Kann in der Schnelltherapie nach einer ersten Diagnose nicht auch die weitere Vorgehensweise besprochen werden? Ich könnte mir vorstellen, dass die Psychotherapeuten gut informiert sind über die Situation und alternative Vorgehensweisen vorschlagen können.

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    Kann in der Schnelltherapie nach einer ersten Diagnose nicht auch die weitere Vorgehensweise besprochen werden? Ich könnte mir vorstellen, dass die Psychotherapeuten gut informiert sind über die Situation und alternative Vorgehensweisen vorschlagen können.

    Klar, genau dafür ist die Sprechstunde ja da. Nur wenn die weitere Vorgehensweise "Psychotherapie empfohlen" lautet - und das ist allermeistens der Fall, denn Patienten sind ja nicht blöd und wissen meist schon ganz gut, dass Therapie für sie das richtige ist - ändert das genau nichts, dann gibt's keine freien Plätze.


    Wirklich hilfreich ist das Procedere nur für diejenigen, denen z.B. eine Beratungsstelle oder Selbsthilfegruppe ausreichend helfen kann, aber das ist nur ein Bruchteil derjenigen, die zu den Sprechstunden kommen. Die meisten kommen erst, wenn es für Präventivangebote längst zu spät ist. Das wiederum schreibe ich der nach wie vor vorherrschenden Stigmatisierung psychischer Störungen bzw. Therapien und einem verbreiteten Halbwissen ("Du hast doch keine Depression, reiß dich halt zusammen, andere sind auch überlastet") darüber zu, aber das führt jetzt zu weit.


    Liebe Yuna, es tut mir ein bisschen leid, dass dieses Thema jetzt hier so ausführlich besprochen wird, weil es sich sicherlich im Grenzbereich zum Offtopic bewegt. Andererseits ost dir als mündige erwachsene Person nicht geholfen, einer unrealistischen Illusion über schnell verfügbare Therapieangebote aufzusitzen.


    Übers Kostenerstattungsverfahren könnte es evtl. funktionieren, hierfür solltest du tatsächlich Absagen "sammeln" (also dokumentieren) und dann damit bei deiner Krankenkasse nachfragen. Wenn die dem Verfahren zustimmt, kannst du mit etwas Glück schneller behandelt werden, z.B. in einer Privatpraxis. Insgesamt ist das aber auch eher rückläufig, weil die Kassen dem Verfahren seltener zustimmen.


    Um Engagement, Klinkenputzen und Flexibilität wirst du aber wohl nicht herumkommen. Ich wünsche dir viel Erfolg für die Suche!

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    Das ist auch wieder so eine Spitze, die nichts zum Thema beiträgt.

    Nein, ist es nicht. Ich denke, dass es niemandem hilft, wenn man eine Person und deren individuelle Schwierigkeiten schubladisiert. Ferndiagnosen werden selbst bei Leuten, die tatsächlich vom Fach sind, sehr kritisch gesehen. Wenn überwiegend Laien in einem Internetforum diskutieren und damit einen Menschen, der psychisch vermutlich eh schon angeknackst ist, verunsichern, finde ich das noch mehr daneben.

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    Und ob ich nun beispielhaft schreibe: "Yuna strebt nach Perfektion" oder "Mein Eindruck ist das Yuna nach Perfektion strebt" ist doch fast das gleiche oder? Der Inhalt ist oft wertvoller als die Form.

    Der Inhalt ist von der Form nicht loszulösen. Es geht nicht nur darum, was man sagt, sondern auch wie man es formuliert. Gerade, wenn man sich rein schriftlich austauscht und die nonverbale Kommunikationsebene wegfällt, finde ich es besonders wichtig, sich möglichst gut auszudrücken.


    Und es ist ein Unterschied, ob ich etwas als persönliche Meinung oder Einschätzung ausdrücke, oder als **Tatsachenbehauptung*.


    Beispiel:


    Mein Hund ist schwarz-weiß. Das ist eine Tatsache, weil es nun mal wirklich so ist.


