Weil du dich mit Händen und Füßen und mit aller Macht aktiv dagegen wehrst das es dir endlich mal besser - also einfach nur normal - geht. Und das du dich mal so richtig gut und zufrieden fühlst, glücklich und friedvoll.


    Warum willst du dich so verzweifelt schlecht fühlen? Warum hinterfragst du jeden positiven Gedanken, jedes positive Gefühl? Du fragst dich ernsthaft warum du nicht fühlst? Weil du es krampfhaft verhinderst! Du alleine. Nicht dein Freund, nicht deine Eltern, nicht dein Nachbar, nicht deine Ausbildungsleiter.

    Versuche es ohne, Yuna. Es gibt Phasen im Leben, da kann man es vielleicht nur aushalten. Mehr geht halt nicht. Vor meiner Prüfung war es bei mir auch nicht besser. Lärmende Wohnung. Beziehung mit Zweifeln. Geldsorgen, weil eine Versicherung ihre monatliche Zahlung nicht leisten wollte/konnte, auf die ich aber angewiesen war, mit meinem knappen Budget. Ein Jahr habe ich warten müssen. Es gibt nur eine Gewissheit, es geht vorbei. Es gibt in solchen Lebensphasen vielleicht das ein oder andere Highlight, mehr aber auch nicht. Aber du gönnst dir nicht diese Highlights. Bei mir war es einfach nur mal Essen gehen mit meinem Freund, mal durch die Stadt laufen, durch den Wald laufen und vor allem davon reden und träumen, was die Zukunft besser machen kann. Das Positive war halt auch da gewesen, man hat ein Dach über dem Kopf, man hat zu Essen, einen Schlafplatz (wenn auch laut) >:( und ab und zu etwas Natur um einen herum. Alles andere kann dann auch mal für die Füße sein, war bei mir wie gesagt auch so und es war nicht die beste Zeit im Leben. Wie andere es schaffen nur glücklich zu sein? Diese Menschen habe ich ehrlich gesagt nie kennengelernt. Etwas besser ist es tatsächlich denen gegangen, die noch zu Hause gewohnt haben und die sich nicht wie ich, um Haushalt, Arbeit und Prüfungen haben kümmern müssen. Aber trotzdem habe ich, wie gesagt, auch einfach mal nur mit anderen zusammen das Leben für einige Stunden genießen können.


    Du machst dein persönliches Empfinden von anderen Personen abhängig. Sagen sie etwas Positives und dein Gefühl spricht dagegen, dann passt es nicht, das ist verständlich. Sagen, sie etwas Negatives und dein zweifelndes Gefühl spricht dafür, dann bist du betrübt. Kann es sein, dass auch eine Beziehung zwei Seiten hat, du aber nur die eine immer wahrzunehmen im Stande bist? Wie ich schon sagte, man kann eine Beziehung, wenn einem das Erleichterung bringt, auch für einige Monate auf Eis legen, wenn dich das zu sehr stresst. Das kannst du machen.


    Beruhigungsmittel funktionieren auch nicht sofort,auch keine Psychopharmaka, bis auf die ein oder anderen Hammerdinger, bei denen Lernen aber auch nicht gut funktioniert.

    @all

    Ich bin der Ansicht, wir helfen Yuna nicht, wenn wir ausführlich auf alle Probleme eingehen.


    Dieser Faden hier läuft seit 2 Monaten, es hat sich nichts geändert.


    Es kommen im Gegenteil immer neue Probleme hinzu.


    Unsere Gedanken/Lösungsvorschläge werden in die "Probleme" von Yuna eingesponnen und sie werden immer größer aufgebauscht. Wir füttern die Probleme geradezu.


    Die Probleme werden nie kleiner oder weniger.


    Neu hinzu gekommen ist die Angst von Yuna, sie hätte ROCD oder einen Vitaminmangel, ihre Probleme könnten durch das prämenstruelle Syndrom verursacht werden, der Stress könnte Auswirkungen auf ihren Körper haben, eine Therapeutensuche könnte eine unlösbare Aufgabe sein, usw.


    Dann beschäftigen Yuna ihre Experimente, in denen sie ihre Gefühle für ihren Freund testen und analysieren will. Jetzt kommt der Gedanke, mit Beruhigungsmitteln wäre alles besser.


    Jeder neue Gedanke von uns wird so geschickt in die Probleme eingebaut, dass er die Zweifel bei Yuna bestätigt und vergrößert.

    @Yuna

    WANN WILLST DU ANFANGEN ETWAS ZU VERÄNDERN?


    Du hast nicht viele Probleme, sondern nur ein einziges herausragendes Problem:


    Du denkst problemorientiert.


