• Als nachdenklicher Mensch seine erste Beziehung haben...

    Hallo, Ich habe gerade das dringende Bedürfnis, über etwas zu reden. Auch wenn es mir sehr schwer fällt, dazu noch unter meinem Namen. Aber vielleicht fällt dem ein oder anderen ja was dazu ein. Mein Leben ist gerade wirklich sehr chaotisch. Also ich habe jetzt meine erste "richtige" Beziehung im Leben. Mein Freund ist genauso unerfahren wie ich. ^^ Da…
  • 861 Antworten
    Zitat

    Yuna, ich kann nur für mich sprechen und ich kann nur von den Informationen ausgehen, die ich hier lese! Für mich ist eine mündliche Prüfung das man in einem Klassenraum steht, vor den Prüfern, Fragen gestellt bekommt und diese nach einer gewissen Vorbereitungszeit frei beantworten muss. Wenn das bei deiner Ausbildung anders ist und auch praktische, also vermutlich(?) handwerkliche Dinge gefordert sind, so bitte ich zu entschuldigen das ich das nicht wissen kann.

    War bei meiner ersten Ausbildung so. Ich bekam drei Aufgaben vorgelegt, suchte mir eine aus, bearbeitete die 10 Min lang und präsentierte vorher das Ergebnis.


    Und ja, darauf kann man sich vorbereiten. Natürlich habe ich das Thema gewählt, dass mir am besten lag. Vorher zu Hause habe ich die Themen stehend im Wohnzimmer den Geistern erklärt, damit ich das auch alles formulieren kann. Was genau von 3 Jahren Ausbildung dran kommt kann man nie wissen, aber natürlich kann man dafür üben.


    Yuna trifft nicht aktiv Entscheidungen. Wenn man Yuna Tee oder Kaffee anbietet wählt sie garnichts. Alle ihre 'Entscheidungen' wie nicht lernen, nicht spazieren gehen, nicht die Tabletten nehmen, sind doch keine Entscheidungen. Das ist erneut das verstecken in einer Ecke und hoffen, dass die bösen Entscheidungen von alleine weggehen.

    Zitat

    Meine Freundin hat z.T auch keine gute Meinung von euch allen. Nunja. ...

    Was willst du damit nun sagen? Wieso das? Liest sie hier alles mit? Oder ist deine Freundin hier vorgeschobenes Argument, weil eigentlich DU momentan mit 'uns allen' unzufrieden bist? Evtl., weil mittlerweile alle sich zumindest in dem Punkt einig sind, dass du dringend Hilfe brauchst und auf den letzten Seiten nicht mehr um Beziehung und Liebe gekreist wird, sondern weil die Schreiber immer weiter auf den Kern des eigentlichen Problems stoßen? Ich finde es schon auffällig, dass solche Aussagen von dir ausgerechnet jetzt kommen, wo es allmählich 'ans Eingemachte' geht und nicht mehr um Kleinigkeiten gekreist wird, sondern auf die Antworten immer stärker zur Handlung/Hilfe holen 'drängen' ??Drängen ist das falsche Wort, aber mir fällt kein besseres ein?? und etwas tiefer kratzen, als das ablenkende Drumherum der letzten Wochen.

    Caramala, eine Entscheidung ist eine willentliche Wahl zwischen verschiedenen Möglichkeiten.


    Diese Wahlmöglichkeit hat Yuna nicht.


    Ihre Wahlmöglichkeit beschränkt sich auf Leiden/Verzweiflung/Nichtstun oder dem Drängen anderer Menschen nachzugeben.


    Wird man gedrängt, geht man so kleine Schritte wie nur irgend möglich, weil die eigene Überzeugung fehlt.


    Yuna fehlt der Wille etwas zu verändern, weil ihr jede Zufriedenheit, Lebensfreude, Glücksgefühle fremd und suspekt sind.


    Yuna fehlt ein Vorrat an positiven Gedanken, Gefühlen und Erfahrungen im Gehirn.


    Da ist so gut wie nichts gespeichert, worauf sie zugreifen kann.


    Sie hat z. B. mal geschrieben, sie hasst es, eine Frau zu sein und hasst ihren Körper.


