Ich hab ein wenig das Gefühl, hier entwickelt sich eine Hilfe-Konkurrenz.


    Immer wenn ich versuche, Yunas Probleme auf den einen Punkt zu bringen, werden meine Beiträge relativiert.


    Caramala


    Jetzt sehe ich auch deinen Beitrag, den du vor einiger Zeit geschrieben hast, in einem anderen Licht:

    Zitat

    Mir reicht Gedankenkontrolle als Lebensverständnis bei weitem nicht aus, um glücklich zu sein. Was nicht heißt, das sie ihren Platz und ihre Berechtigung hat und manche könne dies auch gut rüberbringen.

    Zitat

    Meiner Erfahrung nach kann leider auch die Sichtweise, die man dem ständig plappernden Verstande zuschreibt, falsch verstanden werden. Nicht wenige Menschen hat genau das krank gemacht, ....

    So werden natürlich wieder Zweifel gestreut.


    Du vermutest, dass ich über die Kontrolle der Gedanken hinaus nichts weiter im Sinn habe als vielleicht noch etwas positives Denken? Dann liegst du falsch.


    Das was Ralf Bihlmaier auf seiner Homepage schreibt, ist moderne Neurowissenschaft (und uraltes Wissen) - also nichts, was auf seinem Mist gewachsen ist. Er hat auch nichts herausgearbeitet. Solche Ansätze findet man bei vielen anderen auch.


    Du plädierst einerseits dafür, dass Yuna ihren eigenen Weg findet, aber betonst bei jeder Gelegenheit:

    Zitat

    Gedanken haben etwas mit Bedürfnissen zu tun.

    Yuna soll ihre Gedanken als Bedürfnis wahrnehmen. Das halte ich für einen großen Fehler. Sie fühlt einfach immer Überforderung, WEIL diese Gedanken/Zweifel so erdrückend sind.


    Gedanken kommen zum größten Teil aus dem Unterbewusstsein (siehe auch Bihlmaier). Die Denkmuster werden ab der frühen Kindheit zu festen Überzeugungen geprägt.


    Hört ein Kind immer wieder, dass es nichts kann und nichts wert ist, dann wird das seine Überzeugung.


    Das ganze Leben wird unbewusst so ausgerichtet, dass diese Überzeugung immer wieder Bestätigung findet.


    Die eigenen Bedürfnisse kommen dabei überhaupt nicht zu Wort, weil sie niemals ernst genommen wurden.


    Yuna ist noch weit davon entfernt, ihren eigenen Weg zu finden.


    Erstmal muss sie verstehen, dass (ihre Gedanken) ihr Selbstbild nicht ihr eigenes ist, sondern (wahrscheinlich) von der Familie geprägt wurde. Das merkt sie, wenn sie es schafft, das Gedankenkarussell zum Schweigen zu bringen.


    Das hat nichts damit zu tun, ein Feinbild von ihrem Inneren aufzubauen.


    Sondern es geht nur um die Erkenntnis:


    Ich muss nicht alles glauben, was ich denke.


    Ich kann selbst herausfinden, wer ich bin.


    Wenn der Gedankenfluss mal unterbrochen ist, wird sie feststellen, dass noch etwas anderes da ist.


    Das ist der erste Schritt, um mit sich selbst in Kontakt zu kommen.


    Dann kann sie auch ihre wirklichen Bedürfnisse wahrnehmen.


    Ich hab so langsam das Gefühl, dass viele Köche den Brei verderben.


    Yuna tauscht sich mit so vielen Leuten aus - auch über PN - dass wahrscheinlich viele Tipps auf sie einprasseln, die sie gar nicht sortieren kann.


    Wenn die dann noch gegensätzlich sind, verwirrt das nur noch mehr.

    mnef

    Ich gehe die Probleme gerade NICHT aus der Perspektive an, wie es normalerweise Leute tun, sondern sehr niederschwellig.


    Es ist viel zu viel verlangt, Yuna solle ihren eigenen Weg finden.


    Dafür muss sie erstmal Hindernisse wegräumen. Dann erst kann sie anfangen, ihren eigenen Weg zu suchen.


    Meine Wiederholungen sind auch kein Vorwurf, sondern sollen den Fokus auf das eigentliche Problem lenken.


