Hier gehts ja her. Auch ohne mich. Dann heißt es immer, meine Threads seien so lang. Auf den letzten Seiten steht kaum was von mir. ...


    Wenn das keine "Zwangsgedanken" sind, was denn dann? Die Wahrheit? Und mir fällt es nur schwer, sie zu akzeptieren? Bin ich verliebt in die Vorstellung, mit ihm eine Beziehung zu haben, weil dann alles so toll wäre, aber es ist halt nicht unsere Bestimmung?


    DAS würde auch zu meinem Leben passen. Welch Tragik.

    Wie kommst du denn mit der Suche nach Therapeuten voran, Yuna?


    Ich denke, die Hilfsmöglichkeiten des Forums haben sich für dich momentan wahrscheinlich erschöpft. Ein Therapeut oder eine Therapeutin, also jemand, dem du real gegenübersitzt und auch ein Vertrauensverhältnis aufbauen kannst, kann dir bestimmt besser weiterhelfen.


    Wolltest du nicht Montag bei einer Therapeutin anrufen? Bist du da durchgekommen?

    Dorfnixe und Schnecke ich habe keine Diagnose gestellt.


    Ich habe Yuna schon sehr oft geraten, einen Fachmann aufzusuchen.


    Das geht bei Yuna halt nicht so schnell.


    Der offensichtliche Zwang, sich Sorgen zu machen, ist ja wohl noch keine Diagnose.


    Es ist ein Symptom.

    Zitat

    Gedankenstopp ist bei Zwangsgedanken ausdrücklich kontraindiziert.

    Wäre er denn bei Zwangsgedanken überhaupt möglich oder einfach nur unnütz?


    Aber das sind die Dinge, wegen der ich Anleitungen per PN sehr kritisch sehe.


    Nun haben wir hier zwei "Personen vom Fach", die komplett unterschiedliche Dinge sagen. Aber immerhin gibt es die Möglichkeit, gegenseitig korrigierend einzugreifen. Was ausschließlich per PN fließt wird Yuna unter'm Radar vorgesetzt, ohne dass sie oder eben Leute, die sich auch oder sogar besser auskennen, beurteilen können, ob das sinnvoll oder evtl. kontraproduktiv ist.

    Natürlich hast du eine Diagnose gestellt, Zwangsgedanken sind kein reines Symptom. Als Fachfrau müsstest du das eigentlich wissen...

    mnef


    Das zwanghafte Grübeln und sich Sorgen machen ist erstmal ein Symptom.


    Es können verschiedene Störungen oder Krankheiten dafür verantwortlich sein.


    Im Übrigen habe ich schon mal geschrieben, dass ich keine Ärztin, Psychologin oder Therapeutin bin.


    Die Alltagsbegleitung solcher Menschen ist mein Beruf. Wenn ich privat in einem Forum Tipps gebe, kann ich diese auch einschätzen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsstörung


    Klassifikation nach ICD-10


    F42 Zwangsstörung


    F42.0 vorwiegend Zwangsgedanken oder Grübelzwang


    F42.1 vorwiegend Zwangshandlungen (Zwangsrituale)


    F42.2 Zwangsgedanken und -handlungen, gemischt


    Damit hattest du dich diagnostisch festgelegt, als du sicher von Zwangsgedanken sprachst. Eventuell meintest du etwas anderes.

    Zitat

    Damit hattest du dich diagnostisch festgelegt, als du sicher von Zwangsgedanken sprachst. Eventuell meintest du etwas anderes.

    mnef


    Unterlass doch bitte diesen Unsinn.


    Ich habe mich nicht festgelegt, wie man Yunas Probleme nun einordnen könnte.


    Ich habe das über die ganzen Seiten umschrieben mit "zwanghaftem Sorgen machen, Grübeln, Gedankenkarussell" usw.


    Das ist eine Beschreibung der Probleme, aber keine Diagnose.


    Lediglich als ich aus dem Blog zitiert habe, habe ich das Wort "Zwangsgedanken" aus dem Blog verwendet.


    Auf Yunas Wunsch hin bin ich auf den Blog eingegangen. Aber ich weiß, dass ihre Probleme auch andere Bereiche betreffen und nicht nur die Beziehung.


    Du kannst gerne meine Beiträge nachlesen und mir zeigen, wo und wann ich eine Diagnose gestellt habe:


    http://www.med1.de/Forum/Beziehungen/747999/Nutzer/h97nf/


    Das dürfte schwierig werden, da wirst du nämlich nichts finden.