    Dem entsprechend geht Yuna mit ihrem Körper um.


    Die Entscheidung, ihrem Körper etwas gutes zu tun (wie eine gesunde Ernährung, Bewegung, den Körper annehmen) kann sie nicht treffen. Ihr Körper ist es nicht wert (in Yunas Denken) und es würde sich falsch und fremd anfühlen.


    Wohlige sexuelle Gefühle deutet sie in eine Infektion um und geht zur Frauenärztin, weil da etwas "falsch ist".


    Ich kenne Yunas Kindheit nicht, weil sie darüber nicht viel schreibt.


    Aber ich vermute mal, dass ihr negatives Lebensgefühl schon sehr früh geprägt wurde.


    Um die Entscheidung für eine Veränderung treffen zu können, muss man eine Ahnung davon haben, dass die Veränderung etwas Schönes und Positives sein kann.


    Hat man das nie kennengelernt, ist eine Veränderung bedrohlich und beängstigend.


    Yuna kann den Gedanken akzeptieren, dass sie Probleme hat, weil das zu ihrem Gesamtbild passt. Ob eine Therapie zu einem neuen Selbstbild führen kann, steht noch in den Sternen.

    Yuna, das ist echt gemein, seit Jahren schon stehen hier die User dir bei und jetzt diese "Freundin - Nummer". Die Leute tippen sich hier die Finger wund und machen sich einen Kopf um dich. Weißt du, deine (hoffentlich reale) Freundin ist mir total egal, aber dass du nach all der Zeit so was schreibst, tut mir für die Leute leid, die sich so reinhängen. Auf den letzten Seiten wird der Ton kritischer, ja das stimmt wohl, das liegt aber daran, dass sich seit deinem Ausgangspost nichts geändert hat.

    Ach, die User, die schon seit vielen Jahren in Yunas Threads schreiben, wissen doch, wie der Hase läuft.


    Mir hat, als ich selbst mal in einer Art Sackgasse gesteckt bin, jemand gesagt: "Wenn du weitermachst, wie bisher, hast du wohl noch nicht genug gelitten.


    Als ich genug gelitten habe, habe ich die Situation dann auch geändert. War nicht leicht, mich in der Hinsicht zu überwinden. Und es war auch nicht leicht eine Entscheidung zu treffen, weil es sich hinter erst einmal noch blöder angefühlt hat, als davor. Aber dann, dann ging's aufwärts.


    Wenn der Leidensdruck bei Yuna groß genug ist, wird sie auch etwas ändern.


    Für gar so lebensunfähig wie die meisten hier, halte ich Yuna nicht. Ich glaube nach wie vor, dass Yuna ihr Leben erträgt, statt es zu genießen. Aber ansonsten kriegt sie ihr Leben ja auf die Reihe. An eine verhauene Abschlussprüfung glaube ich nicht mal unbedingt. Ich denke, das ist eher eine Art willkommener Anlass, um sich schlecht fühlen zu können.


    Und auch wenn Yunas Leben an sich Fortschritte wie eine eigene Wohnung und eine Ausbildung gemacht hat, an dem Muster, dass es immer einen Grund gibt, damit sie sich mies fühlen kann (Elternhaus / Eltern / Wohnung / Nachbarn / Ausbildungsstelle / Ausbildner / Kollegen / Gewicht / Beziehung) gab es ja immer.


    Ich glaube, wenn du, Yuna, dich trennst, dann sucht sich dein Unterbewusstsein irgendein neues Haar in der Suppe.


    Ich wünsche dir sehr, dass du von dem Termin mit der Therapeutin schon ein bisschen was mitnehmen kannst. Oft kann man auch in nur kurzen Gesprächen schon "Werkzeuge" mitbekommen, damit man verschiedene Situationen "üben" kann. Anwenden musst du das dann aber, sofern du magst, selbst.


    Und abgesehen von Therapien, kann man sich auf für sich selbst eine Art "Trainingsplan" erstellen. Menschen sind auch nur Säugetiere und man kann sich zum Beispiel auch selbst Entspannung "konditionieren", um diese dann in Akutsituationen abrufen zu können.