    Die ausschweifende Beantwortung der Fragen/Zweifel füttert nur das Gedankenkarussell.


    Das sieht man doch an Yunas Beiträgen. Sie greift die Antworten auf und deutet sie für ihre Zwecke um.

    Zitat

    Meine Wiederholungen sind auch kein Vorwurf

    Dass sie das nicht sind weiß ich und glaub ich dir. Yuna sicherlich auch, so rein vom Kopf her. Kann mir trotzdem vorstellen, dass es wie eine ziemliche Klatsche wirkt, wenn man sich einloggt und dann regelmäßig von mehreren Usern so geballt eine Auflistung der eigenen 'Fehler' vor der Nase hat. Manche Menschen reagieren darauf mit "Stimmt, ich änder das jetzt"-Antrieb, manche flüchten sich nur noch mehr in ihre Problemwelten.

    Zitat

    Sie greift die Antworten auf und deutet sie für ihre Zwecke um.

    z.B.?

    Zitat

    Yuna soll ihre Gedanken als Bedürfnis wahrnehmen. Das halte ich für einen großen Fehler. Sie fühlt einfach immer Überforderung, WEIL diese Gedanken/Zweifel so erdrückend sind.

    Ralf Bihlmaier hat schon einige eigene Ansätze, die über die Bedürfnisse gehen. Aber wenn das bereits bekannt ist, was er schreibt, umso besser.


    Es ist doch ein Bedürfnis, mit dem Leben zurechtkommen zu wollen und nicht in alten Programmierungen rumzulaufen. Und der Ansatz, der aus einem selbst kommt, der dann dabei hilft, die Wahrnehmung zu verschieben oder sich alte Glaubenssätze anzusehen und zu verändern, gehen alle aus einem Bedürfnis hervor, denn mit dem Alten kommt man nicht zurecht und es macht einen unglücklich.


    Ich habe nicht dich im speziellen gemeint, Hanca. Dafür hast du nicht genug geschrieben, als dass ich mir hier ein Urteil erlauben kann. Es ist schön, wenn du da umfassender an die Sache ran gehst. Ich habe aber auch andere kennengelernt, die als Seminarleiter ect. etwas haben vermitteln wollen, was dann eher alleine auf positivem Denken und vor allem auf dem Loswerden von Glaubenssätzen aufgebaut hat, also eher reine Kopfarbeit, was die Gefühle vollkommen außen vorgelassen hat. Da war dann kaum Verständnis, was die Lebenslagen der jeweiligen Menschen angeht.


    Ich denke, wir liegen nicht so weit auseinander. Aber unsere Erfahrungen sind unterschiedlich. Schön, wenn bei dir etwas besser geklappt hat. :-) Ich kenne aber auch die anderen, die an gewissen Seminarleitern gescheitert sind und das sind nicht wenige.

    mnef du hast eine sehr eigene Interpretationsweise. Damit triffst du ziemlich daneben.

    Zitat

    Kann mir trotzdem vorstellen, dass es wie eine ziemliche Klatsche wirkt, wenn man sich einloggt und dann regelmäßig von mehreren Usern so geballt eine Auflistung der eigenen 'Fehler' vor der Nase hat.

    Ich liste keine Fehler auf, sondern versuche von den hausgemachten Problemen wegzulenken und auf das EINE eigentliche Problem hinzuweisen. Über die selbstgemachten Probleme kann man jahrelang diskutieren.


    Die werden nie weniger.

    Zitat

    Yuna hat ihr eigenes Tempo, auch wenn einige User irgendwann ungeduldig werden und am liebsten (warum?) den Faden und seine Dynamik abwürgen wollen.