    Ich glaube, dass mein Hund Rolltreppen gruselig findet. Das ist eine Vermutung. Die Vermutung basiert zwar auf Indizien: Mein Hund zieht normale Treppen Rolltreppen vor und versucht die Benutzung von Rolltreppen zu vermeiden. Ob sie das nun allerdings tut, weil sie ein kluger Hund ist und das real gegebene Risiko einschätzen kann, ob das so ist, weil das Hundetier eine unsichere Persönlichkeit hat, oder ob sie sich selbst bewegende Treppen einfach gruselig findet, weiß ich nicht. Schließlich kann ich nicht in ihren Kopf hineinsehen. Ich kann mir nur selbst Dinge zusammenreimen. Und das kann man dann, finde ich, durchaus auch so formulieren.


    Gerade wenn man hier eh ellenlange Texte schreibt, kann man statt einem "XY ist soundso.." auch gleich ein "Meiner Meinung nach..", "So, wie ich XY einschätze..", Ich glaube, dass.." Ich halte es für wahrscheinlich, dass.." schreiben.


    Das ist dann nicht nur näher an der Realität. Sondern hilft Yuna auch, indem sie eben nicht in Schubladen gesteckt wird, sondern Fremdwahrnehmungen aufgezeigt bekommt, bei denen sie sich selbst aussuchen kann, ob und inwiefern diese sich mit ihrer Selbstwahrnehmung decken.


    Formuliert man Dinge nun als Tatsachenbehauptungen oder auch mehr oder weniger als Diagnosen, kann das dazu führen, dass unsichere Menschen noch mehr verunsichert werden. Weil da etwas über sie geschrieben wird, das sich vielleicht schon - vielleicht aber auch gar nicht mit der Realität deckt. Das ist wieder Futter für Grübeleien und Unsicherheit, weil unsichere Menschen so das Gefühl bekommen können, dass irgendwas mit ihnen nicht stimmt.


    Sprache bietet so viele Möglichkeiten sich möglichst genau auszudrücken. Und meiner Meinung nach wäre viel gewonnen, wenn Menschen sich gut und achtsam ausdrücken würden.

    Dann muss man das ganze Forum schließen! Denn jeder hat individuelle Überzeugungen und eine individuelle Meinung, auch gegenüber Schreibern die man nicht persönlich kennt. Und es sind in einem Medium wie diesem Forum nur "Ferndiagnosen" möglich. Dann muss ich jedem sagen: "Tut mir Leid, dazu kann ich nichts sagen, denn ich kenne dich nicht."


    Willst du mir darüber hinaus ernsthaft ankreiden das ich zu lange Texte schreibe?


    Ständig zu erwähnen das das was ich schreibe keine zwingende Tatsache sein muss, sondern lediglich meine Meinung/Überzeugung ausdrückt, die nicht zutreffen muss, würde alles nur unnötig aufblähen. Dabei spielt die Formulierung keine Rolle, Yuna kann mit Sicherheit erkennen das dies nunmal mein individueller Stil ist sich auszudrücken. Ständig alles zu relativieren und dies ständig erwähnen zu müssen, um den armen Leser nicht zu sehr zu verunsichern, ist unnötig anstrengend, sowohl für den Schreiber als auch für den Leser und lenkt vom eigentlichen Inhalt ab, der transportiert werden soll.


    Man soll niemanden in eine Schublade stecken? Wenn ich sage das Yuna ein viel zu geringes Selbstbewusstsein besitzt, stecke ich sie genauso in eine Schublade als hätte ich geschrieben das ich "der Meinung bin" sie hätte ein zu geringes Selbstbewusstsein. Die Aussage bleibt die gleiche. Die Meinung/Überzeugung dahinter bleibt die gleiche und die Absicht und erhoffte Reaktion dahinter auch.


    Alles was jeder schreibt ist immer eine Meinung oder Überzeugung. Sei es durch Lebenserfahrung, Schulwissen, Intuition oder sonst was. Selbst ein reiner Glaube zählt.


    In den letzten Monaten und Jahren entwickelt sich die öffentliche Gesellschaft hin zur Einforderung immer neuer Dinge, die beachtet und respektiert werden sollen. Jeder fordert egoistisch das auf seine individuelle Besonderheit Rücksicht genommen werden muss. Das wirkt oft nicht nur lächerlich, sondern hilft den "Betroffenen" am Ende gar nicht, weil ihre wirklichen Bedürfnisse von belustigender Etikette überlagert wird.


