Yuna, wir kennen uns zwar nicht persönlich, aber ich lese und kommentiere ja schon länger in deinen Threads. Ich weiß nicht, ob dieser Mann der Richtige für dich ist - wie auch? - aber ich wünsche mir so sehr für dich, dass du endlich glücklich wirst. Du hast es verdient.

    Ich fühle mich sehr erschöpft. Und das vor der Prüfung, herje...


    Kann man erschöpft vom Nachdenken sein? Gibt es das? Ich glaub, ich werde irre. Toll. Heute ist es ganz gut, weil ich fühle mich so leer. Als hätte ich gar keine Kraft fürs Grübeln, weil ich zu viel Energie darauf verwendet habe. Mh... Andererseits denk ich mir, ich hab auch gerade keine Zeit für all das, ich muss lernen. ... Geht ganz gut, wobei ich mich zwischendurch so kraftlos fühle, dass ich erst mal schlafen gehe. Bisher lag ich auch mehr im Bett... Ich glaube, das ist nicht so gut.


    Aber dieses "Nichts" ist mir lieber als diese heftige Nachdenkerei. :l Jetzt habe ich iwie schon Angst vor meinen eigenen Gedanken. Krass. Frag mich gerade, wann das wieder umschlägt und ich wieder panisch und ängstlich werde. ...


    Herje. Das macht mir Sorgen. :-(


    Ich raff mich gleich mal wieder auf...

    Zitat

    Kann man erschöpft vom Nachdenken sein? Gibt es das?

    Du? Ja, auf jeden Fall!

    Zitat

    Ich glaub, ich werde irre.

    Kein Kommentar. ]:D

    Zitat

    Das macht mir Sorgen.

    Nicht nur dir.


    Du hast Angst. Und fängst an über Gott und die Welt zu grübeln. Und davor hast du dann auch wieder Angst. :-) Das ist nicht gesund...


    Aber das weißt du hoffentlich selber. :)_ Du hast Sorgen, weil du immer alles zerdenken musst. Du hast Sorgen wenn du mal nichts denkst. Nur Ängste, Sorgen, Panik... Ich würde mir wünschen das du den Weg einschlägt zu einem Leben das mehr geprägt ist von Zufriedenheit und Unbeschwertheit, in dem du nicht wegen jedem kleinsten Furz panisch wirst. Das würde ich gerne sehen. Aber dazu braucht du Hilfe, dass hat sich hier schon lange herausgestellt.

    Zitat

    Bisher lag ich auch mehr im Bett.

    Hmm, durch zu viel rumgammeln kann man noch müder werden. Das deutet dann auf Depression hin. Das Stichwort "Prokrastination" (cooles Wort - habe ich erst hier gelernt) spielt sicher auch eine Rolle. Ursache könnte eine falsche Lernstrategie sein, die dir nicht das Gefühl vermittelt Wissen hinzuzugewinnen.


    Ich kenne das auch von mir. Man versucht sich unbewusst abzulenken von wichtigen Aufgaben. Plötzlich rücken Dinge in den Fokus die völlig belanglos und unwichtig sind, nur um sich nicht mit der eigentlichen Aufgabe beschäftigen zu müssen. Man findet auch problemlos Ausreden wie "müde" usw. Manchmal sitze ich tatenlos herum und habe ein schlechtes Gewissen, weil ich genau weiß was ich noch zu tun habe, statt diese Dinge in der selben Zeit einfach zu erledigen. Da hilft nur ein virtueller Tritt in den eigenen Arsch: "Jetzt machst du das einfach!" Letztlich wird alles erledigt, aber manchmal ist es ein ziemlicher und unnötiger Kampf mit mir selber.

    Zitat

    Kann man erschöpft vom Nachdenken sein? Gibt es das?

    Yuna, was für eine Frage.


    Das merkst du doch seit Jahren, wie dich Sorgen und Zweifel runterziehen, wie es dir schlecht geht.


    Nachdenken allein erschöpft nicht.


    Aber sinnloses Nachdenken, welches von Sorgen und Zweifeln durchzogen ist, kann sogar krank machen.

    Naja, wenn sie vorher zuwenig geschlafen hat, dann ist schlafen und lernen ja nicht schlecht. Und denken ist ja auch nicht schlecht, wenn man Erfahrungen gesammelt hat und diese dann zusammen fügen kann, um sich zu verstehen. Wobei bei Yuna noch einige Erfahrungen fehlen. :)z

    Ja aber jetzt denk ich mir:


    Bin ich gerade so ruhig, weil ich realisiert habe, dass ich nicht verliebt bin?


    Bin ich so ruhig, weil ich so erschöpft bin von allem und gerade keine Lust habe mir übermäßig Gedanken zu machen?