    Vor 3 Jahren hast du sinngemäß das gleiche wie ich geschrieben:

    Zitat

    mnef


    So langsam habe ich den Eindruck, dass dir dieser Faden nicht auf deinem Weg in die Selbststaendigkeit hilft, sondern dich davon abhaelt. Seit Tagen wird nun ernsthaft ueber Kontomodelle gesprochen. 1,2 kleine Fragen sind ja ok, aber das nimmt hier Dimensionen an.... Dass du dich wegen so einem Kleinkram ewig beratschlagen willst ist nur eine andere Form des Kind-seins: Jetzt machen es zwar nicht mehr alles Mama und Papa, dafuer werden jetzt Forenleute hergenommen. Gleichzeitig bin ich mir nicht sicher ob du diese Kontosache nicht auch ein Stueck weit vorschiebst. Z.B um dich ausgelastet zu fuehlen, dir sagen zu koennen, dass du sooo viel tun musst, um wichtigere Dinge zu verzoegern oder um einfach nur Gespraechsstoff zu haben. ":/

    Zitat

    mnef


    Wenn// Yuna nicht aus ihrer Haut kann, dann hilft wohl wirklich nur indirekter Zwang. D.h. nicht auf solche Nebenschauplätze seitenlang eingehen. Einmal was zum Thema Konto sagen und dann gut sein lassen. Nein ich will hier niemandem das Schreiben verbieten-


    aber wer Yuna hier helfen will, sollte mMn auch sehen, dass Hilfe nicht automatisch bedeutet, auf alles intensiv einzugehen.

    http://www.med1.de/Forum/Beruf.Alltag.Umwelt/683886/?p=3#p21279020


    Damals hast du das eigentliche Problem ganz gut erkannt. Heute unterstellst du mir, ich wäre ungeduldig, wenn ich das genauso sehe. Das ist Unsinn.


    Es sind mittlerweile 3 Jahre vergangen, in denen das eigentliche Problem unverändert ist.


    Die ganzen Nebenschauplätze (wie du sie genannt hast) gibt es jetzt immer noch. Sie haben nur ein neues Gesicht bekommen.


    Yuna hat das alles irgendwann in ihrem Tempo auf die Reihe bekommen.


    Aber sie ist nach wie vor unglücklich und überfordert. Sie hat sich neue Probleme gesucht.


    Darum weise ich immer wieder auf das eigentliche Problem hin. Alles andere ist keine Hilfe.


    Natürlich gehe ich auch manchmal auf die Nebenschauplätze ein. Aber immer mit dem Hinweis, woher die kommen.

    Caramala 3

    Zitat
    Zitat

    Yuna soll ihre Gedanken als Bedürfnis wahrnehmen. Das halte ich für einen großen Fehler. Sie fühlt einfach immer Überforderung, WEIL diese Gedanken/Zweifel so erdrückend sind.

    Es ist doch ein Bedürfnis, mit dem Leben zurechtkommen zu wollen und nicht in alten Programmierungen rumzulaufen. Und der Ansatz, der aus einem selbst kommt, der dann dabei hilft, die Wahrnehmung zu verschieben oder sich alte Glaubenssätze anzusehen und zu verändern, gehen alle aus einem Bedürfnis hervor, denn mit dem Alten kommt man nicht zurecht und es macht einen unglücklich.

    Das genau ist noch nicht Yunas Bedürfnis - nach meiner Ansicht.


    Davor müßte die Erkenntnis stehen, dass sie alte Programmierungen hat.


    Yuna steht an dem Punkt, dass sie sich sagt "ich bin eben so", "ich bin ein rationaler Mensch, ich denke viel nach".


    Sie hat nicht das Bedürfnis, etwas konstruktiv zu verändern, sondern sie möchte sich am liebsten im Bett verkriechen und sich alles vom Hals halten (verständlicherweise).


    Du hast ihr vor 3 Jahren schon das gleiche geschrieben:

    Zitat

    Schaue auf deine Bedürfnisse, dann wird auch alles andere besser funktionieren.

    http://www.med1.de/Forum/Beruf.Alltag.Umwelt/683886/#p21114315


    (Ich hoffe, das klappt mal mit dem Verlinken.)


    Yuna kann damit nichts anfangen.


    Meine Tipps sind viel niederschwelliger.


    Ich vermittle auch kein positives Denken und kein Loswerden von Glaubenssätzen.


    (Das wäre die Sache eines Therapeuten.)


    Ich versuche Yuna erstmal dahin zu bringen, dass sie ihre Denkmuster (das Kreisen im Kopf) als etwas Eigenständiges wahrnimmt. Etwas, das man anhalten und betrachten kann.


    Ich möchte ihr erklären, dass wir von unserem Umfeld von Kindesbeinen an programmiert werden.


    Wir empfinden das als unsere Gedanken, aber sie sind meistens von außen eingebracht worden.