    So und jetzt reicht es mir.


    Wer mir etwas schreiben möchte, kann das über PN machen.

    "Ich habe das über die ganzen Seiten umschrieben" - Nein, hast du nicht:

    Zitat

    Du kannst deine Zwangsgedanken noch nicht als solche sehen, sondern glaubst immer noch, dass sie doch die Realität sein müssen, weil sie immer wieder kommen.


    Hanca

    Und selbst bei leisen Zweifeln, ob das wirklich Zwangsgedanken sind, antwortest du überzeugt, dass es so ist:

    -


    "Zwangsgedanken" ist eine Diagnose. Sei doch einfach etwas zurückhaltender mit deinen Schlussfolgerungen, was genau Yuna hat, und alles ist gut.

    Ich glaube das ihre ständige Grübelei nur Symptom, aber nicht Ursache ist. Über mögliche Ursachen kann man hier nur spekulieren, denn wir kennen Yuna nicht persönlich und kennen ihre Vergangenheit nur bruchstückhaft.




    - Yuna ist jemand der gerne und immer auf Nummer Sicher gehen will. Immer bereits im Vorfeld alle möglichen Szenarien kennen will. Immer bereits im Vorraus wissen will wie etwas geht und warum es so geht. Sie hat Angst vor Veränderungen, Angst vor Unbekanntem und sie traut sich oft nicht über ihren Schatten zu springen. Manchmal erscheint sie sogar ein wenig naiv.


    - Yuna ist auch jemand der wenig Selbstvertrauen hat. Das führt dazu das sie anderen Menschen auch nur eingeschränkt vertraut. Gleichzeitig führt das dazu das sie sich ständig mit anderen vergleicht und ihre Situation mit der Schilderung anderer abgleichen möchte. Auch weil ihr eigene Erfahrungen fehlen. Da jeder irgendwie anders ist, überfordert sie dies natürlich. Kaum poppt irgendwo ein neuer Gedanke auf, wird dieser gleich in ihre Überlegungen mit einbezogen. Leider hat sie keine Grundlage von der aus sie diese Informationen bewerten kann. Alles scheint erstmal möglich und wahrscheinlich.


    - Yuna ist jemand der sehr rational denkt. Sie glaubt und hoffe das man auch seine innere Gefühlswelt rational erfassen können muss. Das kann aber nicht funktionieren. Sie hat auch romantisch verklärte Vorstellungen vom Leben, denen die oft triste Realität nicht standhalten kann.


    - Yuna sieht oft nur das schlechte, schlimme und schlimmste. Beinahe hat man das Gefühl sie hätte Angst vor Glück und Zufriedenheit. Es gab und gibt so viele Baustellen in ihrem Leben, dass ich glaube das sie so etwas wie Glück gar nicht wirklich kennt. Pech, Unglück und ihr ständiger Spruch das etwas dann eben nicht sein soll, ist ihr vermutlich so sehr in Fleisch und Blut übergegangen das sie diesen Zustand als ihren Normalzustand ansieht.


    - Yuna hat Angst vor Glück. Nicht weil die sich nicht gut fühlen will, sondern weil bisher sehr oft bis fast immer auf Glück ein tiefer Fall folgte. Deshalb sieht sie auch in positiven Dingen immer nur das Schlechte das darauf folgen könnte. Deshalb sucht sie das Haar in jeder Suppe.


    - Yuna strebt nach Perfektion. Sie weiß natürlich das weder sie noch andere jemals perfekt sind. Wenn etwas aber nicht perfekt ist, sich nicht sofort von allen Seiten beleuchten lässt, befürchtet sie das sie den großen Haken nur übersehen hat. Deshalb schafft sie es nicht etwas einfach als gegeben anzunehmen. Sie müsste sich mit ihren Urteilen viel mehr Zeit lassen.


    - Yuna ist jemand der zu schnell aufgibt. Zu schnell werden absolute Schlüsse gezogen. Zu sehr in schwarz und weiß gedacht und die breite Grauzone dazwischen einfach übersehen. Zu schnell gedacht "Es soll halt nicht so sein."