    Es ist logisch und selbstverständlich das ich bezügl. Yuna nicht sagen kann das etwas so "ist". Denn ich kenne Yuna nicht persönlich. Auch habe ich keine psychologische Ausbildung. Ich habe zwar beruflich mit emotionalen menschlichen Schicksalen zu tun, aber auf einer anderen Ebene.


    Ich finde das insbesondere dieser Aspekt überhaupt gar nicht hilfreich ist. Wenn jetzt schon die Form wichtiger wird als der Inhalt, brauchen wir gar nicht weiter reden. Viel toller würde ich es finden wenn man sich mit dem Inhalt auseinandersetzen würde.


    Zum Schluss etwas mit der groben Kelle: Du bringst den Einwand das Behauptungen den Leser ehr verunsichern als Meinungen. Und das Yuna als zutiefst unsicherer Mensch dadurch nur noch mehr das Gefühl bekommt das etwas mit ihr nicht stimmt. Schön. Tatsache ist aber nunmal das mit Yuna in der Tat etwas nicht stimmt...


    Ich weiß das ich oft "Tatsachen" fomuliere. Ich bin der Meinung das Yuna damit ehr geholfen ist. Warum? Dann kann sie sich die Frage stellen warum ich dieser Meinung bin. Relativiere ich alles, damit es sich freundlicher liest, "ich glaube das... aber genauso gut könnte es auch anders sein", fühlt sie sich erst recht unsicher, weil es dann mehrere Möglichkeiten gibt. Ist es wirklich so? Oder ist es doch ganz anders? Zudem verändert es den Sinn der Aussage. Denn wenn ich schreibe das Yuna zu rational denkt, dann ist das nunmal meine Überzeugung und ich bin eben nicht der Meinung das es auch anders sein könnte. Wenn ich schreibe das Yuna verliebt ist, dann heißt das nunmal das ich dieser Meinung bin. Ich kann diese auch begründen und eben eben nicht der Meinung sie wäre es nicht.


    PS: Ich halte es für wahrscheinlich, dass der Beitrag über mir Yuna ins keinster Weise weiterhilft.

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    Dann muss man das ganze Forum schließen**! Denn jeder hat individuelle Überzeugungen und eine individuelle Meinung

    Warum sollte man das Forum schließen müssen ":/ Meinungen als solche zu kennzeichnen, ist ja nun wahrlich kein Hexenwerk. Die Sprache ermöglicht uns das.

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    Willst du mir darüber hinaus ernsthaft ankreiden das ich zu lange Texte schreibe?

    Nein, das möchte ich dir überhaupt nicht ankreiden. Das ist ein Missverständnis. Ich meinte, dass lange Texte nicht sehr viel länger werden, wenn man statt einem "XY ist.. " ein "Meiner Meinung nach ist XY.." schreiben würde @:)

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    Wenn ich sage das Yuna ein viel zu geringes Selbstbewusstsein besitzt, stecke ich sie genauso in eine Schublade als hätte ich geschrieben das ich "der Meinung bin" sie hätte ein zu geringes Selbstbewusstsein.

    Nein. Das eine legt nahe, dass sie fix in eine gewisse Schublade gehört. Das andere zeigt deine Fremdwahrnehmung auf und bietet die Möglichkeit selbst überprüfen zu können, ob sich die Schublade für einen passend anfühlt.

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    Ich finde das insbesondere dieser Aspekt überhaupt gar nicht hilfreich ist. Wenn jetzt schon die Form wichtiger wird als der Inhalt, brauchen wir gar nicht weiter reden.

    Ich habe nie gesagt, dass die Form wichtiger ist als der Inhalt. Meiner Meinung nach sind Form und Inhalt wichtig. Weil es eben beim Vermitteln von Inhalten nicht nur darauf ankommt, was man sagt, sondern auch wie man es sagt.

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    Tatsache ist aber nunmal das mit Yuna in der Tat etwas nicht stimmt...