    Darum müssen wir sie kritisch auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüfen.

    Zitat

    Da war dann kaum Verständnis, was die Lebenslagen der jeweiligen Menschen angeht.

    Vergleiche mich bitte nicht mit irgendwelchen Seminarleitern.


    Ich bin weder Lebenscoach noch Therapeutin. Aber ich habe beruflich mit Menschen zu tun, die ähnliche Probleme wie Yuna haben.


    Darum habe ich sehr viel Verständnis - im Sinne von Verstehen und Nachempfinden.

    Da Hanca mir per PN ein gutes Beispiel genannt hat, was ihre Sicht deutlicher gemacht hat, denke ich, dass wir uns da jetzt einigen konnten. Ich habe ihren Ansatz teilweise anders interpretiert, wie er gemeint gewesen ist.


    Ich bin davon ausgegangen, dass Yuna ihr Denken bereits als fehlerhaft erkannt hat und dass sie daraufhin auch etwas hat verändern wollen.


    Hanca, hat festgestellt, dass sie das fehlerhafte Denken, noch gar nicht für sich erkannt hat.


    Dann hoffe ich, das Yuna, dass für sich jetzt auch erkennen kann und dass sie dann entsprechend für sich erst einmal nur Erfahrungen sammeln wird und dass sie, ich denke, da sind wir uns wiederum einig, dass sie dann erst viel später das einzuordnen versucht.

    Zitat

    Ganz ehrlich, mnef?


    Das ist in so gut wie allen Antworten von Yuna erkennbar!

    Wäre die Frage an Hanca (!) nicht ehrlich gewesen, hätte ich sie nicht gestellt oder überdeutlich als rhetorische Frage gekennzeichnet.




    **Hanca

    Zitat

    mnef** du hast eine sehr eigene Interpretationsweise. Damit triffst du ziemlich daneben.

    Nochmal: Das ist nicht meine feststehende Interpretation, ich will lediglich zu bedenken geben, wie es bei Yuna ankommen kann. Auch wenn das ggf. falsch ankommt, ist es erstmal so und das darf man auch berücksichtigen.


    Ansonsten finde ich es jetzt etwas abstrus, dass du dazu übergehst 3 Jahre alte Beiträge rauszukramen, denn um mich geht es hier nicht. Aber ja, ich habe erkannt, dass meine Beiträge vor 3 Jahren nicht "falsch" waren, genauso wenig wie ich deine aktuellen mit ähnlichem Tenor "falsch" finde - ich halte diese Herangehensweise aber nicht mehr für so hilfreich wie vor 3 Jahren. Man lernt ja nie aus.

    Zitat

    Hanca, hat festgestellt, dass sie das fehlerhafte Denken, noch gar nicht für sich erkannt hat.

    Es ist womöglich noch nicht 100% in Fleisch und Blut übergegangen, aber Yuna ist sich des "fehlerhaften Denkens" bzw. der Möglichkeit, dass das das Problem ist, ziemlich bewusst. Das geht doch aus sämtlichen Rund-PNs hevor. Aber man kann sich natürlich als Beispiele auch wieder die Sätze rauspicken, die anderes "belegen"...

    Zitat

    Den Beitrag von Mehno versteh ich nicht. Aber bevor ich ihn verstehe und er mir Angst macht, ist mir Unverständnis lieber.


    Ich versuche also wohl, durch Denken ein Problem zu lösen bzw. eine Antwort auf etwas zu finden, wo denken nicht hilft, sondern leben. Da ich aber so ein rationaler Mensch bin bzw. so dermaßen nachdenklich, ist Denken natürlich meine bevorzugte Problemlösung und nicht "ausprobieren". Was mir wieder Angst macht, weil ich das Gefühl habe, dass ich ohne Anleitung da stehe und aber sicher sein will, nichts falsch machen will usw.


    Oder so. Hmpf. Ich glaube, ich wiederhole mich. :-/

    Liebe Yuna, welchen Teil meines Beitrages meintest Du? Egal, ist auch gerade nicht wichtig, denn ich denke, Deine obige Aussage charakterisiert Dein Problem sehr gut. Ich bin der Auffassung, Du hast Angst, etwas falsch zu machen und möchtest immer alles 100% richtig machen. So zusagen Perfektionismus. Aber perfekt geht nicht. In der Mathematik mag es eindeutige Lösungen geben, im echten Leben nicht.


