als mann reich heiraten? mit einer chinesin?

    hi! ich bin jetzt seit zwei jahren mit ihr zusammen und das studium ist bald zuende. sie muss zurück nach shenzhen und wird dort irgendwann geschäftsführerin. sie hängt sehr an mir und möchte unbedingt, dass ich für sie auswandere und sie dort heirate, damit ich dort bleiben kann. ich war schon zweimal mit ihr dort in shenzhen und die stadt ist der wahnsinn. und penthäuser in wolkenkratzern sind jetzt auch nicht so übel. :-D


    aber als mann reich zu heiraten kommt mir irgendwie komisch vor. wenn sie eine normale frau wäre hätte ich wohl nicht solche gedanken und würde sie einfach heiraten. aber so bleibt dann immer dieser hintergrundgedanke, dass sie ja alles bezahlt...

  • 23 Antworten

    Was spricht denn dagegen, dir in Shenzhen auch beruflich etwas aufzubauen?


    Mir würde eher Sorgen machen, was passiert, wenn es zwischen euch nicht klappt. Bist du finanziell dann total von ihr abhängig? Wie ist das in China im Scheidungsfall geregelt?


    Liebst du sie denn? Wenn ja, sollte nichts dagegen sprechen. Wie gesagt, kannst ja auch du dir beruflich dort etwas aufbauen oder aber ihr tauscht eben die Rollen und du kümmerst dich mehr um Haushalt und Kinder.


    Ob du das willst, musst du natürlich wissen. Aber ich würde es nicht davon abhängig machen, ob es nach außen hin irgendwie komisch wirkt. Wichtig ist, dass du dich damit wohlfühlst :)z !

    Hast du dich denn schon mal eingehender mit der chinesischen Kultur beschäftigt und den Gepflogenheiten dort? Ich hatte mal einen chinesischen Mitbewohner und deshalb ein paar Einblicke bekommen. Es ist teilweise echt überraschend, wie unterschiedlich gewisse Weltsichten sind. Wenn man sich z.B. mal das chinesische Verständnis von Menschenrechten ansieht ist das doch ziemlich unterschiedlich zur westlichen Auffassung, denn der Wohlstand steht über dem Einzelnen. Falls du das durchziehst mit Heirat und Umzug lässt du dich auf ein komplett neues Leben ein. Es ist eine tolle Chance, aber es wird bestimmt nicht einfach, auch wenn der finanzielle Aspekt schon eine große Verlockung darstellt.

    Ich sehe auch die Hauptfrage darin, ob du in den chinesischen Kulturkreis einheiraten willst, inklusive Integration / kultureller (Teil-)Assimilierung. Ich weiß nicht wie kosmopolitisch dein Umfeld dort sein wird. Weißt du es?


    Ob du als Mann grundsätzlich eine reiche Frau heiratest finde ich so spannend wie die Frage, ob ein Südamerikaner besser einen grünen oder einen roten Apfel essen sollte.


    Die erste Frage ist aber sehr ernsthaft und weitreichend. Was weißt du über den chinesischen Kulturkreis, die Gepflogenheiten allgemein und in den Kreisen, in die du einheiratest? Bist du souverän? Bist du offen und kosmopolitisch? Interessiert dich die chinesische Kultur und Philosophie? Kannst du chinesisch oder willst du chinesisch lernen?


    Ich denke du solltest diese Frage selber beatworten können, und wenn du das nicht kannst, wirft das die Frage auf, ob du die Sache ernst nimmst, oder dich in Ansätzen damit auseinandergesetzt hast.

    Bedenke dass Du in ein Land ziehen würdest, welches von einem autoritäten Regime regiert wird, inkl. Todesstrafe, Folter, brutaler Unterdrückung der Opposition und keiner Pressefreiheit. Die Verhältnisse bessern sich offenbar zwar, aber von hiesigen Standards hinsichtlich Freiheit und Demokratie ists noch weit entfernt.

    Ich habe mich vor ein, zwei Jahren etwas intensiver mit derselben Frage beschäftigt, nämlich nach China auszuwandern. Für mich sind die folgenden Fragen interessanter:


    Was willst du machen? Wenn sie als Geschäftsführerin arbeiten soll, wirst du sie tagsüber nicht viel sehen. China ist kein Einwanderungsland und die Beschäftigungsmöglichkeiten als Ausländer sind beschränkt. In Shenzhen wird es ein Expatriate-Community geben, und auch mehrere ausländische Firmen, die dich beschäftigen können. Den ganzen Tag zuhause herumsitzen, kann sehr langweilig werden.


    Wie gut ist dein Chinesisch? Habt ihr, als du da warst, auch mal ihre Freunde getroffen? Wenn du in einen chinesischen Freundeskreis reinwillst, brauchst du die Sprache, ansonsten bist du außen vor. In Shenzhen kann es auch noch sein, dass du mit Mandarin nicht weit kommst, und Kantonesisch brauchst.