    Dein Denken hat sich verselbstständigt und dein Grübeln zieht nur weitere Probleme an wie ein Magnet.


    Selbst positive Gedanken werden verändert und in das Problemkonstrukt eingebaut.


    Du bist so nicht in der Lage, logisch zu denken, Lösungen zu finden, dich zu konzentrieren, zu entspannen und das Schöne zu sehen.

    Zitat

    Dieser Faden hier läuft seit 2 Monaten, es hat sich nichts geändert.

    Dieses Argument kam bisher in wohl allen Fäden von Yuna. Und rückblickend kam die Änderung dann eben nach 3,4 oder eben mehr Monaten. Yuna hat ihr eigenes Tempo, auch wenn einige User irgendwann ungeduldig werden und am liebsten (warum?) den Faden und seine Dynamik abwürgen wollen.

    Zitat

    Die Probleme werden nie kleiner oder weniger.

    Das kann man einfach nur verneinen, wenn man Yunas Forenhistorie kennt.

    mnef ich bin keineswegs ungeduldig und will auch nicht den Faden abwürgen.


    Ich möchte Yuna helfen, wie alle Teilnehmer hier.


    Im Gegensatz zu dir sehe ich die ganzen letzten Jahre aber im Zusammenhang.

    Zitat

    Und rückblickend kam die Änderung dann eben nach 3,4 oder eben mehr Monaten.

    Das ist richtig.


    Yuna ist bei den Eltern ausgezogen, hat eine Wohnung gefunden und eine Ausbildung angefangen.


    Die Probleme sind aber nie weniger geworden. Sie hat einfach immer neue/andere Probleme gefunden.


    Klick mal auf Yunas gesamte Fäden, die sie eröffnet hat. Da wird das deutlich.


    Ich habe nicht den Eindruck, dass Yuna einmal über ein paar Wochen zufrieden mit ihrem Leben war.


    Was Yuna fehlt, ist das Vertrauen in die eigene Selbstwirksamkeit.


    Eigentlich hat sie viele Dinge gut auf den Weg gebracht, aber sie kann daraus nicht die Einsicht ziehen, dass sie in der Lage ist, ihr Leben zu bewältigen.


    Sie kann sich nicht sagen "ich hab schon viel geschafft und werde auch neue Herausforderungen schaffen".


    Jede neue Kleinigkeit stürzt Yuna wieder in die Verzweiflung.


    Das grundlegende Problem hat sich über die Jahre kein Stück verändert.


    @Yuna bitte korrigiere mich, wenn ich das falsch sehe.

    Zitat

    . Sie hat einfach immer neue/andere Probleme gefunden.

    Naja, ist das nicht auch irgendwie das Leben? Ist doch klar, dass mit der Beseitigung der alten Baustellen nicht gesichert ist, dass keine neuen kommen. Klar sind die neuen Baustellen auch erstmal wieder yuna-esk, aber

    Zitat

    Das grundlegende Problem hat sich über die Jahre kein Stück verändert.

    Das ganze grundlegende Problem nicht, aber kleine Teile des Problems schon, sonst säße sie noch ausbildungslos bei Mutti und Vati.

    Zitat

    Sie kann sich nicht sagen "ich hab schon viel geschafft und werde auch neue Herausforderungen schaffen".

    Wie denn auch, wenn ihr ständig wieder jemand sagt, was sie mit ihrem Grundproblem nicht könne? Ich verstehe schon, was du meinst, es stimmt auch von einer Seite betrachtet. Von der anderen Seite aber wird gleichzeitig verlangt, dass Yuna positiver und selbstbewusster sein soll, gleichzeitig aber aufgezählt, was sie alles (noch) nicht kann. Meinst du das immer wieder zu hören bewegt etwas zum Positiven?

    Soll heißen: Die Sache mit dem Selbstbewusstsein aufbauen ist eine extrem schwere Angelegenheit, auch für "leichtere Fälle" und auch mit professioneller Therapie. Natürlich gehört es da auch irgendwie dazu, eigene Schwäche zu erkennen oder eben von anderen gesagt zu bekommen. Ist aber schon hinreichend geschehen! Sie darüber hinaus aber immer wieder unter die Nase gerieben zu bekommen hilft nichts, sondern reißt jeden kleinen Selbstbewusstseinssspross wieder ein.

    mnef

    Zitat

    Von der anderen Seite aber wird gleichzeitig verlangt, dass Yuna positiver und selbstbewusster sein soll,

    ICH habe das noch nie von Yuna verlangt, weil man sich das nicht einfach vornehmen kann und dann fällt es vom Himmel.

    Zitat

    gleichzeitig aber aufgezählt, was sie alles (noch) nicht kann.