    Ist da also eine Tatsache, hm? ;-D


    Ich empfinde es schon auch so, dass es Yuna nicht gut geht und sie mit sich selbst zu kämpfen hat. Aber was ist bitteschön ein "mit dir stimmt was nicht". Wenn es darum geht, dass persönliches Verhalten und Empfindungen von der Norm abweichen, dann stimmt mit ziemlich jedem Menschen etwas nicht. Und jeder Mensch hat Phasen, in denen es einem besser oder schlechter geht. Man emotional gefestigter oder dünnhäutiger ist. Bei den meisten gibt sich das mehr oder weniger von alleine wieder. Andere brauchen jemanden, der sie an der Hand nimmt und neue Wege aufzeigt. Aber nur weil man seinen eigenen Weg noch nicht gefunden oder vorübergehend verloren hat, zu behaupten, dass mit jemandem was nicht stimmt, empfinde ich als unprofessionell und übergriffig.

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    Denn wenn ich schreibe das Yuna zu rational denkt, dann ist das nunmal meine Überzeugung und ich bin eben nicht der Meinung das es auch anders sein könnte. Wenn ich schreibe das Yuna verliebt ist, dann heißt das nunmal das ich dieser Meinung bin. Ich kann diese auch begründen und eben eben nicht der Meinung sie wäre es nicht.

    Nun, wie in meinem letzten Beitrag schon geschrieben, macht es durchaus einen Unterschied, wie man Dinge schreibt.


    Wenn du schreibst, dass Yuna zu rational denkt, dann ist das keine Schilderung einer individuellen Überzeugung, sondern eine Tatsachenbehauptung. Und wenn man Tatsachen behauptet, ist das keine Anregung darüber nachzudenken, ob es nicht vielleicht doch anders sein könnte.


    Wenn ich schreibe, dass mein Hund schwarz-weiß ist, dann ist das so. Eine Tatsache. Punkt. Und keine Anregung mal darüber nachzudenken, ob der Hund jetzt nicht vielleicht doch auch grün-violett kariert sein könnte.

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    Relativiere ich alles, damit es sich freundlicher liest, "ich glaube das... aber genauso gut könnte es auch anders sein", fühlt sie sich erst recht unsicher, weil es dann mehrere Möglichkeiten gibt. Ist es wirklich so? Oder ist es doch ganz anders?

    Ja natürlich! Es ist ja auch so, dass es mehrere Möglichkeiten gibt. Wir leben in einer komplexen Welt!


    Mir scheint, dass Yuna hier von einigen als komplett hilfloses Wesen angesehen wird, das man von oben bis unten betüdeln muss. Ich meine hej, allen Threads zum Trotz hat sie es geschafft sich vom Elternhaus zu lösen, eine eigene Wohnung zu beziehen, eine Ausbildung zu finden und durchzuziehen und Sozialkontakte zu knüpfen.


    Ich schätze Yuna so ein, dass sie durchaus in der Lage ist für sich selbst zu sorgen und ihr Leben eigenverantwortlich hinkriegen zu können. So, wie sie schreibt, geht es ihr damit zwar nicht wirklich gut, aber sie ist inzwischen so weit sich auch an diesem Punkt Hilfe zu suchen.


    Sie reflektiert also sehr wohl und geht Veränderungen in ihrem Tempo an. Ich denke nicht, dass man Yuna vor sich selbst schützen muss.

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    PS: Ich halte es für wahrscheinlich, dass der Beitrag über mir Yuna ins keinster Weise weiterhilft.

    Das ist eine vollkommen legitime Meinung. Ob Yuna oder andere Leser das anders empfinden, entscheidet dann wieder jeder für sich selbst.

    heute_hier

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    Vielen Dank mnef, dass du diese Diskussion öffentlich führst @:)


    Die Geheimniskrämerei über PN ist mir auch suspekt -

    Jetzt wirds hier immer schräger.


    Wenn ich auf private Nachrichten von Yuna über die PN-Funktion antworte, betreibe ich Geheimniskrämerei? :)D


    Vielleicht solltest du mal einen Aufruf starten, dass die PN-Funktion abgestellt wird.

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    gerade wenn es um Hilfstechniken geht, die anderen Usern in ähnlichen Situationen helfen könnten.

    Und die anderen User suchen dann ausgerechnet hier auf Seite 48 in Yunas Faden?


    Du solltest zudem doch wissen, dass die Allwissende hier schädliche Tipps gibt.


    :p>

    Graógramán

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    Ich denke, dass es niemandem hilft, wenn man eine Person und deren individuelle Schwierigkeiten schubladisiert.