    Der Zugang zum Internet kann beschränkt sein. Ich habe in Internetcafés noch tagesschau.de aufrufen können, aber Seiten des NDR schon nicht mehr. Der Staat hatte auch sein Auge drauf, dass ich nichts Verbotenes mache. Es kann schwierig sein, Informationen aus unserem Kulturkreis zu bekommen. (http://www.med1.de/ war übrigens erreichbar.)


    Ich hatte eher das Gefühl, dass unter Xi Jinping die Kontrolle angezogen hat. Im Hotel gab es immer weniger ausländische Fernsehsender. Der Zugang zu ausländischen Webseiten wurde schwieriger. Ich war mehr in Beijing und bin mit dem stärker werdenden Nationalismus nicht klar gekommen. Es kann auch sein, dass die chinesische Propaganda aufgrund besserer Chinesischkenntnisse besser verstanden habe und ihr nicht mehr so ausweichen konnte.


    Ich habe mich schlussendlich dagegen entschieden, weil es so gut wie keine Stellen auf dem offenen Stellenmarkt gab und ich zwar China mag, aber mit dem kommunistischen System dann doch nicht mehr klarkomme. Ich bin auch schon etwas älter und lass mich nicht mehr so einfach verbiegen.

    Was mich am meisten gestört hat war die dreckige Luft. Ich war zwar nicht in Shenzhen, sondern in Chengdu, aber wenn man die Sonne nicht sieht und für frische Luft ins Hotel geht, ist es schon echt bedrückend.


    Die Möglichkeit, frei im Internet unterwegs zu sein hat mir auch gefehlt. Kein Kontakt über Facebook heißt, das du den Kontakt zu deinen Freunden nicht aufrecht halten kannst...

    Ich glaube das ist eine reine Egofrage und auch verständlich. Wenn die Frau die Macht hat, dann kann man davon ausgehen, dass sie immer die Hosen anhaben wird. Man muss wissen ob einem das als Mann gefällt.

    Ob eine potentielle Heiratskandidatin reich wäre oder nicht, wäre mir relativ egal.


    Besser als arm und viele arme Verwandte, die einem auf der Tasche liegen.


    Aber eher wär die Frage, wies dir geht, wenn du ausgewandert bist.


    Vielleicht mal einige Zeit dort leben, verlobt sein oder so.

    Naja, genaugenommen haben alle Leute geschrieben, dass man eine Auswanderung nach China eher kritische Hinterfragen sollte und eine Hochzeit eher davon abhängig machen sollte und nicht vom Kontostand der zukünftigen Ehefrau

    Vielleicht bin ich da auch sensibler als der Durchschnittsbürger, aber ich finde es vollkommen indiskutabel, in einem Land zu leben wo es die Todesstrafe gibt, von sonstigen Menschenrechtsverletzungen ganz zu schweigen. UNd was eine reale Einschränkung der (Meinungs- Presse- und Rede-)Freiheit im Alltag so bedeuten mag kann man sich vermutlich gar nicht vorstellen wenn man es nicht selber erlebt hat.


    Betrifft auch die Urlaubsplanung. Wie kann man in Tunesien am Strand planschen während ein paar kilometer weiter im Binnenland in den Polizeikasernen brutal misshandelt wird?

    Zitat

    Ist echt interessant dass fast niemanden der Aspekt, dass man freiwillig in eine Diktatur auswandern würde, zu stören scheint..

    Das ist ja auch med1 und nicht das wahre Leben.


    Nimm doch der schönen rosa roten Seifenblasendiskussion nicht den flow.


    Vielleciht entgeht uns so ein Bericht vom TE wenn er zurück kommt und von seinem Trauma im Psychologiefaden berichten will...


    Oach ey %-|


    Scherz bei Seite. Hoffentlich triffst du die richtige entscheidung.


    Ich würd kein Fuss in diese kaputte Kultur setzten und erst recht keine Kinder.


    Was das Regim an Unheil in seiner eigenen Kultur angerichtet hat, ist traurig.


    Deine Freundin wird es ja wissen, wie lebenswert das Leben in ihrem Stand ist.


    Wenn sie freiwillig zurück will.


    Obwohl eigentlich ist es wahrscheinlich, dass dahinter Eltern stehen, die das Kind zurück beordern.


    Wenn nicht, dann hast du Glück.


    Aber Bildung, gute, kostet in China und wenn da schon das Geld da war im Ausland zu studieren, wird dies nicht ohne Eltern möglich gewesen sein.


    Man ist nicht oben in China ohne Familienverband.


    Aber wenn sie so frei ist einen Europäer und dann noch einen ohne gross Geld zu heiraten, sind die Eltern vielleicht ok.

    Oh, jetzt werden wir wohl nie erfahren, was aus ihm wird


    Oder (und ich hoffe, ich werde jetzt nicht gesperrt und meine Ironie wird verstanden):


    med1 gibt schon mal eine Einführung in die zu erwartende chinesische Zensur! ]:D ;-D


    *wegduck*