    Und so bin ich der Meinung, du solltest einen Weg finden, weniger zu denken und mehr auszuprobieren. Die Angst, die Du dabei spürst ist nur ein Gefühl, dass Du in solchen Fällen ignorieren solltest.

    Zitat

    Es ist womöglich noch nicht 100% in Fleisch und Blut übergegangen, aber Yuna ist sich des "fehlerhaften Denkens" bzw. der Möglichkeit, dass das das Problem ist, ziemlich bewusst.

    mnef


    Dazu erkläre ich mal etwas.


    Es gibt das Bewusstsein (der bewusste Verstand) und das Unterbewusstsein (das denkt ohne unseren Einfluss und steuert viele Abläufe unbewusst).


    Dann gibt es noch irgendwo im Unbewussten das Überbewusstsein (das wahre ICH).


    Ein Beispiel:


    Wenn wir das Autofahren lernen, machen wir das zuerst mit dem Bewusstsein und später läuft das unbewusst. Wir müssen nicht mehr über das Kuppeln und Schalten nachdenken. Das Gehirn hat die Abläufe ins Unterbewusstsein verschoben.


    Das Unterbewusstsein gleicht jede Situation erstmal mit Erfahrungen ab und schickt dazu die passenden Gedanken oder Abläufe ins bewusste Gehirn. (Das sind verschiedene Bereiche im Gehirn.)


    Es denkt unendlich schneller als der Verstand, das ist oft von Vorteil.


    Der Nachteil: Es kann nicht eigenständig neues denken, es ist immer auf Erinnerungen angewiesen.


    Es kann auch nicht zwischen richtig und falsch sortieren.


    Die meisten Menschen sortieren falsche Gedanken aus, weil sie gemerkt haben, dass diese nicht in ihr Leben passen. Sie überschreiben unbrauchbare Gedankenmuster und bilden neue Verknüpfungen im Gehirn.


    Aus der Forschung:

    Zitat

    Über 99 % läuft unbewusst,


    "Die Macht des Unbewussten ist gewaltig", sagt Roth. Er schätzt, dass uns nur 0,1 Prozent dessen, was das Gehirn gerade tut, bewusst wird. Den Rest verarbeitet das Gehirn unbewusst. Wir sind die Letzten, die erfahren, was unser Gehirn vorhat und wie es uns beeinflusst.

    https://www.welt.de/wissenschaft/article3411612/Die-heimliche-Macht-des-Unbewussten.html


    Yuna benutzt wie jeder andere Mensch ihren bewussten Verstand, z. B. zum Lernen.


    Wenn sie mit dem Teil denkt, dann sind ihr auch ihre Probleme klar.


    Aber überwiegend "denkt" bei Yuna das Unterbewusstsein.


    Sie hat das nie entrümpelt, wie man das eigentlich macht beim Erwachsenwerden und sie hat wenig Selbstwertgefühl mitbekommen.


    Die uralten Denkmuster sind derart stark geworden, dass sie regelrecht ein Eigenleben bekommen haben.


    Das zwanghafte Denken und Grübeln ist wie eine Sucht geworden.


    Aus der Neurowissenschaft:

    Zitat

    Jede Reaktion zieht eine synaptische Verschaltung der betreffenden Neurone nach sich. Mit jeder Wiederholung der Reaktion wird diese neuronale Verschaltung stärker gebahnt; schließlich wird aus dem Trampelpfad an Nervenzellen eine neuronale Autobahn.

    http://www.nlp.de/presse/deutschland/ms-0306b.shtml


    Das kann man offenbar sogar messen, wie stark die neuronalen Verschaltungen sind.


    Sie sind umso stärker, je mehr Gefühle damit verknüpft wurden.


    Beim Denken dieser Muster tritt auch immer das Gefühl zutage, welches damit verknüpft ist. Darum geht es Yuna immer schlecht beim Grübeln.