    Ich frage mich wirklich, was hier gerade los ist.


    Warum werden hier auf einmal persönliche Animositäten ausgetragen?


    Damit meine ich auch andere User.


    Ich habe den Beitrag von Elaf auch gelesen. Er fasst nahezu wortwörtlich Yunas Aussagen über sich selbst zusammen.


    Wenn das Schubladen sind, dann hat Yuna selbst diese Schubladen für geeignet befunden.


    Es gibt Menschen, die haben ein gutes Gedächtnis. Sie fügen jede Aussage des TE wie ein Puzzle-Teil zu einem Gesamtbild zusammen.


    Du behauptest zwar, man könne jemanden nicht über ein Forum wirklich kennenlernen.


    Aber das sehe ich etwas anders. Natürlich kennt man nicht jede Facette aus allen Lebensbereichen. Aber man bekommt ein Gesamtbild über die Denkstruktur und das Problemlöseverhalten.

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    Ferndiagnosen werden selbst bei Leuten, die tatsächlich vom Fach sind, sehr kritisch gesehen.

    NIEMAND hat eine Diagnose gestellt.


    Bedenklich finde ich es aber, wenn es so dargestellt wird, als wolle Yuna nur Aufmerksamkeit (heute_hier).


    Über den Beitrag von heute_hier regt sich kaum jemand auf. Es geht hier offenbar nicht darum, was Yuna schadet, sondern einige User persönlich anzugreifen.


    Du schreibst, dass Selbstdarsteller den Faden gekapert hätten.


    Was machst du denn? Du könntest mit jedem, den du als Selbstdarsteller ansiehst, über PN diskutieren. Das lehnst du ab und hinterlässt hier etliche Beiträge, die nichts mit Yuna zu tun haben.


    Natürlich kommen auf die Beiträge noch Antworten, wenn sie eine Kritik enthalten, die nicht gerechtfertigt ist.

    Hanca, deine Beiträge sind an Unsachlichkeit schwer zu überbieten.


    Du greifst hier jeden persönlich an, der nicht in deine Fahrspur passt.


    Vielleicht überdenkst du deine Diskussionskultur in einer ruhigen Minute?


    In diesem Faden habe ich absichtlich provokativ geschrieben. Als aufmerksame Leserin sollte es dir nicht entgangen sein, da ich ich es mehrfach erwähnt habe. Gern kannst du mich weiter angreifen. Das ist mir völlig egal.


    Eine Variante wäre es, andere Meinungen stehen zu lassen und die TE und andere stille Leser selbst entscheiden zu lassen, was hilfreich ist, ein Gedankenanstoß oder nicht zutreffend. Als "Frau vom Fach" sollten dir einige Gesprächstechniken geläufig sein. Wende sie doch an in diesem Thread.

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    Wenn ich auf private Nachrichten von Yuna über die PN-Funktion antworte, betreibe ich Geheimniskrämerei? :)D

    Selbstverständlich nicht. Der Begriff - ich habe ihn zuerst eingeworfen, ja - bezog sich darauf, dass hier Anleitungen (für Zwangsgedanken, die evtl. nichtmal welche sind?) per PN verschickt werden, die du wie der Teufel das Weihwasser scheust, auch anderen mitzuteilen, die diese Anleitungen ggf. etwas kritischer auf ihre Sinnhaftigkeit bzw. Ungefährlichkeit hin reflektieren, als Yuna allein es tut. Die ist nämlich gelinde gesagt verzweifelt, unsicher und greift nach solchen Strohhalmen, ob sie ihr letztlich gut tun oder nicht, weiß sie vorher nicht.


    Eigentlich hatten wir das Thema doch schon beendet. Muss es immer wieder entfacht werden, indem neue Verdrehungen alter Sachverhalte eingeworfen werden? Nichts anderes war das jetzt.

    PS: Ich weiß, dass das hier sicher einige Mitleser nervt. Sorry dafür. Aber ich werde Verdrehungen und falsche Behauptungen, die öffentlich verbreitet werden, auch öffentlich richtigstellen. Sicherlich werde ich das auch in Zukunft tun, sollte von Hanca sowas kommen. Dinge unkommentiert verbreiten wollen und die Kritik daran in seinem Posteingang, wo es niemand sieht, verschwinden lassen - nö, so läuft das nicht.

