwehrreaktion hervorruft. Sie sollten, mein Rat, ein wenig auf Abstand gehen.