    Das bedeutet:

    Zitat

    Eine Neubahnung kann nur begründet werden, wenn der am Ende stehende Zustand intensiver ist als der alte Outcome. Denn eine hohe Intensität im Erleben bedeutet eine hohe Ausschüttung von Botenstoffen und eine quantitativ hohe Beteiligung von Neuronen. Auf diese Weise entsteht eine starke neue neuronale Bahnung, eine neue Autobahn, die bald breiter ist als die alte.

    Yuna kann noch keine neue Bahn entwickeln.


    Erstmal muss sie erkennen, dass ihre Gedankenautobahn entstanden ist, weil sie ihr zu viele Gedanken gewidmet hat. Sie hat die immer breiter werden lassen.


    Jedes Eingehen auf ihre Zweifel macht die Autobahn noch breiter.


    Darum muss sie dieses gewohnte Grübeln möglichst oft zum Schweigen bringen, damit die Autobahn zuwuchern kann.


    Nach meiner Erfahrung gewinnt man damit einen Abstand. Dann erst kann man wirklich erkennen, dass man fehlerhaft gedacht hat. Man muss sich den Gedankenschmodder mal von außen betrachten.


    Hier kann auch ein Therapeut beim Erkennen des Ursprungs helfen und neue positive Denkmuster mit aufbauen.

    Joa, kann man so sehen, auch wenn ich von NLP ??auch wenn die NLPler sich natürlich immer wahnsinnig wissenschaftlich finden?? erstmal kein Freund bin. Preisfrage: Und wie setzt Yuna die ganzen "Du musst..."'s in der Praxis nun um?

    mnef


    Joa man kann auch wieder Zweifel streuen.


    Die Neurowissenschaft hat erst in letzter Zeit herausgefunden, wie das Gehirn funktioniert und bestätigt die Wirkungsweise von NLP.


    Die NLP-Leute haben dieses Wissen aber nicht als erstes gefunden.


    Ich kannte das schon, bevor der Begriff NLP geprägt wurde.


    Außerdem habe ich hier nicht das NLP in den Vordergrund gestellt, sondern nur einen Bericht verlinkt.


    Ich selbst halte das NLP gar nicht für das Nonplusultra.

    Zitat

    Und wie setzt Yuna die ganzen "Du musst..."'s in der Praxis nun um?

    Das steht doch in meinem Beitrag. Das habe ich Yuna auch schon öfter über PN geschrieben.

    @ mnef

    Zitat

    Und wie setzt Yuna die ganzen "Du musst..."'s in der Praxis nun um?

    Nur weil es darauf keine schnelle und einfache und eindeutige Antwort gibt, sollte sie es aber wenigstens versuchen. Zumindest begreifen wo die Ursache für all ihr Ungemach liegt. Und ja, Yuna weiß das sie zu viel denkt und zu viel falsches denkt. Das sagt sie ja auch selber. Sie muss aber auch den Grund und die Auslöser begreifen um nachhaltig etwas zu verbessern.


    Sicher geht Yuna ihren Weg. Aber sie fährt ständig mit angezogener Handbremse. Nun könnte man sagen... ja, damit kommt sie auch irgendwie ans Ziel, mit viel Qualm und Gestank und kaputten Bremsen. Wie befreiend und viel "normaler" wäre es dagegen die Handbreme zu lösen? Was für neue, noch unbekannte Ziele könnte sie dann ansteuern und käme sie dann nicht auch viel entspannter an? Sie kann die Bremse sicher nicht sofort komplett lösen. Aber ein bis zwei Rasten müssen zumutbar sein.


    Die Alternative wäre weiter im Strudel ihrer Gedankenwelt unterzugehen.


    Yuna steigert sich deutlich sichtbar immer weiter hinein in ihre Zweifel, die von jedem neuen Beitrag und jedem neuen Gedanken genährt werden, auch wenn das gar nicht beabsichttigt ist. Da muss sie aus eigener Motivation heraus finden. Alles von Außen kommende ist nur zusätzlicher Druck. Ich schreibe manchmal auch recht vorwurfsvoll. Weil ich sie mit sich selber konfrontieren und einen Weg zu ihrem wahren Ich finden möchte. Damit Yuna vielleicht ein ganz kleines Licht am Ende des langen und dunklen Tunnels erahnen kann. Ein Ziel auf hinzuarbeiten sich lohnt. Nicht weil andere das wollen, sondern weil sie das selber will.