    Bin ich so ruhig, weil mein Gehirn begriffen hat, dass andere Dinge gerade wichtiger sind und Grübeln nix bringt?


    Oder oder oder....


    Das Erste gefällt mir nicht. Wenn ich mich da zu sehr reinsteiger, weine ich wieder. Dann kommt wieder der Gedanke, dass ich es nicht verdient habe, glücklich zu sein. ...


    Vielleicht sollte ich wieder schlafen gehen, so als Realitätsflucht. :-(

    Merkst du nicht, wie der Denker wieder die Macht übernimmt?


    Genau das ist doch deine Störung. Du gibst dich dieser Störung wieder hin, wenn du das nicht abbrichst.

    Yuna, du drehst dich im Kreis! Merkst du wirklich nicht das dein ständiges Nachdenken das Problem ist und eben nicht das worüber du nachdenkst? Statt die Zeit zielorientiert zum entspannen und lernen zu nutzen, macht du was? Nachdenken warum du gerade nicht nachdenkst?! Da kann ich mir nur an den Kopf fassen. Es hilft auch nichts jetzt wieder tatenlos zu bleiben und ins Bett zu gehen. Ehrlich Yuna, du musst dir dringend Hilfe suchen, so kann das nicht weiter gehen. Dieses Problem lähmt dich doch komplett. Und du steigerst dich immer mehr hinein. Solange, bis du dein Leben gar nicht mehr objektiv bewerten kannst, bis du dich gar nicht mehr bewegst. Aus diesem Hamsterrad musst du dringend raus. Dir zuliebe und deinem Freund zuliebe. Das ist so doch kein Leben mehr.

    Ich steiger mich doch da gerade gar nicht rein. Das waren eben "normale" Gedanken, nichts, wo ich jetzt wieder minuten- oder stundenlang drüber nachgedacht habe.


    Ich hatte diese Woche auch so ein besonderes Erlebnis, was mich im Nachhinein schon schockiert hat. Da saß ich da wirklich stundenlang und war am Grübeln bzw. so in meinen Gedanken gefangen, habe aber nicht richtig mitbekommen, was meine Mitschüler so machten. Die hatten alle ihren Spaß und waren am reden und ich war gedanklich ganz woanders und habe mir Sorgen gemacht. ... Das war so rückblickend betrachtet schon gruselig. ...


    Ich kann trotzdem nicht alles auf einmal. Erst muss ich iwie diese Prüfung überstehen. Danach dann der Rest. ...


    Ich weiß trotzdem nicht: Soll ich (erst) bei nem Psychiater anrufen? Brauch man da Medikamente? (Fühl mich schon wieder irre) Geht das auch ohne? Oder soll ich den weglassen und die Therapeuten anrufen? Und was mach ich, wenn ich alle durch habe, aber mich niemand auf die Warteliste gesetzt hat, weil zu viel Andrang? Dann steh ich da hilflos und verlassen.


    Jaja ich weiß: Das ist nicht Teil der Prüfung.

    Bring erstmal die Prüfung hinter dich und dann kümmere dich um Therapeuten und Psychiater.


    Ob man Antidepressiva braucht oder nicht, ist bei jedem verschieden. Ich war ohne Medikamente damals nicht therapiefähig.


    Aber erstmal ist deine Prüfung wichtig!

    Yuna, du prokrastinierst. Du schiebst den Gedanken an die Prüfungen vor dir her. Andere fangen dann an, ihre Wohnung mehr zu putzen als in den letzten 5 Jahren ;-D - du über irgendwelche Beziehungsfragen oder Therapie nachzudenken. Du lebst jetzt schon Jahre so ohne Therapie, ein paar Wochen mehr oder weniger sind da rational gesehen auch nicht mehr wichtig. Das Thema Psychiatersuche, Therapie, Medikamente etc. würde ich jetzt erstmal streichen, komplett. Darum kannst du dich kümmern, wenn die Prüfungen erledigt sind. Ich bin mir nach wie vor sicher, dass du die schon irgendwie hinbekommen wirst. Nur das "Wie", das machst du dir schwerer als nötig.

    Das stammt jetzt aus PNs, ich schreibe mal auf, was ich (nicht Yuna) geschrieben habe:


    Klar kann man sich wünschen, neben jemandem im Bett zu liegen, ohne richtig verliebt zu sein.


    Klar kann man sich eine Umarmung von jemandem wünschen, ohne in denjenigen verliebt zu sein.


    Aber das wird dir jetzt nur wieder Angst machen, dass es nicht nur so sein kann, sondern auch so ist.


    Heißt: alles offen.