    Ich bitte darum die Streiterei untereinander zu beenden. Das ist nicht hilfreich für die TE und stört den Fadenverlauf. Sollte es nicht möglich die Streiterei /Meinungsverschiedenheiten zu beenden, kann es erfoderlich werden das User aus dieder Diskussion ausgeschlossen werden.


    Bitte ab jetzt wieder den Fokus auf die TE und mit dem Potential zu Helfen.

    Hallo,


    Danke Hyperion. Ich denke, das war notwendig. Leute, bitte.. :|N Ich möchte jetzt nicht noch Streitschlichter spielen. Sonst diskutiert doch bitte per PN darüber, wer mir jetzt am besten helfen kann, wer am schlechtesten ist etc., wenn ihr das relevant findet. Ich bin dankbar für jede Hilfe. :)= Ich habe auch gerade nicht den Nerv, diese ganzen Seiten zu durchsuchen nach irgendwas, was an mich gerichtet war. Ich habe es gestern überflogen. Ich glaube, irgendwer fragte nach meiner Therapiesuche. Es geht wenigstens etwas voran. Nach den Posts von Dorfnixe weiß ich allerdings gerade nicht, ob man es so positiv sehen sollte, wie ich es gerade tu, es gibt mir zumindest Hoffnung. Ich habe nächsten Monat ein Gespräch für eine Sprechstunde bei einer Therapeutin. Die Wartezeit auf einen Platz bei ihr ist enorm lang, ich weiß gar nicht, wie mein Leben dann aussieht, aber ich dachte mir, so kann wenigstens mal jemand eine Einschätzung geben. Vielleicht muss ich danach ja auch nicht mehr zum Psychiater? Oder ich sollte trotzdem hin? Ich weiß es nicht. Aber immerhin kann ich so zeitnah mal mit jemandem reden, der Ahnung hat. Ich denke, das tut mir gut. Ich werde nächste Woche auch noch mal ein paar weitere Therapeuten anrufen, aber meine Liste ist auch nicht endlos. Eine Therapeutin hat eine Wartezeit von 6 Monaten, die nimmt auch noch Leute auf ihre Warteliste auf, aber leider für tiefenpsychologische Verfahren und das ist ja, glaube ich, das falsche für mich. Schade. Was ich mache, wenn die Liste zu Ende ist, weiß ich nicht. Vielleicht dann ewig lange auf die eine warten, wenn sie nett ist. Und bis dahin? Tja. Hoffen. … :-/ :-(