    Offenbar willst du mich nicht verstehen.


    Ich kritisiere Yuna nicht ständig, sondern versuche ihren Blick darauf zu lenken, dass alle Probleme, die sie so hat, eine Ursache haben.


    Diese eine Ursache ist das problemorientierte Denken und Grübeln.


    Damit hat Yuna sich die Wohnungssuche schwer gemacht, die Ausbildung, die Beziehung zu ihrem Freund und auch die künftigen Lebenssituationen werden damit schwer werden.


    Es ist völlig verständlich, dass Yuna sich so schlecht fühlt, wenn sie KEINE Lebenssicherheit hat, weil alles ein riesiges Problem ist.


    Es gibt keine großen, kleinen oder nichtigen Probleme, sondern ALLE erscheinen Yuna riesig und unlösbar.


    Wenn Yuna erkennen kann, dass ihr Denken/Grübeln ein Automatismus ist, kann sie sich davon distanzieren und sich die Probleme mal von außen ansehen. Dann hat sie die Chance, die Probleme im richtigen Verhältnis zu sehen.


    Natürlich wäre eine Therapie das beste. Aber selbst das ist ja erstmal ein riesiger Angang für Yuna.

    Ich weiß auch nicht, woraus manche ihr Selbstbewusstsein ziehen. :-D Das ist meiner Meinung nach ein längerer Prozess.


    Diejenigen, die ich früher als selbstbewusst erlebt habe, waren es eher nur teilweise gewesen. Stattdessen war da eher eine Durchsetzungskraft gegen etwas oder ein Machtanspruch auf etwas Bestimmtes.


    Ich finde es für Yuna auch schwierig, sich mit vielen Dingen gleichzeitig auseinandersetzen zu wollen. Aber sie schafft es immer wieder, trotzdem ihren Weg zu finden. Und ich denke, das wird diesmal auch so sein.

    Hinter jedem Denkprozess liegen Gefühle und Bedürfnisse. Das Denken an sich ist meiner Erfahrung nach nie das Problem, sondern, dass man sich Antworten erhofft, die man sich aber noch gar nicht sich geben kann. Das kann man erkennen und verändern lernen. Sich erst einmal auf das Leben einlassen zu können, mit wenig Antworten, das ist für einige Menschen nicht leicht.

    Caramella, das Denken an sich ist ja auch nichts schlechtes.


    Es geht mir um das automatisierte im Kreis denken, das eine eigene Dynamik hat und von Yuna nicht mehr beeinflusst werden kann.


    Das ist schädliches, zerstörendes Denken.


    Da gibt es keine Lösungen beim Denken. Es zerstört jeden guten Ansatz durch die Zweifel.

    Das macht nichts, Hanca. ;-)


    Caramella klingt auch gut.


    Ich weiß, was du meinst, Hanca. Es ist ein innerer Lernprozess, darauf Einfluss nehmen zu können. Ich mache das zum Beispiel über meine Bedürfnisse, die ich befrage, indem ich wissen will, was sie jetzt brauchen, um sich besser fühlen zu können. Einen ersten guten Ansatz hat Ralf Bihlmaier, dazu herausgearbeitet. Doris Wolf arbeitet eher mit Stopp-Konzepten. Das ist nicht so mein Fall. Aber sie hat auch ein gutes Büchlein geschrieben, dass da heißt: Verschreibungen zum Glücklich sein.


    Letztendlich findet man, wenn man sich mit einigen Sachen auseinandergesetzt hat, seine eigene Methode. Ich kenne einige, die arbeiten auch einfach konsequent mit Ignoranz, allen störenden Zweifeln gegenüber und sie suchen sich irgend etwas worinnen sie dann ganz ihr zeitweises Glücklichsein finden können, sei es in der Musik, im Alkohol (schlechte Methode), Sport ect. Auch das kann funktionieren.

    Zitat

    Offenbar willst du mich nicht verstehen.

    Doch, aber ich sehe es nicht genauso. Das heißt nicht, dass ich es nicht verstehe.

    Das ist doch alles nichts Neues. Yuna WEIß das!


    Verstehst du denn im Gegenzug ist, dass solche Wiederholungen wie ein geballter Riesenvorwurf wirken?


    Oder das:

    Zitat

    Aber selbst das ist ja erstmal ein riesiger Angang für Yuna.

    Ja, "selbst das". Und auch das ist nichts unnormales, wenn Yuna das so lockerflockig angehen könnte und würde, gäbe es auch kein Problem. Es ist einfach nicht zielführend, Yunas Probleme immer wieder aus der Sicht von Leuten ohne solche Probleme (aka "was "normale" Leute tun würden") anzugehen.