    Yuna stellt sich unentwegt Fragen. Darf ich...? Ist es richtig das...? Fühlen andere...? Ist... normal? Irgendwie fehlt ihr das Gefühl dafür selber einzuschätzen ob etwas richtig oder falsch ist. Aktuell hat sie Angst erst nach einer Trennung zu begreifen das die Beziehung doch gut war. Antworten auf diese Fragen helfen ihr nur teilweise, weil immer kommt ein aber... Das geht so weit das sie selbst Offensichtlichkeiten stets kritisch bzw. negativ hinterfragt. Hanca hat es kürzlich mal erwähnt. Einmal hat Yuna eine wunderschöne Liebeserklärung geschrieben per PN. Diese war verpackt und versteckt in einem Schwall von kritischen Anmerkungen. Sie selber hatte das gar nicht wahrgenommen und vermutlich gar nicht beabsichtigt.


    Aus Angst und Unsicherheit, die extreme Ausmaße angenommen hat, bleibt sie lieber in ihrem Schneckenhaus. Dieses ist zwar nicht schön eingerichtet, ihr dafür aber wohlbekannt. Sie hat in der Vergangenheit schon viel geschafft und auch ihre Beziehung hat einen Punkt erreicht den sie selber am Anfang sicher nicht für möglich hielt. Ich finde das großartig! Jetzt droht ihre Last aber zu schwer zu werden. Deshalb haben viele aktuell den Eindruck das es immer schlimmer wird.


    Ich halte es für einen Fehler konkrete Diagnosen zu nennen. Ich glaube weder das Yuna asexuell ist, noch das sie unter Zwangsgedanken leidet. Das alles ist nur sichtbare Ausprägung viel tiefer sitzender Probleme. Diese muss sie zusammen mit einem Psychiater/Therapeuten angehen.


    Ich sehe hier nur ein Problem. Nämlich ihre Bereitschaft und Einsicht an ihrem eigenen "Heilungsprozess" aktiv mitzuwirken. Nicht weil sie nicht "geheilt" werden will, sondern weil sie einfach Angst hat sich ihren Dämonen zu stellen. Sie ist zum Glück noch jung genug um ihr Leben noch genießen zu können, sobald sie dazu in der Lage ist. Das ist etwas das ich mir für Yunas Zukunft wünschen würde!


    Eine Zukunft, in der keine Veranlassung gegeben ist ständig alles und jedes zu hinterfragen, an allem und jedem nur das schlechte zu sehen und ergebnisoffen neue Situationen geschehen zu lassen.


    Ich glaube sehr wohl - und das ist nur meine Einzelmeinung - das Yuna schwer verliebt ist. Ich glaube aber auch das sie das momentan einfach nicht erkennen kann. Deshalb halte ich eine Trennung für einen Fehler. Da ist jemand der zu ihr hält. Der sie nicht nur so akzeptiert wie sie ist, sondern der sie so mag wie sie ist. Dem sie vertrauen könnte. Er kann Yuna sicher stützen auf ihrem Weg durch eine Therapie, einem Weg der sicher steinig wird und mit Umwegen und Sackgassen verbunden sein wird.




    Zuletzt eine Anmerkung zu Hanca und mnef: Irgendwo habt ihr ja beide Recht aber manchmal zeugt es von Stärke den anderen einfach reden zu lassen...

    Wow, du scheinst Yuna ja super zu kennen, wenn du so genau weißt, wie sie so ist. Vermutlich kennst du sie sogar besser, als sie sich selbst %-|


    Ich für meinen Teil habe von Menschen, die im Forum schreiben, zwar ein Bild. Ich maße es mir jedoch nicht an zu behaupten, ich wüsste wie jemand tickt. Mit sowas kann man grandios daneben liegen. Vor allem, wenn man sein Gegenüber noch nicht mal von Angesicht zu Angesicht gesehen hat.

    Ich weiß nicht wie sie "ist"! Die Einschätzung und Darlegung meines Eindrucks von ihr, anhand dessen was sie hier seit Jahren schreibt, öffentlich und per PN (an mich), ist mir aber doch sicher erlaubt, oder? %-|


    Und ob ich nun beispielhaft schreibe: "Yuna strebt nach Perfektion" oder "Mein Eindruck ist das Yuna nach Perfektion strebt" ist doch fast das gleiche oder? Der Inhalt ist oft wertvoller als die Form. Hmm, übrigens ein schöner Satz, den Yuna auch beherzigen sollte (meiner Meinung nach).