    Gerade fühl ich mich nicht verliebt. Die letzten paar Tage ging es mir ganz gut. Ich habe nicht 24/7 über meine Beziehung nachgedacht. Vorhin war ich kurz am weinen. Ich weiß nicht. Ich bin verwirrt. Vielleicht bin ich auch nur verliebt in die Vorstellung, mit meinem Freund zusammen zu sein, weil alles so toll wäre? Ich glaube ja, diese intensive Grübelei über meine Beziehung fing damit an, dass ich so den Gedanken habe/hatte, dass man DAUERND an seinen Partner denken muss, sonst ist man nicht verliebt. Und dass ich dann dachte: "Ohgott, du denkst ja gerade nicht über ihn nach, du bist nicht verliebt." Ich glaube, so etwas in der Art steht auch im Blog. Und dann fing das damit an, dass ich mir dauernd Sorgen gemacht habe. Ich meinte schon die Tage, dass ich jetzt schon denke: Wenn ich mal NICHT darüber nachdenke, dass ich akzeptiert habe, dass ich nicht verliebt bin. Das machte meinem Gegenüber auch Sorgen. ;-D ^^ Ich weiß es einfach nicht. Sollte man sich denn verliebt fühlen, wenn der Partner NICHT da ist? Hmpf. Da geht es dann wieder los. :-| Ich habe die Tage erst wieder gemerkt, wie wohl ich mich bei meinem Freund fühle, als ich so genervt war von anderen Menschen und von denen weg wollte. Das habe ich bei ihm nicht. Wenn meine Gedanken und meine Vorstellungen, wie etwas sein sollte, mir nicht im Weg stehen, ist eigentlich alles super. Ich habe meine beste Freundin auch gefragt, ob das jetzt schlimm wäre, wenn ich meinen Freund die ganze Woche über nicht vermissen würde. Weil ich so die Vorstellung habe (und davon gelesen habe), dass man seinen Partner vermissen sollte. Da meinte sie so nein. SIE würde sich Gedanken machen, wenn ich ihn einen Monat lang nicht gesehen habe und ihn keine Sekunde vermisst habe. Aber bei einer Woche? Ich hätte ja auch eh dauernd den "Drang" dazu, ihm zu schreiben, also würde ich ja schon an ihn denken, da müsste ich ihn nicht direkt immer vermissen. Oder so. … Ich frag mich täglich mehrmals, wie es ihm gerade geht, ob alles in Ordnung ist und was er macht. Er hat aktuell einige Probleme und ich würde ihm so gerne helfen, weil ich möchte, dass es ihm besser geht, aber ich kann da leider auch nicht viel machen. Das nervt mich auch. Nur weiß ich auch da nicht, wo man jetzt wieder die Grenze zieht zwischen fester und bester Freundin. Ich habe auch drüber geredet, dass jemand meinte, sie würde mit ihrem besten Freund kuscheln, ob ich das denn auch tun würde, weil mich das wieder verunsichert hat. Da meinte meine Freundin auf keinen Fall. Ich sei ja sonst sowas von unnahbar und würde keinen an mich ranlassen. Sie selbst sei ein sehr sozialer Mensch, aber hasst kuscheln wie die Pest. Außer bei ihrem Freund. Ich meinte zu ihr, ich dachte mir ja auch, dass ich das nicht mit meinem besten Freund tun würde, aber dann kam da wieder dieser Vergleich. :-| … Ich brauche meinen Freund. Ich frage mich nur, ob ich das aus den richtigen Gründen denke. ???


    Ich weiß es aktuell einfach nicht. Es ist sehr verwirrend. Ich habe mich jetzt bestimmt wiederholt, sorry, aber ich musste das mal gerade loswerden.

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    Ich weiß es nicht. Aber immerhin kann ich so zeitnah mal mit jemandem reden, der Ahnung hat. Ich denke, das tut mir gut.

    Ja, dass wird dir bestimmt gut tun.

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    diese intensive Grübelei über meine Beziehung fing damit an, dass ich so den Gedanken habe/hatte, dass man DAUERND an seinen Partner denken muss, sonst ist man nicht verliebt

    Das das nicht stimmt, haben dir hier bereits mehrere bestätigt und deine beste Freundin auch. Zudem denkst du ja doch ständig an ihn, siehe weiter unten.

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    Sollte man sich denn verliebt fühlen, wenn der Partner NICHT da ist?

    Ja, und ich bin der Meinung das du das auch tust, denn:

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    Ich habe die Tage erst wieder gemerkt, wie wohl ich mich bei meinem Freund fühle

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    Ich hätte ja auch eh dauernd den "Drang" dazu, ihm zu schreiben, also würde ich ja schon an ihn denken

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    Ich frag mich täglich mehrmals, wie es ihm gerade geht, ob alles in Ordnung ist und was er macht

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    ich würde ihm so gerne helfen, weil ich möchte, dass es ihm besser geht

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    Ich brauche meinen Freund

    Jetzt kommt wieder ein Punkt, den ich letztlich auch erwähnt habe. Jeden neuen Gedanken von x-beliebigen Personen baust du in deine Gedanken ein, z.B.:

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    Ich habe auch drüber geredet, dass jemand meinte, sie würde mit ihrem besten Freund kuscheln, ob ich das denn auch tun würde

    Dabei müsstest du die Antwort doch selber kennen:

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    ich dachte mir ja auch, dass ich das nicht mit meinem besten Freund tun würde

    Und deine Freundin sagt es ja auch:

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    Ich sei ja sonst sowas von unnahbar und würde keinen an mich ranlassen

    Du bist gerne mit deinem Freund zusammen, du fühlst dich wohl in seiner Nähe, du denkst ständig an ihn und Kuscheln (und mehr) mit ihm ist auch drin. Auch ich schätze dich so ein das du das nicht mit jedem machen würdest, auch nicht mit normalen Freunden oder Bekannten.

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    Ich weiß es aktuell einfach nicht.

    Hmm, jetzt ist es wieder schwierig auszudrücken was ich gerne darauf sagen würde. Wissen ist rational. Du weißt das 2+2 vier ergibt. Du hast das in der Schule gelernt und im Alltag hat sich dieses Wissen bestätigt. Du kannst auch herleiten und erklären warum das so ist. Bei Gefühlen ist das anders. "Ich weiß es" bedeutet das man seinen Gefühlen in diesem Punkt vertraut. Das ist Glaube, vielleicht Hoffnung, aber kein rationales Wissen das losgelöst von persönlichen Belangen einfach da ist.

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    Ich habe nächsten Monat ein Gespräch für eine Sprechstunde bei einer Therapeutin. …aber ich dachte mir, so kann wenigstens mal jemand eine Einschätzung geben.

    Das ist doch schon mal ein guter Ansatz.


    Eine außenstehende Person wird dir sicher guttun und dir auch besser raten können, als die ganzen Möchtegernfachleute hier.


    ElafRemich0815 dagegen besitzt -soweit ich das beurteilen kann- eine große Menschenkenntnis. Ich denke, er hat dich schon ganz gut charakterisiert.


    Warum ich das denke? Weil ich mich in vielem was Du schreibst und hinterfragst, ein ganzes Stück weit (nur war das nie so extrem, wie bei dir) wiedererkenne. Wenn dem nicht so wäre, würde ich hier schon lange nicht mehr reingucken und erst recht nichts mehr schreiben.




    Von meinen Eltern wurde alles was ich wollte und konnte als lächerlich und nichtig abgetan, kleinste Verfehlungen wurden hart bestraft. Der Lieblingsspruch meine Mutter "Das hat doch alles keine Bedeutung". Nähe gab es nicht. Als ich dann zum Studium ging, hatte ich Null Selbstbewusstsein, habe alles und vor allem mich selbst infrage gestellt, mich immer und immer wieder kleiner gemacht, als ich war...


    Mein Mann muss mich auch heute noch auf den Boden zurückholen, wenn ich eine an sich nichtige Sache wieder mal völlig zergrüble.




    Yuna, aus deinen Zeilen spricht doch, wie sehr Du deinen Freund magst und dass Du dich zu ihm hingezogen fühlst. Du schreibst doch selbst, dass er dir zwischendurch immer mal wieder in den Kopf kommt.


    Du musst dir da nicht immer Bestätigung von anderen (deine Freundin, die dich noch am besten kennt, vielleicht mal ausgenommen) holen und dem Ganzen nicht das Etikett "verliebt" oder "nicht verliebt" verpassen. Wozu soll das gut sein?


    ??Für mich ist verliebt sein/jemanden lieben auch gar nicht so sehr dieses Kribbeln/ wie der Blitz einschlagen oder was auch immer gern mal zitiert wird, sondern eher ein Vertrauen in den anderen, ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das Wünschen dass es dem Anderen gut geht… Und selbst in intimen Augenblicken schaffe ich es selten, das Denken abzuschalten. Ich leite daraus nur nicht ab, dass mit mir was nicht stimmt.??


    Und sieh es mal so, wenn man ununterbrochen an seinen Partner denken würde, meinst Du, man würde in seinem Leben sonst noch irgendetwas auf die Reihe bekommen? Eine kurze Zeit okay, aber auf Dauer, das wäre eher kontraproduktiv. Man hat doch noch andere Dinge, mit denen man sich beschäftigen und auf die man sich konzentrieren muss: Schule, Beruf, Haushalt, Hobbys…


    ??Wenn mein Mann mit einer Sache beschäftigt ist, kann er alles andere (auch mich) völlig ausblenden. Er hat mich tatsächlich schon mal – quasi- sitzen lassen. Mir gelingt das mit dem Ausblenden (so wie gerade jetzt, da ich hier schreibe) eher weniger gut. Die Menschen sind eben verschieden. Auch das nehme ich so, wie es ist. Es steht aber völlig außer Frage, ob er mich liebt oder ich ihn. Das ergibt sich ganz allein aus unserem Zusammenleben.??


    Yuna, ich hoffe, ich habe dich jetzt nicht noch mehr verwirrt.